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BIW zur Bildung

Aus dem Programm „Programm für die Bürgerschaftswahl 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 26 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+2), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 2 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sprachtests und Pflicht-Kindergarten bei Förderbedarf einführen

Die BIW will alle Kinder ab drei Jahren testen lassen, um Sprach- und Lernrückstände früh zu erkennen. Bei hohem Förderbedarf soll der Besuch eines Kindergartens und gegebenenfalls einer Vorschule Pflicht werden. Geflüchtete Kinder im Schulalter sollen zuerst in Vorbereitungsklassen Deutsch lernen.

Die BIW will alle Kinder mit drei Jahren testen. So sollen Probleme beim Sprechen früh auffallen. Kinder mit großen Problemen müssen dann in den Kindergarten gehen. Geflüchtete Kinder lernen zuerst Deutsch in eigenen Klassen.

Der Test soll nach dem dritten Geburtstag stattfinden und dem Alter angemessen sein. Der bestehende PRIMO-Sprachstandstest ein Jahr vor der Einschulung soll als zusätzliche Kontrolle bleiben. Kinder aus Flüchtlingsfamilien sollen in Vorbereitungsklassen neben dem Unterrichtsstoff vor allem Deutsch lernen, bevor sie in eine Regelklasse wechseln. Ukrainische Kinder sollen stattdessen am Online-Fernunterricht ihres Heimatlandes teilnehmen dürfen und dann von der deutschen Schulpflicht befreit werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„ist jedes Kind nach Vollendung des dritten Lebensjahres einem altersgerechten Test zu unterziehen.“
Seite 11 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Zum gegliederten Schulsystem zurückkehren

Die BIW will die Bremer Oberschulen auflösen und wieder Hauptschule, Realschule und Gymnasium einführen. Der Wechsel auf die weiterführende Schule soll sich nur nach Leistung und Begabung richten. Dazu kommen frühere Noten, Kopfnoten und das Sitzenbleiben.

Die BIW will die Oberschulen abschaffen. Es soll wieder Hauptschule, Realschule und Gymnasium geben. Ein Test am Ende der Grundschule entscheidet über die Schulform. Kinder sollen wieder sitzenbleiben können.

Am Ende der vierjährigen Grundschule soll ein standardisiertes Auswahlverfahren klären, welcher Bildungsweg passt. Kinder sollen mit sechs Jahren eingeschult werden, Rückstellungen nur ausnahmsweise möglich sein. Noten soll es spätestens ab Klasse drei geben, dazu Kopfnoten für Mitarbeit, Betragen und Sozialverhalten. Wer grundlegende Lernziele verfehlt, soll die Klasse verpflichtend wiederholen; der Verzicht darauf senkt nach Ansicht der BIW Motivation und Leistungsbereitschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Rückkehr zum gegliederten Schulsystem bestehend aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium, ergänzt um Förderschulen.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Das bestehende Bremer Schulsystem mit Oberschulen soll aufgelöst und durch das frühere dreigliedrige Modell mit Auslese, Kopfnoten und Sitzenbleiben ersetzt werden, was ein grundlegender Umbau in Richtung überlieferter Strukturen ist.

Inklusion im Regelunterricht beenden, Förderschulen stärken

Die BIW lehnt es ab, Kinder mit Förderbedarf in Lernen, Sprache oder Verhalten gemeinsam mit anderen in Regelklassen zu unterrichten. Diese Kinder sollen stattdessen an Förderschulen intensiv betreut werden. Auch Kinder mit körperlichen Behinderungen sollen bevorzugt dort lernen.

Die BIW ist gegen gemeinsamen Unterricht für alle Kinder. Kinder mit Lern-Problemen sollen auf eigene Förder-Schulen gehen. Dort bekommen sie nach Meinung der BIW bessere Hilfe. Das gilt auch für Kinder mit körperlicher Behinderung.

Betroffen wären Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten in den Bereichen Lernen, Sprache oder Verhalten. Sie sollen an spezialisierten Förderschulen intensivpädagogisch betreut werden. Für Kinder mit körperlichen Behinderungen sieht das Programm vorzugsweise ebenfalls Förderschulen vor. Begründet wird das damit, dass dort Personal und Ausstattung gebündelt vorhanden seien und die Kinder ihre Möglichkeiten so besser entfalten könnten.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Die inklusive Beschulung von Kindern mit Defiziten und Störungen im Bereich Lernen, Sprache oder Verhalten (LSV) im Regelunterricht lehnen wir ab.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Die in Bremen geltende inklusive Beschulung soll für diese Gruppen zurückgenommen und durch getrennte Förderschulen ersetzt werden, was eine bestehende Gleichstellungsregel rückgängig macht.

Lehrermangel mit Maßnahmenbündel bekämpfen

Die BIW will mehr Lehrkräfte nach Bremen holen, unter anderem durch höhere Gehälter und Wohnungen für zuziehende Pädagogen. Außerdem sollen Quereinsteiger, Hilfskräfte und pensionierte Lehrkräfte eingesetzt werden. Langfristig sollen die Klassen kleiner werden.

In Bremen fehlen Lehrer. Die BIW will Lehrern mehr Geld zahlen. Lehrer aus anderen Bundesländern sollen Wohnungen bekommen. Auch Menschen ohne Lehrer-Ausbildung sollen unterrichten dürfen. Später sollen die Klassen kleiner sein.

Vorgesehen sind höhere Gehälter, Wohnungen für Lehrkräfte aus anderen Bundesländern und mehr Stipendien für Lehramtsstudierende, die sich auf Bremen oder Bremerhaven festlegen. Geschulte Hilfskräfte sollen im Unterricht unterstützen, Quereinsteiger ohne pädagogische Ausbildung unter Kontrolle der Schulbehörde arbeiten. Pensionierte Lehrkräfte sollen mit Anreizen befristet zurückgewonnen werden, der Hybridunterricht soll wachsen. Als Fernziel nennt das Programm 15 bis 20 Kinder pro Klasse vor allem in Grundschulen und höchstens 25 an Gymnasien.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Im bundesweiten Wettbewerb um Lehrkräfte muss das Land Bremen für Lehrerinnen und Lehrer attraktiver werden“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Gehälter, bereitgestellte Wohnungen, mehr Stipendien und kleinere Klassen bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben im bestehenden Schulsystem.

Schulpflicht durchsetzen und Gewalt an Schulen ahnden

Die BIW will Schulschwänzen härter verfolgen, mit höheren Ordnungsgeldern für Eltern und in schweren Fällen dem Entzug des Sorgerechts. Gewalt und Mobbing an Schulen sollen meldepflichtig werden und zu Schulverweisen führen. An Schulen mit wiederholten Gewalttaten soll es Eingangskontrollen geben.

Die BIW will, dass alle Kinder zur Schule gehen. Eltern von Schwänzern sollen mehr Geld zahlen. Schulen sollen Gewalt und Mobbing immer melden. Täter sollen die Schule verlassen müssen. An manchen Schulen soll es Kontrollen am Eingang geben.

Für Eltern unerlaubt fehlender Kinder soll das Ordnungsgeld steigen; in schweren Fällen soll das Jugendamt das Sorgerecht entziehen. Das Programm begründet dies damit, dass anhaltendes Schwänzen Jugendkriminalität begünstige. Übergriffe auf Lehrkräfte sowie Gewalt und Mobbing sollen verpflichtend erfasst und der Schulbehörde gemeldet werden. Täter sollen von der Schule verwiesen und an Förderschulen für Verhaltensauffällige mit Anti-Aggressions- oder Sozialtraining untergebracht werden. Bei wiederholten Gewaltdelikten sollen zumindest Stichproben am Eingang verhindern, dass Waffen in die Schule gelangen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Die Schulpflicht muss konsequent durchgesetzt werden. Schulverweigerung darf vom Staat nicht toleriert werden“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Höhere Ordnungsgelder, Meldepflichten, konsequente Schulverweise und Eingangskontrollen verschärfen bestehende Sanktionen und Kontrollen zugunsten von Ordnung und Sicherheit.

Langzeitstudiengebühren und Aufnahmeprüfungen einführen

Die BIW will das Erststudium gebührenfrei halten, aber von Langzeitstudierenden wieder Gebühren verlangen. Auch wer mit über 55 Jahren ein Zweitstudium beginnt, soll zahlen. Zudem sollen alle Fakultäten Aufnahmeprüfungen und einen Test nach dem ersten Semester einführen.

Das erste Studium soll in Bremen kostenlos bleiben. Wer sehr lange studiert, soll wieder Gebühren zahlen. Das gilt auch für ein zweites Studium ab 55 Jahren. Vor dem Studium soll es eine Prüfung geben. Nach dem ersten Halbjahr kommt noch ein Test.

Die 2020 gestrichenen Gebühren sollen für Studierende zurückkehren, die deutlich länger als die Regelstudienzeit brauchen. Gleiches soll für Menschen über 55 Jahren gelten, die ein zweites Studium aufnehmen. An Universitäten und Fachhochschulen sollen sämtliche Fakultäten Aufnahmeprüfungen abhalten, ergänzt um einen Befähigungstest nach dem ersten Semester. Die BIW begründet das mit besser geeigneten Studienanfängern und weniger Studienabbrüchen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Die 2020 in Bremen abgeschafften Studiengebühren für Langzeitstudenten, die ihre Regelstudienzeit deutlich überschreiten, sind wieder zu erheben.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine abgeschaffte Gebühr für einen Teil der Studierenden soll zurückkehren, während das Erststudium kostenfrei bleibt, was die Eigenbeteiligung begrenzt erhöht.

Hochbegabte und lernschwache Schüler gezielt fördern

Die BIW will ein eigenes Gymnasium für Hochbegabte in Bremen schaffen. Zugleich sollen lernschwache Kinder flächendeckend Förderstunden und Hausaufgabenhilfe im Ganztag erhalten. Ein ehrenamtliches Netz von Lern- und Lesepaten soll dies ergänzen.

Die BIW will ein eigenes Gymnasium für sehr begabte Jugendliche. Kinder mit Lern-Problemen sollen extra Förder-Stunden bekommen. Es soll Hilfe bei den Hausaufgaben geben. Freiwillige Paten sollen Kindern beim Lernen und Lesen helfen.

Hochbegabte sollen nach Ansicht der BIW als Bildungselite systematisch gefördert werden, statt im großen Schulbetrieb unterzugehen. Für lernschwache Kinder sind fachbezogene Förderstunden zusätzlich zum normalen Unterricht und eine Hausaufgabenhilfe innerhalb der Ganztagsbetreuung vorgesehen. Ehrenamtliche Paten sollen je ein bis zwei Kinder begleiten, besonders aus sozial benachteiligten Familien. Bei Kindern mit Migrationshintergrund sollen sie beim Deutschlernen helfen und als Elternlotsen zwischen Familie und Schule vermitteln.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir befürworten deshalb ein Gymnasium für hochbegabte Jugendliche im Land Bremen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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