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CDU zur Familie

Aus dem Programm „Connected Cities. Das vernetzte Land. Regierungsprogramm der CDU Bremen zur Wahl der Bremischen Bürgerschaft am 14. Mai 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 132 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kita-Gutscheine einführen und Ausbau beschleunigen

Die CDU will Kitas künftig über Entgelte in Form von Gutscheinen statt über Zuwendungen finanzieren, wie es etwa Hamburg tut. Der Ausbau der Plätze soll schneller gehen, auch mit privaten Investoren. Aus Sicht des Programms entfallen so lange Planungen und aufwendige Prüfungen.

Die CDU will Kitas anders bezahlen. Es soll Kita-Gutscheine geben, wie in Hamburg. Neue Kita-Plätze sollen schneller entstehen. Dabei sollen auch private Geldgeber helfen.

Das Programm sieht vor, die Kita-Finanzierung von Zuwendungen auf Entgelte umzustellen, damit der Ausbau sich am Bedarf orientiert. Träger, die freiwillig Plätze teilen oder zusätzliche Kinder aufnehmen, sollen mehr Personal und Sachmittel erhalten; hinzu kommt eine Online-Börse zum Platztausch. Betriebskindergärten sollen gefördert und in die Platzplanung einbezogen werden, und mit Unternehmen sollen Konzepte für die Betreuung von Kindern Alleinerziehender während der Schichtarbeit entstehen. Mit städtischen Wohnungsbaugesellschaften sollen Räume für externe Kindertagespflege geschaffen werden. Außerdem will die CDU das Landesgesetz zu Kita-Qualität und -Finanzierung abschließen, den Bildungsplan 0-10 umsetzen und sich beim Bund für dauerhafte Mittel aus dem Gute-Kita-Gesetz einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„die Finanzierung der Kindertageseinrichtungen nach dem Vorbild andere Bundesländer (z.B. Hamburg) von Zuwendungen auf Entgelte (Kita-Gutscheine) umstellen“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Umstellung auf ein Gutscheinsystem und die Einbindung privater Investoren setzen stärker auf nachfrageorientierte und private Elemente als die heutige Zuwendungsfinanzierung.

Qualifizierung zur Kindertagespflege verkürzen und vergüten

Die CDU will die Qualifizierung für Tagesmütter und Tagesväter von neun auf zwei bis drei Monate verkürzen und von Beginn an bezahlen. Eine zentrale Servicestelle soll ihnen Verwaltungsarbeit abnehmen, damit mehr Zeit für die pädagogische Arbeit bleibt.

Tagesmütter und Tagesväter sollen schneller ausgebildet werden. Die Ausbildung soll nur noch 2 bis 3 Monate dauern. Sie sollen dabei Geld bekommen. Eine Stelle soll ihnen den Papierkram abnehmen.

Die Qualifizierung soll in Voll- und Teilzeit angeboten und vergütet werden. Tagespflegepersonen, die sich vertraglich zur Bereitstellung von Plätzen verpflichten, sollen von Bürokratie befreit werden. Dafür soll beim Träger PIB („Pflegekinder in Bremen“) eine zentrale Stelle für Service und Beratung entstehen, die Verwaltung, Dokumentation und Abrechnung übernimmt. Über berufsbegleitende Fortbildungen in Modulen sollen Tagespflegepersonen, auch Selbständige, Abschlüsse als Sozialpädagogische Assistenz oder Erzieherin erwerben können.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Qualifizierung zur Kindertagespflege reformieren, die Ausbildungszeiten von 9 Monate auf 2-3 Monate verkürzen und vergütet in Voll- und Teilzeit zusätzlich anbieten“
Seite 6 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mehr Fachkräfte für Kitas gewinnen

Die CDU will den Personalmangel in Kitas beheben, der laut Programm dazu führt, dass über 600 fertig gebaute Plätze nicht genutzt werden können. Dazu sollen der Erzieherberuf attraktiver und der Einstieg leichter werden.

In Bremen fehlen Erzieherinnen und Erzieher. Deshalb bleiben fertige Kita-Plätze leer. Die CDU will mehr Menschen für den Beruf gewinnen. Der Einstieg in den Beruf soll leichter werden.

Vorgesehen sind zusätzliche Plätze in der praxisintegrierten Erzieherausbildung (PiA). Pädagogische Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter vollständig anerkannt und deutschen Abschlüssen gleichgestellt werden, damit diese Personen schneller in den Einrichtungen arbeiten können. Fachkräfte sollen von Verwaltungsaufgaben entlastet werden, um mehr Zeit für die Kinder zu haben. Das Programm begründet dies mit über 600 baulich fertigen und tausenden insgesamt fehlenden Plätzen, vor allem in der Stadt Bremen.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir werden den Zugang zum pädagogischen Berufsfeld innerhalb der Kindertagesbetreuung weiter vereinfachen.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Ausländische Pädagogikabschlüsse sollen leichter anerkannt und deutschen gleichgestellt werden, was Zugewanderten den Berufszugang erleichtert.

Begrüßungspakete für Neugeborene und Zugezogene einführen

Die CDU will, dass die Stadt Bremen von sich aus ein Begrüßungspaket an Familien mit Neugeborenen schickt. Auch wer neu nach Bremen oder Bremerhaven zieht, soll ein Paket erhalten. Die Partei spricht von einer anderen Willkommenskultur.

Die CDU will ein Paket für jedes neue Baby in Bremen. Die Stadt schickt das Paket selbst an die Familie. Auch neue Einwohner sollen ein Paket bekommen. Darin stehen wichtige Infos und Gutscheine.

Das Paket für Neugeborene soll Informationen zu Hilfen und Ansprechpartnern, die Stadtmusikanten als Kuscheltier und grundlegenden Babybedarf enthalten. Bisher gibt es laut Programm das Paket „Willkommen in der Familie“, das Kinderärzte bei der U3-Untersuchung übergeben. Zugezogene könnten eine Übersicht über wichtige Behördenkontakte und einen Gutschein für Kultur- und Sporteinrichtungen bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„ein proaktives und durch die Stadt Bremen versandtes Begrüßungspaket für Neugeborene etablieren“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Stadt soll eine neue, kleine Sachleistung für alle Neugeborenen und Zugezogenen finanzieren, was öffentliche Leistungen leicht ausweitet.

Familienleistungen digital aus einer Hand anbieten

Die CDU will Leistungen und Beratung für Familien bündeln und digital zugänglich machen. Bürokratie und Wartezeiten kosten Familien aus Sicht des Programms gemeinsame Zeit.

Die CDU will: Familien bekommen Leistungen einfacher. Es soll eine einzige Stelle dafür geben. Anträge und Beratung sollen online möglich sein. So sparen Familien Zeit.

Geplant ist ein „One-Stop-Shop“, also eine zentrale Anlaufstelle für Leistungen und Beratung. Als Beispiele nennt das Programm Kindergeld, Geburtsurkunde und Elterngeld, die vollständig digital beraten und beantragt werden sollen. Die Beratungsangebote für Familien sollen ausgebaut, verbessert und sämtlich digitalisiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Familienleistungen künftig vereinfacht und aus einer Hand zur Verfügung stellen“
Seite 86 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Alleinerziehende bei Ausbildung und Betreuung unterstützen

Die CDU will Alleinerziehenden mit Bildung, Kinderbetreuung und Hilfe beim Unterhalt den Weg in Arbeit ebnen. Ziel ist, dass sie unabhängig von staatlicher Existenzsicherung werden; das Programm verweist auf niedrige Erwerbsbeteiligung und hohe Kinderarmut in dieser Gruppe.

Die CDU will Alleinerziehenden helfen. Sie sollen eine Ausbildung machen können, auch in Teilzeit. Sie sollen bevorzugt einen Kita-Platz bekommen. Die Ämter sollen ihnen helfen, Unterhalt für die Kinder zu bekommen.

Das Programm nennt rund 19.000 Alleinerziehende im Land Bremen. Berufliche Aus- und Weiterbildung soll auch in Teilzeit möglich sein, gestützt durch verlässliche und flexible Kinderbetreuung und Vorrang bei Kita-Plätzen. Haushaltshilfen sollen bei Bedarf gefördert werden, damit Abschlüsse gelingen. Alleinerziehende sollen Anspruch auf Sozialwohnungen erhalten, um Benachteiligung bei der Wohnungssuche zu vermeiden. Die Ämter sollen Unterhaltsansprüche stärker durchsetzen, weil Bremen beim Unterhaltsvorschuss laut Programm die bundesweit niedrigste Rückholquote hat.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„uns mit aller Kraft für eine Bildungsoffensive für Alleinerziehende einsetzen, insbesondere für berufliche Aus- und Weiterbildung auch in Teilzeit“
Seite 87 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Betreuung, geförderte Haushaltshilfen und Zugang zu Sozialwohnungen erweitern öffentliche Leistungen schrittweise, auch wenn das Ziel weniger Abhängigkeit von Grundsicherung ist.

Kinderschutz und Jugendamt stärken

Die CDU will den Kinderschutz verbessern und das Jugendamt personell und organisatorisch stabiler aufstellen. Dazu gehören zusätzliche Casemanager und Amtsvormünder, eine durchgängige Erreichbarkeit und ein einheitliches Verständnis von Kindeswohlgefährdung. Unbegleitete minderjährige Ausländer sollen wieder nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Länder verteilt werden.

Die CDU will Kinder besser schützen. Das Jugend-Amt soll mehr Personal bekommen. Es soll immer erreichbar sein. Alle Stellen sollen gleich verstehen, wann ein Kind in Gefahr ist. Junge Geflüchtete ohne Eltern sollen auf alle Bundes-Länder verteilt werden.

Die Steuerungsstelle „Frühe Kindheit“ wird für zwei weitere Jahre gesichert; in dieser Zeit erwartet die CDU einen Bericht mit Vorgaben für die Zusammenarbeit der Ressorts. Neue Amtsvormünder sollen ausgeschrieben werden, bevor die gesetzliche Obergrenze von 50 Fällen überschritten ist. Die dritte und vierte Tranche der beschlossenen Casemanager soll ausgeschrieben und ein Einarbeitungssystem aufgebaut werden. Studentische Hilfskräfte in der Verwaltung sollen bis Ende 2023 statt bis zum 30. Juni bleiben. Das System der Inobhutnahme soll wegen zusätzlicher Fälle infolge der Corona-Zeit bedarfsgerecht wachsen. Ein Konzept soll die Arbeitsbelastung im Jugendamt dauerhaft regeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Zudem wollen wir das Jugendamt nachhaltiger aufstellen, damit die hohe Fluktuation bei Casemanagern und der Kompetenzverlust an Wissen (Braindrain) abnimmt.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Unbegleitete minderjährige Ausländer sollen wieder nach Quote auf andere Länder verteilt werden, was die Aufnahme in Bremen begrenzt.

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