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AfD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Landeswahlprogramm des Landesverbandes Niedersachsen der Alternative für Deutschland“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationdeutlich restriktiv (+1,7), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 4 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Zuzug von Migranten wegen Wohnraummangel steuern

Die AfD will den Zuzug von Migranten nach dem Vorbild Dänemarks steuern. Sie macht Zuwanderung für knappen Wohnraum mitverantwortlich und fordert, dass auch deutsche Bürger Zugang zu bezahlbaren Wohnungen bekommen.

In Niedersachsen fehlen Wohnungen, und die Mieten steigen. Die AfD sagt: Zuwanderung macht das Problem größer. Sie will den Zuzug von Migranten lenken, so wie Dänemark es macht. Deutsche Bürger sollen leichter eine bezahlbare Wohnung finden.

Laut Programm gibt bereits jeder fünfte Haushalt im Land mehr als 40 Prozent seines Nettoeinkommens für Miete aus. Die AfD sieht Familien, Alleinerziehende und Rentner aus bestimmten Wohngebieten verdrängt. Sie kritisiert, dass Kommunen Wohnungen für Geflüchtete teils über dem üblichen Mietniveau anmieten und so die Preise treiben. Davon seien vor allem Wohnungssuchende betroffen, die ihr Einkommen durch Arbeit erzielen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Wir fordern daher eine Zuzugsteuerung für Migranten nach dänischem Vorbild.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Der Zuzug von Migranten in Wohngebiete soll stärker gelenkt und begrenzt werden, was die Bedingungen für Zugewanderte verschärft.

Nur Sachleistungen für Ausreisepflichtige

Die AfD will ausreisepflichtigen Ausländern keine vollen Sozialleistungen mehr gewähren, sondern nur noch Sachleistungen. Außerdem will sie die Zuwanderung von EU-Bürgern in die Sozialsysteme begrenzen.

Manche Ausländer müssen Deutschland verlassen. Die AfD will, dass sie kein Geld mehr vom Staat bekommen. Sie sollen nur noch Dinge wie Essen und Kleidung bekommen. Auch Menschen aus EU-Ländern sollen schwerer Sozial-Leistungen bekommen.

Nach Darstellung des Programms halten sich immer mehr Ausreisepflichtige in Deutschland auf, deren Ausreise durch Rechtsmittel gezielt verzögert werde, während sie weiter volle Leistungen bezögen. Sozialleistungen sollen nicht mehr auf Konten im Ausland überwiesen werden. Die Zuwanderung aus anderen EU-Staaten in die deutschen Sozialsysteme soll eingeschränkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Ausreisepflichtige sollen stattdessen nur noch Sachleistungen erhalten.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Geldleistungen für Ausreisepflichtige sollen vollständig durch Sachleistungen ersetzt und Zahlungen ins Ausland beendet werden, was die Leistungsbedingungen grundlegend verschärft.

Abkehr von der Einwanderungspolitik

Die AfD fordert, die bisherige Einwanderungspolitik zu beenden, und erklärt, Deutschland und Niedersachsen seien kein Einwanderungsland. Sie begründet das mit dem Schutz der nationalen Identität und mit Kosten für die Sozialsysteme.

Die AfD will die Einwanderung stoppen. Sie sagt: Deutschland ist kein Einwanderungs-Land. Die AfD sieht die deutsche Identität in Gefahr. Sie sagt auch: Viele Zuwanderer leben von Sozial-Leistungen.

Aus Sicht des Programms verstößt die aktuelle Politik gegen den Auftrag des Grundgesetzes und gefährdet die Identität Deutschlands. Die AfD nennt mehr als 18 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund und erwartet bei gleichem Tempo mindestens 35 Millionen bis 2050. Sie bestreitet, dass Zuwanderung den Fachkräftemangel behebt, und sieht einen großen Teil in die Sozialsysteme gehen. Für Niedersachsen beziffert sie die jährlichen Kosten irregulärer Zuwanderung auf etwa zwei Milliarden Euro.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Für unsere Kinder fordern wir eine Abkehr von der Politik der Einwanderung: Deutschland – und damit auch Niedersachsen – ist kein Einwanderungsland.“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Punkt begründet die Begrenzung mit der Bewahrung einer überlieferten nationalen Identität.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Die grundsätzliche Abkehr von Einwanderung würde die heutige Zuwanderungspolitik grundlegend in restriktiver Richtung ändern.

Ständige Grenzkontrollen wieder einführen

Die AfD will dauerhafte Kontrollen an den deutschen Grenzen, um unerlaubte Einreisen zu verhindern. Sie hält die Aufnahme von Asylsuchenden, die über sichere Drittstaaten kommen, für verfassungswidrig.

Die AfD will die deutschen Grenzen ständig kontrollieren. So sollen Menschen nicht ohne Erlaubnis einreisen. Die AfD sagt: Wer durch ein sicheres Land kommt, hat kein Recht auf Asyl. Deutschland soll die Zuwanderung wieder ganz kontrollieren.

Das Programm beruft sich auf Artikel 16a Absatz 2 des Grundgesetzes und Paragraf 18 des Asylgesetzes. Danach habe kein Asylrecht, wer aus einem EU-Staat oder einem sicheren Drittstaat einreist, und ihm sei die Einreise zu verweigern. Die Aufnahme seit 2015/2016 und die Asylverfahren für diese Menschen bewertet die AfD als Bruch von deutschem und europäischem Recht. Oberstes Ziel sei, dass Deutschland die Zuwanderung wieder vollständig steuert.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Daher fordern wir, ständige Grenzkontrollen wieder einzuführen und damit ein illegales Übertreten der deutschen Grenze zu unterbinden.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Ständige Kontrollen an den Binnengrenzen stellen nationale Entscheidungen über die offenen Grenzen im Schengen-Raum.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Dauerhafte Grenzkontrollen mit Einreiseverweigerung für Asylsuchende aus sicheren Drittstaaten würden die heutige Praxis grundlegend ändern.

Abschiebungen ausweiten, Härtefallkommission abschaffen

Die AfD will Menschen ohne Aufenthaltsrecht konsequent abschieben und auch anerkannte Asylbewerber zurückführen, sobald sich die Lage im Herkunftsland entspannt. Abschiebehaft soll bis zur Ausreise gelten, Geldleistungen und Integrationsangebote für diese Gruppe sollen enden.

Die AfD will mehr Menschen abschieben. Wer kein Recht zum Bleiben hat, soll gehen. Diese Menschen sollen kein Geld mehr bekommen. Sie sollen bis zur Ausreise in Haft bleiben. Auch anerkannte Flüchtlinge sollen später zurück in ihre Heimat.

Das Programm nennt die niedersächsische Abschiebepraxis nachlässig und versteht Asyl als Schutz auf Zeit. Wer ausreisen muss, soll bis zur Ausreise in Abschiebehaft bleiben. Sämtliche Geldzahlungen an Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel sollen eingestellt, Integrationsmaßnahmen für sie beendet werden. Fehlende Papiere sollen deutsche Behörden bei Bedarf durch Ersatzdokumente ersetzen, und außenpolitischer Druck soll Rücknahmen ermöglichen. Die Härtefallkommission will die AfD abschaffen; Hilfe für Flüchtlinge soll vor allem in den Krisenregionen geleistet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Wir fordern die konsequente Rückführung illegaler Zuwanderer in ihre Heimatländer oder sichere Drittstaaten.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Abschiebehaft für alle Ausreisepflichtigen bis zur Ausreise weitet staatlichen Freiheitsentzug gegenüber heute aus.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Haft bis zur Ausreise, das Ende aller Geldzahlungen und die Abschaffung der Härtefallkommission verschärfen das heutige Aufenthaltsrecht grundlegend.

Sozialleistungen als Zuwanderungsanreiz einschränken

Die AfD will Anreize für Zuwanderung verringern, die sie in den Leistungen für Asylbewerber sieht. Dass anerkannte Asylbewerber sofort in allen Sozialsystemen gleichgestellt sind, ohne eingezahlt zu haben, soll geändert werden.

Die AfD findet die Leistungen für Asyl-Bewerber zu hoch. Sie sagt: Das lockt Menschen nach Deutschland. Anerkannte Flüchtlinge bekommen sofort alle Sozial-Leistungen. Die AfD will das ändern.

Nach Darstellung des Programms sind die Leistungen in Deutschland und Niedersachsen im internationalen Vergleich unverhältnismäßig hoch. Daraus entstehe eine Sogwirkung, die viele Menschen auf dem Weg das Leben koste. Die AfD kritisiert, dass Niedersachsen die Einreise über Flughäfen und Bahnstrecken erleichtere. Die sofortige Gleichstellung nach der Anerkennung belaste Land und Kommunen und solle politisch beendet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Diese Praxis belastet Niedersachsens Landesmittel und seine Kommunen unnötig und muss daher politisch geändert werden.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Zugang zu Sozialleistungen soll stärker an vorherige Einzahlungen geknüpft und Ausgaben sollen gesenkt werden.

  • Migrationeher restriktiv

    Leistungen für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge sollen eingeschränkt werden, um Zuwanderung weniger attraktiv zu machen.

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