Flughafen Bremen als Passagierflughafen sichern
Die CDU will den Bremer Flughafen als Passagierflughafen erhalten und ihn bei der Sanierung unterstützen. Ein privater Mitgesellschafter soll Geld und Fachwissen einbringen. Außerdem soll geprüft werden, ob ein größerer Teil der Start- und Landebahn regulär genutzt werden darf.
Die CDU will den Flughafen Bremen für Reisende erhalten. Die Stadt soll bei der Reparatur helfen. Eine private Firma soll Mit-Besitzer werden und Geld mitbringen. Flugzeuge sollen einen längeren Teil der Bahn nutzen dürfen.
Das Programm nennt den Flughafen unverzichtbar für die Luft- und Raumfahrtindustrie und verbindet ihn mit 30.000 Arbeitsplätzen. Befristete Investitionszuschüsse sollen helfen, dass er nach der Coronakrise wieder ohne Zuschüsse auskommt; eine Kooperation der drei nordwestdeutschen Flughäfen soll geprüft werden. Von der 2.600 Meter langen Bahn sind bisher 2.040 Meter für den regulären Verkehr erlaubt; eine längere Nutzung würde laut CDU flachere Starts mit weniger Lärm, Frachtflugzeuge und neue Ziele ermöglichen. Die Nachtruheregelung bleibt, soll aber praktikabel gehandhabt werden. Landeentgelte, Forschung am ECOMAT und mehr Bio-Kerosin sollen saubereres Fliegen fördern. Die CDU unterstützt den Weg des Flughafens zur Klimaneutralität und begrüßt Airlines mit Elektro- oder Wasserstoffflugzeugen.
Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir wenden uns entschieden gegen Bestrebungen, den Flughafen Bremen als Passagierflughafen infrage zu stellen.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Markt
Ein privater Gesellschafter soll an der bislang öffentlichen Flughafengesellschaft beteiligt werden, was einer Teilprivatisierung entspricht.
- Klimaausgewogen
Der Punkt will den Flugbetrieb sichern und erweitern und zugleich den Flughafen klimaneutral machen und emissionsärmeres Fliegen fördern.