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FDP zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Zeigen wir, was geht. Wahlprogramm der Freien Demokraten zur Bürgerschaftswahl in Bremen und zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung in Bremerhaven am 14. Mai 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 125 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

    Hängt stark von der Rechenweise ab.

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Dreharbeiten in den Häfen erleichtern

Die FDP will Genehmigungen für Film- und Fernsehaufnahmen in den Häfen einfacher machen und die Häfen als Drehorte bewerben. Sie verspricht sich davon ein besseres Image für die maritime Wirtschaft und für beide Städte.

Die FDP will Dreharbeiten in den Häfen leichter machen. Film-Teams sollen schneller eine Erlaubnis bekommen. Die Häfen sollen als Drehorte bekannt werden. Das soll gut für das Ansehen von Bremen und Bremerhaven sein.

Das Programm beschreibt die Häfen als geeignete Kulisse für Kunst, Kultur, Film und Fernsehen. Drehgenehmigungen sollen leichter zu bekommen sein. Zusätzlich sollen die Häfen aktiv als Drehorte vermarktet werden. Als erwarteten Nutzen nennt die FDP einen Imagegewinn für die Hafenwirtschaft sowie für Bremen und Bremerhaven.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Daher setzen wir uns dafür ein, Drehgenehmigungen in den Häfen zu erleichtern und aktiv die Häfen auch als Drehorte zu bewerben.“
Seite 52 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Fonds für historische Bausubstanz einrichten

Die FDP will historische Bauwerke in Bremen und Bremerhaven erhalten und pflegen. Dafür soll mehr Geld in den Denkmalschutz städtischer Gebäude fließen und ein Fonds entstehen, bei dem private Eigentümer Mittel beantragen können.

Die FDP will alte Gebäude erhalten. Die Stadt soll mehr Geld für ihre alten Gebäude ausgeben. Es soll auch einen Fonds geben. Ein Fonds ist ein Geld-Topf. Private Besitzer können daraus Geld bekommen.

Das Programm verweist darauf, dass im Zweiten Weltkrieg viele wertvolle Gebäude zerstört und danach nicht wieder errichtet wurden. Die verbliebene Bausubstanz aus der Vorkriegszeit soll deshalb gepflegt werden. Die Haushaltsmittel für den Denkmalschutz städtischer Gebäude sollen steigen. Aus dem neuen Fonds können Private Geld für Pflege, Erhalt und Sanierung ihrer historischen Häuser erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Außerdem wollen wir einen Fonds für die Pflege und den Erhalt historischer Bausubstanz einrichten, aus dem private Eigentümer Mittel beantragen können“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Haushaltsmittel und ein neuer Förderfonds weiten öffentliche Ausgaben aus.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk verkleinern, Beitrag senken

Die FDP will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf Information und Bildung beschränken und Unterhaltung aus seinem Auftrag streichen. Durch Reformen von Auftrag und Struktur soll der Rundfunkbeitrag langfristig auf höchstens 10 Euro im Monat sinken. Der Rundfunkrat soll teilweise direkt gewählt werden.

Die FDP will den öffentlichen Rundfunk kleiner machen. Er soll nur noch informieren und bilden. Unterhaltung soll wegfallen. Der Rundfunk-Beitrag soll auf höchstens 10 Euro im Monat sinken.

Der Unterhaltungsbereich könnte in privatwirtschaftlich geführte Sender überführt werden; im Sport soll der Rundfunk Amateurereignisse statt Großereignisse zeigen. Künftig sollen ein bundesweiter linearer Fernsehsender und eine Mediathek ausreichen, während regionale Informationsangebote wie „buten un binnen“ gestärkt werden. Radio Bremen soll im Internet nur noch Audio und Video anbieten, um private Medienhäuser nicht zu benachteiligen. Auszubildende, Studierende, Freiwilligen- und freiwillig Wehrdienstleistende sowie Schüler sollen keinen Beitrag zahlen, und Gehälter und Versorgung sollen dem Niveau der Privatwirtschaft entsprechen. Ein Teil des Rundfunkrats soll von den Beitragszahlern gewählt werden, ein weiterer aus unabhängigen Fachleuten bestehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Langfristiges Ziel muss sein, den ÖRR so weit zu verschlanken, dass der Rundfunkbeitrag nicht mehr als 10€ im Monat betragen muss.“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Der Beitrag soll von heute 18,36 Euro auf höchstens 10 Euro sinken, also um weit mehr als ein Viertel, und der Unterhaltungsbereich soll privatisiert werden.

Kultureinrichtungen und Freie Szene fördern

Die FDP will die großen Kultureinrichtungen in Bremen und Bremerhaven ausreichend finanzieren und daneben die Freie Szene gezielt fördern. Kulturausgaben versteht das Programm auch als Stärkung des Wirtschaftsstandorts, weshalb mehr auf Kulturtourismus gesetzt werden soll.

Die FDP will Theater, Museen und andere Kultur-Orte gut bezahlen. Auch freie Künstler sollen Hilfe bekommen. Kultur soll mehr Besucher in die Städte bringen. Das hilft nach Ansicht der FDP auch der Wirtschaft.

Die auskömmliche Ausstattung der überregional bedeutenden Häuser sieht das Programm als Aufgabe des Landes und der Kommunen. Für die Freie Szene nennt es Künstlerförderung, Stipendien, öffentliche Aufträge sowie die Förderung von Spielstätten und Ateliers und neue Räume für Kreative. Einrichtungen mit starkem privatem Engagement wie der Kunstverein oder der Bürgerparkverein sollen öffentliche Unterstützung erhalten. Ein breites Kulturangebot soll zudem verhindern, dass Absolventen der Hochschulen in andere Städte abwandern. Die Musikschule Bremen und die VHS Bremen sollen fusionieren, um die Verwaltung effizienter zu machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„Wir Freie Demokraten wollen die Vielfalt und die Freiheit des Kulturlebens sichern und für alle Menschen in unserem Land zugänglich machen.“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturförderung durch Land und Kommunen soll gestärkt werden, was staatliche Ausgaben ausweitet.

Tanzverbot an Feiertagen abschaffen

Die FDP befürwortet, das generelle Tanzverbot an bestimmten Feiertagen aufzuheben. Sie begründet das damit, dass der Glaube eine private Entscheidung ist und keine Glaubensgemeinschaft bevorzugt werden soll.

An manchen Feiertagen darf man nicht öffentlich tanzen. Die FDP will dieses Verbot abschaffen. Sie sagt: Der Glaube ist Privatsache. Keine Religion soll Vorteile haben.

Das Programm hält fest, dass in der Kulturförderung keine Glaubensgemeinschaft bevorzugt werden soll. Zugleich bekennt sich die FDP zur Geschichte Bremens, die vom Christentum und der Schifffahrt geprägt ist. An diese Prägung soll durch die Pflege von Traditionen, Denkmälern und Museen erinnert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„Dennoch sollte die Wahl des Glaubens eine private Entscheidung jedes Einzelnen sein, weshalb wir die Abschaffung des generellen Tanzverbotes an bestimmten Feiertagen befürworten.“
Seite 117 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Eine religiös begründete Feiertagsregel soll entfallen, was die Selbstbestimmung des Einzelnen gegenüber überlieferten Regeln stärkt; der Geltungsbereich ist eng.

Kulturangebot in Bremerhaven sichern und stärken

Die FDP will das Kulturangebot in Bremerhaven stärken, die Theater der Stadt erhalten und die kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche ausbauen. Kultur gilt dem Programm als Standortfaktor und als Motor für die Entwicklung der Stadtteile.

Die FDP will die Kultur in Bremerhaven stärken. Die Theater sollen bleiben. Kinder und Jugendliche sollen leichter zur Kultur finden. Die Stadt soll mehr Werbung für ihre Kultur machen.

Das Stadttheater soll mit drei Sparten und dem Jugendtheater JUB! bestehen bleiben; auch das Theater im Fischereihafen soll gesichert werden, wofür die FDP eine Beteiligung der Fischereihafenbetriebsgesellschaft erwartet. Für die kulturelle Bildung kann sich die Partei ein eigenes Zentrum vorstellen, in das auch ein Jugendkulturtreffpunkt passt. Projekte der Freien Kulturszene sollen dauerhaft gefördert werden, vor allem solche für junge Menschen und Familien. Das Angebot soll vor Ort und überregional besser vermarktet werden. Die Entwicklung des Deutschen Auswandererhauses zu einem nationalen Forschungsinstitut für Migration unterstützt die FDP.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„Wir Freie Demokraten bekennen uns zum Fortbestand des Stadttheaters Bremerhaven mit seinen drei Sparten und dem Kinder- und Jugendtheater JUB!.“
Seite 117 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentlich geförderte Theater und Kulturprojekte sollen gesichert und dauerhaft unterstützt werden, was öffentliche Leistungen ausbaut.

Stadthalle Bremerhaven mit privatem Investor neu bauen

Die FDP will in Bremerhaven eine neue Stadthalle auf dem Wilhelm-Kaisen-Platz errichten lassen. Ein Investor soll sie bauen und finanzieren, die Stadt soll sie anschließend mieten. Nur so sei ein Neubau aus Sicht des Programms in absehbarer Zeit möglich.

Bremerhaven soll eine neue Stadthalle bekommen. Dort gibt es Sport, Kultur und Messen. Eine private Firma soll die Halle bauen und bezahlen. Die Stadt mietet die Halle dann.

Die Halle soll für Sport, Kultur und Messen dienen und Bremerhavens Rolle als Oberzentrum sichern. Einen Um- oder Ausbau der alten Halle hält die FDP wegen deren Zustand nicht für sinnvoll. Vorgesehen ist ein PPP-Modell, also eine öffentlich-private Partnerschaft. Die Stadt würde die Halle zurückmieten, gegebenenfalls als Mietkauf.

Originalzitat anzeigen (Seite 118)
„Deswegen sprechen wir Freie Demokraten uns für einen Neubau der Stadthalle auf dem Wilhelm-Kaisen-Platz aus.“
Seite 118 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein öffentliches Bauvorhaben soll über einen privaten Investor und ein Mietmodell statt über den städtischen Haushalt umgesetzt werden, was private Akteure stärker einbindet.

Schifffahrtsmuseum und Historisches Museum erneuern

Die FDP will das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven stärken und die Museumsschiffe instand setzen lassen. Die Dauerausstellung des Historischen Museums soll modernisiert werden, und dort soll wieder Eintritt verlangt werden.

Die FDP will das Schifffahrts-Museum in Bremerhaven stärken. Die alten Schiffe sollen repariert werden. Das Historische Museum soll eine neue Ausstellung bekommen. Der Besuch dort soll wieder Geld kosten.

Die Stadt soll Geld für die Museumsschiffe bereitstellen, und die Task Force Maritim soll weiterarbeiten. Für die Sanierung des Scharoun-Baus will die FDP Bundesmittel einwerben; das Museum soll Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft bleiben. Die Gebäudesanierung hat für die Partei Vorrang vor der Finanzierung eines Nachbaus der Najade. Als weiteren Schwerpunkt nennt sie die Geschichte der Polarforschung. Beim Historischen Museum bemängelt das Programm, dass die Stadtgeschichte nur bis in die 1950er-Jahre reicht und die Barrierefreiheit Lücken hat; der freie Eintritt habe weder mehr Besucher noch Einsparungen gebracht.

Originalzitat anzeigen (Seite 118)
„Wir Freie Demokraten wollen, dass das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) mit seiner Museumsflotte wieder zu alter Stärke zurückfindet.“
Seite 118 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Nordseemuseum festen Ausstellungsort geben

Die FDP will dem Nordseemuseum in Bremerhaven wieder einen dauerhaften Ausstellungsort samt Depot verschaffen. Das Programm begründet dies mit dem hohen historischen Wert vieler Exponate, die derzeit eingelagert sind.

Das Nordseemuseum hat zurzeit kein eigenes Haus. Viele Stücke liegen in Kisten. Die FDP will einen festen Ort für die Ausstellung. Dazu soll ein Lager gehören.

Laut Programm sind die Bestände des Museums derzeit eingelagert, einzelne Stücke werden dauerhaft oder zu bestimmten Anlässen verliehen. Die FDP will einen festen Standort für die Ausstellung, der mit einem Depot verbunden ist. Als möglichen Ort nennt das Programm das Werftquartier.

Originalzitat anzeigen (Seite 119)
„Endlich wollen wir Freie Demokraten für das Museum wieder eine Perspektive mit festem Ausstellungort, verbunden mit einem Depot.“
Seite 119 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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