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FDP zur Familie

Aus dem Programm „Zeigen wir, was geht. Wahlprogramm der Freien Demokraten zur Bürgerschaftswahl in Bremen und zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung in Bremerhaven am 14. Mai 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 125 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kita-Öffnungszeiten ausweiten und Schließzeiten abschaffen

Die FDP will die Öffnungszeiten der Kitas deutlich ausweiten und die Schließtage in Krippen und Kindergärten abschaffen. Betreuung soll dann stattfinden, wenn Eltern sie brauchen, auch bei Vollzeit- und Schichtarbeit.

Kitas sollen länger offen sein. In jedem Stadtteil soll eine Kita von 5 Uhr bis 23 Uhr öffnen. Es soll auch Kitas geben, die Tag und Nacht offen sind. Die FDP will außerdem die festen Schließ-Tage abschaffen. Dann können Eltern ihren Urlaub frei planen.

In jedem Bremer Stadtteil soll es eine Kita geben, die mindestens von 5 bis 23 Uhr geöffnet hat. Für Bremen und Bremerhaven verlangt das Programm zudem ein Angebot an 24-Stunden-Betreuung, das die Nachfrage deckt. Die 20 Schließtage pro Kita-Jahr will die FDP im Land Bremen streichen. Aus ihrer Sicht benachteiligen diese vor allem Alleinerziehende, weil dafür über 80 Prozent des gesetzlichen Urlaubsanspruchs verbraucht werden. Das gelte auch für Erzieherinnen und Erzieher, die frei über ihren Urlaub verfügen sollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir wollen in jedem Bremer Stadtteil eine Kita, die mindestens von fünf Uhr bis 23 Uhr geöffnet ist, entsprechend dem Schichtdienst.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Längere Öffnungszeiten und der Wegfall der Schließtage erweitern die öffentliche Betreuungsleistung gegenüber heute.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Betreuung soll auf Vollzeit- und Schichtarbeit beider Eltern sowie auf Alleinerziehende zugeschnitten werden, was die Vielfalt der Lebensmodelle stützt.

Kitas beitragsfrei halten, keine Kita-Pflicht

Die FDP tritt für beitragsfreie Kitas ein, einschließlich Krippe, Hort und Randzeiten. Über den Kita-Besuch sollen weiterhin die Eltern entscheiden; verpflichtende Kita-Jahre lehnt die Partei ab.

Eltern sollen für die Kita nichts bezahlen. Das soll auch für Krippe und Hort gelten. Die Qualität soll dabei nicht schlechter werden. Eltern sollen selbst entscheiden, ob ihr Kind in die Kita geht. Eine Kita-Pflicht will die FDP nicht.

Die Beitragsfreiheit soll auch die Betreuung von Kindern unter drei Jahren, den Hort und die Randbetreuungszeiten umfassen. Nach dem Programm darf sie nicht zu geringerer Qualität der frühkindlichen Bildung führen. Die FDP will die Ausgaben für diesen Bereich insgesamt erhöhen, auch ohne Elternbeiträge. Die Entscheidung über den Kita-Besuch soll bei den Eltern oder Erziehungsberechtigten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir Freie Demokraten stehen für beitragsfreie Kitas.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Beitragsfreiheit auch für Krippe, Hort und Randzeiten sowie höhere Ausgaben weiten eine steuerfinanzierte Leistung aus.

  • Gesellschaftausgewogen

    Kostenlose Betreuung erleichtert verschiedene Familienmodelle, zugleich bleibt die Entscheidung über den Kita-Besuch ausdrücklich bei den Eltern.

Kinderchancengeld einführen

Die FDP will ein Kinderchancengeld einführen, das die bisherigen Leistungen für Kinder zusammenfasst und vereinfacht. Es soll aus einem Grundbetrag, einem einkommensabhängigen Betrag und einem digitalen Zugang zu Bildungs- und Teilhabeleistungen bestehen. Das Programm begründet dies mit der hohen Kinderarmut im Land Bremen.

Die FDP will ein Kinder-Chancen-Geld einführen. Es fasst alle Hilfen für Kinder zusammen. Jedes Kind bekommt einen festen Betrag. Familien mit wenig Geld bekommen mehr. Hilfen für Bildung und Freizeit soll man einfach im Internet beantragen können.

Das Kinderchancengeld hat nach dem Programm drei Säulen: einen Basisbetrag für jedes Kind, einen Flexibetrag, der sich nach dem Einkommen der Eltern richtet, und einen einfachen digitalen Zugang zu Leistungen für Bildung und Teilhabe. So sollen Kinder diese Angebote nutzen können, ohne stigmatisiert zu werden. Verdienen Jugendliche eigenes Geld, soll das Kinderchancengeld deshalb nicht gekürzt werden. Das Programm verweist auf das Bundessozialministerium: Danach sind im Land Bremen 42 Prozent aller Kinder armutsgefährdet.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir Freie Demokraten setzen uns für die Einführung eines Kinderchancengeldes ein, bei dem alle bisherigen kinderbezogenen Leistungen gebündelt, vernetzt und vereinfacht werden.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet gezielte Unterstützung für einkommensschwache Familien mit der Vereinfachung bestehender Leistungen und Arbeitsanreizen für Jugendliche.

Elterngeld vereinfachen und anpassen

Die FDP will das Elterngeld mit weniger Bürokratie und digitalen Verfahren ausstatten und den Partnerschaftsbonus flexibler gestalten. Elterngeld und ElterngeldPlus sollen so besser zur Lebenswirklichkeit von Familien passen. Künftig soll jeweils nur ein Elternteil zur selben Zeit Elterngeld beziehen können.

Die FDP will das Elterngeld einfacher machen. Eltern sollen es digital beantragen können. Der Bonus für Paare soll flexibler werden. Es soll immer nur ein Elternteil zur selben Zeit Elterngeld bekommen.

Nach dem Programm sichern Elterngeld und ElterngeldPlus die Zeit nach der Geburt finanziell ab und erleichtern es, Beruf und Familie zu verbinden. Die FDP nennt als Vorhaben weniger Bürokratie, digitale Abläufe und einen flexibleren Partnerschaftsbonus. Zudem sollen aus ihrer Sicht bestehende Ungerechtigkeiten wegfallen, etwa beim Insolvenzgeld oder bei Mischeinkünften. Der gleichzeitige Bezug durch beide Elternteile soll entfallen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir Freie Demokraten setzen uns für die Entbürokratisierung und Digitalisierung des Elterngeldes, die Flexibilisierung des Partnerschaftsbonus und den Abbau von Ungerechtigkeit“
Seite 37 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Offene Kinder- und Jugendarbeit stärken

Die FDP will die Mittel der Offenen Kinder- und Jugendarbeit stärken und flexibler nach Bedarf einsetzen. Sie will außerdem mehr Freizeitangebote für Jugendliche und in Bremerhaven ein Zukunftskonzept Jugend erarbeiten lassen.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit bietet Treffpunkte und Hilfe für junge Leute. Die FDP will sie stärken. Das Geld soll dorthin gehen, wo man es braucht. Es soll mehr Freizeit-Angebote geben. In Bremerhaven sollen Jugendliche über die Angebote mitentscheiden.

Nach dem Programm beugt die Offene Kinder- und Jugendarbeit Kriminalität und Perspektivlosigkeit vor und fördert Integration. Die FDP kritisiert, das System reagiere zu langsam auf neue Bedürfnisse und Kosten; sie verlangt Planungssicherheit und einfachere Einstellungen von pädagogischen Fachkräften. Öffentliche und private Anbieter von Freizeiteinrichtungen sollen besser mit den Nutzern vernetzt werden. Geprüft werden soll, ob leere Schulräume nachmittags und in den Ferien genutzt werden können. In Bremerhaven soll nach dem Muster der Zukunftswerkstatt Kultur ein Zukunftskonzept Jugend gemeinsam mit Jugendlichen, Trägern, Schulen, Politik und Verwaltung entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Deshalb wollen wir diese Mittel stärken und je nach Bedarf flexibel einsetzen.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentlichen Mittel für die Jugendarbeit sollen gestärkt werden, was ein Ausbau staatlicher Leistungen im bestehenden System ist.

Alleinerziehende besser unterstützen

Die FDP will Alleinerziehende durch verlässliche Kinderbetreuung, geringere Abgaben und Qualifizierung stärken. Das Land soll außerdem Unterhaltsvorschüsse deutlich häufiger von den säumigen Elternteilen zurückholen.

Die FDP will Eltern helfen, die ihre Kinder allein erziehen. Es soll verlässliche Betreuung für Kinder jeden Alters geben. Diese Eltern sollen weniger Abgaben zahlen. Zahlt ein Elternteil keinen Unterhalt, springt das Land ein. Die FDP will, dass das Land sich dieses Geld öfter zurückholt.

Für die Kinderbetreuung kündigt das Programm eine Fachkräfteoffensive an. Alleinerziehende und Familien mit Kindern sollen eine niedrigere Abgabenlast haben. Bisher werden laut Programm nur 6 Prozent der Unterhaltsvorschüsse von nicht zahlenden Elternteilen eingetrieben; diese Quote soll deutlich steigen. Die FDP verweist darauf, dass über 91 Prozent der Alleinerziehenden im Land Frauen sind, fast die Hälfte keine Arbeit und 75 Prozent keinen Berufsabschluss haben. Eine Qualifizierungsoffensive soll den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„Als Freie Demokraten fordern wir eine konsequente Eintreibung der Unterhaltsvorschüsse durch das Land Bremen.“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr öffentliche Kinderbetreuung und Qualifizierung mit niedrigeren Abgaben und dem Rückholen staatlicher Vorschüsse, also Anliegen beider Pole.

Spielplätze und öffentliche Sportplätze sanieren und erweitern

Die FDP will das Sanierungsprogramm für Kinderspielplätze in Bremen und Bremerhaven weiterführen. Öffentliche Sportplätze sollen erweitert und Spielplätze mit neuen Geräten ausgebaut werden.

Die FDP will Spielplätze regelmäßig reparieren lassen. Es soll neue Spielgeräte geben. Öffentliche Sportplätze sollen größer werden. Das gilt für Bremen und Bremerhaven.

Das Programm beschreibt Spiel- und Sportplätze als häufig einzigen Ort, an dem Kinder draußen spielen können, und als Treffpunkt für junge Familien. Die FDP verweist auf ein Sanierungsprogramm für Kinderspielplätze, das sie in Bremerhaven in der Regierung aufgelegt habe. Es soll fortgesetzt werden und laufende Instandhaltungen sichern. Als Beispiel für den Ausbau nennt das Programm den Spielpark Leherheide.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Dieses Programm wollen wir in Bremen und Bremerhaven fortsetzen, um öffentliche Sportplätze erweitern und auch die Ausweitung von Spielplätzen, inklusive des Spielparks Leherheide, mit neuen Spielgeräten ermöglichen.“
Seite 97 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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