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parteiprogramm

SPD zum Verkehr

Aus dem Programm „Klar und deutlich: Für Thüringen. Regierungsprogramm der SPD Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Deutschlandticket sichern und 28-Euro-Jugendticket einführen

Die SPD will das Deutschlandticket dauerhaft finanzieren und zum bisherigen Preis erhalten. Für Menschen bis 28 Jahre soll ein Ticket für 28 Euro hinzukommen. Langfristig sollen Kinder und junge Menschen Bus und Bahn kostenlos nutzen können.

Die SPD will das Deutschland-Ticket behalten. Es soll nicht teurer werden. Junge Menschen bis 28 Jahre sollen ein Ticket für 28 Euro bekommen. Später sollen Kinder und junge Menschen gratis Bus und Bahn fahren.

Das Programm begründet das Deutschlandticket damit, dass ein einheitlicher Fahrschein die Tarife übersichtlich macht und den Einstieg in den Nahverkehr erleichtert. Das Jugendticket soll das Deutschlandticket ergänzen und Wege zu Schule, Ausbildung und Arbeit günstiger machen. Die kostenfreie Nutzung für junge Menschen nennt die SPD als langfristiges Hauptziel.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir wollen zudem für junge Menschen ein 28-Euro-Ticket (Jugendticket für Menschen bis zum 28. Lebensjahr) als Ergänzung des Deutschlandtickets einführen.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein zusätzlich vergünstigtes Ticket und ein stabil gehaltener Preis erfordern mehr öffentliche Zuschüsse für den Nahverkehr.

Nahverkehr in jedem Ort täglich anbieten

Die SPD will, dass jeder Ort in Thüringen täglich an den Nahverkehr angeschlossen ist. Ein integraler Taktfahrplan, ein landesweiter Verkehrsverbund und flexible Angebote auf Abruf sollen eine Alternative zum Auto schaffen.

Die SPD will, dass in jedem Ort jeden Tag ein Bus oder eine Bahn fährt. Die Fahrpläne sollen gut zueinander passen. Es soll ein gemeinsames Ticket-System für ganz Thüringen geben. Auf dem Land sollen auch Ruf-Busse und Ruf-Taxis fahren.

Der integrale Taktfahrplan soll in allen Landesteilen rasch ausgebaut werden, ergänzt durch Mobilitätsstationen als Umstiegspunkte zwischen Verkehrsmitteln. Das Programm nennt als Leitlinie Verdichtung, Vertaktung und Verfügbarkeit; das Angebot soll nicht nur dem aktuellen Bedarf folgen, sondern neue Nachfrage erzeugen. Ob Rufbus, Sammeltaxi oder Mitfahrkonzept eingesetzt wird, soll vor Ort entschieden werden. Pendler sollen durch Jobtickets, Pendlerparkplätze und Park-and-Ride unterstützt werden. Kommunen erhalten Hilfe beim Kauf von Bussen und Straßenbahnen und bei Ladeinfrastruktur; Dienstwagen von Land und Kommunen sollen möglichst alternative Antriebe haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Unser Ziel ist es, dass Menschen abseits des Schulbusverkehrs jeden Tag und in jedem Ort angebunden sind.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Verkehrsangebot soll mit Fördermitteln über den aktuellen Bedarf hinaus ausgebaut werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau soll den Umstieg vom Auto auf gemeinsam genutzte Verkehrsmittel fördern, ohne Verbote vorzusehen.

Bahnstrecken reaktivieren und elektrifizieren

Die SPD will stillgelegte Bahnstrecken wieder in Betrieb nehmen und Haupt- und Nebenstrecken zügig elektrifizieren. Alle Regionen Thüringens sollen an die Schiene angebunden werden, mit einem S-Bahn-Takt als Ziel.

Die SPD will alte Bahn-Strecken wieder nutzen. Mehr Strecken sollen Strom-Leitungen für Züge bekommen. Alle Regionen sollen einen Anschluss an die Bahn haben. Züge sollen so oft fahren wie eine S-Bahn.

Gemeinsam mit der Deutschen Bahn und privaten Verkehrsunternehmen sollen Strategien für die Anbindung aller Regionen entstehen. Wo nötig, etwa zwischen Leinefelde und Gotha, setzt sich die SPD für ein zweites Gleis ein. Thüringen soll nach dem Willen der Partei bei der Elektrifizierung nicht länger auf dem letzten Platz liegen. Wo es keine Schiene gibt, sollen landesbedeutsame Buslinien das Netz verdichten. Auf Strecken wie der Saalebahn sollen Nahverkehrstickets auch im Fernverkehr gelten, um den Takt für Pendler zu erhöhen.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Daher setzen wir uns für die zügige Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken ein.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau des Schienennetzes bedeutet zusätzliche öffentliche Investitionen in Infrastruktur.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr und elektrifizierte Schienenverbindungen sollen Verkehr auf klimafreundlichere Verkehrsträger verlagern.

Rad- und Fußverkehr ausbauen, Tempo 30 innerorts

Die SPD will stark in Radwege investieren und dem Fußverkehr mehr Raum geben. Innerorts soll grundsätzlich Tempo 30 gelten. Kommunen sollen für Radwege eine eigene Investitionspauschale erhalten.

Die SPD will mehr Radwege bauen. Auch Menschen zu Fuß sollen es leichter haben. In Orten sollen Autos in der Regel höchstens 30 fahren. Die Gemeinden sollen Geld für Radwege bekommen.

Geplant sind neue Radwege und Radschnellstraßen, Fahrradspuren in Orten und sichere Abstellplätze. Ein landesweiter Masterplan für das Radwegenetz soll entstehen, kommunale Radverkehrskonzepte sollen aktualisiert werden. Für Fußgänger sieht das Programm mehr verkehrsberuhigte Zonen, mehr Querungen und bei Bedarf längere Grünphasen vor. Nahverkehrskonzepte sollen nur noch Fördergeld erhalten, wenn sie Fußverkehr und Barrierefreiheit ausreichend beachten. Straßenbau soll Tiefbau sowie Rad- und Fußwege gemeinsam planen.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wir setzen uns daher für mehr verkehrsberuhigte Zonen, mehr Möglichkeiten der Straßenquerung, im Bedarfsfall längere Ampelphasen für Fußgänger:innen und grundsätzlich Tempo 30 innerorts ein.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Investitionspauschale für Radwege erhöht die öffentlichen Ausgaben für Infrastruktur.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Tempo 30 als Regel innerorts und der Vorrang für Rad- und Fußverkehr schränken den Autoverkehr gegenüber heute ein.

Was sagen die anderen Parteien zum Verkehr?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich