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Linke zur Bildung

Aus dem Programm „Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl in Bremen am 14. Mai 2023 (Damit Bremen weiter auf sozial-ökologischem Kurs bleibt)“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 78 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 14 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 5 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Enquetekommission Bildungsgerechtigkeit statt neuem Schulkonsens

Die Linke will den bisherigen Schulkonsens nicht verlängern, weil er aus ihrer Sicht Reformen verhindert hat. Stattdessen soll eine Enquetekommission erarbeiten, wie Bremen den Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg auflösen kann.

In Bremen hängt der Schulerfolg stark vom Elternhaus ab. Die Linke will das ändern. Eine Kommission soll dafür einen Plan machen. Schulen mit vielen Problemen sollen am meisten Geld und Personal bekommen. Jedes Kind soll einen Kita-Platz bekommen.

Die Kommission soll ein Zieldatum sowie die nötigen Maßnahmen und Schulstrukturen benennen. Schulen mit den größten Herausforderungen sollen die meisten Ressourcen und die attraktivsten Arbeitsbedingungen erhalten. Jedes Kind soll einen Kita-Platz im eigenen Ortsteil bekommen, und die Lern- und Arbeitsbedingungen sollen sich verbessern. Die Hochschulen sollen zur Lösung gesellschaftlicher Aufgaben wie der Klimakrise beitragen und in allen Fächern gute Studienbedingungen bieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Die kommende Legislaturperiode wollen wir daher für eine Enquetekommission Bildungsgerechtigkeit nutzen.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Mittel für benachteiligte Schulen und ein Kita-Platz für jedes Kind verstärken die Umverteilung über öffentliche Leistungen.

Schwimm- und Sportunterricht an Schulen stärken

Die Linke will den Schwimmunterricht schon in der zweiten Klasse beginnen lassen und den Sportunterricht an Schulen sichern. Wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Schwimmkurse sollen nachgeholt werden.

Kinder sollen früher schwimmen lernen. Der Schwimm-Unterricht soll schon in der zweiten Klasse beginnen. Ausgefallene Kurse sollen nachgeholt werden. Sport-Unterricht soll öfter von Fach-Lehrern kommen.

Intensivschwimmkurse nach dem Beispiel Bremerhavens sollen den Unterricht ergänzen. Sportunterricht soll langfristig wieder zu einem größeren Teil von Fachlehrkräften gegeben werden. An der sportbetonten Oberschule an der Ronzelenstraße will die Partei die Bedingungen verbessern. Sie begründet dies damit, dass Freude an und Fähigkeit zu Sport früh vermittelt werden sollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Der Schwimmunterricht sollte von der dritten auf die zweite Klasse vorgezogen werden und durch Intensivschwimmkurse nach Bremerhavener Vorbild gezielt unterstützt werden.“
Seite 26 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Umlagefinanzierten Ausbildungsfonds einführen

Die Linke will einen Ausbildungsfonds einführen, in den alle Betriebe einzahlen. Größere Firmen sollen mehr beitragen als kleine, und nicht ausbildende Betriebe sollen die ausbildenden mitfinanzieren, damit alle Jugendlichen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen.

In Bremen gibt es zu wenig Ausbildungs-Plätze. Die Linke will einen Fonds gründen. Alle Firmen zahlen dort Geld ein. Große Firmen zahlen mehr als kleine. Das Geld hilft den Firmen, die ausbilden. So sollen mehr junge Menschen einen Platz bekommen.

Das Programm begründet den Fonds damit, dass weniger als die Hälfte der berechtigten Betriebe ausbildet und die Jugendarbeitslosigkeit in Bremen mit 9 Prozent doppelt so hoch ist wie im Bundesschnitt. Es wäre nach Darstellung der Partei der erste Fonds dieser Art in Deutschland. Aus den Mitteln sollen Sprachkurse, fachliche Angebote, sozialpädagogische Betreuung und überbetriebliche Kooperationen finanziert werden. Kleine Betriebe sollen besonders unterstützt werden, wenn sie Auszubildende mit größeren Schwierigkeiten aufnehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Darum wollen wir den vom LINKEN Arbeitsressort entworfenen, bundesweit ersten umlagefinanzierten Ausbildungsfonds in die Realität umsetzen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine verpflichtende Ausbildungsabgabe für alle Betriebe gibt es bisher nicht; sie einzuführen, schafft eine neue Abgabe mit Umverteilung zwischen Unternehmen.

Jugendliche auf dem Weg in Ausbildung unterstützen

Die Linke will Berufsorientierung und Praktika für alle ab der achten Klasse sichern und die aufsuchende Beratung ausbauen. Sprachsensible Prüfungen und mehr bezahlbarer Wohnraum sollen Auszubildenden den Abschluss und den Alltag erleichtern.

Alle Schüler sollen ab Klasse 8 Berufe kennenlernen. Sie sollen auch Praktika machen können. Berater sollen zu den Jugendlichen in die Stadtteile gehen. Prüfungen sollen in einfacherer Sprache sein. Für Azubis soll es mehr günstige Wohnungen geben.

Neben der Agentur für Arbeit sollen verstärkt weitere Träger und neue Formate eingesetzt werden; die Berufsparcours sollen an allen Bremer Schulen stattfinden. Die aufsuchende Beratung soll enger mit migrantischen und stadtteilbezogenen Gruppen zusammenarbeiten, auch mit muttersprachlicher Ansprache. Sprachsensiblere theoretische Prüfungen sollen verhindern, dass praktisch erfolgreiche Azubis an Formulierungen scheitern. Die Jugendberufsagentur soll enger mit den außerbetrieblichen Ausbildungsverbünden verzahnt werden, und das Projekt „Kompetenzlotsen“ in Bremen-Nord soll dauerhaft gesichert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir wollen sicherstellen, dass alle Schüler*innen ab der achten Klasse Angebote zur Berufsorientierung und Praktika erhalten.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie Wohnraum für Auszubildende sollen ausgebaut werden.

  • Migrationeher offen

    Muttersprachliche Ansprache und sprachsensible Prüfungen erleichtern Jugendlichen mit Migrationsgeschichte den Zugang zur Ausbildung.

Duale Ausbildung stärken, Fachschulausbildung vergüten

Die Linke will die Ausbildung an Fachschulen, etwa für Pflege und Erziehung, gebührenfrei machen und vergüten. Die außerbetrieblichen Ausbildungsverbünde sollen weiterentwickelt werden, und es soll mehr Teilzeitausbildungen und mehr Frauen in der dualen Ausbildung geben.

Bremen braucht viele neue Fachkräfte für Pflege und Erziehung. Die Ausbildung an Fach-Schulen soll nichts kosten. Die Auszubildenden sollen dort Geld bekommen. Es soll mehr Ausbildungen in Teilzeit geben. Das hilft Menschen, die Kinder betreuen oder Angehörige pflegen.

Fachschulische Ausbildungen sollen teilweise in duale Ausbildungen überführt werden, um sie attraktiver zu machen und mit anderen Berufsausbildungen gleichzustellen. Die Ausbildungsverbünde, in denen über fünfhundert zusätzliche Plätze entstanden sind, sollen so weiterentwickelt werden, dass mehr Auszubildende in Betriebe wechseln. Projekte, die zu geschlechteruntypischen Ausbildungen ermutigen, sollen ausgebaut werden. Teilzeitausbildungen sollen vor allem Menschen mit Betreuungs- und Pflegeaufgaben erreichen, laut Programm überdurchschnittlich oft Frauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Die fachschulische Ausbildung soll gebührenfrei und vergütet sein.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gebührenfreiheit und Vergütung für schulische Ausbildungen erweitern öffentliche Leistungen im Bildungsbereich.

  • Gesellschafteher progressiv

    Geschlechteruntypische Berufswahl und Teilzeitausbildung sollen gefördert werden, was auf mehr Gleichstellung zielt.

Erzieherausbildung vergüten und Zugänge öffnen

Die Linke will die Ausbildung für Kita-Fachkräfte durchgehend bezahlen und mehr Plätze schaffen, um den Fachkräftemangel zu beheben. Quereinstiege und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sollen leichter werden.

In den Kitas fehlen Fachkräfte. Die Linke will die Ausbildung bezahlen. So sollen mehr Menschen den Beruf lernen. Auch Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter anerkannt werden.

Die praxisintegrierte Ausbildung mit Tarifvergütung soll langfristig der Regelweg werden und auch in Teilzeit möglich sein. Schon die Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistenz soll vergütet werden. Grundschulen sollen als Ausbildungsorte dienen, und ein dualer Bachelor in Elementarpädagogik soll hinzukommen. In Kitas sollen multiprofessionelle Teams arbeiten, auch mit akademisch ausgebildeten Kräften. Das Quereinstiegsprogramm soll für ausländische Qualifikationen geöffnet und mit Sprachkursen begleitet werden; für die Praxisanleitung soll es zusätzliche Zeit geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir fordern die Ausweitung und Verstetigung der bezahlten Ausbildung auch an den öffentlichen Schulen.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vergütete Ausbildung und zusätzliche Ausbildungsplätze an öffentlichen Schulen erhöhen die staatlichen Ausgaben für Bildung.

  • Migrationeher offen

    Die leichtere Anerkennung ausländischer pädagogischer Abschlüsse verbessert die Arbeitsmarktchancen von Zugewanderten.

Kita-Gruppen verkleinern und Inklusion zur Regel machen

Die Linke will die Kita-Gruppen verkleinern und mehr Fachkräfte pro Kind einsetzen, zuerst in benachteiligten Quartieren. Alle Kitas sollen inklusiv arbeiten, und das Bundesprogramm Sprach-Kitas soll fortgeführt und ausgeweitet werden.

Die Linke will kleinere Gruppen in den Kitas. Eine Gruppe soll 15 Kinder haben. So können Kinder besser sprechen lernen. Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam in die Kita gehen.

Die Verbesserungen sollen zunächst in Kitas in sogenannten Indexquartieren und mit heilpädagogisch-therapeutischem Profil greifen, danach überall. Die Partei fordert, das Ende des Bundesprogramms Sprach-Kitas zurückzunehmen; fehlen Bundesmittel, soll das Land einspringen. Getrennte Schwerpunkteinrichtungen für Kinder mit Förderbedarf hält das Programm meist für den schlechteren Weg. Inklusive Kitas sollen Teams mit psychologischen, heil- und sonderpädagogischen sowie therapeutischen Fachkräften und geeignete Räume erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir setzen uns für kleinere Elementargruppen von 15 Kindern ein.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kleinere Gruppen, mehr Personal und Landesmittel als Ersatz für Bundesprogramme erhöhen die öffentlichen Ausgaben.

  • Gesellschafteher progressiv

    Inklusion als Regel statt getrennter Einrichtungen stärkt die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern mit Behinderung.

Gymnasien in inklusive Schulen für alle umwandeln

Die Linke will den Bremer Schulkonsens 2028 auslaufen lassen und die Gymnasien in inklusive Schulen für alle umwandeln. Aus ihrer Sicht verfestigt das heutige Schulsystem die soziale Spaltung und bremst Neuerungen.

In Bremen gibt es Gymnasien und Oberschulen. Die Linke will das ändern. Alle Kinder sollen gemeinsam auf eine Schule gehen. Die Gymnasien sollen zu Schulen für alle werden.

Der Schulkonsens ist eine seit 2008 bestehende Vereinbarung zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien über die Schulstruktur. Der Wechsel soll in der kommenden Wahlperiode vorbereitet werden. Eine Enquetekommission aus Wissenschaft und Politik soll Vorschläge machen, wie Bildungserfolg von sozialer Herkunft gelöst werden kann. Versuchsschulen sollen neue pädagogische Ansätze erproben, bevorzugt in ärmeren Quartieren, und ihr Wissen ans übrige Schulsystem weitergeben. Grund- und Oberschulen sollen möglichst gemeinsame Standorte bilden.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Die Zeit des Gymnasiums ist vorbei, sie sollen in inklusive Schulen für alle umgewandelt werden.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Die Abschaffung des Gymnasiums als eigener Schulform würde das überlieferte gegliederte Schulsystem grundlegend umbauen.

Verpflichtende Hausaufgaben abschaffen

Die Linke will Hausaufgaben abschaffen, die Schülerinnen und Schüler verpflichtend außerhalb der Schulzeit erledigen müssen. Schulen sollen zudem unterstützt werden, wenn sie sich von Klassenarbeiten und Noten lösen wollen.

Die Linke will keine Pflicht-Hausaufgaben mehr für zu Hause. Kinder sollen ihre Aufgaben in der Schule machen. Schulen sollen auch andere Wege als Noten ausprobieren können.

Die Forderung betrifft Aufgaben, die nach dem Unterricht zu Hause anfallen. Klassenarbeiten und Noten bezeichnet das Programm als überkommene Instrumente. Die Partei stellt dies in den Zusammenhang einer Schulreform, die Bildung weniger von Armut und Herkunft abhängig machen soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Wir setzen uns dafür ein, verpflichtende Hausaufgaben, die außerhalb der Zeit in der Schule zu erledigen sind, abzuschaffen.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Verzicht auf Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Noten löst sich von überlieferten Formen schulischen Lernens.

Schulische Selbstverwaltung und flexiblen Unterricht stärken

Die Linke will den gewählten Schulgremien mehr Entscheidungsrechte geben und Schülerinnen und Schüler stärker an der Gestaltung des Unterrichts beteiligen. Unterrichtszeiten und Lernformen sollen flexibler werden.

Die Linke will, dass Schulen mehr selbst entscheiden. Schüler sollen beim Unterricht mehr mitreden. Der Unterricht soll für Jugendliche erst um 9 Uhr beginnen. Die festen 45-Minuten-Stunden sollen lockerer werden.

Das reformierte Schulverwaltungsgesetz soll an den Schulen umgesetzt werden, das Land soll dabei Unterstützung anbieten. Die Bildungspläne sollen flexibler und moderner werden, damit Lernende den Unterricht mitgestalten können. Die Partei befürwortet für Jugendliche einen Schulbeginn um 9 Uhr und begründet das mit deren Schlafrhythmus. Das 45-Minuten-Raster hält sie für überholt. Grundschulen sollen beim jahrgangsübergreifenden Lernen und bei einer offenen Schuleingangsphase unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir möchten die Selbstverwaltung der Schulen stärken und den demokratisch gewählten Schulgremien noch weitere Entscheidungskompetenzen geben.“
Seite 44 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitale Ausstattung der Schulen ergänzen

Die Linke will die digitale Ausstattung der Schulen ausweiten: Tablets auch für Sozialarbeit und Assistenz, Smartboards, WLAN und IT-Fachkräfte. Lehrkräfte sollen keine Geräte mehr verwalten müssen.

Die Linke will mehr Technik an Schulen. Auch Sozial-Arbeiter und Assistenz-Kräfte sollen ein Tablet bekommen. Klassen sollen digitale Tafeln bekommen. IT-Fachleute sollen sich um die Geräte kümmern, nicht die Lehrer.

Nach der Ausstattung aller Lernenden und Lehrkräfte mit iPads sollen auch Sozialarbeit und Assistenzkräfte Tablets erhalten. Klassenräume sollen auf Wunsch Smartboards bekommen, Schulen sollen Servicestunden für IT-Kräfte erhalten. Die Partei erwartet eine erhebliche Kostenbeteiligung des Bundes über einen zweiten Digitalpakt Schule; reicht das Geld nicht, soll das Land zahlen. Breitbandanschluss und WLAN in allen Räumen sollen bald fertig sein. Schülerinnen und Schüler sollen außerdem lernen, kritisch mit digitalen Angeboten umzugehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Auch alle Sozialarbeiter*innen und Assistenzkräfte an Schulen müssen ein Tablet erhalten. Alle Klassenräume, für die dies gewünscht ist, sollen ein Smartboard bekommen.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Hand soll zusätzliche Ausstattung und IT-Personal an Schulen finanzieren, was einen Ausbau öffentlicher Leistungen bedeutet.

Schulen in benachteiligten Stadtteilen gezielt stärken

Die Linke will Geld und Stellen weiter nach Sozialdaten zugunsten von Schulen in ärmeren Quartieren umverteilen. So sollen Kinder, die wegen Armut oder Migrationsgeschichte benachteiligt sind, gleiche Bildungschancen erhalten.

Die Linke will Schulen in armen Stadtteilen mehr helfen. Dort sollen zwei Fachkräfte im Unterricht sein. Diese Schulen sollen zuerst Ganztags-Schulen werden. Das Mittagessen im Ganztag soll für alle Kinder kostenlos sein.

Jede Schule mit Sozialstufe IV oder V soll eine zweite Fachkraft im Unterricht bekommen. Personal soll wieder zentral zugewiesen werden, damit Lücken nicht vor allem die schwächsten Kinder treffen. Der Ganztagsausbau soll in benachteiligten Stadtteilen beginnen, das Mittagessen im Ganztag soll nichts kosten. Sprach- und Matheförderung sollen wachsen, ohne andere Fächer zu kürzen; die erhöhten Sachmittel sollen bleiben und mit den Preisen steigen. Neue Quartiersbildungszentren sollen zuerst in Kattenturm, Blumenthal und Bremerhaven-Lehe entstehen. Im Bund will die Partei erreichen, dass Fördermittel nach Sozialkriterien statt nach dem Königsteiner Schlüssel verteilt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Die Doppelbesetzung mit einer zweiten Fachkraft muss auf alle Schulen der Sozialstufen IV und V ausgeweitet werden.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mittel und Stellen sollen stärker nach sozialer Lage umverteilt und Leistungen wie das Mittagessen kostenlos werden, was mehr Umverteilung und öffentliche Leistungen bedeutet.

Inklusive Schule für alle ausbauen

Die Linke will das Schulsystem weiter zu einer gemeinsamen Schule für alle Kinder entwickeln und die Schulen dafür mit mehr Personal und Förderung ausstatten. Auch geflüchtete Kinder sollen schnell in den regulären Schulalltag kommen.

Die Linke will, dass alle Kinder zusammen lernen. Das gilt auch für Kinder mit Behinderung. Schulen sollen dafür mehr Hilfe und mehr Personal bekommen. Geflüchtete Kinder sollen schnell in normale Klassen kommen.

Vorgesehen sind temporäre Lerngruppen an Schulen der Sozialstufen IV und V, stärkere Beratungszentren (ReBUZ) mit automatisch angepasstem Personalschlüssel und die Auflösung der Schule an der Fritz-Gansberg-Straße. Die drei übrigen Förderzentren sollen auch Kinder ohne Förderbedarf aufnehmen. Die formale Feststellung eines Förderbedarfs soll entfallen, Schulassistenzen sollen bei positivem Pilotprojekt fest einer Klasse zugeordnet werden. Jede Schule soll mindestens eine volle Stelle für Schulsozialarbeit erhalten, Teamzeiten sollen als Arbeitszeit zählen. Herkunftssprachlicher Unterricht soll wachsen und die Herkunftssprache bei Abschlussprüfungen als Fremdsprache gelten; gleiches strebt die Partei im Bund für Gebärdensprache an. Teilintegrative Vorkurse sollen ausgebaut, getrennte Willkommensklassen geschlossen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Der Entwicklungsplan Inklusion 2.0 soll zeitnah beschlossen und umgesetzt werden.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Das gemeinsame Lernen aller Kinder soll weiter ausgebaut und Sonderstrukturen abgebaut werden, was Gleichstellung und Vielfalt stärkt.

  • Migrationeher offen

    Geflüchtete sollen schneller in Regelklassen kommen und Herkunftssprachen anerkannt werden, was die Rechte und Integration Zugewanderter ausbaut.

Personalmangel an Schulen bekämpfen, Lehrkräfte entlasten

Die Linke will mit einer Ausbildungsoffensive mehr Lehrkräfte, Erzieherinnen und Sozialarbeiter gewinnen und die Arbeitszeit von Lehrkräften neu berechnen. Kurzfristig sollen Seiteneinstieg und Entlastungen helfen.

An Schulen fehlen viele Fachkräfte. Die Linke will mehr Menschen für diese Berufe ausbilden. Lehrer sollen weniger überlastet sein. Ihre Arbeitszeit soll neu berechnet werden.

Studien- und Referendariatsplätze sollen wachsen, vor allem in Mangelfächern; der Einstieg in Inklusive Pädagogik soll leichter werden. Auch Soziale Arbeit und Fachschulen für Sozialpädagogik sollen mehr Kapazitäten bekommen. Vertretungskräfte sollen direkt bei der Stadt angestellt und Leiharbeit über die Stadtteilschule beendet werden. Im Bundesrat will die Partei einen Staatsvertrag von Bund und Ländern mit dauerhafter Bundesfinanzierung anstoßen. Ein begleiteter Seiteneinstieg mit vollwertigem Abschluss und eine leichtere Anerkennung ausländischer Abschlüsse sollen kurzfristig helfen. Neue Arbeitszeitmodelle sollen in der nächsten Wahlperiode mit Personalvertretungen und Gewerkschaften entstehen; sofort sollen mehr Aufgaben auf die Unterrichtsverpflichtung angerechnet und mehr Verwaltungspersonal eingestellt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„An der Universität und im Referendariat müssen die Ausbildungsplätze für das Lehramt ausgebaut werden.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Ausbildungsplätze, Direktanstellung statt Leiharbeit und geringere Unterrichtsverpflichtung bedeuten höhere öffentliche Ausgaben und mehr Schutz für Beschäftigte.

Mehr Schulen bauen, in öffentlicher Hand

Die Linke will die Schulstandortplanung an die Geburtenzahlen anpassen und zusätzliche Schulen gründen, statt bestehende zu überfüllen. Schulgebäude sollen dem Staat gehören und nicht in großem Umfang angemietet werden.

Die Linke will neue Schulen bauen. Bestehende Schulen sollen nicht zu voll werden. Schulgebäude sollen der Stadt gehören. Die Stadt soll sie nicht von privaten Firmen mieten.

Die Planung soll schnell an die aktuelle Geburtenentwicklung angepasst werden. Differenzierungs- und Fachräume sollen nicht zu Klassenräumen umgebaut werden. Bei neuen Baugebieten sollen früh Flächen für Schulen freigehalten werden. Die Bauabteilungen der Bildungsbehörde und von Immobilien Bremen sollen genug Personal und Mittel erhalten. Bauen ausnahmsweise Externe, sollen es die Wohnungsgesellschaften GEWOBA oder BREBAU sein und nicht private Baufirmen. Dauerhaftes Anmieten belastet aus Sicht der Partei den Bildungshaushalt.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Für uns LINKE steht fest, dass Schulgebäude in öffentliche Hand gehören.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Schulbau soll öffentlich statt über private Investoren und Mietmodelle erfolgen, was die Rolle des Staates gegenüber dem Markt stärkt.

Politische Bildung und Antidiskriminierung an Schulen verankern

Die Linke will die Bildungspläne überarbeiten und die Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung wegen der geschlechtlichen Identität als Aufgabe aller Fächer festschreiben. Lehrkräfte sollen dafür fortgebildet werden.

Die Linke will mehr politische Bildung an Schulen. Schulen sollen gegen Rassismus und Juden-Hass arbeiten. Auch die deutsche Kolonial-Zeit soll Thema im Unterricht sein. Lehrer sollen dazu Fortbildungen bekommen.

Neben dem Nationalsozialismus soll auch die deutsche Kolonialherrschaft fester Lehrplaninhalt werden. Fortbildungen sollen Lehrkräfte befähigen, bei Diskriminierung einzugreifen und die Themen im Unterricht zu behandeln. Die Antidiskriminierungsstellen an den Beratungszentren (ReBUZ), soliport und Netzwerke mit außerschulischen Trägern sollen gestärkt werden. Die Landeszentrale für politische Bildung soll mehr Personal und Sachmittel erhalten. Wer bei „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mitmacht, ist aus Sicht der Partei nicht von der eigenen täglichen Auseinandersetzung befreit.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Neben der Erinnerung an den Nationalsozialismus werden wir auch die Erinnerung an die deutsche Kolonialherrschaft als wesentliches Thema im Curriculum verankern.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Antirassismus, geschlechtliche Vielfalt und Kolonialgeschichte sollen verbindlich in Lehrpläne kommen, was einen Schritt hin zu progressiven Bildungsinhalten bedeutet.

Berufsschulen besser finanzieren und inklusiv gestalten

Die Linke fordert pro Jahr mindestens 1.000 Euro mehr je Berufsschülerin und Berufsschüler, um das Niveau der anderen Stadtstaaten zu erreichen. Die Berufsschulen sollen saniert oder neu gebaut und auf gemeinsamen Unterricht ausgerichtet werden.

Die Linke will mehr Geld für Berufs-Schulen. Es sollen mindestens 1.000 Euro mehr pro Schüler im Jahr sein. Die Gebäude sollen neu gebaut oder repariert werden. Geflüchtete und behinderte junge Menschen sollen mit allen zusammen lernen.

Die vorliegende Standortplanung für Neubau oder Sanierung aller Berufsschulen soll in konkrete Bauplanung mit Haushaltsmitteln überführt werden. Getrennte Lerngruppen für geflüchtete oder behinderte junge Erwachsene sollen gemeinsamem Unterricht weichen. Jede Berufsschule soll mindestens eine Stelle für Sozialarbeit sowie weitere Lehr- und pädagogische Fachkräfte bekommen. Das Recht auf Schulbesuch soll bis zum Alter von 25 Jahren gelten, damit Geflüchtete und Neuzugewanderte eine Ausbildung erreichen können. Berufsorientierungsklassen mit Spracherwerb sollen wiederholt werden können, danach soll es Anschlussangebote geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„DIE LINKE fordert deutlich mehr Investitionen in Bremens Berufsschulen von mindestens 1.000 Euro zusätzlich pro Schüler*in pro Jahr“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere öffentliche Investitionen und mehr Personal an Berufsschulen bedeuten einen Ausbau staatlicher Ausgaben.

  • Migrationeher offen

    Das Recht auf Schulbesuch soll für Geflüchtete und Neuzugewanderte bis 25 Jahre ausgeweitet werden, was deren Rechte erweitert.

Hochschulen ausfinanzieren, kein Geld für Privatuni

Die Linke will mit einem neuen Wissenschaftsplan die Grundfinanzierung der Bremer Hochschulen mindestens auf den Bundesdurchschnitt heben. Die frühere private Jacobs University soll keine Steuermittel mehr erhalten.

Die Linke will mehr Geld für die Hochschulen in Bremen. Sie sollen so viel bekommen wie Hochschulen im deutschen Durchschnitt. Die private Uni in Bremen-Grohn soll kein Steuer-Geld bekommen.

In den kommenden vier Jahren soll ein neuer Wissenschaftsplan vorgelegt werden. Das Finanzierungsziel soll verbindlich in der mittelfristigen Finanzplanung des Landes stehen. Die Partei verweist darauf, dass der Wissenschaftsplan 2025 wegen der Pandemie nicht voll finanziert wurde und Bau- und Sanierungsvorhaben liegen blieben. Die Millionenförderung der privaten Hochschule in Bremen-Grohn wurde beendet; daran will die Partei festhalten, weil sich die Einrichtung über hohe Studiengebühren finanziere.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Mit diesem Plan müssen die bremischen Hochschulen in der Grundfinanzierung mindestens zum Bundesdurchschnitt aufschließen.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die staatliche Grundfinanzierung der öffentlichen Hochschulen soll steigen und eine private Hochschule ohne Subvention bleiben, was öffentliche Leistungen stärkt.

Dauerstellen und bessere Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft

Die Linke will, dass Beschäftigte an Hochschulen nach der Promotion in der Regel unbefristet angestellt werden. Lehraufträge sollen begrenzt und besser bezahlt, studentische Hilfskräfte tariflich abgesichert werden.

Viele Forscher haben nur befristete Verträge. Die Linke will das ändern. Nach der Doktor-Arbeit sollen sie meist feste Stellen bekommen. Auch Lehr-Beauftragte und studentische Hilfskräfte sollen bessere Bedingungen bekommen.

Im Bund strebt die Partei die Abschaffung befristeter Verträge nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz für die Postdoc-Phase an. Das Bremische Hochschulgesetz und die Lehrverpflichtungsverordnung sollen nach einer Evaluation überarbeitet werden. Ein Überbrückungsfonds soll ermöglichen, Dauerstellen auch aus Drittmitteln zu bezahlen. Betreuungs- und Pflegezeiten sollen bei Förderzeiträumen angerechnet werden, notfalls über einen Landesfonds. Lehraufträge über mehrere Semester in Folge lehnt die Partei ab; die Vergütung soll mit den Tarifgehältern steigen und Vor- und Nachbereitung einschließen. Für studentische Hilfskräfte unterstützt sie einen eigenen Tarifvertrag.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„dass eine unbefristete Anstellung nach der Promotion die Regel wird“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Befristungen sollen eingeschränkt und Beschäftigte stärker tariflich und arbeitsrechtlich geschützt werden, was mehr Regulierung des Arbeitsmarkts bedeutet.

Hochschulzugang erleichtern, Gebühren abschaffen

Die Linke will den Weg an die Hochschulen vor allem für Kinder aus Nichtakademiker-Familien erleichtern. Sie lehnt den Numerus clausus ab, will Verwaltungsgebühren streichen und fordert im Bund ein elternunabhängiges BAföG als Vollzuschuss.

Die Linke will, dass mehr Menschen studieren können. Das soll auch ohne Abitur einfacher werden. Die Gebühren an den Hochschulen sollen ganz wegfallen. Das BAföG soll man nicht zurückzahlen müssen.

Der Zugang ohne Abitur soll weniger bürokratisch werden. Wo der Numerus clausus bleibt, sollen andere Kriterien wie eine Berufsausbildung zählen und Bewerbende vom zweiten Bildungsweg wieder Vorrang erhalten. Das Studienstartstipendium des Landes soll dauerhaft bestehen und weiteren einkommensschwachen Leistungsbeziehenden offenstehen. Die BAföG-Reform soll einen Zuschuss bringen, der unabhängig vom Einkommen der Eltern ist und die Mieten in einer Großstadt deckt. Für Geflüchtete sollen ausländische Zeugnisse leichter anerkannt und mehr Brücken- und Sprachkurse angeboten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Die Verwaltungsgebühren an den Bremer Hochschulen wurden auf unsere Initiative bereits deutlich gesenkt, wir wollen sie komplett abschaffen.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Gebühren sollen ganz entfallen und das BAföG zu einem elternunabhängigen Vollzuschuss umgebaut werden, was die staatliche Studienfinanzierung grundlegend ausweitet.

  • Migrationeher offen

    Geflüchtete sollen durch leichtere Anerkennung und mehr Kurse einfacher studieren können, was ihre Teilhabe ausbaut.

Studienangebot gezielt ausbauen

Die Linke will zusätzliche Studienplätze schaffen, vor allem im Lehramt, in Gesundheitsberufen und in der Sozialen Arbeit. Auch die Geschlechterforschung soll gestärkt werden.

Die Linke will mehr Studien-Plätze. Das gilt vor allem für künftige Lehrer und für Soziale Arbeit. Auch Hebammen sollen besser ausgebildet werden. Die Forschung zu Geschlechtern soll gestärkt werden.

An der Universität sollen mehr Lehramtsplätze entstehen, besonders in Inklusiver Pädagogik, sowie ein Lehramtsstudiengang Philosophie. Für den neuen Studiengang Sport sollen rasch Sportanlagen hergerichtet werden. Der Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie soll zum Wintersemester 2024/25 starten. Die Geschlechterforschung soll in den Fachbereichen gestärkt oder ein Studiengang Gender Studies aufgebaut werden. An der Hochschule Bremen sollen Gesundheitsberufe, vor allem die Hebammenausbildung, gestärkt werden, mit einem leichteren berufsbegleitenden Weg zum Bachelor. Soziale Arbeit soll in Bremen und Bremerhaven mehr Kapazitäten erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„An der Universität schaffen wir zusätzliche Studienplätze im Bereich des Lehramtes, insbesondere für die Inklusive Pädagogik.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Studienplätze und neue Studiengänge an staatlichen Hochschulen erfordern höhere öffentliche Ausgaben.

  • Gesellschafteher progressiv

    Geschlechterforschung soll gestärkt oder als eigener Studiengang aufgebaut werden, was ein progressives gesellschaftspolitisches Anliegen fördert.

Mitbestimmung an Hochschulen ausweiten

Die Linke will in den Gremien der Hochschulen eine Viertelparität erreichen, also gleiches Stimmgewicht für die vier Statusgruppen. Studierendenvertretungen sollen sich zu allgemeinpolitischen Fragen äußern dürfen.

An Hochschulen entscheiden Gremien über viele Dinge. Die Linke will, dass alle vier Gruppen dort gleich viele Stimmen haben. Dazu gehören auch die Studierenden. Ihre Vertretung soll sich zu allen politischen Themen äußern dürfen.

Die Partei will die Hochschulen als Orte demokratischer Mitbestimmung stärken. Ein juristisches Fachgutachten soll klären, wie sich die Viertelparität in der akademischen Selbstverwaltung durchsetzen lässt. Die Studierendenvertretungen sollen ein allgemeinpolitisches Mandat erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„In den Gremien der akademischen Selbstverwaltung streben wir eine Viertelparität an“
Seite 48 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Teile der Universität in die Innenstadt verlegen

Die Linke befürwortet, dass ein Teil der Universität Bremen in die Innenstadt zieht. Dort soll zusätzlich ein Gesundheitscampus entstehen.

Die Linke will einen Teil der Uni in die Innenstadt holen. Dafür soll man alle möglichen Gebäude und Flächen prüfen. Die Uni soll früh mitreden. In der Innenstadt soll auch ein Gesundheits-Campus entstehen.

Alle Gebäude- und Flächenoptionen sollen geprüft werden, um eine für den Uni-Betrieb sinnvolle und langfristig bezahlbare Lösung zu finden. Die universitären Gremien sollen früh und intensiv beteiligt werden. Am geplanten Gesundheitscampus sollen Hochschulen, schulische Pflegeausbildung, Forschungseinrichtungen und Gesundheitswirtschaft zusammenkommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Wir sprechen uns für einen Teilumzug der Universität in die Bremer Innenstadt aus.“
Seite 48 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Constructor University eingliedern, öffentliche Kitas ausbauen

Die Linke will die private Constructor University in die öffentlichen Hochschulen Bremens überführen und ihr als Privatuni kein öffentliches Geld mehr geben. In Bremen-Nord sollen zudem öffentliche Kitas, Grundschulen sowie Jugend- und Kultureinrichtungen gestärkt werden.

In Bremen-Nord gibt es eine private Universität. Die Linke will sie zu einem Teil der öffentlichen Hochschulen machen. Sie soll als private Uni kein Geld vom Staat mehr bekommen. Es soll mehr öffentliche Kitas geben. Schulen und Jugend-Treffs sollen mehr Personal bekommen.

Die Partei will mehr Kita-Plätze vor allem für unter Dreijährige, und zwar bei KiTa Bremen; private gewinnorientierte Träger wie FRÖBEL lehnt sie ab, Mini-Kitas in Betrieben hält sie für denkbar. Grundschulen in benachteiligten Ortsteilen sollen mehr Lehr- und sozialpädagogisches Personal erhalten. Die Berufsschulen sollen wie geplant auf dem BWK-Gelände in Blumenthal zusammengeführt werden, mit verlässlichem Zeitplan. Der Science Park soll Gewerbefläche werden, die Sportflächen am Oeversberg sollen bleiben. Jugendeinrichtungen, Kulturräume wie das NUNATAK und das Gustav-Heinemann-Bürgerhaus sollen mehr Geld bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„DIE LINKE spricht sich für eine Eingliederung der Constructor University in die Strukturen der öffentlichen Hochschulen Bremens aus.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Trägerschaft soll bei Hochschule und Kitas Vorrang vor privaten Anbietern bekommen, und öffentliche Einrichtungen erhalten mehr Mittel.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Bremen im Vergleich