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parteiprogramm

SPD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Klar und deutlich: Für Thüringen. Regierungsprogramm der SPD Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Familienkarte verstetigen und Jugendkulturticket einführen

Die SPD will die Thüringer Familienkarte dauerhaft anbieten, damit Familien Theater, Freibäder, Museen und Freizeitangebote kostenlos besuchen können. Zusätzlich soll ein Jugendkulturticket jungen Menschen bis zum Ende ihrer Ausbildung freien Eintritt in Kultureinrichtungen geben.

Die Familienkarte soll es dauerhaft geben. Damit können Familien kostenlos ins Theater, Museum oder Freibad gehen. Für junge Menschen soll es ein Kultur-Ticket geben. Damit ist der Eintritt in Kultur-Einrichtungen frei. Es gilt bis zum Ende der Ausbildung.

Das Jugendkulturticket soll bis zum Abschluss einer beruflichen oder akademischen Ausbildung gelten. Die SPD begründet beide Angebote damit, dass alle Kinder und Jugendlichen Kultur erleben sollen. Außerdem will sie das Landesprogramm zur Familienerholung überprüfen und dauerhaft fortführen, damit Familien mit wenig Geld und pflegende Angehörige eine Auszeit nehmen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir werden die Thüringer Familienkarte als dauerhaftes Angebot für Familien in Thüringen etablieren.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenfreier Zugang zu Kultur und Freizeit für Familien und junge Menschen erweitert öffentlich finanzierte Leistungen.

Kultur als Pflichtaufgabe und Staatsziel verankern

Die SPD will Kultur zur Pflichtaufgabe der Kommunen machen und als Staatsziel in die Landesverfassung schreiben. Auch ein Staatsziel Kultur im Grundgesetz soll Thüringen unterstützen.

Die SPD will Kultur besser schützen. Städte und Gemeinden sollen sich um Kultur kümmern müssen. Kultur soll als Ziel in der Verfassung von Thüringen stehen. Die SPD will das auch für das Grundgesetz.

Kommunen in Haushaltsnotlage sollen einen größeren Teil ihres Geldes als bisher für freiwillige Aufgaben ausgeben dürfen. Der Kulturlastenausgleich im kommunalen Finanzausgleich soll weiterlaufen und finanziell angepasst werden. Die SPD will sich außerdem dafür einsetzen, dass das Bundesprogramm für die Thüringer Schlösser fortgesetzt und erweitert wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Wir wollen Kultur als Pflichtaufgabe in der Thüringer Kommunalordnung verankern.“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kultur würde von einer freiwilligen zu einer verpflichtenden öffentlichen Aufgabe mit gesicherter Finanzierung, was öffentliche Leistungen ausweitet.

Mindestvergütung und Parität im Kulturbetrieb

Die SPD will, dass Kulturschaffende von ihrer Arbeit leben können, und setzt sich für Mindest- und Ausstellungsvergütungen sowie eine bessere soziale Absicherung ein. Gremien, Förderungen und Aufträge im Kultur- und Medienbetrieb sollen paritätisch vergeben werden.

Künstlerinnen und Künstler sollen von ihrer Arbeit leben können. Die SPD will faire Mindest-Honorare. Auch für Ausstellungen soll es Geld geben. Frauen und Männer sollen gleich oft in Jurys sitzen. Sie sollen gleich oft Förderung bekommen.

Die soziale Absicherung von Menschen, die in der Kultur arbeiten, soll deutlich besser werden; das Programm sieht sie wie andere Beschäftigte als schutzbedürftig an. Kommissionen, Jurys und Gremien sollen paritätisch besetzt werden. Parität soll ebenso gelten, wenn Fördergelder und künstlerische Aufträge vergeben werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Künstlerinnen und Künstler müssen von ihrer kreativen Arbeit leben können. Wir machen uns deshalb für faire Mindestvergütungen und Ausstellungsvergütungen stark.“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mindestvergütungen und bessere soziale Absicherung für Kulturschaffende bedeuten mehr Regulierung und soziale Sicherung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Parität bei Gremien, Förderungen und Aufträgen würde die Gleichstellung der Geschlechter im Kulturbetrieb schrittweise ausbauen.

Theater, Orchester und Kultureinrichtungen langfristig finanzieren

Die SPD will die Theater und Orchester in Thüringen erhalten und ihnen mit langfristigen Vereinbarungen finanzielle Sicherheit geben. Kinder und Jugendliche sollen kostenlosen Zugang zu Kultur bekommen, und auch Museen, Musikschulen und Bibliotheken sollen gesichert werden.

Die SPD will alle Theater und Orchester in Thüringen erhalten. Sie sollen für viele Jahre sicheres Geld bekommen. Kinder und Jugendliche sollen kostenlos Kultur erleben können. Auch Museen, Musik-Schulen und Bibliotheken sollen bleiben.

Jedes Kind soll ein Theater oder Orchester besuchen können, und Kinder- und Jugendtheater sollen eine institutionelle Förderung bekommen. Förderanträge sollen einfacher werden; landesweite Verbände sollen institutionell und wichtige Initiativen mehrjährig gefördert werden. Für Museen plant die SPD ein Volontariatsprogramm, Bibliotheken sollen als Lernorte stärker mit Schulen zusammenarbeiten. Hinzu kommen Unterstützung für Soziokultur, Literatur, Musikfestivals, Kulturtourismus und die Digitalisierung der Kultureinrichtungen samt einem zentralen Kulturportal. Eine weitere Thüringer Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas wird unterstützt.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„Gemeinsam mit den kommunalen Trägern und dem partizipierenden Umland wollen wir auch künftig allen Theatern und Orchestern finanzielle Planungssicherheit mit langfristigen Finanzierungsvereinbarungen geben“
Seite 85 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturförderung soll verstetigt und um kostenlose Zugänge und neue Förderformen erweitert werden.

Gedenkstätten und Erinnerungskultur stärken

Die SPD will die Erinnerungen von Verfolgten und Häftlingen bewahren und die Bildungs- und Forschungsarbeit der Gedenkstätten ausbauen. Neue Formen der Vermittlung sollen das kritische Geschichtsbewusstsein fördern.

Gedenk-Stätten erinnern an Verbrechen in der Geschichte. Die SPD will ihre Arbeit stärken. Die Erinnerungen der Opfer sollen erhalten bleiben. Neue Angebote sollen Menschen die Geschichte erklären.

Das Programm nennt unter anderem die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, den früheren Firmensitz von Topf und Söhne und die Gedenkstätte Andreasstraße. Die Aufarbeitung von NS-Raubkunst und von Sammlungen aus kolonialen Zusammenhängen soll durch Herkunftsforschung gestärkt werden; eine Arbeitsgruppe mit dem Museumsverband soll Bedarf und Vorschläge erarbeiten. Für das jüdisch-mittelalterliche Welterbe in Erfurt soll gemeinsam mit der Stadt ein Welterbezentrum entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„die Bildungs- und Forschungsarbeit der Gedenkstätten im Dienste des Austauschs, der Verständigung, der Wahrung der Menschenrechte und der Demokratie weiter stärken“
Seite 86 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Medienstandort und Bürgermedien stärken

Die SPD will den Medienstandort Thüringen stärken und allen Menschen Zugang zu einem ausgewogenen, unabhängigen Medienangebot sichern. Dazu sollen die Bürgermedien mehr Geld erhalten und die Gremien des MDR vielfältiger besetzt werden.

Die SPD will unabhängige Medien in Thüringen stärken. Bürger-Medien sollen mehr Geld bekommen. Das sind Sender, bei denen Bürger selbst Programm machen. Im MDR sollen mehr Verbände mitreden. Erfurt soll ein Zentrum für Kinder-Medien bleiben.

In den MDR-Gremien soll der Anteil gesellschaftlich relevanter Verbände steigen. Erfurt soll als Zentrum für Kindermedien ausgebaut werden, mit Schwerpunkten auf Lehr- und Lernmedien, Spieleentwicklung und Produktionen von Kindern. Die Medienförderung soll sich stärker für neue und experimentelle Formate öffnen. Aus- und Weiterbildung in Medienberufen soll unterstützt werden, und Bibliotheken sollen als Orte der Medienpädagogik gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Die Förderung der Thüringer Bürgermedien werden wir aufstocken und dafür sorgen, dass ihnen neue technische Verbreitungswege zur Verfügung stehen.“
Seite 87 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Förderung für Bürgermedien und Medienprojekte soll steigen.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich