Hürden für Volksabstimmungen senken
Die AfD will direkte Demokratie in Land und Kommunen ausbauen und die Hürden für Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid senken. Die bisherigen Regeln hält das Programm wegen der hohen Hürden für wirkungslos.
Die AfD will mehr Volks-Abstimmungen in Niedersachsen. Dafür sollen weniger Unterschriften nötig sein. Auch über Geld-Fragen des Landes sollen die Bürger abstimmen können. Vorbild ist die Schweiz.
Für eine Volksinitiative sollen 60.000 statt 70.000 Unterschriften genügen, für ein Volksbegehren 2,5 statt 10 Prozent der Wahlberechtigten. Die Mindestzustimmung von 25 Prozent der Wahlberechtigten beim Volksentscheid lehnt die AfD ab, weil es bei Landtagswahlen auch keine Mindestbeteiligung gibt. Die Regeln sollen ohne Einschränkung gelten, also auch für Haushaltsfragen. Bei Verfassungsänderungen und bei der Übertragung oder Rückholung von Hoheitsrechten sollen Volksentscheide verpflichtend sein. Als Vorbild nennt das Programm die Schweiz mit Mitsprache- und Vetorechten der Bürger.
Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Daher wollen wir die jeweils erforderlichen Wählerstimmen bei der Volksinitiative auf 60.000 (rd. 1 %) und beim Volksbegehren auf 2,5 % (etwa 150.000 Wahlberechtigte) senken.“Einordnung
Dieser Punkt berührt keine der Achsen.