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FDP zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Zeigen wir, was geht. Wahlprogramm der Freien Demokraten zur Bürgerschaftswahl in Bremen und zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung in Bremerhaven am 14. Mai 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 125 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Recyclingquote erhöhen und Rohstoffe sparen

Die FDP will die Recyclingquote des Landes Bremen anheben, um Rohstoffe einzusparen. Bei öffentlichen Gütern soll der Rohstoffverbrauch offengelegt und möglichst gering gehalten werden.

Die FDP will, dass Bremen mehr Abfall wieder verwertet. So spart das Land Rohstoffe. Der Staat soll beim Bauen wenig Material verbrauchen. Er soll auch zeigen, wie viel er verbraucht.

Das Programm hält recyclingfähiges Produktdesign und verbraucherfreundliche Sammelsysteme für effizient und umweltschonend. Für öffentliche Güter fordert die FDP leichtere Bauweisen und mehr Materialforschung. Nachhaltige Bioenergie soll grünen Strom ergänzen, besonders im Flug- und Schiffsverkehr. Dafür sollen nach Möglichkeit Rest- und Abfallstoffe sowie industrielle Abwärme statt Holz genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Als Anreiz zur Einsparung von Rohstoffen wollen wir die Recyclingquote des Landes Bremen erhöhen.“
Seite 35 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Stadtbegrünung in Bremen und Bremerhaven ausbauen

Die FDP will beide Städte stärker begrünen und dafür ein Begrünungskonzept mit mittel- und langfristiger Planung erstellen. Sie begründet das mit dem Wohlbefinden der Menschen, besserer Luft, dem Stadtklima und dem Klimaschutz.

Die FDP will mehr Bäume und Pflanzen in Bremen und Bremerhaven. Dafür soll es einen Plan geben. Die Bäume sollen Hitze gut aushalten. Auch Dächer und Wände von öffentlichen Gebäuden sollen grün werden können. Das soll die Luft besser machen und die Stadt kühlen.

Gepflanzt werden sollen Arten, die mit dem Klimawandel zurechtkommen, etwa Dreizahn-Ahorn, Purpur-Esche oder Persischer Eisenholzbaum. Die öffentliche Hand soll als Vorbild bei ihren eigenen Gebäuden prüfen, wo Dächer und Fassaden begrünt werden können. In Bremerhaven plant die FDP mehr Grün rund um die Große Kirche mit Spielangeboten sowie Mini-Wälder („Tiny Forests“) auf Flächen von etwa 100 Quadratmetern. Private sollen Anreize bekommen, Dächer und Fassaden zu begrünen oder mit Solaranlagen auszustatten.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Wir Freie Demokraten fordern mehr geeignete Stadtbegrünung in Bremen und Bremerhaven.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Stadtgrün, Mini-Wälder und Anreize für begrünte oder solar genutzte Dächer bauen Klimaanpassung und Klimaschutz schrittweise aus.

Mehr Bäume und Miniwälder pflanzen

Die FDP will in Bremerhaven mehr Bäume pflanzen, unter anderem einen für jedes neugeborene Kind. In Bremen und Bremerhaven sollen außerdem kleine, dicht bepflanzte Miniwälder entstehen, sogenannte Tiny Forests.

Die FDP will mehr Bäume in der Stadt. Bremerhaven soll für jedes neue Baby einen Baum pflanzen. In beiden Städten soll es kleine Wälder geben. Sie heißen Tiny Forests. Das sind sehr kleine Flächen mit vielen Bäumen.

Gefällte Bäume sollen ersetzt und weitere gepflanzt werden. Brachflächen ohne Nutzung will die FDP begrünen, solange das eine spätere Entwicklung der Fläche nicht behindert. Bestehende Grünflächen und das Grün an Straßen sollen das ganze Jahr über gepflegt werden, auch mit pflegeleichten Pflanzen. Für einen Miniwald genügen laut Programm rund 100 Quadratmeter. Er soll CO2 binden, die Umgebung kühlen und Tieren Lebensraum bieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir Freie Demokraten setzen uns für Baumersatzpflanzungen und zusätzliche Baumpflanzungen ein.“
Seite 60 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Sachkundenachweis statt Rasseliste für Hunde

Die FDP will ein Hundegesetz, das bei der Verantwortung der Halter ansetzt statt bei verbotenen Rassen. Wer einen Hund anschaffen will, soll vorher einen Sachkundenachweis erbringen.

In Bremen sind manche Hunde-Rassen verboten. Die FDP will das ändern. Es soll auf den Halter ankommen, nicht auf die Rasse. Wer einen Hund will, soll vorher zeigen, dass er sich auskennt.

Das Programm argumentiert, dass auch Hunde der derzeit im Land Bremen verbotenen Rassen zu verlässlichen Begleitern erzogen werden können, während Tiere vermeintlich harmloser Rassen gefährlich gemacht werden können. Der Sachkundenachweis soll belegen, dass Halterinnen und Halter Hunde artgerecht halten und führen können, und schon vor dem ersten Hund vorliegen. Die FDP erwartet davon mehr Sicherheit für die Bevölkerung und einen besseren Tierschutz.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Ein Hundegesetz hat sich daher entsprechend auf die Verantwortung des Halters und nicht die Rasse des Hundes zu fokussieren.“
Seite 83 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Landesweite Nachhaltigkeitsstrategie für Bremen entwickeln

Die FDP bekennt sich zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen und fordert eine verbindliche Nachhaltigkeitsstrategie für das Land und seine beiden Städte. Sie soll die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele vor Ort umsetzen und alle Politikfelder verbinden.

Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für eine gute Zukunft. Die FDP will, dass Bremen dafür einen festen Plan macht. Der Plan soll für alle Bereiche der Politik gelten. Man soll messen können, ob Bremen die Ziele erreicht.

Zur Strategie soll ein transparentes System aus Zielen und Indikatoren gehören. Sie soll nicht nur Klima und Umwelt abdecken, sondern auch Finanzen, Stadt- und Quartiersentwicklung, Mobilität, demografischen Wandel, Armutsbekämpfung besonders bei Kindern, Bildung und den Wirtschaftsstandort. Die FDP versteht Nachhaltigkeit nicht als Verzicht, sondern als maßvollen Umgang mit Ressourcen, der Wohlstand über Generationen sichert. Sie verweist darauf, dass Bremen 2017 die Musterresolution des Deutschen Städtetages zur Agenda 2030 unterzeichnet hat.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„bedarf es einer verbindlichen, strukturierten, priorisierenden und zielorientierten Nachhaltigkeitsstrategie.“
Seite 109 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Stadtgrün erhalten und ausweiten

Die FDP will Grünflächen besser in die Stadtplanung einbinden, bestehende erhalten und neue ausweisen. Fällt Grün einem Bauvorhaben zum Opfer, soll es an anderer Stelle ersetzt werden; beim Naturschutz setzt die Partei auf Freiwilligkeit und Kooperation.

Die FDP will mehr Grün in der Stadt. Parks und Wiesen sollen bleiben. Wer auf einer Grünfläche baut, muss woanders neues Grün schaffen. In Bremen sollen 2038 neue Bäume wachsen.

Neue Flächen sollen mit heimischen, klimaresilienten Pflanzen begrünt und versiegelte Flächen wo möglich entsiegelt werden. In der Stadt Bremen will die FDP 2038 Bäume pflanzen. Begrünte Dächer und Fassaden sowie helle Anstriche an öffentlichen Gebäuden begrüßt sie, auch zusammen mit Photovoltaik. Private Hauseigentümer sollen durch Information und finanzielle Anreize gewonnen werden. Ergänzend sind Partnerschaften zwischen Schulen und Bauernhöfen, Fortbildungen für Lehrkräfte zu Klima und Natur sowie private Vorbildquartiere wie die Überseeinsel vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„Sollte eine Grünfläche für ein Bauprojekt verkleinert werden oder ganz weichen müssen, so muss diese an anderer Stelle wiederhergestellt werden.“
Seite 109 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Begrünung, Entsiegelung und eine Ersatzpflicht für überbautes Grün stärken den Klima- und Naturschutz in der Stadt schrittweise, überwiegend über Anreize.

Tierschutz vor Ort stärken

Die FDP will einen ehrenamtlichen städtischen Tierschutzbeauftragten ernennen, der zwischen Tierschutzorganisationen, Politik und Verwaltung vermittelt. Außerdem sollen das Tierheim Bremerhaven kostendeckend bezahlt und mehr Freilaufflächen für Hunde geprüft werden.

Die FDP will Tiere besser schützen. Eine Person soll sich in der Stadt ehrenamtlich um Tierschutz kümmern. Das Tierheim in Bremerhaven soll genug Geld für seine Aufgaben bekommen. Hunde sollen mehr Flächen zum freien Laufen haben.

Der Beauftragte soll als Bindeglied zum Magistrat beziehungsweise Senat und zum Tierschutzbeauftragten des Landes dienen. Für das Tierheim Bremerhaven will sich die FDP beim Magistrat für Verträge einsetzen, die Pflichtaufgaben wie die Aufnahme von Fundtieren voll erstatten. Die geplante Wildtierauffangstation des Bremerhavener Tierschutzes begrüßt sie. Ein jährlicher Bremerhavener Tierschutzpreis soll engagierte Personen und Einrichtungen ehren. Geprüft werden soll, welche Naturflächen in beiden Städten als Auslauf für Hunde dienen können, bei Bedarf eingezäunt.

Originalzitat anzeigen (Seite 110)
„Eine aktive Tierschutzpolitik erfordert aus unserer Sicht die Ernennung eines städtischen ehrenamtlichen Tierschutzbeauftragten.“
Seite 110 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Insekten und Artenvielfalt schützen

Die FDP will die Artenvielfalt in Bremen und Bremerhaven durch Schutz und Pflege erhalten und fordert mehr Wildblumenwiesen für Bienen und andere Insekten. Hinzu kommen Forschung und gemeinsame Renaturierungsprojekte mit Niedersachsen.

Die FDP will Bienen und andere Insekten schützen. Dafür soll es mehr Wiesen mit wilden Blumen geben. Forscher sollen Geld vom Bund bekommen. Bremen soll mit Niedersachsen bei der Natur zusammenarbeiten.

Mit den Wildblumenwiesen soll die Zahl der Insekten auf lange Sicht wieder wachsen. Die FDP will sich um Bundesmittel für die Forschung zu Insekten und Pflanzen bemühen. Grünflächen zu erhalten und neu zu schaffen sieht sie als gemeinsame Aufgabe von Bremen und Niedersachsen. Beide Länder sollen deshalb bei der Renaturierung zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„Dazu fordern wir, dass mehr Wildblumenwiesen gepflanzt werden, damit Bienen und Insekten weiterhin ein zu Hause in Bremen und Bremerhaven haben“
Seite 111 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Jagd auf Wolf, Kormoran und Nutria ermöglichen

Die FDP will ein Wildtiermanagement, das die Jagd auf Arten wie Wolf, Kormoran und Nutria erlaubt. Sie hält die Jagd für notwendig, um Seuchen vorzubeugen, Wildschäden zu begrenzen und Wildfleisch zu gewinnen.

Die FDP will, dass Jäger mehr Tierarten jagen dürfen. Dazu gehören zum Beispiel Wolf, Kormoran und Nutria. Die FDP sagt: Jagd schützt vor Seuchen und Schäden. Jäger sind für die FDP auch Naturschützer.

Die Jagd soll nach dem Programm auch für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Raubtieren und Beutetieren sorgen. Die FDP strebt eine einheitliche Regel aller Bundesländer an, die Schalldämpfer und Nachtzielgeräte für Jäger erlaubt. Als Gründe nennt sie weniger Lärm und genauere Schüsse. Jägerinnen und Jäger bezeichnet sie als staatlich geprüfte Naturschützer.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„Wir Freie Demokraten wollen ein modernes Wildtiermanagement, das eine Bejagung von beispielsweise Wolf, Kormoran und Nutria ermöglicht.“
Seite 111 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Fehrmoor schützen und Gewässer naturnäher gestalten

Die FDP will Naturschutzprojekte im Fehrmoor fortsetzen und das Moor zugleich für Erholung und Wissensvermittlung öffnen. Außerdem sollen Maßnahmen Vorrang bekommen, die das Wassermanagement automatisieren und die Wasserqualität in den Gräben verbessern.

Das Fehrmoor ist das letzte Hochmoor im Land Bremen. Die FDP will es schützen. Menschen sollen das Moor trotzdem besuchen können. Auch das Wasser in den Gräben soll sauberer werden.

Das Programm nennt als Ziel, die wertvollen Teile des Fehrmoors als Lebensraum seltener Arten zu sichern. Für Besucher sind ein barrierefreier Moorerlebnispfad und ein Rundweg mit einer zweiten Fußgängerbrücke vorgesehen. Beim Wasser sollen automatisierte Steuerung, bessere Gewässergüte und eine an den Standort angepasste Nutzung Vorrang haben. Als Ausgleichsmaßnahmen Bremerhavens soll die Spadener Marktfleth naturnäher umgebaut und der Geeste-Nebenarm „Ackmann“ wieder östlich des gleichnamigen Gebiets mit der Geeste verbunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„Wir werden die Umsetzung von Naturschutzprojekten im Fehrmoor als letztem Hochmoor im Land Bremen weiter vorantreiben.“
Seite 112 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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