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Grüne zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Sachsen gemeinsam bewegen – Unser Programm zur Landtagswahl 2024 in Sachsen“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Glasfaser und Mobilfunk flächendeckend ausbauen

Die Grünen wollen Glasfaser und leistungsfähige kabellose Netze im ganzen Land ausbauen, damit keine Region abgehängt wird. Vorrang soll der Ausbau haben, den Unternehmen selbst finanzieren; doppelt verlegte Netze sollen vermieden werden.

Die Grünen wollen überall schnelles Internet. Dafür soll es überall Glasfaser und gute Funk-Netze geben. Firmen sollen die Netze möglichst selbst bauen. Anträge dafür sollen einfacher werden.

Moderne Verlegemethoden sollen den Ausbau günstiger und effizienter machen. Die Digitalagentur soll Kommunen weiter beraten und unterstützen. Antragsverfahren für den Infrastrukturausbau will die Partei vereinfachen und an einer zentralen Stelle bündeln. Die Vernetzung aller Beteiligten soll fortgesetzt werden. Ein Beirat für digitale Ethik soll digitale Neuerungen auf ihre Folgen für die Gesellschaft prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 88)
„Voraussetzung für eine Beschleunigung der Digitalisierung ist der flächendeckende Ausbau der Glasfaser- und einer leistungsfähigen kabellosen Infrastruktur, die sicher und wartbar ist.“
Seite 88 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt setzt auf privat finanzierten Netzausbau und zugleich auf staatliche Beratung und Koordination.

Open Source und Green IT in der Verwaltung

Die Grünen wollen in der Verwaltung vorrangig Open-Source-Software einsetzen, um sie unabhängiger zu machen. Landes-IT und Rechenzentren sollen sparsam mit Ressourcen umgehen und vollständig mit erneuerbarer Energie laufen.

Die Grünen wollen in Ämtern vor allem offene Software nutzen. Offene Software darf jeder ansehen und weiterentwickeln. So sollen Ämter unabhängiger von einzelnen Firmen sein. Die Computer des Landes sollen mit Öko-Strom laufen.

Die Green-IT-Strategie des Landes soll umgesetzt werden: hohe Effizienzstandards, Nutzung der Abwärme und energiesparend programmierte Software. Die Open-Source-Strategie soll konsequent verfolgt, das Projekt Open Desk vorangebracht und die Cloud der Verwaltung souverän betrieben werden. Für IT-Architektur und Digitalisierung in der Staatsverwaltung verlangt das Programm abgestimmte Zuständigkeiten. IT-Fachleute sollen durch besondere Entgelte gewonnen, Beschäftigte weitergebildet werden. Die Zivilgesellschaft soll früh in digitale Vorhaben einbezogen und bei ihrer eigenen Digitalisierung gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Durch vorrangigen Einsatz von Open-Source-Software in der Verwaltung stärken wir die Unabhängigkeit der Verwaltung“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Landes-IT und Rechenzentren sollen vollständig mit erneuerbarer Energie laufen und strengere Effizienzvorgaben erfüllen.

Verwaltungsdaten standardmäßig offen bereitstellen

Die Grünen fordern eine umfassende Datenstrategie für Verwaltung und Wirtschaft. Maschinenlesbare Daten der Verwaltung sollen in der Regel offen zugänglich sein, wenn die Sicherheit dem nicht entgegensteht. So soll die Verwaltung ihre Entscheidungen nachvollziehbar begründen können.

Die Grünen wollen, dass Ämter ihre Daten offen zeigen. Das soll der normale Fall sein. Nur bei Gefahr für die Sicherheit gilt das nicht. So können alle besser verstehen, wie Ämter entscheiden.

Ergebnisse aus öffentlichen Aufträgen und öffentlich finanzierter Forschung sollen nach dem Grundsatz bereitgestellt werden, dass mit öffentlichem Geld Bezahltes der Allgemeinheit gehört. Jede Behörde soll eine beauftragte Person für die Bereitstellung von Daten benennen. Die Partei betont dabei die Datensicherheit. Gemeinwohl, Datensouveränität und wirtschaftliche Interessen sollen bei der Nutzung von Daten ausgeglichen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Die Bereitstellung von elektronisch auslesbaren Verwaltungsdaten soll zur Regel werden (Open by Default), sofern keine Sicherheitsbedenken entgegenstehen.“
Seite 89 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitalministerium für Sachsen schaffen

Die Grünen wollen ein eigenes Digitalministerium in Sachsen einrichten. Die Aufgaben der Digitalisierung sollen in einem einheitlichen Finanzplan gebündelt und von einem beratenden Ausschuss des Landtags begleitet werden.

Die Grünen wollen ein eigenes Ministerium für Digitales in Sachsen. Das Geld für digitale Aufgaben soll in einem Plan stehen. Im Landtag soll ein Ausschuss dazu beraten.

Das Programm begründet die Bündelung mit der Größe der digitalen Zukunftsaufgaben. Bisher verteilte Zuständigkeiten für Digitalisierung sollen in einem Ressort zusammenlaufen. Ein gemeinsamer Finanzplan soll die Mittel für diese Aufgaben zusammenführen.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„die Schaffung eines Digitalministeriums in Sachsen sowie eines beratenden Landtagsausschusses“
Seite 90 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Datenschutz und IT-Sicherheit ausbauen, Staatstrojaner ablehnen

Die Grünen wollen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung stärken und die IT-Sicherheit im Freistaat ausbauen. Ein neues Institut soll über Datenschutz informieren und Sicherheitslücken benennen. Das Mitlesen verschlüsselter Kommunikation, Online-Durchsuchungen und digitale Gegenangriffe lehnt die Partei ab.

Die Grünen wollen persönliche Daten besser schützen. Ein neues Institut soll über Daten-Schutz und sichere Computer informieren. Behörden sollen Menschen sagen, welche Daten sie über sie speichern. Der Staat soll nicht heimlich in Handys und Computer eindringen.

Das geplante Institut für Datenschutz und Informationssicherheit soll auch auf Lücken bei staatlichen Stellen hinweisen. Speicherfristen bei Landesbehörden sollen klar und übergreifend geregelt werden. Sicherheitsbehörden sollen Betroffene von sich aus und regelmäßig über gespeicherte Daten informieren. Die Datenschutz- und Transparenzbeauftragte soll genug Personal haben. Ein Ethikbeirat soll an der KI-Strategie des Landes mitwirken, und das IT-Sicherheitsmanagement soll auch die Kommunen erfassen. Verbraucherschutz soll auch im Online-Handel und bei Plattformen gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„Quellen-Telekommunikationsüberwachung, Online-Durchsuchungen und Hackbacks lehnen wir als völlig unverhältnismäßige Eingriffe in die Bürger*innenrechte klar ab.“
Seite 109 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Partei schließt verdeckte Überwachungsbefugnisse aus und verlangt Auskunftspflichten der Sicherheitsbehörden, was den Datenschutz gegenüber dem heutigen Stand schrittweise stärkt.

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