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CDU zu Demokratie und Staat

Aus dem Programm „Machen, worauf es ankommt. Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark (Beschluss 26. März 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 109 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Demokratie und Staat

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 1 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Vorschläge der Demokratie-Enquetekommission umsetzen

Die CDU will die Empfehlungen einer von ihr angestoßenen Enquetekommission zur Weiterentwicklung der Demokratie verwirklichen. Ziel ist, dass mehr Menschen am politischen Leben teilhaben und sich beteiligen.

Eine Kommission hat Vorschläge für die Demokratie gemacht. Die CDU will diese Vorschläge umsetzen. Mehr Menschen sollen in der Politik mitmachen können. Viele Menschen sollen die Demokratie gut finden.

Das Programm begründet das Vorhaben damit, dass die Demokratie von möglichst vielen akzeptiert und gelebt werden müsse. Teilhabe und Beteiligung am politischen Gemeinwesen sollen ausgebaut werden. Darüber hinaus bekennt sich die CDU zu Föderalismus und Subsidiarität und will die direkten Nachbarländer in ihre Politik einbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir setzen die Vorschläge der von uns initiierten Enquetekommission für die Weiterentwicklung der Demokratie um.“
Seite 8 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Justiz personell und digital stärken

Die CDU will Gerichte und Staatsanwaltschaften mit mehr Personal ausstatten und die Digitalisierung der Justiz fortsetzen. Die bestehenden Gerichtsstandorte sollen erhalten bleiben. Nach dem Programm kann die Justiz ihre Aufgaben nur mit ausreichender personeller und sachlicher Ausstattung erfüllen.

Die CDU will mehr Personal für Gerichte und Staats-Anwaltschaften. Die Justiz soll digitaler arbeiten. Alle Gerichte sollen an ihren Orten bleiben. So soll die Justiz ihre Arbeit gut schaffen.

Das Programm kündigt weitere Stellen an und will prüfen, ob Assistenzkräfte für Richterinnen und Richter Entlastung bringen. Justizberufe sollen finanziell attraktiver werden, mit mehr Beförderungsstellen und besserer Vereinbarkeit mit der Familie. Für das Referendariat sind einheitliche Standards vorgesehen, dazu engere Kooperationen mit Hochschulen. Beschäftigte sollen moderne Hard- und Software für Homeoffice und Datenaustausch erhalten, und ein digitaler Servicepoint soll etwa Registerauszüge und elektronische Erbscheine anbieten. Wertende Entscheidungen sollen trotz Künstlicher Intelligenz allein bei Richterinnen und Richtern liegen. Außergerichtliche Streitschlichtung und die Pressearbeit der Justiz will die CDU fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir werden weiterhin das Personal bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften aufstocken.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ehrenamt als Staatsziel verankern und fördern

Die CDU will das Ehrenamt als Staatsziel in die Landesverfassung aufnehmen. Dazu kommen neue Begegnungsorte, Förderprogramme und Engagement-Schecks für Vereine. Das Programm bezeichnet das ehrenamtliche Miteinander als Fundament der Gesellschaft.

Viele Menschen helfen freiwillig in Vereinen. Die CDU will das Ehrenamt in die Landes-Verfassung schreiben. Es soll mehr Treffpunkte geben, zum Beispiel Vereinshäuser. Vereine sollen Geld für die Werbung neuer Mitglieder bekommen. Auch an Schulen soll das Ehrenamt eine Rolle spielen.

Begegnungsorte wie Vereins- oder Dorfgemeinschaftshäuser sollen dort entstehen, wo es bisher keine gibt. Das Programm „Dorferneuerung“ soll wachsen, und nach dem Vorbild von „Moderne Sportstätte 2022“ ist ein Förderprogramm für Vereine aus Kultur, Heimat und Tradition geplant. Engagement-Schecks sollen Schnupperkurse und Werbeaktionen finanzieren, um den Mitgliederverlust der Corona-Zeit auszugleichen. Vereine sollen stärker in den Schulganztag eingebunden werden, und die Jugendleiter-Card könnte an Schulen erworben werden. Freiwilligendienstleistende sollen einen Zuschuss zu ÖPNV-Zeitkarten bekommen, und Vereine sollen Menschen mit Behinderung und Zugewanderte besser ansprechen.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Wir wollen das Ehrenamt in den Verfassungsrang heben.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue und ausgeweitete Förderprogramme für Vereine und Begegnungsorte bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben im bestehenden Rahmen.

Einheitliche Kommunalverfassung schaffen, Zusammenarbeit ausbauen

Die CDU will vier bestehende Gesetze zu einer einheitlichen Kommunalverfassung zusammenführen und die Aufgaben der Kommunen überprüfen. Außerdem soll die Zusammenarbeit zwischen Kommunen ausgebaut und rechtlich erleichtert werden.

Für Städte, Kreise und Verbände gelten heute mehrere Gesetze. Die CDU will daraus ein gemeinsames Gesetz machen. Sie will prüfen, welche Aufgaben Städte haben sollen. Städte sollen auch mehr zusammenarbeiten können.

Zusammengeführt werden sollen die Regelwerke für Gemeinden, Kreise, Landschaftsverbände und den Regionalverband Ruhr. Eine Aufgabenkritik soll die Kommunen auf künftige Anforderungen vorbereiten. Für unbesetzte Stellen in den Verwaltungen will die CDU zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden Lösungen suchen. Für die Zusammenarbeit zwischen Kommunen sollen bei Bedarf Gesetze geändert werden; im Bund will sich die CDU dafür einsetzen, dass § 2b des Umsatzsteuergesetzes solche Kooperationen nicht verhindert.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Wir werden aus der Gemeindeordnung, der Kreisordnung, der Landschaftsverbandsordnung und dem Gesetz über den Regionalverband Ruhr eine starke Kommunalverfassung“
Seite 97 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Zulagen und Einstiegsbesoldung im öffentlichen Dienst verbessern

Die CDU will Zulagen für besondere Belastungen im öffentlichen Dienst stärken und geleistete Mehrarbeit vor dem Verfall schützen. Für Nachwuchskräfte strebt sie eine höhere Eingangsbesoldung in den unteren Laufbahngruppen an und will eine kürzere Probezeit bei guten Noten prüfen.

Die CDU will Beamte besser bezahlen, wenn ihre Arbeit besonders schwer ist. Überstunden sollen nicht verfallen. Junge Beamte sollen am Anfang mehr Geld bekommen. Bei guten Noten soll die Probezeit vielleicht kürzer werden.

Die Auszahlung von Mehrdienstzeiten soll steuerlich günstig gestaltet werden; als Grundsatz nennt das Programm, dass Mehrleistung entsprechend bezahlt werden soll. Die höhere Eingangsbesoldung betrifft die Laufbahngruppen 1.1 und 1.2 und soll jungen Menschen früh Sicherheit geben. Amtszulagen sollen häufiger vergeben werden können. Die Lebensarbeitszeitkonten sollen überprüft und angepasst werden, Teilzeitkräfte sollen gleiche Aufstiegschancen haben, und Dienstgebäude sollen weiter saniert und energetisch verbessert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 100)
„Wir wollen das Zulagenwesen für die Anerkennung besonderer Belastungen stärken und es anpassen, die Mehrdienstzeiten vor dem Verfall schützen und die Auszahlung steuerlich attraktiv gestalten.“
Seite 100 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Zulagen und eine höhere Eingangsbesoldung bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben für Staatsbedienstete.

Fachkräfte für den öffentlichen Dienst gewinnen

Die CDU will mit Arbeitgebern und Gewerkschaften eine langfristige Strategie für Ausbildung, Gewinnung und Qualifizierung von Personal im öffentlichen Dienst entwickeln. Dazu gehören bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ein Job-Fahrrad und die gezielte Ansprache junger Menschen mit Einwanderungsgeschichte.

Bald gehen viele Beschäftigte beim Staat in Rente. Die CDU will deshalb neue Leute gewinnen. Familie und Beruf sollen besser zusammenpassen. Auch junge Menschen aus Einwanderer-Familien sollen angesprochen werden.

Das Programm verweist darauf, dass bis 2036 etwa die Hälfte der rund 860.000 Beschäftigten aus Altersgründen ausscheidet. Die Strategie soll auch den Wechsel zwischen öffentlichem Dienst, Privatwirtschaft, Wissenschaft sowie Kommunen und Land erleichtern. Wer Kinder oder pflegebedürftige Angehörige betreut, soll Unterstützung erhalten; eine Pflicht zur Kinderbetreuung in Landesbehörden will die CDU prüfen. Landesbeschäftigte sollen ein Job-Fahrrad angeboten bekommen, und eine Initiative soll junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte für den öffentlichen Dienst gewinnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 101)
„eine langfristig wirkende Ausbildungsstrategie sowie eine Strategie für die Gewinnung und Qualifizierung für den öffentlichen Dienst auf den Weg bringen“
Seite 101 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Flexible Arbeitszeitmodelle und Unterstützung bei Kinderbetreuung und Pflege stärken schrittweise die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

  • Migrationeher offen

    Eine Initiative zur Gewinnung junger Menschen mit Einwanderungsgeschichte fördert deren Teilhabe im öffentlichen Dienst.

Politische Bildung und Beteiligung stärken

Die CDU verfolgt eine Doppelstrategie: für politische Beteiligung werben und Extremismus bekämpfen. Sie will mehr politische Bildung in Schulen, mehr Geld für außerschulische Träger und einen Aktionsplan für Jugendbeteiligung.

Die CDU will die Demokratie stärken. Schulen sollen mehr über Politik lehren. Junge Menschen sollen mehr mitbestimmen. Es soll mehr Geld für Fahrten zu Gedenkstätten geben.

Die Empfehlungen der Enquetekommission zur Stärkung der parlamentarischen Demokratie sollen umgesetzt werden. Beschäftigte von Land und Kommunen sollen flächendeckend im Umgang mit radikalen und extremistischen Haltungen geschult werden, und die Forschung zu Populismus, Radikalisierung und Extremismus soll gestärkt werden. Die Förderung von Fahrten zu Gedenkstätten früherer Konzentrationslager soll verdoppelt werden. Digitale Formen demokratischer Teilhabe sollen weiter erforscht und erprobt werden. Die Landeszentrale für politische Bildung soll enger mit der Weiterbildung zusammenarbeiten, um Menschen zurückzugewinnen, die sich von der Demokratie abgewandt haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 102)
„Demokratie braucht politisch gebildete Bürgerinnen und Bürger. Wir brauchen wieder mehr politische Bildung in den Schulen.“
Seite 102 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Verpflichtenden Gesellschaftsdienst für junge Menschen unterstützen

Die CDU unterstützt Initiativen für einen verpflichtenden Dienst an der Gesellschaft. Er soll für junge Männer und Frauen nach der Schule gelten.

Die CDU ist für einen Pflicht-Dienst für junge Menschen. Er soll nach der Schule beginnen. Er gilt für Männer und Frauen. Man kann ihn auch außerhalb der Bundeswehr machen.

Der Dienst richtet sich an Schulabgängerinnen und Schulabgänger beider Geschlechter. Er soll nicht allein bei der Bundeswehr abgeleistet werden können, sondern auch in anderen Bereichen. Das Programm stellt das Vorhaben in den Zusammenhang der veränderten Sicherheitslage in Europa.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„Wir unterstützen die Initiativen für einen verpflichtenden Freiwilligen Dienst für die Gesellschaft.“
Seite 109 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

    Ein Pflichtdienst für alle jungen Menschen wäre eine neue staatliche Pflicht, die es heute nicht gibt.

Was sagen die anderen Parteien zu Demokratie und Staat?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich