Rundfunkbeitrag abschaffen und Rundfunk verkleinern
Die AfD will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundlegend neu ordnen, weil er aus ihrer Sicht unausgewogen, politisch einseitig und nicht regierungsfern ist. Dazu sollen die Staatsverträge gekündigt, der Rundfunkbeitrag abgeschafft und die Zahl der Anstalten deutlich verringert werden.
Die AfD will den öffentlichen Rundfunk stark verändern. Niemand soll mehr den Rundfunk-Beitrag zahlen müssen. Es soll viel weniger Sender geben. Die Sender sollen nur noch das Wichtigste zeigen, zum Beispiel Nachrichten. Die AfD findet den Rundfunk heute einseitig und zu teuer.
Ein verkleinerter Rundfunk soll sich auf eine Grundversorgung mit Nachrichten, Information, Wissenschaft und Regionalem beschränken. Kommunale Verwaltungen sollen säumige Beitragszahler nicht mehr verfolgen. Das Programm kritisiert Gendersprache, Angebote wie den Kinderkanal und „Funk“, hohe Personal- und Pensionskosten sowie Skandale in den Sendern. Parteipolitisch besetzte Aufsichtsgremien sollen keinen Einfluss nehmen können. Online-Angebote der Anstalten sollen den Wettbewerb mit privaten Anbietern nicht verzerren, und Lizenzen sowie Frequenzen sollen diskriminierungsfrei vergeben werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Um eine Grunderneuerung des ÖRR rasch herbeizuführen, wollen wir die Staats- und Medienstaatsverträge kündigen.“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Markt
Die Abschaffung des Pflichtbeitrags und der Rückbau der öffentlichen Anstalten zugunsten privater Anbieter verringern ein öffentliches Angebot grundlegend.
- Gesellschafteher konservativ
Die Kritik an Gendersprache und an einer Überrepräsentation von Minderheiten im Programm zielt auf eine Abkehr von progressiven Inhalten.