Frauengesundheit in Forschung und Versorgung stärken
Die FDP will medizinische und psychologische Forschung stärker auf Frauen ausrichten, weil sie bisher vor allem am männlichen Geschlecht orientiert sei. Zudem fordert sie mehr gynäkologische Versorgung, bessere Krebsvorsorge und umfassende Hilfen bei Endometriose und nach Fehlgeburten.
Die Medizin forscht bisher vor allem an Männern. Die FDP will mehr Forschung zur Gesundheit von Frauen. Es soll mehr Frauenärzte in Bremen und Bremerhaven geben. Bei Endometriose sollen die Kranken-Kassen alle nötigen Behandlungen zahlen. Endometriose ist eine schmerzhafte Krankheit der Gebärmutter-Schleimhaut.
Das Programm verweist auf häufige Fehldiagnosen bei Frauen, etwa bei Autismus und ADHS. Aufklärung und Prävention bei Brust- und Gebärmutterhalskrebs sollen verbessert werden. Frauen mit akutem gynäkologischem Krebs sollen eine günstige, unkomplizierte und von der Krankenkasse unabhängige psychologische Beratung erhalten. Bei Endometriose sollen die Forschungsgelder bedarfsgerecht steigen, die Kassen Operationen und Medikamente voll bezahlen und die Stadt Bremen sich für ein Behandlungszentrum einsetzen. Nach Fehlgeburten fordert die FDP ärztlich empfohlene psychische Unterstützung und Aufklärungskampagnen.
Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„dass die Forschung in Bezug auf Medizin und Psychologie mehr auf die frauenspezifische Gesundheit ausgerichtet wird“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Volle Kostenübernahme durch die Krankenkassen, neue Beratungsangebote und mehr Forschungsgeld erweitern öffentliche Leistungen im bestehenden System.