Anteil nichtdeutschsprachiger Kita-Kinder auf 10 Prozent begrenzen
Die AfD will Deutsch als verbindliche Sprache in sächsischen Kitas festlegen und den Anteil von Kindern ohne Deutschkenntnisse je Gruppe auf höchstens 10 Prozent beschränken. Kinder aus Familien ohne dauerhafte Bleibeperspektive sollen bei Bedarf getrennt und von Muttersprachlern betreut werden. Die Partei begründet dies mit der Sprachentwicklung aller Kinder.
In Kitas in Sachsen soll Deutsch Pflicht sein. In einer Gruppe soll höchstens jedes zehnte Kind kein Deutsch sprechen. Manche Familien dürfen nicht auf Dauer bleiben. Ihre Kinder sollen in eigene Einrichtungen gehen. Dort betreut man sie in ihrer Mutter-Sprache.
Nach dem Programm sollen Kitas allen Kindern, die dauerhaft in Deutschland leben werden, einen sicheren Erwerb des Deutschen ermöglichen. Die Obergrenze von 10 Prozent gilt je Kita-Gruppe. Für Kinder ohne dauerhafte Bleibeperspektive sieht die Partei gesonderte Einrichtungen mit Betreuung in der Herkunftssprache vor, damit ihnen bei einer Rückkehr keine Nachteile entstehen. Die Betreuung dieser Kinder sieht die AfD in erster Linie als Aufgabe der Eltern.
Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„nichtdeutschsprachiger Kinder in Kita-Gruppen ist auf maximal 10 Prozent zu begrenzen, um eine gute Sprachentwicklung aller Kinder sicherzustellen.“Einordnung
- Migrationdeutlich restriktiv
Eine feste Quote für nichtdeutschsprachige Kinder und getrennte Einrichtungen für Kinder ohne Bleibeperspektive gibt es heute nicht; beides würde den Zugang zugewanderter Kinder zur Regelbetreuung grundlegend einschränken.