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AfD zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Alles für Thüringen! Wahlprogramm der AfD Thüringen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 3 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europadeutlich weniger EU (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 1 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Zensurverbot auch im Internet durchsetzen

Die AfD will das Zensurverbot des Grundgesetzes umfassend anwenden, ausdrücklich auch im Netz. Sie sieht im Internet zunehmend Eingriffe gegen regierungskritische Äußerungen und hält ein freies Netz für nötig, um die Demokratie zu schützen.

Die AfD will ein freies Internet. Niemand soll dort Meinungen unterdrücken. Das Grundgesetz verbietet Zensur. Das soll auch im Internet gelten. Kinder und Jugendliche sollen im Netz trotzdem geschützt sein.

Das Programm beklagt, der Spielraum für Meinungen sei in klassischen Medien und besonders im öffentlich-rechtlichen Rundfunk enger geworden. Auch online würden Äußerungen behindert, die nicht der Regierungslinie entsprechen. Die AfD verlangt deshalb, das verfassungsrechtliche Zensurverbot überall anzuwenden. Der Jugendschutz soll im Internet weiterhin gelten; darin sieht die Partei keinen Widerspruch.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Die Thüringer AfD bleibt dabei, dass das Zensurverbot des Grundgesetzes umfassend gilt und umzusetzen ist.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Eingriffe in Äußerungen im Netz sollen gegenüber heute zurückgedrängt werden, was der Meinungsfreiheit Vorrang gibt.

Meinungsfreiheit im Netz und Nutzerrechte stärken

Die AfD lehnt neben staatlicher auch indirekte Zensur ab und sieht diese vor allem in sozialen Medien, ausgelöst durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Sie will die Rechte der Nutzer stärken und sie vor willkürlichen Sperrungen auf Plattformen schützen.

Die AfD will mehr freie Meinung im Internet. Sie ist gegen das Netzwerk-Durchsetzungs-Gesetz. Dieses Gesetz verpflichtet Plattformen, bestimmte Beiträge zu löschen. Die AfD nennt das Zensur. Plattformen sollen Nutzer nicht willkürlich ausschließen dürfen.

Aus Sicht des Programms zwingt das Netzwerkdurchsetzungsgesetz private Unternehmen wie Meta oder Google dazu, Inhalte zu zensieren. Die AfD fordert deshalb stärkere Nutzerrechte und Schutz vor willkürlichen Ausschlüssen. Rechtsverstöße und Straftaten im Netz, besonders beim Jugendschutz, sollen weiter verfolgt werden, aber nur durch staatliche Behörden. Zudem tritt die Partei für eine vielfältige Medienlandschaft und einen sachlichen, ausgewogenen Journalismus ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„fordern wir die Stärkung der Nutzerrechte im Internet und den Schutz der Nutzer vor willkürlichen Ausschlüssen von sozialen Plattformen“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Ablehnung der Löschpflichten für Plattformen und der Schutz vor Sperrungen stellen die Meinungsfreiheit vor staatlich veranlasste Kontrolle.

Uploadfilter und Chatkontrolle der EU ablehnen

Die AfD lehnt die von der EU vorgegebene Pflicht zu Uploadfiltern ab, weil sie nach ihrer Ansicht kleinere Anbieter einschränkt und die freie Netzkultur schwächt. Ebenso wendet sie sich gegen die von der EU-Kommission geplante Durchsuchung von Online-Chats außerhalb der Strafverfolgung.

Die AfD ist gegen Upload-Filter. Das sind Programme, die Inhalte beim Hochladen automatisch prüfen. Die AfD sagt: Das schadet kleinen Anbietern im Internet. Sie ist auch gegen das Durchsuchen von privaten Chats. Beides sind Pläne oder Regeln der EU.

Uploadfilter sollen laut Programm nur vorgeblich das Urheberrecht schützen. Tatsächlich beschränkten sie vor allem die Freiheit kleiner Internetanbieter. Die geplante Durchleuchtung von Chats durch die EU-Kommission lehnt die Partei ab, soweit sie nicht der Strafverfolgung dient.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir lehnen die von der EU auferlegte Pflicht zur Installation sogenannter Uploadfilter entschieden ab.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Ablehnung von Uploadfiltern und Chat-Durchleuchtung stellt Freiheit und Privatsphäre im Netz vor Kontrolle.

  • Europaeher weniger EU

    Die Partei wendet sich gegen eine geltende und eine geplante EU-Vorgabe zur Netzregulierung.

Künstliche Intelligenz fördern statt stark regulieren

Die AfD will den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Thüringer Wirtschaft unterstützen und warnt vor zu viel Regulierung. Mittelständische Firmen sollen KI nutzen können, und die Hochschulen sollen bei Forschung und Entwicklung gefördert werden.

Die AfD will Künstliche Intelligenz in Thüringen fördern. Künstliche Intelligenz heißt kurz KI. Das sind Computer-Programme, die selbst lernen. Die Politik soll KI nicht zu streng regeln. Firmen und Hochschulen sollen Hilfe bekommen.

Das Programm geht davon aus, dass sich KI in vielen Bereichen von Leben und Wirtschaft durchsetzen wird. Eine zu strenge Regulierung würde nach Ansicht der AfD Wettbewerb und Innovation bremsen. Jugendschutz und Datenschutz sollen aber auch bei KI gelten. Besonders der Mittelstand soll die Möglichkeiten der Technik ausschöpfen können, und die KI-Forschung an Thüringer Hochschulen soll gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Trotz offener Fragen und Risiken wäre es ein Hemmnis für Wettbewerb und Innovation, wenn die Politik den Einsatz von KI übermäßig regulierte.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Punkt will Regulierung von KI gering halten und betont Wettbewerb und Innovation.

Schnelles Internet im ganzen Land ausbauen

Die AfD will viel Geld investieren, damit es überall in Thüringen schnelles Internet ohne Lücken gibt. Sie sieht darin eine Bedingung für wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze außerhalb der Ballungsräume.

Die AfD will schnelles Internet in ganz Thüringen. Dafür will sie viel Geld ausgeben. Auch Dörfer sollen gut angeschlossen sein. Das soll Arbeitsplätze auf dem Land möglich machen.

Nach Ansicht der AfD kommt der Aufbau leistungsfähiger Netze bislang zu langsam voran, besonders in ländlichen Gebieten. Breitbandanschlüsse gelten im Programm als wesentliche Voraussetzung für zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Region. Auch die moderne Landwirtschaft brauche stabile und leistungsstarke Verbindungen. Deshalb sollen umfangreiche Investitionsmittel bereitstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Wir wollen großzügige Investitionsmittel zur Verfügung stellen, um ein landesweites und lückenloses Hochgeschwindigkeitsinternet zu etablieren.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Netzausbau soll mit umfangreichen öffentlichen Investitionen vorangebracht werden, also mit mehr staatlichem Mitteleinsatz.

Datenschutz-Grundverordnung abschaffen

Die AfD fordert, die Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO) abzuschaffen. Sie begründet das unter anderem mit bürokratischen Pflichten, die ehrenamtlich geführte Vereine kaum erfüllen könnten.

Die DSGVO ist ein Gesetz der EU zum Schutz von Daten. Die AfD will dieses Gesetz abschaffen. Sie sagt: Vereine haben dadurch zu viel Papier-Arbeit. Freiwillige Helfer schaffen das oft nicht.

Nach Darstellung des Programms belasten zahlreiche rechtliche Vorgaben das Vereinsleben, darunter die Pflichten aus der DSGVO. Freiwillige könnten diese mit den Mitteln eines Vereins oft nicht bewältigen. Die Partei wirft Deutschland vor, die in der Verordnung vorgesehenen Spielräume für mildere Regeln nicht genutzt zu haben. Allgemein will sie bürokratischen Lasten für Vereine entgegenwirken.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„Die AfD Thüringen fordert auch wegen dieser Beeinträchtigung ehrenamtlicher Vereinstätigkeiten die Abschaffung der DSGVO.“
Seite 117 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Ein Regelwerk, das Vereinen und Unternehmen heute Pflichten auferlegt, soll ersatzlos gestrichen werden.

  • Europadeutlich weniger EU

    Eine zentrale, unmittelbar geltende EU-Verordnung soll vollständig wegfallen, was EU-Vorgaben grundlegend zurücknimmt.

Digitale Verwaltung mit Recht auf analogen Zugang

Die AfD will landesweit einheitliche Standards für die digitale Verwaltung, damit Abläufe einfacher und auf Dauer günstiger werden. Gleichzeitig soll die Verwaltung weiterhin persönlich und ohne digitale Mittel erreichbar bleiben.

Die AfD will, dass Ämter online erreichbar sind. Anträge soll man im Internet stellen können. Dafür soll es in ganz Thüringen gleiche Regeln geben. Wer nicht online gehen will, soll trotzdem zum Amt gehen können.

Einheitliche Standards in ganz Thüringen sollen die Verwaltungsabläufe vereinfachen, bürgerfreundlicher machen und langfristig Kosten sparen. Bürger sollen die Behörden möglichst überall digital erreichen und Anträge online einreichen können. Das Programm geht zugleich von einem „Recht auf analoges Leben“ aus. Daraus folgt für die AfD, dass Behörden grundsätzlich auch künftig vor Ort und auf herkömmlichem Weg zugänglich sein müssen.

Originalzitat anzeigen (Seite 132)
„Die Verwaltung muss, wo immer möglich, für die Bürger digital erreichbar sein, Anträge müssen online gestellt werden können.“
Seite 132 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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