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BSW zur Bildung

Aus dem Programm „Neustart für Thüringen. Damit sich was ändert. BSW-Landtagswahlprogramm für Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 60 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 1 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Pflicht-Sprachtests ab drei Jahren einführen

Das BSW will verpflichtende Deutsch-Tests für alle Kinder ab drei Jahren. Bei Defiziten soll der Besuch einer Kita oder Vorschule Pflicht werden. Zudem soll es einen verbindlichen Lehrplan für den Kindergarten und eine verpflichtende Vorschulerziehung für alle geben.

Alle Kinder ab drei Jahren sollen einen Deutsch-Test machen. Das soll Pflicht sein. Spricht ein Kind nicht gut Deutsch, muss es in die Kita. Der Kindergarten soll einen festen Lehr-Plan bekommen.

Sprachkenntnisse sind aus Sicht des Programms die Grundlage für Integration und erfolgreiches Lernen. Das BSW will mehr Deutschkurse fördern und ehrenamtlichen Unterricht aufwerten. Die Sprachförderung in Kindergärten und Schulen soll in Qualität und Umfang besser werden. Der Kindergarten-Lehrplan soll einheitliche Basiskompetenzen vor dem Schuleintritt sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir fordern daher verpflichtende Sprachtests für Kinder ab 3 Jahren, um bei etwaigen Defiziten reagieren zu können – mit einem verpflichtenden KITA- oder Vorschulbesuch.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Pflichttests und eine Kita- oder Vorschulpflicht führen neue staatliche Pflichten für Familien ein.

Grundschule auf Grundfertigkeiten ausrichten, Gendern verbieten

Das BSW will, dass Grundschulen sich wieder auf Lesen, Schreiben und Rechnen konzentrieren und die Regeln der deutschen Sprache gelten, mit einem Genderverbot. Smartphones und Tablets sollen bis zum Ende der Grundschule aus dem Unterricht verschwinden. Thüringen soll das erste Land werden, in dem alle Grundschulabgänger diese Fähigkeiten sicher beherrschen.

Das BSW will, dass Kinder in der Grundschule gut lesen, schreiben und rechnen lernen. Gendern soll in der Schule verboten sein. Handys und Tablets sollen dort nicht genutzt werden. Kinder sollen eine schöne Schreib-Schrift lernen.

Das BSW lehnt das Schreibenlernen nach Gehör ab und auch, dass Druckschrift vor der Schreibschrift gelernt wird. Die Schulausgangsschrift soll wieder für alle Grundschüler Standard sein. Digitale Fähigkeiten gelten als wichtig, in der Grundschule soll aber analoges Lernen Vorrang haben. Mathematik, Naturwissenschaften und handwerkliche Berufsorientierung sollen mehr Gewicht bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen und auf die Regeln der deutschen Sprache (Genderverbot).“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Ein Genderverbot an Schulen und die Rückkehr zu überlieferten Lehrmethoden betonen tradierte Sprachnormen gegenüber neuen Formen.

Länger gemeinsam lernen, Regelschule stärken

Das BSW hält den Wechsel der Schulform nach der vierten Klasse für zu früh und will längeres gemeinsames Lernen. Zugleich will es das gegliederte Schulsystem erhalten und die Regelschule sowie die Mittlere Reife aufwerten. Kreatives, künstlerisches und musisches Lernen soll gefördert werden.

Kinder sollen länger zusammen lernen. Das BSW findet: Nach Klasse 4 ist der Wechsel zu früh. Es soll aber weiter verschiedene Schul-Arten geben. Die Regel-Schule soll stärker werden.

Das gegliederte Schulsystem soll unterschiedlichen Lernbedürfnissen gerecht werden. Der Abschluss der Mittleren Reife soll mehr Beachtung erhalten. Schulische und außerschulische Angebote sollen haptische, künstlerische und musische Fähigkeiten fördern. Lernen soll lebensnah sein und auf das Leben nach der Schule vorbereiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Unsere Kinder sollen länger gemeinsam und vor allem lebensnah und lebensvorbereitend lernen. Den Schulformenwechsel nach Klassenstufe 4 halten wir für verfrüht.“
Seite 18 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kostenloses Mittagessen in Kitas und Grundschulen

Das BSW will ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Kitas und Grundschulen. Die Forderung gilt unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Alle Kinder sollen in Kita und Grundschule gratis Mittag-Essen bekommen. Das soll für jedes Kind gelten. Das Einkommen der Eltern spielt keine Rolle.

Das Angebot soll für alle Kinder in Kitas und Grundschulen gelten. Es steht im Programm im Zusammenhang mit besseren Basiskompetenzen und gleichen Startchancen. Weitere Bedingungen sind nicht vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir fordern ein kostenloses Mittagessen in Kitas und Grundschulen für alle Kinder.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder führt eine neue, allgemeine öffentliche Leistung ein.

Lehrerberuf aufwerten und Lehramtsstudium neu ordnen

Das BSW will ein verbindliches, auf die Berufspraxis ausgerichtetes Curriculum für das Lehramtsstudium. Thüringen soll mit Beförderungen und Aufstiegschancen ein attraktiver Arbeitgeber für Lehrkräfte werden. Mehr Personal, mehr Geld und weniger Verwaltungsarbeit sollen Unterrichtsausfall verhindern.

Lehrer sollen besser ausgebildet werden. Das Studium soll einen festen Plan bekommen. Lehrer sollen leichter befördert werden. Mehr Personal soll helfen, dass kein Unterricht ausfällt.

Das Lehramtsstudium soll wie das Medizinstudium als akademische Berufsausbildung gestaltet sein. Quereinsteiger sollen über duale Ausbildungsformen und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse leichter in den Beruf kommen. Eine einheitliche Verwaltungs- und Planungssoftware soll Schulen entlasten. Das Bildungssystem soll mehr Geld erhalten. Bildungsminister soll nur werden, wer langjährige Berufserfahrung in Bildung oder Wissenschaft hat.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir fordern die Einführung eines verbindlichen Curriculums für das Lehramtsstudium in allen Fachbereichen“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Geld und Personal für Schulen bedeuten höhere öffentliche Ausgaben im bestehenden System.

Inklusion und Förderung bei Lernschwierigkeiten ausbauen

Das BSW will die inklusive Bildung stärken und dafür genug Personal bereitstellen, damit Kinder mit Beeinträchtigung reguläre Klassen besuchen können. Kinder mit Lernschwierigkeiten wie Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Dyskalkulie sollen über ein landesweites Therapeutennetzwerk unterstützt werden.

Kinder mit Behinderung sollen in normale Klassen gehen können. Dafür braucht es mehr Personal. Manche Kinder haben Probleme beim Lesen oder Rechnen. Für sie soll es mehr Therapie-Angebote geben.

Jugendliche mit Behinderung sollen durch bessere inklusive Schulbildung einen guten Start ins Berufsleben und ein selbstbestimmtes Leben erhalten. Das Therapeutennetzwerk soll in ganz Thüringen aufgebaut werden. Alle Kinder sollen bei Bedarf Zugang dazu bekommen. Dabei nimmt das Programm auch Bezug auf das „Budget für Arbeit“ und das „Budget für Ausbildung“.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Dazu muss genügend Personal zur Verfügung gestellt werden, um die Integration von Kindern mit Beeinträchtigung in reguläre Schulklassen zum Vorteil aller Schüler zu ermöglichen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliches Personal und ein neues Therapeutennetzwerk bauen öffentliche Leistungen im Bildungsbereich aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Behinderung stärkt Teilhabe und Gleichstellung.

Förderschulen erhalten, inklusive Übergänge schaffen

Das BSW will die Förderschulen beibehalten und die Förderzentren stärker und dauerhaft unterstützen. Zugleich sollen neue Instrumente Menschen mit Beeinträchtigung den Weg in Ausbildung und regulären Arbeitsmarkt erleichtern, auch gegen den Fachkräftemangel.

Das BSW will die Förderschulen behalten. Förder-Zentren sollen mehr Hilfe bekommen. Menschen mit Behinderung sollen leichter eine Ausbildung finden. Sie sollen auch leichter eine normale Arbeit finden. Das soll auch gegen fehlende Fach-Kräfte helfen.

Aus Sicht des Programms haben bisherige Maßnahmen Menschen mit Beeinträchtigung zu selten zu einem Berufsabschluss oder einer Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt verholfen. Das BSW will deshalb neue Wege für inklusive Übergänge entwickeln. Die Förderzentren sollen mehr und nachhaltiger gefördert werden, nach den Grundsätzen des Bildungskapitels. Die Förderschulen sollen bestehen bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir setzen uns für den Erhalt der Förderschulen ein.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Das BSW verbindet den Erhalt getrennter Förderschulen mit neuen Wegen zur Inklusion in Ausbildung und Arbeit.

Digital- und Medienkompetenz nach der Grundschule stärken

Das BSW will, dass praktische Digital- und Medienkompetenz nach der Grundschule mehr Gewicht im Unterricht bekommt. Dafür sollen neue Lehrkonzepte und moderne Technik an die Schulen kommen.

Kinder sollen gut mit Computern und Medien umgehen können. Das soll ab der weiterführenden Schule mehr gelernt werden. Dafür braucht es neue Arten zu unterrichten. Die Schulen sollen auch moderne Technik bekommen.

Das Programm begründet die Forderung mit der zunehmenden Digitalisierung. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit nach der Grundschule, während die Grundschule laut Programm auf analoges Lernen ausgerichtet sein soll. Neue Lehr- und Lernkonzepte sowie aktuelle technische Ausstattung sollen dies ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Hierzu bedarf es neuer Lehr- und Lernkonzepte sowie einer zeitgemäßen technischen Ausstattung.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wissenschaft stärken, Dauerstellen an Hochschulen schaffen

Das BSW will Bildung und Wissenschaft in einem Ministerium bündeln und die Forschungslandschaft erhalten und ausbauen. Für dauerhafte Aufgaben an Hochschulen sollen verpflichtend unbefristete Vollzeitstellen entstehen, weil viele Stellen im Mittelbau aus Sicht des Programms prekär sind.

Bildung und Wissenschaft sollen in ein gemeinsames Ministerium. Das BSW will die Forschung in Thüringen stärken. Viele Leute an Hoch-Schulen haben nur kurze Verträge. Für feste Aufgaben soll es feste Vollzeit-Stellen geben. So sollen junge Forscher besser planen können.

Das Land soll seinen finanziellen Anteil an der Exzellenzförderung von Bund und Ländern leisten. Die Bedingungen für Lehre und Forschung an den Hochschulen sollen verstetigt und ausgebaut werden, ebenso Profilbildung und internationaler Austausch. Für dauerhafte Aufgaben in der Lehre und bei der Betreuung von Großgeräten und Sammlungen soll eine angemessene Zahl verpflichtender Vollzeitstellen geschaffen werden. Die Hochschulen sollen Personalkonzepte vorlegen, die dem Nachwuchs verlässliche Karrierewege bieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Deshalb streben wir die Zusammenführung beider Bereiche in einem Ministerium an.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verpflichtende unbefristete Vollzeitstellen und mehr Landesmittel stärken öffentliche Finanzierung und Beschäftigungsschutz.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich