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CDU zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Machen, worauf es ankommt. Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark (Beschluss 26. März 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 109 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Schuldenbremse einhalten und Corona-Schulden tilgen

Die CDU bekennt sich zur Schuldenbremse und zu einem Haushalt ohne neue Schulden. Nach der Krise soll das Land zur haushaltspolitischen Normalität zurückkehren und die Corona-Schulden abbauen. Die Partei begründet das mit der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen.

Die CDU will keine neuen Schulden machen. Sie hält an der Schulden-Bremse fest. Das ist eine Regel, die neue Schulden stark begrenzt. In guten Zeiten will die CDU Geld zurücklegen. Die Schulden aus der Corona-Zeit will sie zurückzahlen.

In finanziell guten Jahren soll das Land Rücklagen für schlechtere bilden. In Krisen soll Nordrhein-Westfalen rasch handeln können und genug Geld haben, um Wirtschaft und Arbeitsplätze zu stützen. Die Verbindlichkeiten aus dem Corona-Rettungsschirm und die Schuldenlast insgesamt sollen abhängig von der Konjunktur getilgt werden. Geringere Schulden bedeuten laut Programm weniger Zinsen und mehr Spielraum für spätere Generationen; zugleich nennt die Partei Zukunftsinvestitionen als Ziel.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Solide Finanzen sind die beste Grundlage für gute Politik. Daher bekennen wir uns klar zur Schuldenbremse.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die CDU verteidigt die geltende Schuldenbremse und will Schulden tilgen, was für Haushaltsdisziplin steht.

Vereine von Bürokratie und Steuern entlasten

Die CDU will Vereine und Ehrenamtliche von Verwaltungsaufwand befreien und steuerlich besserstellen. Berichtspflichten sollen auf das Nötige sinken. Geplant sind unter anderem absetzbare Mitgliedsbeiträge, eine höhere Übungsleiterpauschale und eine höhere Umsatzsteuergrenze.

Vereine haben viel Papierkram. Die CDU will das einfacher machen. Formulare sollen für jeden verständlich sein. Vereine und Ehrenamtliche sollen weniger Steuern zahlen. Zum Beispiel soll man Mitgliedsbeiträge von der Steuer absetzen können.

Formulare sollen so gestaltet sein, dass Vorstandsmitglieder sie ohne berufliche Vorkenntnisse ausfüllen können, und Gebühren wie die für die Abnahme von Schießständen kommen auf den Prüfstand. Vereine sollen leichter Eigentum bilden, länger freie Rücklagen aufbauen und gebundene Rücklagen später verwenden dürfen. Beim Bund will die CDU eine höhere Umsatzsteuergrenze für Vereine und einen höheren Steuerfreibetrag für kommunalpolitische Ehrenämter erreichen. Kosten für Aus- und Fortbildung, Fahrten und Homeoffice-Ausstattung von Vereinsvorständen sollen steuerlich anerkannt werden. Die Steuererklärung für Vereine soll über ELSTER einfacher werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Wir werden die rechtlichen Grundlagen vereinfachen, um den Bürokratisierungs- und Verwaltungsaufwand für die Vereine zu reduzieren.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Berichtspflichten und zusätzliche Steuererleichterungen für Vereine und Ehrenamtliche verschieben den Stand schrittweise zu weniger Regulierung und Abgaben.

Kommunale Altschulden abbauen, Finanzen neu ordnen

Die CDU will helfen, die Kassenkredite der Kommunen abzubauen, und hält dafür ein bundesweites Konzept zur Entschuldung für nötig. Außerdem sollen die Ausgleichszahlungen des Landes an die Kommunen erfasst und die Gemeindefinanzierung sowie die Gewerbesteuer weiterentwickelt werden.

Viele Städte haben hohe Schulden. Die CDU will helfen, diese Schulden zu senken. Dafür soll es einen Plan für ganz Deutschland geben. Auch die Regeln für das Geld der Städte sollen sich ändern.

Als Ursache der Schulden nennt das Programm, dass den Kommunen seit Ende der 1980er-Jahre Aufgaben ohne passenden finanziellen Ausgleich übertragen wurden. Eine Kommission mit den kommunalen Spitzenverbänden soll alle Konnexitätsausgleiche erfassen, also die Zahlungen des Landes für übertragene Aufgaben. Das Gemeindefinanzierungsgesetz soll so weiterentwickelt werden, dass regionale Wasserversorgung und Hochwasservorsorge dauerhaft geregelt sind. Die Gewerbesteuer soll künftig dort eingenommen werden, wo sie entsteht.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Wir werden dazu beitragen, dass die Verschuldung über die Kassenkredite zurückgeführt wird. Dazu bedarf es eines bundesweiten Entschuldungskonzeptes für die Kommunen.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Entschuldung der Kommunen mit Hilfe eines bundesweiten Konzepts bedeutet mehr öffentliche Mittel für kommunale Haushalte.

Pflicht zu Straßenausbaubeiträgen abschaffen

Die CDU will die Pflicht der Kommunen abschaffen, Straßenausbaubeiträge zu erheben. Das soll so geschehen, dass daraus keine Ausgleichsansprüche der Kommunen gegen das Land entstehen.

Wenn eine Straße erneuert wird, müssen Anlieger oft mitbezahlen. Städte müssen dieses Geld bisher verlangen. Die CDU will diese Pflicht abschaffen.

Straßenausbaubeiträge sind Abgaben, die Kommunen von Grundstückseigentümern für die Erneuerung von Straßen verlangen. Das Programm will die Pflicht zur Erhebung streichen. Dabei sollen Konnexitätsfolgen vermieden werden, also Ansprüche der Kommunen auf finanziellen Ausgleich durch das Land.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Wir werden die Verpflichtung zur Erhebung von Straßenausbaubeiträgen unter Vermeidung von Konnexitätsfolgen abschaffen.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Pflicht zu einer Abgabe für Grundstückseigentümer soll entfallen, was die Abgabenlast senkt.

Bauprogramm für kommunale Gebäude, Förderung bündeln

Die CDU will über die NRW.BANK ein landesweites Bauprogramm für kommunale Gebäude auflegen. Zugleich sollen viele einzelne Förderprogramme gebündelt werden, damit Kommunen nach ihrem tatsächlichen Bedarf bauen und sanieren können.

Viele Gebäude der Städte sind alt. Die CDU will ein Bauprogramm für Schulen, Rathäuser, Feuerwehrhäuser und Sportplätze. Das Geld soll über die Bank des Landes kommen. Viele kleine Förderprogramme sollen zu wenigen werden.

Laut Programm müssen kommunale Gebäude bei Strom- und Wärmeversorgung, IT-Sicherheit und Arbeitsumfeld modernisiert werden; oft sei ein Neubau wirtschaftlicher als eine Sanierung. Das Bauprogramm soll über die landeseigene Förderbank laufen. Bei der Städtebauförderung will die CDU strenger darauf achten, dass angemeldete Vorhaben auch umsetzbar sind, weil nicht abgerufene Mittel zuletzt wieder zugenommen haben. Sie will zudem prüfen, wie Kommunen bei der praktischen Umsetzung der Bauförderung unterstützt werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 98)
„werden wir ein landesweites Bauprogramm auf den Weg bringen, damit insbesondere Schulen, Rathäuser, Feuerwehrgerätehäuser und Sportstätten für die Zukunft in unseren Gemeinden und Städten gebaut werden können“
Seite 98 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Bauprogramm über die Förderbank des Landes weitet öffentliche Investitionen in kommunale Infrastruktur aus.

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Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich