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parteiprogramm

AfD zu Europa

Aus dem Programm „Landeswahlprogramm des Landesverbandes Niedersachsen der Alternative für Deutschland“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Europa

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europadeutlich weniger EU (+1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 2 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

EU-Vergaberegeln nur noch für Großvorhaben

Die AfD will, dass die EU-Vergaberichtlinien nur noch bei großen staatlichen Projekten angewendet werden müssen. Kleinere öffentliche Aufträge sollen so leichter an heimische Betriebe gehen, die aus Sicht der Partei unter unfairem Wettbewerb aus Niedriglohnländern leiden.

Die EU hat Regeln für öffentliche Aufträge. Die AfD will, dass sie nur noch für sehr große Projekte gelten. Kleinere Aufträge sollen eher an Betriebe aus der Region gehen. Die AfD findet den Wettbewerb mit billigeren Ländern unfair.

Das Programm argumentiert, dass kleine und mittlere Betriebe im ländlichen Raum viele Arbeitsplätze stellen und auf öffentliche Aufträge angewiesen sind. Geringere Sozial-, Umwelt- und Steuerstandards in anderen EU-Staaten verzerrten den Wettbewerb und drückten das Lohnniveau. Zudem flössen Steuern und Abgaben aus der Region ab. In der Wirtschaftsförderung will die AfD Dauersubventionen beenden und kleine und mittlere Betriebe, Gründungen und Unternehmensnachfolgen in den Mittelpunkt stellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir werden daher die Verpfl ichtung zur Anwendung der EU-Vergaberichtlinien auf staatliche Großvorhaben beschränken.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Wettbewerb um öffentliche Aufträge soll zugunsten heimischer Betriebe eingeschränkt werden.

  • Europadeutlich weniger EU

    Verbindliches EU-Vergaberecht soll für die meisten öffentlichen Aufträge nicht mehr gelten, womit eine EU-Vorgabe weitgehend zurückgenommen würde.

Geld- und Niedrigzinspolitik der EZB beenden

Die AfD fordert, dass die Europäische Zentralbank die Ausweitung der Geldmenge und die Niedrigzinspolitik sofort beendet und zu einer Stabilitätspolitik zurückkehrt. Aus Sicht der Partei treibt diese Politik Preise und Mieten und geht zulasten von Sparern und Altersvorsorge.

Die EZB ist die Zentral-Bank für den Euro. Die AfD sagt: Die EZB hat zu viel neues Geld gemacht. Dadurch wird alles teurer. Die Zinsen für Sparer sind zu niedrig. Die AfD will, dass die EZB damit sofort aufhört.

Das Programm nennt rund 4000 Milliarden Euro, die die EZB innerhalb von zwei Jahren neu geschaffen habe. Dies habe Vermögenspreise und Rohstoffpreise steigen lassen, während Löhne und Renten an Kaufkraft verlören. Die Zinsen seien seit über zehn Jahren bis in den negativen Bereich gedrückt worden, um überschuldete Eurostaaten zu stützen. Darunter leiden nach Darstellung der AfD Pensionskassen, Lebensversicherungen und Sparer. Höhere Inflationsziele lehnt die Partei ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Die AfD fordert daher ein sofortiges Ende der Inflationierung unseres Geldes durch die EZB und eine Rückkehr zur Stabilitätspolitik statt immer höherer Inflationsziele.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Gefordert wird eine straffere, auf Preisstabilität ausgerichtete Geldpolitik statt expansiver Geldschöpfung.

  • Europaeher weniger EU

    Die Partei wendet sich gegen den geldpolitischen Kurs einer EU-Institution und dessen Stützung anderer Eurostaaten.

Target-2-Salden beenden, Währungshoheit zurückholen

Die AfD will die Finanzierung anderer Eurostaaten über Target-2-Salden beenden. Zunächst sollen die EU-Verträge eingehalten werden, die Staatsfinanzierung und gemeinsame Schulden verbieten; danach sollen alle Zuständigkeiten für Geld, Banken, Steuern und Haushalte wieder national werden.

Target 2 ist ein Zahlungs-System der Euro-Zentralbanken. Andere Länder haben dort hohe Schulden bei der Bundesbank. Die AfD will das beenden. Gemeinsame Schulden in der EU soll es nicht geben. Deutschland soll über Geld, Banken und Steuern wieder allein entscheiden.

Das Programm beziffert die Target-2-Forderungen der Bundesbank gegenüber anderen Euro-Zentralbanken auf 1200 Milliarden Euro und nennt sie ungedeckt. Es verweist auf Ökonomen, die bei einem Austritt etwa Italiens eine Insolvenz der Bundesbank und Kosten für deutsche Steuerzahler befürchten. Die derzeitige Praxis wertet die AfD als rechtswidrige Staatsfinanzierung. Als zweiten Schritt verlangt sie die Rückführung sämtlicher monetärer Kompetenzen in nationale Hand.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„In einem 2. Schritt muss die Zuständigkeit in allen monetären Fragen (Geld, Banken, Steuern, Haushalte/Verschuldung…) in die nationale Hoheit zurückgeführt werden.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Europadeutlich weniger EU

    Die Rückverlagerung aller währungspolitischen Zuständigkeiten auf die nationale Ebene würde die Währungsunion grundlegend umbauen.

Was sagen die anderen Parteien zu Europa?

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