Erziehungszeiten bei Krankenversicherung der Rentner anrechnen
Die AfD will Zeiten der Kindererziehung auf die Vorversicherungszeit anrechnen, die für den Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung im Rentenalter nötig ist. Eltern, vor allem Mütter, sollen so nicht in die teurere private Versicherung wechseln müssen. Zudem sollen Weiterbildungen Müttern die Rückkehr in den alten Beruf erleichtern.
Manche Mütter arbeiten lange nicht, weil sie Kinder erziehen. Als Rentnerinnen müssen sie dann oft in eine teure private Kranken-Versicherung. Die AfD will das ändern. Die Zeit der Kinder-Erziehung soll mitzählen.
Das Programm beschreibt, dass nur in der gesetzlichen Pflichtversicherung bleiben kann, wer in den 20 Jahren vor Rentenbeginn mindestens 18 Jahre gesetzlich krankenversichert war. Frauen, die spät Kinder bekommen und erst Ende vierzig in den Beruf zurückkehren, erfüllen dies laut AfD häufig nicht. Die Partei nennt das eine zusätzliche Benachteiligung von Menschen mit ohnehin geringeren Rentenansprüchen. Ergänzend will sie Weiterbildungen bei veränderten Arbeitsplätzen, abgestimmt zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten, damit Mütter leichter in ihre frühere Tätigkeit zurückfinden.
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„Wir wollen diesen Missstand umgehend ändern und Kindererziehungszeiten bei der Berechnung der Vorversicherung entsprechend anrechnen.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Der Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner wird für Erziehende erweitert, also eine öffentliche Leistung ausgebaut.
- Gesellschafteher konservativ
Die Regelung soll längere Erziehungsphasen zu Hause absichern und wertet damit das Modell der erziehenden Mutter auf.