EU-Vergaberegeln nur noch für Großvorhaben
Die AfD will, dass die EU-Vergaberichtlinien nur noch bei großen staatlichen Projekten angewendet werden müssen. Kleinere öffentliche Aufträge sollen so leichter an heimische Betriebe gehen, die aus Sicht der Partei unter unfairem Wettbewerb aus Niedriglohnländern leiden.
Die EU hat Regeln für öffentliche Aufträge. Die AfD will, dass sie nur noch für sehr große Projekte gelten. Kleinere Aufträge sollen eher an Betriebe aus der Region gehen. Die AfD findet den Wettbewerb mit billigeren Ländern unfair.
Das Programm argumentiert, dass kleine und mittlere Betriebe im ländlichen Raum viele Arbeitsplätze stellen und auf öffentliche Aufträge angewiesen sind. Geringere Sozial-, Umwelt- und Steuerstandards in anderen EU-Staaten verzerrten den Wettbewerb und drückten das Lohnniveau. Zudem flössen Steuern und Abgaben aus der Region ab. In der Wirtschaftsförderung will die AfD Dauersubventionen beenden und kleine und mittlere Betriebe, Gründungen und Unternehmensnachfolgen in den Mittelpunkt stellen.
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„Wir werden daher die Verpfl ichtung zur Anwendung der EU-Vergaberichtlinien auf staatliche Großvorhaben beschränken.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Der Wettbewerb um öffentliche Aufträge soll zugunsten heimischer Betriebe eingeschränkt werden.
- Europadeutlich weniger EU
Verbindliches EU-Vergaberecht soll für die meisten öffentlichen Aufträge nicht mehr gelten, womit eine EU-Vorgabe weitgehend zurückgenommen würde.