Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Landeswahlprogramm des Landesverbandes Niedersachsen der Alternative für Deutschland“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 2 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Gleichstellungsgesetz streichen, Verbandsklagen einschränken

Die AfD will das im Programm so genannte Allgemeine Gleichstellungsgesetz ohne Ersatz abschaffen, weil es aus ihrer Sicht vor allem Bürokratie erzeugt. Außerdem sollen Abmahnvereine und das Verbandsklagerecht eingeschränkt und staatliche Vorgaben für Unternehmen zurückgefahren werden.

Es gibt ein Gesetz gegen Benachteiligung. Die AfD will dieses Gesetz abschaffen. Sie sagt: Es macht zu viel Arbeit für Betriebe. Auch Klagen von Verbänden gegen Firmen sollen seltener möglich sein.

Bei kleinen und mittleren Betrieben und Behörden soll auf verhältnismäßige Kosten geachtet werden, etwa bei Gleichstellungsbeauftragten. Kleinere Unternehmen sollen davor geschützt werden, Ziel gewerbsmäßiger Kläger zu werden. Die AfD wendet sich allgemein gegen staatliche Bevormundung von Unternehmern und hält Lohnunterschiede je nach Qualifikation für ein Merkmal einer leistungsfähigen Marktwirtschaft. Bürokratische Vorschriften, zum Beispiel beim Mindestlohn, sollen einfacher werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz hat seinen Zweck verfehlt und ein unerträgliches Maß an bürokratischem Aufwand verursacht. Es ist daher ersatzlos zu streichen.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Ein Gesetz, das Unternehmen Pflichten auferlegt, soll ersatzlos gestrichen und Klagerechte gegen Firmen sollen beschnitten werden.

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Der gesetzliche Schutz vor Diskriminierung soll ersatzlos entfallen, was eine bestehende gesetzliche Gleichstellungsregel zurücknimmt.

Förderung von Gender-Projekten sofort einstellen

Die AfD lehnt Gender Mainstreaming und Gender Studies ab und will die öffentliche Förderung entsprechender Projekte sofort beenden. Aus ihrer Sicht widersprechen die Theorien dahinter der Naturwissenschaft. Außerdem will sie unterbinden, was sie als Frühsexualisierung von Kindern bezeichnet.

Die AfD ist gegen Gender-Politik. Sie will kein Geld mehr für Gender-Projekte geben. Sie sagt: Die meisten Menschen sehen sich als Mann oder Frau. Sie ist auch gegen frühe Sexual-Erziehung im Kindergarten.

Nach Darstellung des Programms versucht Gender Mainstreaming, vor allem Kindern und Jugendlichen eine Auflösung der Geschlechter Mann und Frau aufzudrängen. Die AfD nennt Gender Studies eine Pseudowissenschaft und verweist darauf, dass sich die meisten Menschen in Niedersachsen als männlich oder weiblich verstehen. Unter dem Begriff Frühsexualisierung wendet sie sich gegen Inhalte, die nach ihrer Auffassung schon im Kindergarten vermittelt werden. Diese dienten nicht altersgerechter Aufklärung, sondern verunsicherten Kinder in ihrer geschlechtlichen Identität und beseitigten Schamgrenzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Die finanzielle Förderung ideologischer Gender-Projekte muss sofort eingestellt werden.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Bestehende Gleichstellungspolitik und ihre Förderung sollen vollständig beendet und Sexualpädagogik in Kitas unterbunden werden.

Gendersprache in der Justiz untersagen

Die AfD will gendergerechte Schriftsprache in der Justiz verbieten. Gesetze und Urteile brauchen nach Ansicht der Partei eine präzise und korrekte Sprache.

Die AfD will Gender-Sprache in der Justiz verbieten. Gender-Sprache nennt alle Geschlechter, zum Beispiel mit Sternchen. Die AfD sagt: Gesetze und Urteile müssen klar und verständlich sein.

Das Verbot soll für die Schriftsprache in der Justiz gelten. Die AfD begründet es damit, dass der Staat für verbindliche Gesetze und Urteile verantwortlich ist. Diese sollen deshalb verständlich und eindeutig formuliert sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Die Verwendung gendergerechter Schriftsprache ist zu untersagen, um für Verständlichkeit und Klarheit zu sorgen.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Ein Verbot geschlechtergerechter Schreibweisen in einem Teil der Verwaltung hält an der überlieferten Sprachform fest.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Niedersachsen im Vergleich