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AfD zur Bildung

Aus dem Programm „Damit Sachsen Heimat bleibt – Wahlprogramm der AfD Sachsen für die Landtagswahl Sachsen 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 65 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kita-Pädagogik auf feste Strukturen ausrichten

Die AfD will die frühkindliche Bildung an aus ihrer Sicht bewährten Prinzipien ausrichten und lehnt offene Konzepte in Kitas ab. Kitas sollen frei von Ideologie und Politik sein und Kinder mit festen Regeln auf die Schule vorbereiten. Zudem sollen frühe Angebote zu Naturwissenschaft, Handwerk, Brandschutz und Sprache ausgebaut werden.

Die AfD will feste Abläufe und feste Bezugs-Personen in Kitas. Offene Konzepte lehnt sie ab. Kinder sollen klare Regeln und Grenzen lernen. Sie sollen gut auf die Schule vorbereitet sein. Es soll mehr Angebote zu Technik, Handwerk und Sprache geben.

Das Programm nennt einen strukturierten Tagesablauf, feste Bezugspersonen sowie altersgerechte Förderung als Kern der Kita-Arbeit. Ziele sind Schulfähigkeit, Lernfreude, Leistungsbereitschaft und ein achtsamer Umgang der Kinder miteinander, verbunden mit liebevoller und konsequenter Führung. Das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ soll ausgebaut werden, um Kinder für MINT-Fächer und Handwerk zu interessieren. Im Vorschuljahr soll die Brandschutzerziehung gemeinsam mit örtlichen Feuerwehren gestärkt werden, auch um Nachwuchs zu gewinnen. Sprachliche Bildung und entsprechende Fortbildung für Erzieher sollen stärker gefördert werden, da laut Programm ein Drittel der Schulanfänger Sprachdefizite hat.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Wir sprechen uns klar gegen sogenannte „offene Konzeptionen“ in Kindertageseinrichtungen aus.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Abkehr von offenen Konzepten zugunsten fester Regeln, Führung und als bewährt bezeichneter Prinzipien verschiebt die Kita-Pädagogik in eine traditionelle Richtung.

Gegliedertes Schulsystem mit Technischen Oberschulen

Die AfD will ein nach Begabung gegliedertes, aber durchlässiges Schulsystem. Schüler sollen bis Klasse 8 gemeinsam lernen, die Oberschulen sollen zu Technischen Oberschulen werden. Für den Wechsel aufs Gymnasium sollen feste Notenvorgaben gelten.

Die AfD will verschiedene Schularten behalten. Alle Kinder sollen bis Klasse 8 zusammen lernen. Die Oberschulen sollen Technische Oberschulen werden. Aufs Gymnasium darf nur, wer sehr gute Noten hat.

Ab Klasse 7 soll der Unterricht in den Hauptfächern nach Leistung getrennt stattfinden. Wer nach Klasse 8 aufs Gymnasium wechseln will, braucht in den Hauptfächern mindestens einen Schnitt von 1,5. Die Technischen Oberschulen sollen enger mit Handwerk und Betrieben der Region zusammenarbeiten. In der Grundschule sollen Fibel-Methode und Schulausgangsschrift einheitlich gelten, damit Kinder ab Klasse 3 eine verbundene Schrift beherrschen. Niedrigere Anforderungen zugunsten einer höheren Abiturquote lehnt die AfD ab und will die Bildungshoheit des Landes verteidigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir favorisieren das längere gemeinsame Lernen bis zur Klassenstufe 8 und wollen unsere Oberschulen als Technische Oberschulen aufwerten“
Seite 9 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufliche Bildung und Berufsschulen stärken

Die AfD will die duale Ausbildung und die Berufsschulen stärken. Aus ihrer Sicht gefährden das Streben nach mehr Abiturienten und schwache Leistungen von Schulabgängern den Nachwuchs in Ausbildungsberufen. Schulen sollen mehr Wirtschaftswissen und Berufsorientierung vermitteln.

Die AfD will die Berufs-Ausbildung stärken. Sie sagt: Viele Betriebe finden keine guten Lehrlinge. Schulen sollen mehr über Wirtschaft und Berufe lehren. Lehrlinge sollen mehr Wohnheim-Plätze bekommen.

Allgemeinbildende Schulen sollen mehr Wirtschaftsthemen unterrichten, auch Gymnasien sollen praxisnahe Berufsorientierung bieten. Oberschulen sollen mit Unternehmen und den Industrie- und Handelskammern kooperieren. Die AfD will mehr Wohnheimplätze für Auszubildende an Berufsschulstandorten schaffen. Eine Mitfinanzierung durch das Land und die sozialpädagogische Betreuung minderjähriger Berufsschüler sollen geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Die beruflichen Schulen müssen als tragende Säulen der beruflichen Bildung und des lebenslangen Lernens gestärkt, der Wert der beruflichen Bildung stärker gewürdigt werden.“
Seite 10 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Förderschulen erhalten, Inklusion begrenzen

Die AfD will die Förderschulen erhalten. Kinder mit besonderem Förderbedarf bekommen dort nach ihrer Auffassung eine Unterstützung, die Regelschulen nicht bieten können. Inklusion soll nur mit Augenmaß stattfinden.

Die AfD will Förderschulen behalten. Sie sagt: Dort bekommen Kinder mit Behinderung die beste Hilfe. Gemeinsamer Unterricht soll nur in Maßen stattfinden. Er soll Lehrer und andere Kinder nicht belasten.

Nach Ansicht der AfD erfüllt Deutschland die Vorgabe der Vereinten Nationen zur Teilhabe behinderter Kinder an Bildung bereits seit Langem. Inklusion soll den betroffenen Kindern Erfolgserlebnisse bringen. Sie soll aber Lehrkräfte und Erzieher nicht überlasten und den Lernfortschritt der Mitschüler nicht bremsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Die AfD wendet sich gegen Bestrebungen, die Förderschulen abzuschaffen.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das bestehende getrennte Förderschulsystem wird ausdrücklich gegen eine weitergehende Inklusion verteidigt.

Sexualpädagogik der Vielfalt beenden, Elternveto einführen

Die AfD will die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ an Schulen beenden, die sie als Frühsexualisierung bezeichnet. Stattdessen soll es eine altersgerechte Sexualerziehung auf biologischer Grundlage geben. Eltern sollen per Gesetz ein Mitsprache- oder Vetorecht bekommen.

Die AfD lehnt den Unterricht über sexuelle Vielfalt ab. Sie will Sexualkunde nur auf Grundlage der Biologie. Der Staat soll solche Projekte nicht mehr bezahlen. Eltern sollen bei der Sexualkunde mitbestimmen dürfen.

Nach Darstellung des Programms überschreitet dieser Unterricht Schamgrenzen, greift in die Entwicklung der Kinder ein und verunsichert sie in ihrer sexuellen Identität. Staatliches Geld für entsprechende Projekte soll sofort gestrichen werden. Die AfD wendet sich gegen Versuche, das traditionelle Familienbild abzulösen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Mitsprache bzw. ein Vetorecht der Eltern beim Thema Sexualerziehung ist gesetzlich zu verankern.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Die Vielfaltspädagogik soll beendet, ihre Förderung gestrichen und ein Elternveto neu eingeführt werden, zugunsten des traditionellen Familienbilds.

Diplom und Magister wiedereinführen

Die AfD hält die Bologna-Reform für gescheitert und will Diplom- und Magisterstudiengänge zurückbringen. Die Reform habe das Studium verschult, Bürokratie erzeugt und die akademische Freiheit eingeschränkt.

Die AfD will die alten Abschlüsse Diplom und Magister zurück. Sie sagt: Die Bologna-Reform ist gescheitert. Das ist die europaweite Umstellung auf Bachelor und Master. Deutsch soll die Sprache an Hochschulen bleiben.

Der Aufbau des Studiums in Modulen und die Akkreditierung von Studiengängen sollen entfallen. Nur Universitäten sollen Doktortitel vergeben dürfen. Deutsch soll als Sprache von Lehre und Wissenschaft erhalten bleiben. Das Programm kritisiert, dass die vielen neuen Studiengänge Abschlüsse schwerer vergleichbar machten und den Wechsel des Studienorts erschwerten.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Die AfD will die bewährten Diplom- und Magisterstudiengänge wiedereinführen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Die europaweit abgestimmte Studienstruktur soll zugunsten der früheren nationalen Abschlüsse aufgegeben werden.

Grundfinanzierung und Autonomie der Hochschulen erhöhen

Die AfD will den Hochschulen mehr Grundfinanzierung geben, damit sie weniger auf Drittmittel angewiesen sind. Hochschulen sollen ihre Studenten selbst auswählen dürfen. Für bestimmte Studenten aus Nicht-EWR-Staaten sollen Gebühren anfallen.

Hochschulen sollen mehr festes Geld vom Land bekommen. So sollen sie weniger von fremden Geldgebern abhängen. Hochschulen sollen Bewerber mit Tests auswählen dürfen. Manche Studenten aus dem Ausland sollen Gebühren zahlen.

Forscher sollen ihre Zeit für Forschung statt für Förderanträge nutzen, und Geldgeber sollen die Themenwahl nicht einengen. Hochschulen sollen Eignungstests und Aufnahmeprüfungen einsetzen dürfen. Politische Vorgaben zu Studentenzahlen, Studienerfolg und Quoten sollen entfallen. Studiengebühren sollen für Studenten von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums gelten, die nach dem Abschluss nicht in Sachsen arbeiten. Zivilklauseln, die militärische Forschung ausschließen, lehnt die AfD ab; zudem sollen Erfindungen besser durch Patente geschützt und bevorzugt in Sachsen verwertet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir wollen eine höhere Grundfinanzierung der Hochschulen, um deren Abhängigkeit von Drittmitteln zu verringern.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll die Hochschulen stärker aus eigenen Mitteln finanzieren; die Gebühren für einen Teil der Auslandsstudenten wiegen das nur teilweise auf.

Pädagogische Hochschule Sachsen wieder gründen

Die AfD will Lehrer wieder an einer eigenen Pädagogischen Hochschule ausbilden, ohne Referendariat. Das Studium soll von Anfang an Theorie und Praxis verbinden. Ziel ist eine am Bedarf geplante Lehrerausbildung.

Die AfD will wieder eine eigene Hochschule für Lehrer gründen. Das Referendariat soll wegfallen. Das ist die Praxis-Zeit nach dem Studium. Studenten sollen von Anfang an in Schulen üben.

Der Abschluss Diplom-Pädagoge soll für alle Schularten zurückkehren. Eignungstests und Auswahlverfahren für Studienanfänger sollen die Zahl der Abbrüche senken. Regelmäßige Pflichtpraktika an allen Schularten sind vorgesehen, später sollen Studenten Unterricht begleiten. Eine Bezahlung dafür will die AfD prüfen. Die Ausbildung für Grundschullehrer soll sich stärker an den Anforderungen dieser Schulart orientieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Die AfD Sachsen setzt sich für die Wiedererrichtung einer Pädagogischen Hochschule (PH) Sachsen ein.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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