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AfD zu Europa

Aus dem Programm „Damit Sachsen Heimat bleibt – Wahlprogramm der AfD Sachsen für die Landtagswahl Sachsen 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 65 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Europa

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europadeutlich weniger EU (+1,8), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 3 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

EU-Schulden und EZB-Anleihekäufe beenden

Die AfD will, dass die EU keine eigenen Kredite mehr aufnimmt und Schulden nicht vergemeinschaftet werden. Die Europäische Zentralbank soll sich auf Geldpolitik beschränken. Schulden und Steuern soll es nach dem Programm nur auf nationaler Ebene geben.

Die AfD will: Die EU soll keine eigenen Schulden machen. Deutschland soll nicht für Schulden anderer Länder haften. Die Europäische Zentralbank soll sich nur um das Geld kümmern. Schulden und Steuern sollen Sache der einzelnen Länder sein.

Das Programm hält die Anleihekäufe der EZB und die gemeinsame Kreditaufnahme der EU, etwa für den Fonds „NextGenerationEU“, für einen Verstoß gegen die EU-Verträge. Niedrige Zinsen und Anleihekäufe treiben aus Sicht der AfD die Preise und schaden Sparvermögen, Betriebsrenten und Lebensversicherungen. Gefordert wird, die Kreditaufnahme der EU sofort einzustellen und das Verbot der Staatsfinanzierung durchzusetzen. Rettungskredite soll es nur national geben. Das frei werdende Geld soll in nationale Wirtschafts- und Sozialprogramme fließen, vor allem in Infrastruktur.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Verschuldung und Steuererhebung generell nur auf nationaler Ebene im Sinne des Subsidiaritätsprinzips!“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Das Programm verlangt Kapitalverteilung über Märkte statt über Zentralbank und EU-Programme, will das Geld aber für nationale Programme verwenden.

  • Europadeutlich weniger EU

    Die bestehende gemeinsame Kreditaufnahme der EU soll sofort enden und Verschuldung nur noch national möglich sein, was Zuständigkeiten grundlegend zu den Mitgliedstaaten verlagert.

Gemeinsame EU-Einlagensicherung ablehnen

Die AfD lehnt eine europäische Einlagensicherung und die Bankenunion ab. Deutsche Banken und Sparer sollen nicht für Banken in anderen EU-Staaten haften. Sparkassen, Genossenschaftsbanken und regionale Förderbanken will die Partei stärken.

Die AfD will keine gemeinsame Absicherung für Bank-Guthaben in der EU. Deutsche Sparer sollen nicht für fremde Banken zahlen. Sparkassen und Genossenschafts-Banken sollen stärker werden. Sie geben Firmen vor Ort Kredite.

Das geplante europäische Einlagensicherungssystem wäre laut Programm der größte gemeinsame Haftungstopf der EU. Die AfD erwartet Ausfälle bei Banken in Mittelmeerländern, für die dann deutsche Einlagen einstehen müssten. Deutsche Bankengruppen sollen ihre eigenen Sicherungssysteme behalten und die Haftung national begrenzen. Die Partei will die nationale Hoheit über Banken und Finanzdienstleistungen zurückgewinnen. Regionale Institute gelten ihr als Träger der Kreditversorgung des Mittelstands, auch in Sachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„die Haftung deutscher Banken und damit der deutschen Bürger und Sparer für andere EU-Banken weiterhin auszuschließen“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Europadeutlich weniger EU

    Neben der Ablehnung der geplanten Einlagensicherung soll die nationale Hoheit über Banken wiederhergestellt werden, also eine Zuständigkeit von der EU zurückgeholt werden.

Regionalförderung national statt über die EU verwalten

Die AfD will, dass Fördermittel für Regionen nicht mehr über die EU laufen, sondern regional oder zumindest national verwaltet werden. Sie begründet das mit hohen Verwaltungskosten der EU-Fördertöpfe und dem Subsidiaritätsprinzip. Vergabeverfahren sollen einfacher werden.

Heute verteilt die EU viel Förder-Geld für Regionen. Die AfD will das ändern. Sachsen oder Deutschland sollen das Geld selbst verwalten. Die AfD sagt: Der Weg über die EU kostet zu viel. Die Vergabe soll einfacher werden.

Nach dem Programm verursachen von der EU verwaltete Fördertöpfe sehr hohe Verwaltungskosten und widersprechen dem Grundsatz, Aufgaben auf der untersten möglichen Ebene zu erledigen. Die AfD verweist auf die schwache Finanzlage und die Schulden sächsischer Kommunen. Verwaltungskosten sollen nicht auf die europäische Ebene verlagert werden. Die Partei verbindet die Forderung mit dem Ziel größerer Eigenständigkeit Sachsens.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Wir wollen, dass Gelder für regionale Förderung regional, mindestens aber national verwaltet werden.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Europadeutlich weniger EU

    Die Regionalförderung, heute ein zentrales Politikfeld der EU, soll in nationale oder regionale Hand zurückgehen, also eine Zuständigkeit zurückgeholt werden.

Regionale Anbieter bevorzugen, Nachbarschaft ausbauen

Die AfD will das EU-Vergaberecht so ändern, dass öffentliche Aufträge bevorzugt an regionale oder nationale Anbieter gehen können. Zugleich will sie die Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien vertiefen, deutsche Minderheiten in Nachbarländern unterstützen und weitere sächsische Verbindungsbüros in Europa eröffnen.

Die AfD will die EU-Regeln für öffentliche Aufträge ändern. Firmen aus der Region sollen leichter Aufträge bekommen. Sachsen soll mehr mit Polen und Tschechien zusammenarbeiten. Deutsche Minderheiten in Nachbar-Ländern sollen Hilfe bekommen. Sachsen soll mehr Büros in anderen Ländern Europas eröffnen.

Die Schwellenwerte, ab denen EU-weit ausgeschrieben werden muss, sollen steigen, und der billigste Anbieter aus der EU soll nicht zwingend den Zuschlag bekommen. Mit den Nachbarn will die AfD bei Sicherheit, Umweltschutz, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur sowie Kultur und Wissenschaft enger kooperieren. Für deutsche Minderheiten sieht das Programm die Förderung von Sprachunterricht, Schulen, Kindergärten, Zeitungen und Bibliotheken vor; dasselbe will die Partei den Nachbarn in Sachsen zugestehen. Zu den Büros in Brüssel, Prag und Breslau sollen mittelfristig weitere kommen, etwa in Wien, Riga, Bozen, Stockholm sowie Hermannstadt oder Belgrad.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Ausschreibungen auf kommunaler bzw. nationaler Ebene sollten vorrangig an regionale bzw. nationale Anbieter vergeben werden können.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Vorrang regionaler Anbieter vor dem günstigsten Angebot schränkt den Wettbewerb bei öffentlichen Aufträgen ein.

  • Europaeher weniger EU

    Höhere Schwellenwerte und Vorrang für heimische Anbieter lockern EU-Vorgaben im Binnenmarkt, während die Zusammenarbeit mit Nachbarn zwischenstaatlich bleibt.

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