Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten verbessern
Die Grünen wollen Sachsen zu einem „sicheren Hafen“ für Geflüchtete machen. Asylsuchende sollen höchstens drei Monate in Aufnahmeeinrichtungen bleiben und dann möglichst dezentral in den Kommunen wohnen. Beratung, Sozialarbeit und der Schutz von Kindern sollen gestärkt werden.
Die Grünen wollen Geflüchteten in Sachsen besser helfen. Sie sollen nur kurz in großen Aufnahme-Einrichtungen wohnen. Nach drei Monaten sollen sie in kleinere Unterkünfte ziehen. Kinder sollen dort spielen und lernen können. Es soll mehr Beratung und Betreuung geben.
Vorgesehen sind eine dauerhaft gesicherte unabhängige Asylverfahrensberatung, Integration als kommunale Pflichtaufgabe und in der Flüchtlingssozialarbeit ein Betreuungsverhältnis von mindestens 1:80. Aufnahmeeinrichtungen sollen medizinisches Personal, einheitliche Hausordnungen, Gewaltschutzkonzepte und geschützte Räume für besonders gefährdete Gruppen haben. Kinder sollen kindgerecht untergebracht werden und schon dort Bildungsangebote erhalten; Standards für unbegleitete Minderjährige sollen nur im Notfall sinken. Kommunen sollen Hilfe bei dezentralem Wohnen und bei Alternativen zur Wohnsitzauflage bekommen. Sicherheitsbehörden sollen Unterkünfte besser vor Rechtsextremen schützen.
Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Der Aufenthalt dort darf nicht länger als drei Monate dauern, danach muss ein Transfer in eine kommunale möglichst dezentrale Unterkunft erfolgen.“Einordnung
- Migrationeher offen
Kürzere Aufenthalte in Aufnahmeeinrichtungen, mehr Beratung und bessere Standards erweitern Schutz und Rechte von Geflüchteten im bestehenden System.