Umbau und Sanierung vor Neubau stellen
Die Grünen wollen Erhalt, Umbau und Umnutzung bestehender Gebäude zum Leitbild machen und dem Neubau vorziehen. Die Sächsische Bauordnung soll zu einer „Umbauordnung“ werden, und Baustoffe sollen häufiger wiederverwendet werden.
Die Grünen wollen alte Gebäude lieber umbauen als neue bauen. Das spart Rohstoffe und Energie. Die Bau-Regeln in Sachsen sollen das Umbauen leichter und billiger machen. Vor einem Abriss soll geprüft werden, welche Bauteile noch brauchbar sind. Leere Bahnhöfe, Kaufhäuser oder Kirchen sollen neu genutzt werden.
Vorgesehen sind eine verpflichtende Abrissanzeige mit Ökobilanz und Pflichtsichtungen der Bauteile vor einem Rückbau. Regeln für die Zulassung gebrauchter Bauprodukte und ein digitaler Gebäuderessourcenpass sollen den gesamten Lebenszyklus in den Blick rücken. Die Städtebauförderung soll vorrangig leerstehende Gebäude sowie Um- und Zwischennutzungen unterstützen. Für Neubauten strebt die Partei weitgehende Klimaneutralität an, nachwachsende und kreislauffähige Baustoffe sollen durch Anreize und Standards üblich werden. Geplant sind außerdem ein Kompetenzzentrum für nachhaltiges Bauen, Weiterbildung über die SAENA und Nachhaltigkeitsstandards für öffentliche Tiefbauprojekte.
Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Die Sächsische Bauordnung wollen wir deshalb im Sinne einer „Umbauordnung“ weiterentwickeln und das Bauen im Bestand durch vereinfachte, kostengünstigere Standards erleichtern.“Einordnung
- Wirtschaftausgewogen
Einfachere und günstigere Standards für das Bauen im Bestand stehen neben neuen Pflichten wie Abrissanzeige und Bauteilsichtung.
- Klimaeher Klimaschutz zuerst
Bestandserhalt, Wiederverwendung und neue Pflichten beim Abriss sollen Emissionen und Rohstoffverbrauch im Bausektor senken.