Arbeitsmarktförderung an Erfolg messen
Die FDP will, dass Jobcenter und Arbeitsagenturen die Wirkung ihrer Eingliederungsmaßnahmen verbindlich überprüfen. Öffentliches Geld sollen nur Träger erhalten, die eine angemessene Erfolgsquote nachweisen. Statt vorgefertigter Kurse soll die Förderung stärker auf den einzelnen Arbeitslosen und auf konkrete Arbeitsverhältnisse zielen.
Die FDP will Hilfen für Arbeitslose besser prüfen. Jobcenter sollen messen, ob eine Maßnahme wirkt. Nur erfolgreiche Anbieter sollen Geld vom Staat bekommen. Jeder Arbeitslose soll eine Hilfe bekommen, die zu ihm passt. Das Jobcenter soll ihn dabei die ganze Zeit begleiten.
Das Programm verweist auf den Bundesrechnungshof, nach dessen Einschätzung Eingliederungsmaßnahmen bisher nur zufällig Erfolg haben. Die FDP will die Landschaft der Weiterbildungsträger in Bremen und Bremerhaven auswerten, Doppelangebote zusammenführen und Kurse stärker am Bedarf des Marktes ausrichten, mit Qualitätskontrolle von Trägern, Unterricht und Inhalten. Der Bedarf an Maßnahmen soll in transparenten Verfahren ermittelt werden und sich an der Arbeitslosigkeit in den Stadtteilen orientieren, damit eingekaufte Plätze nicht zwangsweise besetzt werden. Während einer Maßnahme soll das Jobcenter die Teilnehmenden durchgehend betreuen, etwa durch externes Coaching oder eigene Beratungsgespräche. Ziel ist nach dem Programm, öffentliche Mittel wirksam einzusetzen und vielen Menschen einen Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit zu eröffnen.
Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir fordern daher, dass in den Jobcentern und Arbeitsagenturen endlich ein verbindliches Erfolgscontrolling eingeführt wird.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Markt
Öffentliche Mittel für Arbeitsmarktmaßnahmen sollen an nachgewiesenen Erfolg gebunden und Angebote gestrafft werden, was auf mehr Effizienz und Marktnähe zielt.