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AfD zum Verkehr

Aus dem Programm „Alles für Thüringen! Wahlprogramm der AfD Thüringen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ländlichen Raum für Familien und Ältere stärken

Die AfD will Kindergärten und Schulen auf dem Land erhalten und Bus- und Bahnverbindungen ausbauen. Der Nahverkehr soll stärker auf Familien und ältere Menschen ausgerichtet werden. Damit will die Partei die Abwanderung vom Land stoppen und den städtischen Wohnungsmarkt entlasten.

Die AfD will das Leben auf dem Land besser machen. Kindergärten und Schulen im Dorf sollen bleiben. Busse und Bahnen sollen öfter fahren. Auch alte Menschen sollen gut zum Arzt kommen.

Kindergärten und Schulstandorte sollen zusätzlich zu Treffpunkten für Freizeit werden, etwa für Musik und Sport. Dörfer sollen besser an größere Städte angebunden und Schulen leichter erreichbar sein. Für ältere Menschen verlangt das Programm ausreichend Ärzte, die mit dem Nahverkehr erreichbar sind. Außerdem plant die AfD ein Förderprogramm für das Zusammenleben mehrerer Generationen auf dem Land.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir wollen Kindergärten und Schulstandorte nicht nur erhalten, sondern ihre Entwicklung zu Orten der Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Erhalt von Standorten, dichterer Nahverkehr und ein neues Förderprogramm bedeuten mehr öffentliche Leistungen auf dem Land.

Straßennetz sanieren und ausbauen, kein generelles Tempolimit

Die AfD will mehr Geld für Erhalt und Ausbau von Straßen und Brücken bereitstellen, vor allem im ländlichen Raum. Sie bekennt sich zum Autoverkehr und lehnt ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen ab.

Die AfD will Straßen und Brücken reparieren und ausbauen. Dafür soll es genug Geld geben. Das gilt besonders für das Land. Ein festes Tempolimit auf allen Autobahnen will die Partei nicht.

Laut Programm sind rund 1.850 von etwa 4.100 Kilometern Landesstraßen in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand, was die AfD auf falsche Prioritäten bei den Ausgaben zurückführt. Beim Ausbau sollen ökologische Belange beachtet werden, etwa durch Grünbrücken für Wildtiere. Bei Ortsumgehungen will die Partei mit Anwohnern über Vor- und Nachteile sprechen und Bundesmittel konsequent nutzen. Autobahnen sollen Orte vom Durchgangsverkehr entlasten. Tempolimits, die Verkehrssysteme je nach Lage steuern, befürwortet die AfD.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Wir setzen uns für die Bereitstellung der erforderlichen Mittel zur Instandhaltung von Straßen und Brücken und für die Gewährleistung der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses ein.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel für Straßen und Brücken bedeuten höhere staatliche Investitionen in die Infrastruktur.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Das Programm verteidigt den heutigen Stand ohne generelles Tempolimit gegen eine diskutierte Einführung und stellt den Autoverkehr in den Vordergrund.

Vorgaben zur Antriebstechnik aufheben, Verbrenner erhalten

Die AfD lehnt die sogenannte Verkehrswende ab und will politische Vorgaben zur Antriebstechnik aufheben, soweit sie viele Menschen vom Autofahren ausschließen. Kein Antrieb soll bevorzugt oder ausgeschlossen werden; über Technologien sollen Wirtschaft, Wissenschaft und Verbraucher entscheiden.

Die AfD will Regeln zum Antrieb von Autos aufheben. Jeder soll selbst wählen: Benzin, Diesel oder Strom. Der Staat soll keine Technik bevorzugen. Die Partei will den Verbrennungs-Motor behalten. Sie ist gegen Einschränkungen für Autos in Städten.

Das Programm bezeichnet die Verkehrswende als planwirtschaftliches Projekt, das aus Sicht der AfD zu Wohlstandsverlust, Deindustrialisierung und weniger Freiheit führt. Synthetische Kraftstoffe sollen politisch nicht ausgeschlossen werden. Einschränkungen des Pkw-Verkehrs in Städten lehnt die Partei ab und setzt stattdessen auf intelligente Verkehrssteuerung. Der Verbrennungsmotor sichere Arbeitsplätze in Thüringen und sei für Handwerksbetriebe mit Kleintransportern unverzichtbar. Elektromobilität lehnt die AfD nicht grundsätzlich ab, hält sie aber in vielen Fällen für untauglich und verweist auf Rohstoffverbrauch und Umweltschäden in anderen Erdteilen.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Soweit die bisherigen politischen Vorgaben zur Antriebstechnik im Rahmen der „Mobilitätswende“ absehbar große Teile der Bevölkerung vom Individualverkehr ausschließen, setzen wir uns für eine Aufhebung dieser Vorgaben ein.“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Technologieentscheidungen sollen dem Markt und den Verbrauchern überlassen und staatliche Vorgaben zurückgenommen werden.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Bestehende Klimavorgaben für Fahrzeugantriebe sollen aufgehoben und der Verbrennungsmotor dauerhaft erhalten werden.

Radwege ausbauen, ohne das Auto zu benachteiligen

Die AfD will Radwege ausbauen, instand halten und Lücken im Netz schließen. Eine Bevorzugung des Radverkehrs zulasten des Autos und staatliche Kaufzuschüsse für Lastenräder lehnt sie ab.

Die AfD will mehr und bessere Radwege. Lücken im Radwege-Netz sollen verschwinden. Das Auto soll dabei keinen Nachteil haben. Der Staat soll kein Geld für den Kauf von Lasten-Rädern geben.

Das Programm misst dem Radfahren besonders in Städten Vorteile für die persönliche Mobilität bei und zählt es zum Individualverkehr. Angestrebt wird eine gut vernetzte Radwegeinfrastruktur. Der Radverkehr dürfe jedoch nicht einseitig gegenüber dem Pkw bevorzugt werden. Subventionen für den Erwerb von Lastenfahrrädern will die AfD nicht.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„Wir wollen dementsprechend den Ausbau und die Instandhaltung von Radwegen und die Beseitigung von Lücken im Radwegenetz fördern.“
Seite 85 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Der Ausbau der Radwege wird gefördert, zugleich sollen der Autoverkehr nicht zurückstehen und Lastenrad-Zuschüsse entfallen, sodass sich beide Richtungen ausgleichen.

Nahverkehr als Daseinsvorsorge erhalten und ausbauen

Die AfD will den öffentlichen Nahverkehr mit Bus und Bahn erhalten und ausbauen, auch auf wenig genutzten Strecken. Sie betrachtet ihn als staatliche Grundversorgung, damit der ländliche Raum nicht weiter abgehängt wird.

Die AfD will Busse und Bahnen im Nahverkehr erhalten und ausbauen. Sie sollen zuverlässig und günstig sein. Auch Strecken mit wenigen Fahrgästen sollen bleiben. Die Partei will Rufbusse und Sammeltaxis nutzen.

Nach dem Programm dürfen nicht allein wirtschaftliche Erwägungen über den Betrieb entscheiden, weil sonst vor allem ländliche Gebiete den Anschluss verlieren. Gemeinsam mit örtlichen Verkehrsunternehmen will die AfD Lösungen für ein attraktives Netz suchen. Angebote sollen notfalls auch dort bestehen, wo die Nachfrage gering ist. Rufbusse und Sammeltaxen sollen eingesetzt werden. Der Nahverkehr gilt zudem als wichtig für den Tourismus in Thüringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„Für die AfD ist ein funktionierender, zuverlässiger und günstiger ÖPNV ein unabdingbarer Teil der staatlichen Daseinsvorsorge.“
Seite 85 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Nahverkehr soll als öffentliche Aufgabe auch auf unwirtschaftlichen Strecken angeboten werden, was die staatliche Leistung ausbaut.

ÖPNV für bestimmte Gruppen kostenfrei und sicher machen

Die AfD will, dass Menschen mit Behinderung, Kinder und Auszubildende Busse und Bahnen möglichst ohne Kosten nutzen können. Einen für alle kostenlosen Nahverkehr lehnt sie ab. Außerdem sollen Bahnhöfe, Haltestellen und Züge sicherer werden.

Die AfD will Bus und Bahn für manche Menschen möglichst kostenlos machen. Das gilt für Menschen mit Behinderung, Kinder und Auszubildende. Alle anderen sollen weiter bezahlen. Bahnhöfe und Züge sollen sicher sein.

Das Programm nennt drei Gruppen, die den öffentlichen Nahverkehr möglichst kostenfrei nutzen sollen: Menschen mit Behinderung, Kinder und Auszubildende. Einen Nahverkehr ohne Fahrscheine für alle lehnt die AfD ab, weil er vollständig aus Subventionen bezahlt werden müsste. Zur Sicherheit heißt es, ein gutes Angebot nütze nichts, wenn Menschen es aus Furcht vor Kriminalität meiden. Deshalb sollen Bahnhöfe, Haltestellen und Züge nach Ansicht der Partei wieder sichere Orte werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Des Weiteren wollen wir für Menschen mit Behinderung, Kinder und Auszubildende eine möglichst kostenfreie Nutzung des ÖPNV gewährleisten.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenfreie Fahrten für bestimmte Gruppen erweitern eine öffentlich finanzierte Leistung, während ein Nulltarif für alle abgelehnt wird.

Schienenverkehr ausbauen, Flughafen Erfurt-Weimar erhalten

Die AfD will den Fernverkehr auf der Schiene erhalten und erweitern, indem bestehende Strecken ausgebaut und stillgelegte wieder in Betrieb genommen werden. Auch der Güterverkehr auf der Schiene soll gestärkt werden, wo es sich wirtschaftlich lohnt. Den Flughafen Erfurt-Weimar will sie als Standortfaktor behalten.

Die AfD will mehr Züge im Fernverkehr. Dafür sollen Strecken besser werden. Alte Strecken sollen wieder genutzt werden. Auch mehr Güter sollen mit der Bahn fahren. Der Flughafen Erfurt-Weimar soll bleiben.

Als Beispiel nennt das Programm Jena: Seit die Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld in Betrieb ist, sei Erfurt sehr gut angebunden, Jena als Industrie- und Universitätsstandort habe aber Fernverbindungen verloren. Der Güterverkehr auf der Schiene soll Straßen und Umwelt entlasten, sofern es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Für Ausbau und Modernisierung der nötigen Infrastruktur will sich die AfD beim Bund einsetzen. Den Flughafen Erfurt-Weimar beschreibt sie als modern und für internationale Flüge geeignet; er sei wichtig für die Ansiedlung von Unternehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Der schienengebundene Personenfernverkehr ist über den Ausbau bereits vorhandener Strecken und durch Reaktivierung von Strecken, die sich derzeit nicht in Betrieb befinden, zu erhalten und auszubauen.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau und die Reaktivierung von Bahnstrecken bedeuten mehr öffentliche Investitionen in Infrastruktur.

Thüringer Gästekarte einführen, touristische Infrastruktur ausbauen

Die AfD will eine „Thüringer Gästekarte“ einführen, mit der sich touristische Angebote und der Nahverkehr gemeinsam nutzen lassen. Familien aus Thüringen mit mindestens drei Kindern sollen sie gratis bekommen. Zudem sollen Straßen, Nahverkehr, Rad- und Wanderwege sowie das Internet ausgebaut werden.

Die AfD will eine Gäste-Karte für Thüringen. Mit der Karte kann man viele Angebote nutzen. Auch Bus und Bahn gehören dazu. Große Familien aus Thüringen bekommen die Karte umsonst. Straßen und Wege sollen besser werden.

Reiseziele sollen leicht erreichbar sein. Dazu will das Programm Landesstraßen instand setzen und ausbauen und den Nahverkehr auf dem Land stärken. Das Netz der Rad- und Wanderwege soll wachsen, und es soll Geld in weitere Sportanlagen und Campingplätze fließen. Überall im Land soll es stabiles und schnelles Internet geben. Die Gästekarte soll für Thüringer Familien ab drei Kindern kostenlos sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„Wir setzen uns für die Einführung einer „Thüringer Gästekarte“ ein, welche die kombinierte Nutzung verschiedener Angebote sowie des Nahverkehrs unkompliziert ermöglicht.“
Seite 111 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Investitionen in Straßen, Wege und Nahverkehr sowie eine kostenlose Karte für kinderreiche Familien weiten staatliche Leistungen schrittweise aus.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich