Zum Inhalt springen
parteiprogramm

CDU zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Der Thüringen-Plan – Das Regierungsprogramm: So bringen wir Thüringen wieder in Ordnung“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 83 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Verwaltung digitalisieren, Once-Only-Prinzip einführen

Die CDU will Thüringen zum digitalsten Bundesland machen und dafür die Zuständigkeiten für Digitalisierung in der Landesverwaltung bündeln. Daten sollen dem Staat nur noch einmal übermittelt werden müssen, und Bauanträge sollen über ein virtuelles Bauamt digital laufen.

Die CDU will Thüringen bei der Digitalisierung nach vorn bringen. Bürger und Firmen sollen ihre Daten dem Staat nur einmal geben. Bau-Anträge sollen online möglich sein. Firmen sollen Geld für Schulungen bekommen.

Nach Darstellung des Programms liegt Thüringen bei der Digitalisierung auf hinteren Plätzen. Eine Digitalstrategie soll einen verbindlichen Rahmen für die Landesverwaltung setzen und Angebote für die Kommunen enthalten. Mit dem Once-Only-Prinzip und einem gemeinsam mit den Kommunen aufgebauten „Thüringer Data Space“ sollen Behörden Daten sicher untereinander austauschen. Ein „Virtuelles Bauamt“ soll Bauverfahren vom Antrag bis zum Bescheid digital abwickeln. Über den Digitalbonus sollen Unternehmen Zuschüsse für Datenschutz- und Digitalisierungsschulungen erhalten, die Fördersummen werden angepasst.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Thüringen zum digitalsten Bundesland machen.“
Seite 10 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Datenschutz neu ausrichten, Cyberabwehr stärken

Die CDU will den Datenschutz so gestalten, dass er Missbrauch verhindert, eine aus ihrer Sicht berechtigte Nutzung von Daten aber nicht behindert. Zugleich sollen Polizei und Justiz für den Kampf gegen Wirtschaftsspionage und Cyberangriffe mehr Personal und Technik bekommen.

Die CDU will den Datenschutz ändern. Daten sollen vor Missbrauch sicher sein. Behörden sollen Daten aber leichter nutzen können, wenn die Menschen zustimmen. Polizei und Justiz sollen besser gegen Angriffe aus dem Internet vorgehen können.

Behörden sollen personenbezogene Daten verwaltungsübergreifend verwenden können, wenn die Betroffenen einverstanden sind. Um das Wissen der Unternehmen zu schützen und Zugriffe auf sensible Daten abzuwehren, will die CDU Polizei und Justiz bei Wirtschaftsspionage und Cybersicherheit personell und technisch ausbauen. Außerdem strebt sie eine Strategie für die Cyberabwehr von Staat, Unternehmen und Bürgern in ganz Deutschland an.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Den Datenschutz werden wir darauf ausrichten, dass Daten vor Missbrauch geschützt werden, nicht aber vor berechtigter und sinnvoller Nutzung.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Der Datenschutz soll zugunsten der Datennutzung durch Behörden gelockert und die Sicherheitsbehörden sollen im Cyberbereich ausgebaut werden.

Cybersicherheit von Verwaltung und Infrastruktur stärken

Die CDU will IT-Systeme von Behörden und Kritischer Infrastruktur besser schützen und dafür neue Stellen im Land aufbauen. Auch die Bekämpfung von Kriminalität im Netz soll mehr Personal erhalten. Vorbeugung, Gefahrenabwehr und Strafverfolgung sollen nach dem Programm online ebenso möglich sein wie offline.

Die CDU will Computer-Systeme von Ämtern besser schützen. Dafür soll es neue Stellen mit Fachleuten geben. Ein schnelles Team soll Angriffe aus dem Internet abwehren. Die Polizei soll mehr Personal gegen Internet-Kriminalität bekommen.

Geplant ist eine Koordinierungsstelle für Cyber- und Informationssicherheit als Anlaufstelle für Betreiber Kritischer Infrastruktur, Verwaltungen und Unternehmen. Große kommunale IT-Systeme sollen an das Notfallteam (CERT) im Landesrechenzentrum angeschlossen werden. Außerdem will die CDU eine Thüringer Cyber-Sicherheitsagentur und eine schnelle Eingreiftruppe gegen Cyberangriffe schaffen. Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime beim Landeskriminalamt soll schrittweise mehr Planstellen und eine IT-Zulage bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„sorgen wir dafür, dass Verwaltungen vor Ort schnell und koordiniert auf Angriffe reagieren können.“
Seite 49 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Glasfaser und Mobilfunk flächendeckend ausbauen

Die CDU will schnelles Internet bis in die kleinsten Dörfer bringen und Funklöcher schließen. Vorrang soll der Ausbau durch die Unternehmen selbst haben, der Staat soll vor allem koordinieren. Digitale Netze zählt die Partei zur Daseinsvorsorge.

Die CDU will schnelles Internet in allen Dörfern. Auch Funklöcher sollen verschwinden. Zuerst sollen Firmen die Netze selbst bauen. Der Staat soll den Ausbau abstimmen. Wo das nicht reicht, hilft der Staat den Gemeinden mit Fördergeld.

Im Mittelpunkt steht ein schnellerer Glasfaserausbau, daneben lokale 5G-Netze. Der Staat soll Doppelinvestitionen und paralleles Bauen verhindern und anstelle vieler Beratungsstellen einen zentralen Ansprechpartner bieten. Wo Förderung nötig ist, sollen Kommunen Hilfe bekommen, damit Bundesmittel ganz abgerufen werden. Bestehende Bahn- und neue Energietrassen sollen für Datenleitungen mitgenutzt werden. Förderprogramme sollen stärker auf Smart-City-Konzepte zielen, und Städte sollen möglichst Zugang zu privaten Verkehrsdaten für eine KI-gestützte Verkehrssteuerung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Gemeinsam mit den Mobilfunkversorgern wollen wir die Funklöcher im Land endlich schließen.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet den Vorrang des privaten Ausbaus mit staatlicher Koordination und Förderung, wo der Markt nicht ausreicht.

Verwaltung vollständig digitalisieren

Die CDU will alle Verwaltungsleistungen vom Antrag bis zum Bescheid digital anbieten und dafür eine Digital- und Datenstrategie vorlegen. Analoge Zugänge sollen vor allem für ältere Menschen bestehen bleiben.

Die CDU will Ämter digital machen. Anträge sollen online möglich sein, zu jeder Uhrzeit. Es soll ein Thüringen-Portal und eine App geben. Wer lieber zum Amt geht, kann das weiter tun.

Der Minister der Staatskanzlei soll zugleich Digitalminister werden und dem Landtag jährlich ein Digitalbarometer vorstellen. Das Antragssystem ThAVEL soll zu einem Thüringen-Portal mit App werden, alle Landesbehörden sollen die elektronische Akte bekommen. Das Landesrechenzentrum soll zentraler Dienstleister für Land und Kommunen werden; langfristig soll es nur noch ein staatliches Datennetz geben. Künstliche Intelligenz, etwa Chatbots, soll Vorgänge beschleunigen und Beschäftigte entlasten. Bei Ereignissen wie Geburt, Umzug oder Heirat sollen Bürger die nötigen Informationen von sich aus erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Wir wollen sämtliche Verwaltungsverfahren medienbruchfrei digitalisieren.“
Seite 79 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Digitalpolitik?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich