Zum Inhalt springen
parteiprogramm

SPD zur Bildung

Aus dem Programm „Klar und deutlich: Für Thüringen. Regierungsprogramm der SPD Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 14 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 13 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Erzieherberuf attraktiver machen und Fachkräfte sichern

Die SPD will mehr Fachkräfte für Kindergärten und soziale Berufe gewinnen. Dazu sollen das Schulgeld in der Ausbildung entfallen, Anerkennungspraktika überall bezahlt und Erzieherinnen und Erzieher landesweit nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes entlohnt werden.

Die SPD will mehr Fachkräfte für Kindergärten. Die Ausbildung soll kein Schulgeld mehr kosten. Praktika in der Ausbildung sollen bezahlt werden. Alle Erzieherinnen und Erzieher sollen nach Tarif bezahlt werden. Das gilt dann bei allen Trägern.

Der Tarifvertrag TVöD soll bei allen Trägern gelten, um Lohnunterschiede zwischen kommunalen und freien Einrichtungen auszugleichen. Geplant sind zudem mehr Studiengänge, ein Institut für die Qualität frühkindlicher Bildung, Fortbildungen und berufsbegleitende Studienwege für erfahrene Erzieherinnen und Erzieher. Am Fachkräftegebot hält die SPD fest, öffnet aber Wege für den Quereinstieg mit Weiterbildung. Ein landesweites Monitoring soll den Personalbedarf regelmäßig erfassen. Ein Masterplan soll Fachkräfte für Kindergärten, Pflege sowie Kinder- und Jugendhilfe sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„die schulische Ausbildung der Fachkräfte attraktiver zu gestalten, in dem wir die Schulgeldfreiheit einführen und die Anerkennungspraktika für alle Einsatzfelder flächendeckend vergüten“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Schulgeldfreiheit, vergütete Praktika und einheitliche Tarifbezahlung erhöhen öffentliche Ausgaben und Vorgaben für Träger.

Schulsozialarbeit flächendeckend und gesetzlich absichern

Die SPD will Schulsozialarbeit in allen Thüringer Kommunen nach Bedarf anbieten und ihre Qualität stärken. Die Landesförderung soll in ihrer Höhe gesetzlich festgelegt und jährlich angepasst werden, damit Jugendämter und freie Träger planen können.

An Schulen in ganz Thüringen soll es Sozial-Arbeit geben. Das Land soll dafür einen festen Betrag zahlen. Der Betrag soll in einem Gesetz stehen. Er soll jedes Jahr steigen. So können Ämter und Träger besser planen.

Die jährliche Anpassung soll sich an den Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst und am Preisindex orientieren. Auch an berufsbildenden Schulen sollen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter nach Bedarf arbeiten. Die SPD bezeichnet die Schulsozialarbeit als jugendpolitischen Erfolg, den sie fortführen will.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir wollen, dass Schulsozialarbeit künftig in allen Thüringer Kommunen bedarfsgerecht angeboten und qualitativ weiter gestärkt wird.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine gesetzlich festgeschriebene und jährlich steigende Landesförderung baut eine öffentliche Leistung aus.

Inklusives Schulsystem schrittweise verwirklichen

Die SPD will den Weg zu einem inklusiven Schulsystem fortsetzen, in dem Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen. Dafür sollen die Schulen Personal, Räume und Ausstattung erhalten und alle Lehrkräfte entsprechend fortgebildet werden.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen lernen. Dafür brauchen Schulen mehr Personal und passende Räume. Alle Lehrerinnen und Lehrer sollen dazu eine Fortbildung machen. An den Schulen sollen Teams aus verschiedenen Berufen arbeiten.

Nach dem Programm ist eine ausreichende personelle und materielle Ausstattung der Schulen Voraussetzung für gelingende Inklusion. Angestrebt werden multiprofessionelle Teams an den Schulen. Die Thüringer Gemeinschaftsschule (TGS) gilt der SPD als die Schulform, an der Inklusion am besten gelingt; für sie sollen räumliche Anforderungen entwickelt werden. Zudem sollen technische Hilfsmittel eingesetzt werden, etwa für Menschen mit Sinnesbehinderungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Um auf die Bedürfnisse aller Kinder und Jugendlichen eingehen zu können, sollen alle Lehrkräfte in inklusiver Pädagogik fortgebildet werden.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der bereits begonnene Ausbau des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Behinderungen soll fortgeführt und besser ausgestattet werden.

Queere Themen im Lehrplan verankern

Die SPD will sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als Thema in den Thüringer Lehrplan aufnehmen und passende Unterrichtsmaterialien entwickeln lassen. Pädagogische Fachkräfte sollen dazu verpflichtend geschult werden.

In der Schule soll über verschiedene Arten zu lieben und zu leben gesprochen werden. Die SPD will das in den Lehrplan schreiben. Es soll passendes Material für den Unterricht geben. Lehrkräfte und Erzieher sollen dazu eine Pflicht-Schulung bekommen.

Nach Auffassung der SPD beginnt die Vermittlung von Akzeptanz und Toleranz in Kita, Schule und Jugendtreff, und die Themen sollen dort kein Tabu mehr sein. Schulaufklärungsprojekte zu Vielfalt, Schutz vor Diskriminierung und Gesundheitsberatung will die Partei unterstützen. In Aus- und Weiterbildung pädagogischer Berufe sollen verpflichtende Module zu verschiedenen Lebensweisen eingeführt werden. Das soll die sogenannte Regenbogenkompetenz in Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Deshalb machen wir uns für die Aufnahme des Themenfeldes LSBTIQA* in den Thüringer Lehrplan und für die Entwicklung LSBTIQA*-inklusiver Bildungsmaterialien stark.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt soll fester Bestandteil von Lehrplan und Ausbildung werden, was den Unterricht schrittweise in progressive Richtung verändert.

Bildungsurlaub auf alle Beschäftigten ausweiten

Die SPD will das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz ändern, damit alle Beschäftigten Bildungsurlaub nehmen können, egal wie groß ihr Betrieb ist. Auszubildende sollen die vollen fünf Tage erhalten. Die Partei begründet das mit dem Konzept des lebenslangen Lernens.

Bildungs-Urlaub ist freie Zeit zum Lernen für den Beruf. Die SPD will Bildungs-Urlaub für alle, die arbeiten. Die Größe der Firma soll keine Rolle spielen. Azubis sollen volle 5 Tage bekommen. Firmen sollen Geld bekommen, wenn ihre Leute dazulernen.

Geprüft wird, ob der Anspruch über zwei Jahre angespart werden kann. Die Anerkennung von Bildungsveranstaltungen gemeinnütziger Träger soll einfacher werden. Daneben will die SPD passende Angebote zur Weiterqualifizierung sichern und Beratungsangebote ausbauen. Investitionen von Betrieben in Qualifikation und Weiterbildung sollen gefördert werden. Die Partei sieht darin ein Mittel gegen den Fachkräftemangel.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Künftig sollen alle Arbeitnehmer:innen unabhängig von der Betriebsgröße Anspruch auf Bildungsurlaub erlangen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der gesetzliche Anspruch auf Freistellung wird auf kleine Betriebe und Auszubildende ausgeweitet, was die Pflichten der Arbeitgeber schrittweise erhöht.

Gemeinschaftsschule zum Regelfall machen

Die SPD will, dass Kinder ab der ersten Klasse möglichst ohne Schulwechsel gemeinsam lernen. Der Zusammenschluss von Schulen zu Gemeinschaftsschulen soll zum Grundsatz werden. Das Programm sieht darin den Weg zu einem sozial gerechten Schulsystem.

Die SPD will eine Schule für alle Kinder. Kinder sollen ab Klasse 1 lange zusammen lernen. Sie sollen die Schule möglichst nicht wechseln müssen. Dafür sollen sich Schulen zu Gemeinschafts-Schulen zusammenschließen.

Gefördert werden soll der Zusammenschluss von Grund- und Regelschulen, Förderschulen und Gymnasien. Eine Gemeinschaftsschule nur mit den Klassen 5 bis 10 wertet das Programm als bloß umbenannte Regelschule. Verbindliche rechtliche Vorgaben mit Übergangsfristen von höchstens fünf Jahren sind geplant. Als oberste Priorität nennt die SPD außerdem, dass Unterricht stattfindet und der Lehrkräftemangel mit neuen Lösungen angegangen wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Der Zusammenschluss und die Erweiterung von Schulen zu einer Thüringer Gemeinschaftsschule soll der Grundsatz werden.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Längeres gemeinsames Lernen soll das gegliederte Schulsystem schrittweise ablösen und wird mit Chancengleichheit unabhängig von Herkunft begründet.

Schulen, Schulämter und Landesschulbeirat stärken

Die SPD will Schulen mehr eigene Entscheidungen und ein pauschales Budget geben. Die Schulämter sollen mehr Personal und Befugnisse erhalten, und der Landesschulbeirat soll ein eigenes Initiativrecht bekommen.

Die SPD will, dass Schulen mehr selbst entscheiden. Jede Schule soll ein festes Budget bekommen. Die Schul-Ämter sollen mehr Personal und mehr Rechte bekommen. Der Landes-Schul-Beirat soll eigene Vorschläge anstoßen dürfen. Das ist ein Gremium, das das Ministerium berät.

Das Schulbudget soll pauschal an die Schulen gehen, die es selbst verwalten. Stellen für Fachpersonal sollen aus dem Bildungsministerium in die Schulämter wandern, die damit zur wichtigsten regionalen Anlaufstelle für Schulqualität, Personalgewinnung, Seiteneinstieg und Digitalisierung werden sollen. Der Landesschulbeirat soll das Ministerium auffordern können, binnen einer Frist eine Lösung für ein Problem vorzulegen. Seine Arbeit soll vollständig veröffentlicht werden, und der Bildungsausschuss des Landtags soll ihn regelmäßig um Stellungnahme bitten.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Die Schulen werden mehr Entscheidungen selbst treffen können. Das Schulbudget werden wir den Schulen zur eigenverantwortlichen Bewirtschaftung pauschal zur Verfügung stellen.“
Seite 59 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lehrkräfte von Verwaltungsarbeit entlasten

Die SPD will an jeder Schule Verwaltungsassistenzen einstellen, damit Schulleitungen und Lehrkräfte sich auf den Unterricht konzentrieren können. Außerdem soll ein Jahresarbeitszeitmodell festlegen, welche Aufgaben zum Lehrberuf gehören.

Lehrerinnen und Lehrer sollen weniger Büro-Arbeit machen. Dafür will die SPD an jeder Schule Verwaltungs-Kräfte einstellen. Diese kümmern sich zum Beispiel um Anträge und Statistik. Ein neues Arbeitszeit-Modell soll klären, was zum Lehrer-Beruf gehört.

Die Assistenzkräfte sollen sich um Anträge und Meldungen, Statistik, Budgets und Konten sowie die Organisation von Veranstaltungen und Klassenfahrten kümmern. Wiederkehrende bürokratische Aufgaben sollen in zentrale Servicestellen der Schulämter wandern. Mittelfristig will die SPD prüfen, ob weiteres Verwaltungspersonal an Schulen eingesetzt werden kann. Nach dem Vorbild von Österreich, der Schweiz und Dänemark soll ein Jahresarbeitszeitmodell neben den Unterrichtsstunden auch die gesamte Wochenarbeitszeit und den Aufgabenumfang der Lehrkräfte bestimmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Daher werden wir an allen Schulen Verwaltungsassistent:innen einstellen“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll zusätzliches Personal an allen Schulen einstellen, was die öffentlichen Leistungen im bestehenden System ausbaut.

Lehrerausbildung reformieren und Lehrkräfte gewinnen

Die SPD will ein gemeinsames Lehramt für die Sekundarstufen I und II schaffen, damit Lehrkräfte an verschiedenen Schularten arbeiten können. Gegen den Lehrkräftemangel sieht das Programm zudem eine Übernahmegarantie, einen Beamtenstatus für Studierende in Mangelfächern und weiteren Seiteneinstieg vor.

In Thüringen fehlen Lehrerinnen und Lehrer. Die SPD will die Ausbildung ändern. Lehrkräfte sollen an mehreren Schul-Arten arbeiten können. Wer das Referendariat besteht, bekommt sicher eine Stelle. Wer ein Mangel-Fach studiert, soll schon im Studium Geld vom Land bekommen.

Das neue Lehramt soll den Einsatz an Gymnasien, Regelschulen, Gemeinschaftsschulen und Gesamtschulen ermöglichen. Referendarinnen und Referendare sollen nach bestandener Prüfung garantiert übernommen werden, und die Gebühr für die Anerkennung gleichwertiger Abschlüsse soll wegfallen. Studierende in Mangelfächern sollen schon ab Studienbeginn Beamte auf Widerruf werden, verbunden mit mehr Praxisphasen an Schulen. Seiteneinsteigende sollen vor dem Unterrichten qualifiziert, im Einsatz unterstützt und nach bestandener Lehrprüfung verbeamtet werden können. Die Hochschulen sollen bei der Lehrerbildung unterstützt werden, vor allem in Naturwissenschaften und Mathematik.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Unser Ziel ist es daher, ein Lehramt für die Sekundarstufe I und II einzuführen“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bezahlung von Studierenden als Beamte auf Widerruf, Übernahmegarantie und Wegfall einer Gebühr erweitern die staatlichen Ausgaben für Bildungspersonal.

Unterricht später beginnen und Einheiten verkürzen

Die SPD will, dass der Unterricht frühestens um 9 Uhr beginnt. Sie begründet das mit dem Biorhythmus junger Menschen und will auch die Unterrichtseinheiten verkürzen.

Die SPD will, dass die Schule nicht vor 9 Uhr anfängt. Sie sagt: Früh am Morgen lernen junge Menschen schlechter. Auch die Unterrichts-Blöcke sollen kürzer werden. Sie sollen 45 bis höchstens 60 Minuten dauern.

Laut Programm ist die Lernfähigkeit deutlich geringer, wenn der Unterricht um 7:30 Uhr anfängt und manche schon einen langen Schulweg hinter sich haben. Durchgehende Blöcke von 90 Minuten hält die SPD für zu lang für die Konzentration. In ihrem Ganztagskonzept sollen Einheiten 45 bis höchstens 60 Minuten dauern.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Schule darf deshalb nicht vor 09:00 Uhr beginnen.“
Seite 60 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Noten bis zur vierten Klasse ersetzen

Die SPD will Noten bis zur 4. Klasse durch individuelle Beurteilungen und Entwicklungsgespräche ersetzen. Zudem soll rechtlich verankert werden, dass die Schule für den Lernerfolg jedes Kindes verantwortlich ist.

Bis zur 4. Klasse soll es keine Noten mehr geben. Stattdessen gibt es Beurteilungen und Gespräche. Die SPD sagt: Noten machen kleinen Kindern unnötigen Druck. Die Schule soll für den Lern-Erfolg jedes Kindes verantwortlich sein.

Aus Sicht der SPD erzeugen Ziffernnoten bei den Jüngsten unnötigen Druck, statt Fähigkeiten und Gelerntes sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt sollen Stärken, Interessen und Bedürfnisse der Kinder stehen, nicht ihre Defizite. Die Verantwortung der Schule für den Lernerfolg und für passende Lernangebote soll in die Schulordnung oder das Schulgesetz geschrieben werden. Die bisherige Betonung der Eigenverantwortung der Lernenden hält das Programm für nicht bewährt.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Diese sollen künftig die Benotung der Schulleistungen bis zur 4. Klasse ersetzen.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Verzicht auf Ziffernnoten in der Grundschule löst eine überlieferte Form der Leistungsbewertung durch ein reformpädagogisches Modell ab.

Ganztagsschulen und multiprofessionelle Teams ausbauen

Die SPD will die Ganztagsschule in ganz Thüringen etablieren, mit einem Wechsel von Unterricht, Freizeit und Förderung über den Tag. An allen Schulen sollen Teams aus Lehrkräften und weiteren pädagogischen Fachkräften arbeiten.

Die SPD will Ganztags-Schulen in ganz Thüringen. Unterricht, Freizeit und Hilfe sollen sich am Tag abwechseln. Ein Hort am Nachmittag reicht der SPD nicht. An jeder Schule sollen auch andere Fachleute neben den Lehrkräften arbeiten.

Beschließt eine Schulkonferenz ein Ganztagskonzept, soll das Land Personal, Räume und Sachmittel stellen oder die Kommunen dabei unterstützen. Die Baurichtlinien für Sanierung und Neubau sollen an den Ganztag angepasst werden. Über ein Personalbemessungssystem mit Sozialindikatoren sollen Teams aus Lehrkräften, Förderpädagogen, Lehrkräften für Deutsch als Zweitsprache, Assistenzkräften und Schulsozialarbeit entstehen. Schulen mit hohen sozialen Belastungen sollen am besten ausgestattet werden. Außerdem setzt die SPD auf längeres gemeinsames Lernen und will Kooperationen kleiner Schulen fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir etablieren das Konzept Ganztagsschule thüringenweit. Dabei reicht die Hortbetreuung nach Ende des regulären Unterrichts explizit nicht aus.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll zusätzliches Personal, Räume und Sachmittel für Ganztagsschulen bereitstellen und damit öffentliche Leistungen ausbauen.

Digitale Bildung an Schulen ausbauen

Die SPD will Schulen mit Gigabit-Anschlüssen und digitaler Technik ausstatten und die Lernmittelfreiheit auf digitale Geräte ausdehnen. Digitale Bildung soll in der Lehrerbildung und in den Lehrplänen verankert werden.

Die SPD will schnelles Internet an allen Schulen. Digitale Geräte sollen für Schüler kostenlos sein, so wie Schulbücher. Lehrkräfte sollen mehr über digitales Lernen lernen. Im Unterricht soll es öfter um soziale Medien gehen.

Die Gigabit-Anschlüsse und die digitale Ausstattung sollen zusammen mit dem Bund kommen. Digitale Bildung soll in allen Phasen der Lehrerbildung vorkommen, und das Fortbildungsangebot dazu soll wachsen. Der Umgang mit sozialen Medien und die digitale Widerstandsfähigkeit junger Menschen sollen ausdrückliches Unterrichtsziel werden. Die Thüringer Schulcloud soll ausgebaut und barrierefrei gestaltet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Um die Digitalität in den Schulen weiter voranzubringen, braucht es ebenso eine Ausweitung der Lernmittelfreiheit auf digitale Geräte.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenlose digitale Geräte und staatlich finanzierte Ausstattung erweitern die öffentlichen Leistungen im Schulbereich.

Sozialkunde und Demokratiebildung ausbauen

Die SPD lehnt Kürzungen beim Sozialkundeunterricht ab und will das Fach ausbauen. Sie begründet das mit dem Erstarken rechter und rechtsextremer Kräfte und will alle Lehrpläne auf Demokratieförderung ausrichten.

Die SPD will mehr Sozialkunde an den Schulen. Kürzungen lehnt sie ab. In Sozialkunde lernen Kinder, wie Demokratie funktioniert. Auch alle anderen Fächer sollen die Demokratie stärken.

Das Programm bezeichnet Sozialkunde als zentrales Fach der demokratischen Bildung an Schulen. Politische Bildung soll sich aber nicht auf ein einzelnes Fach beschränken. Deshalb sollen die Lehrpläne sämtlicher Fächer so gestaltet werden, dass sie die Demokratie fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Wir lehnen jegliche Kürzungen des Sozialkundeunterrichts an den Thüringer Schulen ab.“
Seite 62 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler ausweiten

Die SPD will die Schulkonferenz umbauen, sodass Schülerinnen und Schüler die Hälfte der Mitglieder stellen. Auch in Klassen- und Fachkonferenzen sollen ihre Vertretungen mit abstimmen dürfen.

Schülerinnen und Schüler sollen mehr mitbestimmen. In der Schul-Konferenz sollen sie die Hälfte der Plätze bekommen. Die Schul-Konferenz entscheidet über wichtige Fragen der Schule. Auch in anderen Konferenzen sollen Schüler abstimmen dürfen.

Nach Darstellung des Programms werden Schülerinnen und Schüler bislang selten an Fragen beteiligt, die die ganze Schule betreffen. Die Schulkonferenz soll nach Berliner Vorbild aufgewertet werden und über wichtige Angelegenheiten der Schule abstimmen. Schulen, die das Lernen demokratischer gestalten wollen, sollen Geld und Beratung vom Land bekommen, etwa für Projekte wie AULA.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Deshalb strukturieren wir die Schulkonferenz neu: Schüler:innen werden künftig die Hälfte ausmachen.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Stimmrechte für Schülerinnen und Schüler verschieben die überlieferte Rollenverteilung in der Schule in Richtung Mitbestimmung.

Azubi-Wohnen, Berufsschulstandorte und Übergänge fördern

Die SPD will bezahlbare Wohnungen für Auszubildende fördern, Ausbildungsstätten modernisieren und Berufsschulstandorte in der Fläche erhalten. Mehr Beratung und neue Schulformen sollen Jugendlichen den Wechsel von der Schule in eine Ausbildung erleichtern.

Auszubildende sollen günstige Wohnungen bekommen. Berufs-Schulen sollen in der Nähe bleiben. Die SPD ist dagegen, die Ausbildung an wenigen Orten zu bündeln. Junge Menschen sollen mehr Hilfe beim Start in die Ausbildung bekommen.

Geplant sind Wohnheimplätze und Azubi-Appartements im ganzen Land sowie Fördermittel für Ausbildungsstätten. Eine weitere Zentralisierung der Ausbildung lehnt die SPD ab, auch wenn Klassen kleiner werden, und Berufsschulen sollen mit vertretbarem Zeitaufwand erreichbar sein. Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betriebe und Bewerber sollen wachsen; Produktionsschulen sollen als Pilot getestet und bei Erfolg landesweit eingeführt werden. Mit den Kammern soll es eine Kampagne für die duale Ausbildung geben, und Handwerkergymnasien in allen Kammerbezirken sollen geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Dazu gehört die geförderte Errichtung von attraktiven und bezahlbaren Wohnungen für Auszubildende“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Geförderter Wohnungsbau für Auszubildende und Fördermittel für Ausbildungsstätten bauen öffentliche Investitionen aus.

BAföG stärken und Anträge schneller bearbeiten

Die SPD will sich im Bund für ein stärkeres BAföG einsetzen, damit ein Studium nicht vom Einkommen der Eltern abhängt. In Thüringen sollen BAföG-Anträge innerhalb von drei Monaten bearbeitet werden.

BAföG ist Geld vom Staat für Studierende. Die SPD will, dass es mehr BAföG gibt. Dafür will sie sich beim Bund einsetzen. Anträge sollen in drei Monaten fertig bearbeitet sein. Mehr Menschen aus Familien ohne Studium sollen studieren können.

Die SPD tritt für regelmäßig steigende Bedarfssätze und Freibeträge, höhere Altersgrenzen und das Schließen von Förderlücken ein. Ein Volldarlehen soll Studierenden helfen, deren Eltern knapp über den Einkommensgrenzen liegen. Das Studierendenwerk soll beim Abbau des Antragsstaus unterstützt werden; wer einen Folgeantrag spätestens zwei Monate vor Ablauf stellt, soll ohne Unterbrechung gefördert werden. Initiativen wie „Arbeiterkind“ sollen weiter Unterstützung erhalten, um unterrepräsentierten Gruppen ein Studium zu ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Deshalb wollen wir auf Bundesebene darauf hinwirken, dass wir das BAföG als Fundament der Studienfinanzierung stärken.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Bedarfssätze und Freibeträge sowie weitere Altersgrenzen bauen eine bestehende Sozialleistung schrittweise aus.

Langzeitstudiengebühren abschaffen

Die SPD will die Gebühren für Langzeitstudierende an Thüringer Hochschulen streichen. Wer die Regelstudienzeit überschreitet, soll deshalb weder exmatrikuliert noch vom Wohnheim ausgeschlossen werden.

Wer lange studiert, muss in Thüringen Gebühren zahlen. Die SPD will diese Gebühren abschaffen. Die SPD sagt: Viele müssen neben dem Studium arbeiten. Wer länger braucht, soll seinen Studien-Platz behalten. Er soll auch im Wohnheim wohnen dürfen.

Nach Auffassung der SPD schaffen ein Studium in der Regelstudienzeit oft nur jene, die wegen wohlhabender Eltern nicht nebenher arbeiten müssen. Zudem bleibe dabei kaum Raum für gesellschaftliches, sportliches, kulturelles oder soziales Engagement. Das Überschreiten der Regelstudienzeit soll kein Grund mehr für eine Exmatrikulation oder für die Absage eines Wohnheimplatzes sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Langzeitstudiengebühren an den Thüringer Hochschulen werden wir abschaffen.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine heute erhobene Gebühr für Studierende soll vollständig wegfallen, sodass das Studium stärker öffentlich finanziert wird.

Hochschulen und Studierendenwerk verlässlich finanzieren

Die SPD will den Hochschulen eine Grundfinanzierung geben, die mit den Kosten steigt, und das Studierendenwerk jedes Jahr besser ausstatten. Im Bund setzt sie sich für einen Sozialpakt Hochschule ein, der Wohnraum und günstiges Mensaessen sichert.

Die Hochschulen sollen genug Geld vom Land bekommen. Das Geld soll mit den Kosten steigen. Auch das Studierenden-Werk soll jedes Jahr mehr Geld bekommen. Es kümmert sich um Wohnheime und Mensen. So sollen Wohnen und Essen für Studierende günstig bleiben.

Die Grundfinanzierung soll sich an wissenschaftsbezogenen Kostensteigerungen orientieren und einen Strategieaufschlag für zusätzliche Entwicklung enthalten. Hochschulen sollen ohne wirtschaftliche Einflussnahme und staatliche Bevormundung arbeiten können. Die Hochschulsozialarbeit nach dem Modell der Hochschule Nordhausen soll auf alle Hochschulen ausgedehnt werden. Weitere Vorhaben sind eine Aufwertung der Lehre mit Qualitätssicherung unter Beteiligung der Studierenden, mehr Internationalisierung samt Begleitung ausländischer Studierender in den regionalen Arbeitsmarkt und der Ausbau des dualen Studiums bis zum Master.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Hierzu wollen wir in Thüringen die Finanzierung des Studierendenwerks – analog zu den Hochschulen – langfristig sichern und jährlich erhöhen.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Jährlich steigende Landesmittel für Hochschulen und Studierendenwerk bauen die öffentliche Finanzierung im bestehenden System aus.

Hochschulfinanzierung bis 2030 sichern und Gebäude sanieren

Die SPD will die Grundfinanzierung der Thüringer Hochschulen bis mindestens 2030 absichern und jedes Jahr erhöhen. Zusätzlich soll ein Sanierungsprogramm für die Hochschulgebäude entstehen.

Die SPD will den Hochschulen bis mindestens 2030 sicheres Geld geben. Das Geld soll jedes Jahr etwas steigen. Auch die Gebäude der Hochschulen sollen repariert werden. Dafür soll es einen Plan bis 2030 geben.

Die Hochschulen sollen jährlich einen Ausgleich für die Kostensteigerungen im Wissenschaftsbereich und zusätzlich ein Prozent mehr erhalten; die SPD beruft sich dabei auf Empfehlungen des Wissenschaftsrates. Die Rahmenvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen sollen weiterlaufen. Mehr Geld ist für Lizenzen digitaler Literatur, Mediengeräte, Programme und Schulungen vorgesehen. Für Erhalt und energetische Sanierung der Gebäude soll bis 2030 ein systematisches Programm erarbeitet und schrittweise umgesetzt werden. Flächen will das Land kostenlos oder per Erbbaurecht gegen ein symbolisches Entgelt bereitstellen. Außerdem sollen Ausgründungen schneller möglich werden, Hochschulen beim Einwerben von Exzellenzclustern Hilfe erhalten und die Digitalisierungsstrategie 2025 fortgeschrieben werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Auch in Zukunft werden wir die Grundfinanzierung der Hochschulen auf hohem Niveau bis mindestens 2030 fortschreiben und sichern“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die staatliche Finanzierung der Hochschulen soll mit garantierten jährlichen Zuwächsen fortgeführt und um ein Sanierungsprogramm ergänzt werden, was öffentliche Ausgaben schrittweise ausweitet.

Arbeitsbedingungen und Karrierewege in der Wissenschaft verbessern

Die SPD will mehr unbefristete Beschäftigung an den Hochschulen und besser planbare Laufbahnen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Außerdem soll der Anteil von Frauen bei Professuren und in Hochschulleitungen steigen.

Die SPD will bessere Arbeit an den Hochschulen. Wer eine dauerhafte Aufgabe hat, soll eine feste Stelle bekommen. Junge Forscherinnen und Forscher sollen ihre Laufbahn besser planen können. Mehr Frauen sollen Professorin werden oder Hochschulen leiten.

Daueraufgaben sollen in der Regel von unbefristet Beschäftigten erledigt werden. Die Zahl der Professuren soll moderat steigen, und mehr davon sollen als Tenure-Track-Stellen ausgeschrieben werden, also mit Aussicht auf eine Dauerprofessur. Qualifikationsstellen sollen mindestens zwei Drittel einer vollen Stelle umfassen und angemessen lange laufen. Wer über die Thüringer Graduiertenförderung gefördert wird, soll statt eines Stipendiums eine volle Mitarbeiterstelle nach dem Tarifvertrag der Länder bekommen. Geprüft werden sollen dauerhafte Stellen neben der Professur mit Schwerpunkt Lehre. Für den Frauenanteil hält die SPD verbindliche Zielkorridore für nötig.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Deshalb wollen wir das Prinzip „Gute Arbeit“ in den Hochschulen weiter umsetzen. Dazu gehört, dass Daueraufgaben grundsätzlich von Dauerbeschäftigten erledigt werden.“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr unbefristete und tariflich bezahlte Stellen im öffentlichen Hochschulbereich stärken schrittweise die Absicherung von Beschäftigten durch den Staat als Arbeitgeber.

  • Gesellschafteher progressiv

    Verbindliche Zielkorridore für mehr Frauen in Professuren und Leitungen bauen die Gleichstellungspolitik an Hochschulen schrittweise aus.

Promotionsrecht für forschungsstarke Fachhochschulbereiche einführen

Die SPD will die anwendungsbezogene Forschung an Fachhochschulen stärken. Bereiche mit starker Forschung oder Verbünde mehrerer Hochschulen sollen selbst Doktortitel vergeben dürfen, sofern sie hohe Qualitätsstandards einhalten.

Die SPD will die Forschung an Fachhochschulen stärken. Manche Bereiche dort forschen besonders viel. Diese Bereiche sollen Doktortitel vergeben dürfen. Dafür müssen sie eine hohe Qualität sichern.

Die Fachhochschulen sollen nach dem Willen der SPD dabei nicht zu kleinen Universitäten werden. Das Promotionsrecht sollen nur forschungsstarke Bereiche oder hochschulübergreifende Verbünde bekommen. Daneben sollen kooperative Promotionen, also gemeinsame Verfahren von Fachhochschulen und Universitäten, ausgebaut und unter günstigen Bedingungen ermöglicht werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Forschungsstarke Bereiche oder hochschulübergreifende Verbünde sollen daher das Promotionsrecht erhalten, wenn sie hohe Qualitätsstandards gewährleisten.“
Seite 68 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Erwachsenenbildung und Grundbildung stärken

Die SPD will die Erwachsenenbildung als vierte Säule des Bildungssystems stärken. Angebote zur Grundbildung sollen überall im Land und barrierefrei verfügbar sein, und das Nachholen eines Schulabschlusses soll weiterhin nichts kosten.

Die SPD will das Lernen für Erwachsene stärken. Überall in Thüringen soll es Kurse für Lesen und Schreiben geben. Wer einen Schulabschluss nachholt, soll dafür nichts bezahlen. Auch für ältere Menschen soll es mehr Kurse geben.

Die Initiativen zur Alphabetisierung sollen fortgesetzt und verstärkt werden. Kommunale und freie Träger von Volkshochschulen, Heimvolkshochschulen und weiteren Einrichtungen sollen weiter angemessene Unterstützung erhalten, damit sich die Erwachsenenbildung für neue Lernformen öffnet. Spezielle Bildungsangebote für ältere Menschen sollen entwickelt und ausgebaut werden. Das Programm begründet dies damit, dass lebenslanges Lernen Teilhabe von der Kindheit bis ins hohe Alter ermögliche.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Das Nachholen von Schulabschlüssen bleibt gebührenfrei. Verpasste Chancen dürfen kein lebenslanges Hindernis darstellen.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gebührenfreie Abschlüsse und weitere Förderung der Träger halten und erweitern öffentliche Bildungsleistungen schrittweise.

Sport und Bewegung in Kita und Schule stärken

Die SPD will Sport und Bewegung in Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen mehr Gewicht geben. Bestehende Projekte sollen in einem breiteren Landesprogramm zur Bewegungsförderung für Kinder und Jugendliche aufgehen.

Kinder sollen sich in Kita und Schule mehr bewegen. Die SPD will dafür ein Landes-Programm machen. Erzieherinnen und Erzieher sollen mehr über Bewegung lernen. Auch Sport-Lehrer sollen besser dafür ausgebildet werden.

In der Erzieherausbildung und im Kita-Alltag sollen Sport und motorische Förderung einen höheren Stellenwert erhalten. Zusätzliche Sportangebote an Schulen und im Hort werden unterstützt. Die Ausbildung von Sportlehrkräften und Übungsleitern soll stärker auf die jeweiligen Altersgruppen zugeschnitten werden. Das Programm „Bewegte Kinder = gesündere Kinder“ und das Projekt „Bewegungscoach“ sollen in ein Landesprogramm einfließen. Dieses soll Kitas und Schulen bei regelmäßigen Bewegungschecks, individueller Förderung und Bewegungsangeboten im Alltag unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 88)
„Wir setzen uns für eine Aufwertung des Sports in Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen aus.“
Seite 88 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich