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Linke zur Außen- und Verteidigungspolitik

Aus dem Programm „Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl in Bremen am 14. Mai 2023 (Damit Bremen weiter auf sozial-ökologischem Kurs bleibt)“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 78 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Außen und Verteidigung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Außenpolitikdeutlich Diplomatie zuerst (-1,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Rüstungsexporte per Landesgesetz stoppen, Aufrüstung ablehnen

Die Linke lehnt das 100-Milliarden-Paket für die Bundeswehr ab und will Rüstungsexporte über Bremen per Landesgesetz stoppen. Rüstungsbetriebe sollen auf zivile, ökologisch sinnvolle Produktion umstellen, abgesichert durch einen Konversionsfonds.

Die Linke ist gegen mehr Geld für Waffen bei der Bundeswehr. Aus Bremen sollen keine Waffen mehr ins Ausland gehen. Dafür soll es ein Landes-Gesetz geben. Firmen, die Waffen bauen, sollen andere Dinge herstellen. Ein Fonds soll dabei helfen.

Laut Programm verlassen jährlich rund 1.000 Container mit Munition Bremen per Schiff. Die Partei spricht sich für Waffenstillstand und Verhandlungen und gegen Waffenexporte aus. Der Konversionsfonds soll unter Beteiligung der Bremer Wirtschaftsförderung entstehen. Zur Begründung heißt es, Rüstungsproduktion binde knappe Ressourcen und Energie, erhöhe den CO₂-Ausstoß und gehe zulasten der öffentlichen Daseinsvorsorge. Das Programm hebt hervor, dass der Senat dem Sondervermögen im Bundesrat auf Betreiben der Linken nicht zustimmte.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Wir fordern den Stopp der Rüstungsexporte per Landesgesetz und eine zeitnahe Umstellung (Konversion) auf zivile und ökologisch sinnvolle Produktion“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein öffentlich mitgetragener Konversionsfonds soll die Produktion von Unternehmen politisch umlenken.

  • Außenpolitikdeutlich Diplomatie zuerst

    Ein gesetzlicher Exportstopp für Rüstungsgüter und die Ablehnung des Sondervermögens stellen militärische Zurückhaltung grundlegend über Abschreckung.

Nukleare Teilhabe beenden, Atomwaffenverbotsvertrag beitreten

Die Linke lehnt die nukleare Teilhabe ab und fordert den Abzug der Atomwaffen aus Büchel. Bremen soll sich im Bund dafür und für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag einsetzen.

In Deutschland lagern Atom-Waffen der USA. Die Linke will, dass diese Waffen abgezogen werden. Deutschland soll einem Vertrag der Vereinten Nationen beitreten. Dieser Vertrag verbietet Atom-Waffen. Bremen soll sich dafür beim Bund einsetzen.

Nukleare Teilhabe bedeutet, dass Deutschland im Rahmen der NATO an der Abschreckung mit US-Atomwaffen beteiligt ist. Die Partei beruft sich auf einen Bundestagsbeschluss vom März 2010 zum Abzug der Waffen. Bremen soll als Mitglied der „Mayors for Peace“ auf Bundesebene dafür werben. Den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verurteilt das Programm und leitet daraus eine Pflicht zu atomarer Deeskalation ab. Statt Hochrüstung und Abschreckung setzt die Linke auf Diplomatie, Verhandlungen und gewaltfreie Konfliktlösung.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„DIE LINKE ist gegen jegliche nukleare Teilhabe und fordert endlich die Umsetzung und den Abzug der Nuklearwaffen“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikdeutlich Diplomatie zuerst

    Der Ausstieg aus der nuklearen Teilhabe und der Beitritt zum Verbotsvertrag würden einen Kernbestandteil der heutigen Bündnis- und Abschreckungspolitik beenden.

Bundeswehr von Schulen, Hochschulen und zivilen Aufgaben fernhalten

Die Linke will die Zivilklausel im Hochschulgesetz erhalten und das Werbeverbot für Jugendoffizier*innen an Schulen beibehalten. Einsätze der Bundeswehr im Inland sollen nur bei Katastrophen stattfinden; zivile Hilfsorganisationen sollen ausgebaut werden.

Die Bundeswehr soll an Schulen nicht werben. Hochschulen sollen nicht für das Militär forschen. Im Inland soll die Bundeswehr nur bei Katastrophen helfen. Zivile Helfer wie das Technische Hilfswerk sollen stärker werden. Hochschulen sollen mehr zu Frieden forschen.

Die Zivilklausel verpflichtet Hochschulen auf Forschung für friedliche Zwecke. Die Bundeswehr soll verpflichtet werden, keine Minderjährigen aufzunehmen („straight 18“). Einsätze in Bereichen der Daseinsvorsorge wie dem Gesundheitswesen sollen überflüssig werden, indem zivile Kriseneinrichtungen vom Technischen Hilfswerk bis zur medizinischen Krisenhilfe wachsen. An den Bremer Hochschulen fordert die Partei einen größeren Forschungsbereich zu Frieden, ziviler Konfliktlösung und den Klimafolgen von Rüstung.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Der Einsatz der Bundeswehr im Innern muss sich auf Katastrophenfälle beschränken.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Die Begrenzung der Rolle der Bundeswehr in Bildung, Forschung und Inland schränkt die Präsenz des Militärs schrittweise ein.

Umschlag von Rüstungsgütern in Bremer Häfen verbieten

Die Linke will per Hafenbetriebsgesetz verbieten, dass Rüstungsgüter und Munition über die bremischen Häfen verschifft werden. Auf diesem Weg will sie Rüstungsexporte erschweren, die der Bund genehmigt.

Über die Häfen in Bremen werden Waffen verschifft. Die Linke will das verbieten. Dafür soll ein Landes-Gesetz geändert werden. So will die Partei den Verkauf von Waffen ins Ausland bremsen.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass die Waffen weltweit eingesetzt werden und Menschen töten. Bremen könne Exportgenehmigungen der Bundesregierung nicht verhindern, etwa an Staaten wie Saudi-Arabien. Als Umschlagplatz könne das Land die Ausfuhr aber über das eigene Hafenrecht unterbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Wir fordern, im Hafenbetriebsgesetz den Umschlag von Rüstungsgütern zu verbieten.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikdeutlich Diplomatie zuerst

    Ein Umschlagverbot für Rüstungsgüter gibt es heute nicht; es würde Rüstungsexporte über die Häfen des Landes unterbinden.

Was sagen die anderen Parteien zur Außen- und Verteidigungspolitik?

Alle Programme in Bremen im Vergleich