Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zur inneren Sicherheit

Aus dem Programm „Damit Sachsen Heimat bleibt – Wahlprogramm der AfD Sachsen für die Landtagswahl Sachsen 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 65 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Innere Sicherheit

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 1 ausgewogen, 4 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 1 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Polizei auf 15.000 Bedienstete aufstocken

Die AfD will die sächsische Polizei auf mindestens 15.000 Bedienstete vergrößern und besser ausstatten. Die Polizei soll vor allem auf dem Land und nahe der Grenze rund um die Uhr sichtbarer sein, damit sie bei Notfällen schneller eintrifft.

Die AfD will mehr Polizisten in Sachsen. Es sollen mindestens 15.000 sein. Die Polizei soll öfter auf der Straße zu sehen sein. Das gilt besonders für Dörfer und Orte an der Grenze. So soll Hilfe schneller kommen.

Das Programm verlangt eine Sicherheitspolitik, die sich an der Gefahrenlage und nicht am Haushalt ausrichtet. Der Notruf soll ohne Warteschleife erreichbar sein. Ein unabhängiger Polizeibeauftragter beim Landtag soll die bisherige Beschwerdestelle ersetzen und für Bürger wie für Polizisten ansprechbar sein. Laufbahnen sollen planbar werden, die Ausbildung zum Kriminalisten soll früher beginnen, und für IT-Fachleute („Cybercops“) sollen geringere gesundheitliche Anforderungen gelten. Wegen häufigerer Messerangriffe sollen Ausrüstung und Fortbildung angepasst werden; außerdem will die AfD die Digitalisierung der Polizeiarbeit und die Prävention stärken. Videoüberwachung soll maßvoll eingesetzt und die Polizeigesetze sollen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir werden die Personaldecke bei der Polizei auf mindestens 15.000 Polizeibedienstete verstärken“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Polizeipersonal und mehr sichtbare Präsenz bauen die Sicherheitsbehörden innerhalb des bestehenden Systems aus.

Organisierte Kriminalität stärker bekämpfen

Die AfD will die Dienststellen gegen Organisierte Kriminalität personell und technisch stärken und Gewinne aus Straftaten konsequent einziehen. Ausländische Täter sollen leichter ausgewiesen werden können, indem die Zugehörigkeit zu solchen Gruppen ein eigener Ausweisungsgrund wird.

Die AfD will stärker gegen kriminelle Banden vorgehen. Die Polizei soll dafür bessere Technik bekommen. Der Staat soll Geld aus Straftaten wegnehmen. Ausländer, die zu solchen Banden gehören, sollen das Land verlassen müssen.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass Banden und Organisierte Kriminalität oft unbemerkt großen Schaden anrichten. Die Zusammenarbeit mit anderen Behörden soll besser werden, und das vorhandene Instrument der Einziehung soll häufiger genutzt werden. Die AfD gibt an, die meisten Täter in diesem Bereich seien Ausländer. Liegen entsprechende Tatsachen vor, soll die Mitgliedschaft in einer solchen Gruppe für eine Ausweisung genügen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Wir wollen dazu die OK-Dienststellen stärken und mit bestmöglicher Technik ausstatten, um OK-Zusammenhänge zu erkennen.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Stärkere Spezialdienststellen und mehr Vermögenseinziehung erweitern die Strafverfolgung schrittweise.

  • Migrationeher restriktiv

    Ein zusätzlicher Ausweisungsgrund verschärft die Bedingungen für den Aufenthalt von Ausländern.

Grenzkontrollen an Sachsens Außengrenzen wieder einführen

Die AfD fordert, an den Grenzübergängen Sachsens wieder Personen und Güter zu kontrollieren und auch die Grenze abseits der Übergänge vollständig zu überwachen. Sie begründet das mit unkontrollierter Einwanderung, Schleusungen und grenzüberschreitender Kriminalität.

Die AfD will an Sachsens Grenzen wieder kontrollieren. Das gilt für Menschen und für Waren. Auch die Grenze im Wald und auf dem Feld soll überwacht werden. Die AfD sagt: So kommen weniger Schleuser und Kriminelle ins Land.

Aus Sicht des Programms wird der Wegfall fester Kontrollen durch das Schengener Abkommen dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung nicht gerecht. Zusammen mit der Bundespolizei soll eine „Gemeinsame Einsatzgruppe Grenze“ entstehen. Die AfD erwartet davon auch Fortschritte gegen den Drogenhandel, da solche Delikte vor allem durch Kontrollen entdeckt würden.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„fordert die sächsische AfD die Wiedereinführung von Grenzkontrollen an den vorhandenen Grenzübergangsstellen, ebenso eine lückenlose Überwachung der „Grünen Grenze““
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Kontrollen und eine neue Einsatzgruppe erweitern die polizeiliche Überwachung an der Grenze.

  • Europaeher weniger EU

    Feste Kontrollen an Binnengrenzen stellen nationale Sicherheitsinteressen über die Schengen-Regeln der offenen Grenzen.

  • Migrationeher restriktiv

    Dauerhafte Kontrollen und lückenlose Grenzüberwachung sollen Einwanderung stärker begrenzen als die heutigen befristeten Kontrollen.

Strafmündigkeit auf zwölf Jahre senken

Die AfD will das Alter der Strafmündigkeit von 14 auf zwölf Jahre senken. Für 18- bis 21-Jährige soll ausnahmslos Erwachsenenstrafrecht gelten; die Möglichkeit, bei ihnen Jugendstrafrecht anzuwenden, soll entfallen.

Heute kann ein Gericht Kinder erst ab 14 Jahren bestrafen. Die AfD will das schon ab 12 Jahren. Wer 18 ist, soll immer wie ein Erwachsener bestraft werden. Heute gelten für junge Leute bis 21 manchmal mildere Regeln.

Das Programm verweist darauf, dass schon Zwölfjährige schwere Taten begingen und Erwachsene ihre Kinder teils für Straftaten einsetzten. Wer mit 18 volljährig sei, müsse nach Ansicht der AfD in allen Bereichen voll verantwortlich sein; die Annahme einer verzögerten Reife habe sich nicht bestätigt. Zudem sollen Staatsanwaltschaften das beschleunigte Verfahren häufiger nutzen, und es soll auch im Jugendstrafrecht möglich werden, damit das Urteil rasch auf die Tat folgt. Eine Reform der Vorschriften zu Mord und Totschlag lehnt die AfD ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Dem kann entgegengewirkt werden, indem die Strafmündigkeit auf zwölf Jahre herabgesetzt wird.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

    Eine niedrigere Strafmündigkeit und das Ende des Jugendstrafrechts für Heranwachsende weiten die Strafbarkeit grundlegend aus und verschärfen Strafen.

Vollverschleierung verbieten, Vermummungsverbot durchsetzen

Die AfD will die religiöse Gesichts- und Vollverschleierung im öffentlichen Raum generell verbieten. Bei öffentlichen Veranstaltungen und Aufzügen soll das Vermummungsverbot durchgesetzt werden.

Die AfD will den Gesichts-Schleier aus religiösen Gründen verbieten. Das soll überall in der Öffentlichkeit gelten. Auch bei Demonstrationen soll niemand sein Gesicht verdecken dürfen. Die AfD sagt: Hier zeigt man sein Gesicht.

Das Programm argumentiert, friedliche Demonstranten bräuchten keine Vermummung, während Extremisten sich in der Anonymität der Verfolgung entziehen wollten. Zum Verschleierungsverbot heißt es, das Zeigen des Gesichts sei in der hiesigen Gesellschaft üblich. Wer in Sachsen leben wolle, müsse sich nach Ansicht der AfD an die örtlichen Gepflogenheiten anpassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Die AfD tritt zugleich für ein generelles Verbot der religiösen Gesichts- bzw. Vollverschleierung im öffentlichen Raum ein.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die strengere Durchsetzung des bestehenden Vermummungsverbots stellt Ordnung über Anonymität bei Versammlungen.

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein allgemeines Verschleierungsverbot im öffentlichen Raum gibt es heute nicht; es würde religiöse Kleidung zugunsten überlieferter Gepflogenheiten neu verbieten.

Verfassungsschutz abschaffen und neu aufstellen

Die AfD will den Verfassungsschutz in seiner heutigen Form abschaffen und auf Grundlage eines komplett überarbeiteten Gesetzes neu aufbauen. Der neue Inlandsgeheimdienst soll unabhängig von der Regierung arbeiten; zugleich kündigt die Partei eine Null-Toleranz-Politik gegen Extremisten und Hassprediger an.

Der Verfassungsschutz ist ein Geheimdienst im Inland. Die AfD will ihn in der jetzigen Form abschaffen. Ein neuer Dienst soll ihn ersetzen. Dieser soll nicht von der Regierung abhängen. Gegen Extremisten will die AfD hart vorgehen.

Die AfD wirft dem jetzigen Verfassungsschutz vor, zur Bekämpfung der Opposition missbraucht zu werden, und lehnt das ab. Der neue Dienst soll effizient arbeiten und gegen jede Art von Extremismus und Terrorismus vorgehen. Vereine sollen staatliche Förderung nur noch erhalten, wenn sie eine Demokratieerklärung mit Extremismusklausel unterschreiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Der Verfassungsschutz muss in seiner jetzigen Form abgeschafft und mit einer vollständigen Überarbeitung des Verfassungsschutzgesetzes neu aufgestellt werden.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen

    Der Punkt verbindet die Auflösung des bestehenden Dienstes mit einem neuen Inlandsgeheimdienst und einer Null-Toleranz-Linie, sodass keine Seite überwiegt.

Feuerwehr und Katastrophenschutz besser ausstatten

Die AfD will Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz stärken, besonders auf dem Land. Ehrenamtliche sollen mehr Anerkennung erhalten, unter anderem durch eine gestaffelte Zusatzrente und geförderte Lkw-Führerscheine.

Die AfD will Feuerwehr und Rettungsdienst stärken. Sie sollen moderne Ausrüstung bekommen. Freiwillige Helfer sollen später eine kleine Extra-Rente erhalten. Das Land soll auch beim Lkw-Führerschein für Feuerwehrleute helfen.

Die Wehren sollen zeitgemäße Ausrüstung bekommen, und ihre Einsatzbereitschaft am Tag soll auch in ländlichen Gebieten gesichert sein. Feuerwehrleute sollen finanziell abgesichert werden, und Arbeitgeber sollen einen Anreiz erhalten, weil ihnen Mitarbeiter bei Einsätzen stundenlang fehlen. Der Freistaat soll die Kosten für die Führerscheinklassen C1 und CE fördern, gekoppelt an eine fünfjährige Verpflichtung zum Dienst. Brand- und Katastrophenschutz sollen über freie Projekte im Schulunterricht vorkommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Als Anerkennung und Anreiz für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Brand- und Katastrophenschutz wird die Einführung einer gestaffelten Zusatzrente angestrebt.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusatzrente, Führerscheinförderung und bessere Ausstattung bedeuten mehr öffentliche Ausgaben und Leistungen.

Was sagen die anderen Parteien zur inneren Sicherheit?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich