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parteiprogramm

SPD zur Familie

Aus dem Programm „Klar und deutlich: Für Thüringen. Regierungsprogramm der SPD Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kostenfreies Mittagessen in Kita und Schule einführen

Die SPD will den Einstieg in ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Kindergärten und Schulen beginnen. Das Essen soll gesund sein und weder Kinder noch Eltern etwas kosten.

Die SPD will ein Mittagessen für alle Kinder. Das gilt für Kindergarten und Schule. Das Essen soll gesund sein. Eltern und Kinder sollen nichts dafür bezahlen.

Das Programm kündigt an, mit der Einführung des kostenfreien Mittagessens zu starten. Jedes Kind in Thüringen soll in Kindergarten und Schule täglich eine gesunde Mahlzeit erhalten. Die SPD ordnet das Vorhaben in ihr Ziel ein, Familien finanziell zu entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 4)
„Mit uns bekommt jedes Kind in Thüringen in Kindergarten und Schule ein gesundes Mittagessen am Tag. Dieses soll für Kinder und Eltern kostenfrei sein.“
Seite 4 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein kostenfreies Mittagessen für alle Kinder wäre eine neue, allgemeine öffentliche Leistung, die es heute so nicht gibt.

Beiträge für Kindergarten und Hort abschaffen

Die SPD will die Elternbeiträge für Kindergarten und Hort vollständig abschaffen, möglichst ab Januar 2025. Sie begründet das mit ihrer Überzeugung, dass Bildung vom Kindergarten bis zum Meister oder Master grundsätzlich nichts kosten soll.

Eltern sollen für Kindergarten und Hort nichts mehr bezahlen. Das soll ab Januar 2025 gelten. Die SPD findet: Bildung soll für alle kostenlos sein. Das gilt vom Kindergarten bis zum Studium.

Das Programm setzt als Ziel, die Elterngebühren für die Kinderbetreuung zum Januar 2025 abzuschaffen. Unter der Beitragsfreiheit soll die Qualität der Betreuung nicht leiden. Gehen die Geburtenzahlen zurück, will die SPD keine Stellen streichen, sondern das Verhältnis von Personal zu Kindern verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 4)
„Daher schaffen wir die Beiträge für Kindergarten und Hort für alle Eltern in Thüringen ab.“
Seite 4 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die verbleibenden Elternbeiträge sollen ganz entfallen und die Betreuung vollständig öffentlich finanziert werden.

Betreuungsschlüssel in Kindergärten stufenweise verbessern

Die SPD will mit einem verbindlichen Stufenplan das Verhältnis von Fachkräften zu Kindern in Kindergärten verbessern. Langfristiges Ziel sind die von Fachleuten empfohlenen Werte von 1:3 für unter Dreijährige und 1:7,5 für ältere Kinder. Zusätzlich sollen Leitungen gestärkt und Sozialarbeit in Kindergärten eingeführt werden.

In Kindergärten soll es mehr Personal pro Kind geben. Dafür will die SPD einen festen Plan mit mehreren Schritten. Fachleute empfehlen: Eine Fachkraft betreut höchstens 3 kleine Kinder. Bei älteren Kindern sind es 7 bis 8. Auch Sozialarbeit soll es in Kindergärten geben.

Zuerst soll der Mindestschlüssel für Kinder ab drei Jahren einheitlich bei 1:12 liegen, danach der für Zwei- bis Dreijährige bei 1:6. Die Empfehlungen der Fachleute sollen innerhalb der kommenden zehn Jahre erreicht werden, abgesichert durch einen überparteilichen Pakt. Die Minderungszeiten für Erzieherinnen und Erzieher sollen steigen, Leitungen mehr Zeit bekommen und Träger Krankheitsausfälle mit zusätzlichem Personal auffangen können. An der Betreuungsgarantie von bis zu zehn Stunden am Tag hält die SPD fest. Kindergärten sollen sich zu Eltern-Kind-Zentren (ThEKiZ) entwickeln, und das Modellprojekt „Vielfalt vor Ort begegnen“ soll dauerhaft finanziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 4)
„Deshalb werden wir einen verbindlichen Stufenplan zur Erreichung der Expert:innen-Empfehlung festlegen und diesen schrittweise umsetzen.“
Seite 4 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal und zusätzliche Landesmittel für Kindergärten bauen eine öffentliche Leistung schrittweise aus.

Familienarbeitszeit und familienfreundliche Arbeitsbedingungen fördern

Die SPD will sich im Bund für eine Familienarbeitszeit einsetzen, bei der beide Elternteile ihre Arbeitszeit mit Lohnausgleich verringern können. In Thüringen sollen vor allem kleine und mittlere Betriebe Hilfe bekommen, um Arbeitsbedingungen an Familien anzupassen.

Eltern sollen weniger arbeiten können und trotzdem genug Geld haben. Das soll für Mütter und Väter gleich gelten. Dafür will sich die SPD im Bund einsetzen. In Thüringen will sie kleinen Firmen helfen. Die Firmen sollen zum Beispiel Arbeit von zu Hause möglich machen.

Nach Ansicht der SPD muss sich die Thüringer Wirtschaft auf die Bedürfnisse von Eltern einstellen. Als Beispiele nennt das Programm familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und Homeoffice. Die Familienarbeitszeit soll auf Bundesebene eingeführt werden. Außerdem will die SPD gemeinsam mit den Gewerkschaften mehr Tarifbindung und höhere Löhne erreichen, um die Einkommen von Familien zu verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Auf Bundesebene setzen wir uns für die Einführung einer Familienarbeitszeit ein, die Eltern gleichberechtigt die Möglichkeit zur Reduzierung der Arbeitszeit bei Lohnausgleich ermöglicht.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine Familienarbeitszeit mit Lohnausgleich wäre ein neuer Anspruch, den es heute nicht gibt.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die gleichberechtigte Arbeitszeitreduzierung für beide Eltern fördert eine partnerschaftliche Aufteilung von Beruf und Familie.

Jugendarbeit dauerhaft und steigend finanzieren

Die SPD will die offene Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendverbände weiter fördern. Die Jugendpauschale für die Kommunen soll per Gesetz regelmäßig steigen, und ein Investitionsprogramm soll Jugendeinrichtungen modernisieren.

Die SPD will Jugend-Arbeit weiter unterstützen. Gemeinden bekommen dafür Geld vom Land. Dieses Geld soll regelmäßig steigen. Das soll in einem Gesetz stehen. Jugend-Clubs und Bildungs-Stätten sollen modernisiert werden.

Der Landesjugendförderplan soll nach Bedarf vollständig finanziert werden. Das Investitionsprogramm richtet sich an Einrichtungen der offenen Jugendarbeit und an die Thüringer Jugendbildungsstätten. Die SPD will außerdem Jugendämter und Träger mit ausreichend tarifgerecht bezahltem Personal ausstatten. Bei den Hilfen zur Erziehung sollen der Bedarf verpflichtend ermittelt, Ombudsstellen gesichert und Heimräte gestärkt werden. Ein Förderprogramm soll die Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„mit einer gesetzlich dynamisierten örtlichen Jugendförderung (sog. Jugendpauschale) die Kommunen bei der Umsetzung dieser Aufgabe fördern“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gesetzlich steigende Zuschüsse und ein Investitionsprogramm erhöhen die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich