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parteiprogramm

SPD zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Klar und deutlich: Für Thüringen. Regierungsprogramm der SPD Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Glasfaser und Mobilfunk flächendeckend ausbauen

Die SPD will ein flächendeckendes Glasfasernetz erreichen. Private Anbieter sollen beim Ausbau durch Beratung für Kommunen unterstützt werden; wo der Markt nicht ausreicht, soll die Thüringer Glasfasergesellschaft gefördert werden. Beim Mobilfunk sollen Anbieter stärker auf ihre Ausbauziele verpflichtet werden.

Die SPD will schnelles Internet überall in Thüringen. Dafür braucht es Glasfaser-Netze. Zuerst sollen private Firmen bauen. Wo das nicht reicht, hilft das Land mit Geld. Die Netze sollen möglichst den Gemeinden gehören. Auch der Handy-Empfang soll besser werden.

Der eigenwirtschaftliche Ausbau privater Telekommunikationsunternehmen soll durch Beratungsangebote für Kommunen begleitet werden. Wo der Markt nicht schnell und umfassend genug ausbaut, soll die Thüringer Glasfasergesellschaft gezielt gefördert werden, und das Land will das Förderprogramm des Bundes vollständig gegenfinanzieren. Die Glasfasern sollen hohen Umweltstandards genügen und möglichst von Thüringer Herstellern kommen. Ein Beschleunigungs- und Transparenzgesetz Glasfaser soll Daten zum Verlauf der Leitungen öffentlich machen und Verfahren verkürzen. Beim Mobilfunk will sich die SPD beim Bund für verbindlichere Ausbauziele einsetzen und im Land etwa Änderungen der Bauordnung oder die Bereitstellung von Standorten prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„wo immer möglich sollen die Netze der Zukunft im Eigentum der Kommunen entstehen. Das Bundesförderprogramm zum Glasfaserausbau werden wir vollständig gegenfinanzieren.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau setzt zunächst auf den Markt, ergänzt ihn aber durch öffentliche Förderung, kommunales Netzeigentum und strengere Pflichten für Anbieter.

Plattformmacht begrenzen, Datenschutz mit Augenmaß

Die SPD will die Macht großer Plattformen beschränken und setzt auf diskriminierungsfreie Algorithmen, freie Software und offene Standards. Datenschutz gilt ihr als Grundrecht, die Regeln sollen aber kleine und mittlere Unternehmen nicht übermäßig belasten.

Die SPD will große Internet-Firmen stärker begrenzen. Computer-Programme sollen niemanden benachteiligen. Freie Software soll öfter genutzt werden. Datenschutz ist der SPD wichtig. Kleine Firmen sollen aber nicht zu viel Bürokratie haben.

Die Netzpolitik soll individuelle Freiheitsrechte und Aufgaben der Daseinsvorsorge in Einklang bringen. Bestehende digitale Infrastruktur soll möglichst weitgehend nach dem Prinzip des offenen Zugangs reguliert werden, damit digitale Dienste auf dem Land besser und günstiger erreichbar sind. Datenschutz und Datensouveränität nennt das Programm elementare Grundrechte. Die Regeln sollen jedoch nicht zu übermäßiger Bürokratie führen oder nützliche Anwendungen verhindern; was gegenüber großen Technologiekonzernen nötig sei, könne für kleinere Betriebe unverhältnismäßig sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir setzen uns ein für die Beschränkung der Macht großer Plattformen, für diskriminierungsfreie Algorithmen sowie für freie Software und offene Standards wo immer sinnvoll und möglich.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Große Plattformen und digitale Infrastruktur sollen stärker reguliert werden, während kleinere Unternehmen beim Datenschutz entlastet werden sollen; insgesamt überwiegt mehr Regulierung.

Thüringer Cybersicherheitszentrum einrichten

Die SPD will ein Cybersicherheitszentrum für Thüringen schaffen. Dort sollen sich alle Landesstellen abstimmen, die IT-Systeme schützen, um Staat, Wirtschaft und Bevölkerung besser gegen Angriffe aus dem Netz zu sichern.

Die SPD will ein Zentrum für Cyber-Sicherheit gründen. Dort arbeiten alle Stellen zusammen, die Computer-Systeme schützen. So sollen Angriffe aus dem Internet weniger Schaden machen. Behörden sollen Sicherheits-Lücken sofort den Herstellern melden.

Im Zentrum sollen sich die zuständigen Thüringer Stellen eng und regelmäßig austauschen. Sicherheitsbehörden sollen entdeckte Schwachstellen gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) umgehend an die Hersteller weitergeben. Das Programm begründet dies mit der wachsenden Zahl von Angriffen auf IT-Systeme von Bürgern, Verwaltung und Unternehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir richten ein Thüringer Cybersicherheitszentrum ein.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen

    Das Zentrum stärkt die staatliche Sicherheitsarbeit im Netz, während die Meldepflicht für Schwachstellen deren Ausnutzung durch Behörden entgegensteht; beides hält sich die Waage.

Digitalisierung der Justiz abschließen und absichern

Die SPD will elektronischen Rechtsverkehr und elektronische Akte in Thüringen vollständig einführen. Die IT der Justiz soll ausreichend Geld und Fachpersonal bekommen und durch eine Sicherheitsoffensive geschützt werden.

Gerichte sollen mit digitalen Akten arbeiten. Die SPD will das in Thüringen fertig machen. Dafür soll es genug Geld und Fachleute für Computer-Technik geben. Die Daten der Justiz sollen sicher sein.

Bei aller Effizienz soll die Rechtsprechung nach dem Willen der SPD bürgernah bleiben und Vertrauen schaffen. IT-Fachkräfte sollen sowohl in der zentralen IT-Stelle beim Oberlandesgericht als auch als Betreuer vor Ort vorhanden sein; fehlendes Fachpersonal sieht das Programm als größte Schwachstelle. Für die Informationssicherheit sollen die Justizbehörden genügend Sachmittel und Personal erhalten. Eine Zentralstelle soll das IT-Sicherheitsmanagement für alle Justizbehörden und den Vollzug übernehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs und der elektronischen Akte werden wir in Thüringen abschließen“
Seite 45 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Verwaltung digitalisieren und Register modernisieren

Die SPD will eine digitale, nutzerfreundliche Verwaltung in Land und Kommunen. Das Land soll den Kommunen zentrale Onlinedienste bereitstellen und finanzieren. Bis 2030 sollen die wichtigsten Verwaltungsregister möglichst vollständig modernisiert sein.

Die SPD will, dass man Anträge beim Amt online stellen kann. Das Land soll den Gemeinden dafür die Technik geben. Ämter sollen Daten untereinander abrufen können. Die Menschen sollen sehen können, wer ihre Daten genutzt hat.

Die Steuerung soll gebündelt werden: Der Chief Information Officer erhält mehr Verantwortung, und ein Zentrum für digitale Transformation soll die Ministerien unterstützen. Quelloffene Software soll Vorrang haben, wenn sie wirtschaftlicher und gleichwertig ist, und ein IT-Sicherheitsgesetz ist geplant. Ein verbindlicher Digitalcheck für Gesetze soll Formvorschriften abbauen, Online-Leistungen sollen barrierefrei sein. Thüringer Register sollen mit nationalen und europäischen verbunden werden, ein Datenschutzcockpit soll Datenabrufe für Bürger sichtbar machen. Für das Personal sind mehr mobiles Arbeiten, Co-Working-Räume in Landesgebäuden und verbindliche IT-Fortbildungen für Führungskräfte vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Den Kommunen wollen wir flächendeckende, einheitliche Onlinedienste zur Verfügung stellen.“
Seite 56 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Regeln für KI in der Verwaltung schaffen

Die SPD will ethische Standards für Künstliche Intelligenz in Behörden entwickeln. Entscheidungen einer KI sollen gekennzeichnet und nachvollziehbar sein. Bürger sollen ein Recht bekommen, solche Entscheidungen von einem Menschen prüfen zu lassen.

Ämter sollen Künstliche Intelligenz nur nach klaren Regeln nutzen. Man soll erkennen, wenn ein Computer entschieden hat. Jeder soll verlangen können, dass ein Mensch die Entscheidung prüft. Die SPD will dafür ein Recht schaffen.

In der Landesverwaltung soll ein Kompetenzzentrum entstehen, das konkrete Anwendungen von KI erprobt. KI-Entscheidungen müssen nach dem Programm als solche erkennbar sowie transparent sein. Für den Anspruch auf menschliche Überprüfung dient Schleswig-Holstein als Vorbild.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Wir setzen dafür ein, dass ein Rechtsanspruch geschaffen wird, von KI gefällten Entscheidungen durch einen Menschen überprüfen zu lassen, nach dem Vorbild Schleswig-Holsteins.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Ein neuer Anspruch auf menschliche Überprüfung und Kennzeichnungspflichten stärken die Rechte der Einzelnen gegenüber automatisierten Behördenentscheidungen.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich