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CDU zur Bildung

Aus dem Programm „Der Thüringen-Plan – Das Regierungsprogramm: So bringen wir Thüringen wieder in Ordnung“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 83 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ausbildungsreife und Berufsorientierung in Schulen stärken

Die CDU will erreichen, dass Jugendliche die Schule mit einem Abschluss verlassen, der sie auf eine Ausbildung vorbereitet. Dazu sollen weniger Unterricht ausfallen, praxisnahes Lernen in allen Schularten verankert und die Berufsorientierung ausgebaut werden.

Die CDU will, dass alle Jugendlichen einen Schul-Abschluss haben. Damit sollen sie eine Ausbildung schaffen können. In der Schule soll es mehr Praxis geben. Schüler sollen auch Dinge für den Alltag lernen, zum Beispiel den Umgang mit Geld. Sie sollen Berufe besser kennenlernen.

Das Programm sieht den hohen Anteil an Schulabbrechern als Problem für Wirtschaft und Gesellschaft und will Unterrichtsausfall und Lehrermangel angehen. Neben Grundkompetenzen sollen Schüler Alltagsfähigkeiten wie Finanzen, Hauswirtschaft, Versicherungen und Bewerbungen lernen. Projekte, die Betriebe und Schulen zusammenbringen, etwa Jugend-Unternehmenswerkstätten oder Praxiskoordinatoren, sollen ausgebaut werden. Ein „Tag in der Praxis“ soll landesweit eingeführt und Unterricht durch Praktiker erleichtert werden. In den Schulen will die CDU außerdem ein positives Bild von Unternehmertum und Handwerk vermitteln.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Außerdem werden wir praxisorientiertes Lernen in allen Schulformen etablieren.“
Seite 6 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wohnortnahes Berufsschulnetz erhalten

Die CDU will Berufsschulen und Berufsfachschulen in der Fläche erhalten, damit junge Menschen in der Nähe ihres Wohnorts ausgebildet werden können und nicht abwandern. Dafür sollen die Schulen digitalisiert und überregionale Verbünde geschaffen werden.

Die CDU will Berufsschulen überall im Land erhalten. Junge Leute sollen nah an ihrem Wohnort lernen können. So sollen sie in Thüringen bleiben. Die Berufsschulen sollen mehr digitale Technik bekommen. Es soll auch eine digitale Berufsschule geben.

Das Programm bezeichnet die duale und die schulische Ausbildung als Grundlage der wirtschaftlichen Stärke des Landes. Berufsbildende Schulen sollen digitalisiert werden, und für einzelne Ausbildungsgänge sollen überregionale Schulverbünde entstehen. Zu Beginn der Ausbildung soll Unterricht über Berufsgrenzen hinweg möglich sein. Digitale Lehrangebote sollen unter dem Dach einer „digitalen Berufsschule“ allen offenstehen.

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„Wir wollen eine heimatnahe Ausbildung flächendeckend gewährleisten, um Abwanderung vorzubeugen.“
Seite 6 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufliche und akademische Bildung gleichstellen

Die CDU will Berufsausbildung und Studium als gleichwertig behandeln. Auszubildende sollen dieselben Angebote erhalten wie Studierende, etwa ein Jugend-Ticket und Wohnheimplätze, und der Wechsel zwischen beruflichen und akademischen Wegen soll leichter werden.

Die CDU findet: Eine Ausbildung ist so viel wert wie ein Studium. Auszubildende sollen die gleichen Angebote bekommen wie Studenten. Dazu gehören ein günstiges Ticket und Plätze im Wohnheim. Auch am Gymnasium soll für die Ausbildung geworben werden.

Nach dem Programm muss nicht jeder Abiturient studieren; die duale Ausbildung soll deshalb auch an Gymnasien als Karriereweg vorgestellt werden. Die Regelschule soll als Kern der Schullandschaft auf dem Weg in die Ausbildung bestehen bleiben, und Studienabbrechern soll eine duale Ausbildung aktiv angeboten werden. Die Abschlüsse Bachelor Professional und Master Professional sollen bekannter werden. Duale Berufsabschlüsse sollen bei einem späteren Studium angerechnet werden. Auszubildende sollen ein Jugend-Ticket erhalten; dazu kommen Plätze in Wohnheimen, die unter dem Namen „Junges Wohnen“ bei Berufsbildungszentren entstehen sollen.

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„Wir werden Leistungen allen jungen Menschen, unabhängig vom gewählten Karriereweg, anbieten.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Leistungen wie Jugend-Ticket und Wohnheimplätze sollen auf Auszubildende ausgeweitet werden, was staatliche Angebote schrittweise ausbaut.

Meisterausbildung kostenfrei machen

Die CDU will Thüringen zum „Meisterland“ machen und die Meisterausbildung kostenfrei stellen. Der bestehende Meisterbonus soll zudem auf weitere höhere Berufsabschlüsse wie den Techniker ausgedehnt werden.

Die CDU will, dass die Ausbildung zum Meister nichts mehr kostet. Heute gibt es schon einen Bonus für Meister. Diesen Bonus sollen auch andere bekommen, zum Beispiel Techniker. So soll der Aufstieg im Beruf attraktiver werden.

Das Programm verweist darauf, dass der Meisterbonus zunächst für Handwerksmeister eingeführt und später auf alle Meisterabschlüsse erweitert wurde, etwa Fach- und Industriemeister sowie Meister der Grünen Berufe. Nun soll die Meisterausbildung selbst kostenfrei werden. Auch andere höhere Berufsabschlüsse wie der Techniker sollen den Bonus erhalten. Begleitend will die CDU mit gezielter Werbung die Wertschätzung für Handwerk, Gründergeist und Unternehmertum erhöhen.

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„Um den Aufstieg in beruflichen Karrieren noch attraktiver zu machen, werden wir die Meisterausbildung kostenfrei machen.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Kosten der Meisterausbildung soll künftig die öffentliche Hand tragen und der Bonus wird ausgeweitet, was öffentliche Leistungen ausbaut.

Betreuungsschlüssel verbessern und mehr Erzieher gewinnen

Die CDU will die Personalausstattung der Kindergärten verbessern: Eine Fachkraft soll für sechs Kinder im Alter von einem bis drei Jahren und für zwölf ältere Kinder zuständig sein. Um den Personalbedarf zu decken, sollen mehr Ausbildungsplätze entstehen und der Beruf attraktiver werden.

In Kindergärten soll es mehr Erzieher geben. Ein Erzieher soll sechs kleine Kinder betreuen. Bei älteren Kindern sollen es zwölf Kinder sein. Die Ausbildung soll kürzer werden. Erzieher sollen weniger Papier-Arbeit haben.

Der Schlüssel von eins zu zwölf soll für Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung gelten. An Fachschulen und Einrichtungen für pädagogische Berufe sollen genügend Ausbildungsplätze bereitstehen, und die Ausbildung soll kürzer werden. Berufsbegleitende Bachelorstudiengänge für Leitungen und Assistenzkräfte will die CDU stärken. Flexible Rahmenbedingungen, individuelle Arbeitszeitkonten und weniger Bürokratie sollen die Arbeitsbedingungen verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Erzieher für sechs Kinder zwischen einem und drei“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal in Kindergärten bedeutet einen Ausbau öffentlicher Leistungen innerhalb des bestehenden Systems.

Gegliedertes Schulsystem mit allen Schularten stärken

Die CDU will am Schulsystem mit mehreren Schulformen festhalten und allen Schularten, auch freien Schulen, gleiche Entwicklungschancen geben. Statt Strukturdebatten sollen Übergänge zwischen den Schularten erleichtert und Schulen eigenständiger werden.

Es soll weiter verschiedene Schul-Arten geben. Alle Schul-Arten sollen gleich gute Chancen bekommen. Kleine Grundschulen auf dem Land sollen bleiben. Der Wechsel zwischen Schul-Arten soll leichter werden. Schulen sollen mehr selbst entscheiden.

Kleine Grundschulen im ländlichen Raum sollen erhalten und Kooperationen über Kreisgrenzen ermöglicht werden. Regelschulen sollen multiprofessionelle Teams, mindestens einen Schulsozialarbeiter und eine gleichberechtigte Lehrerzuweisung erhalten; das Gymnasium wird als Ort wissenschaftlicher Bildung gestärkt. Freie Schulen sollen bei Tarifabschlüssen und Schulaufwand nicht mehr benachteiligt werden, und ein einfaches Testat ersetzt die bisherige Nachweisprüfung. Schulleiter sollen mehr Personalverantwortung und Schulen eigene Budgets bekommen. Die Bildungszuständigkeiten sollen in einem Ministerium gebündelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Deshalb stehen wir für ein durchlässiges und leistungsorientiertes Schulsystem mit verschiedenen Schulformen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das bestehende gegliederte Schulsystem wird ausdrücklich gegen Strukturreformen verteidigt, was einer bewahrenden Haltung entspricht.

Förderschulen erhalten und Eltern wählen lassen

Die CDU will die Förderschulen im ganzen Land erhalten und deren aus ihrer Sicht schleichende Abwicklung beenden. Eltern sollen allein entscheiden, ob ihr Kind eine Förderschule oder den inklusiven Unterricht an einer allgemeinen Schule besucht.

Förderschulen sind Schulen für Kinder mit besonderem Bedarf. Die CDU will diese Schulen überall erhalten. Eltern sollen selbst wählen. Ihr Kind kann zur Förderschule gehen oder zu einer normalen Schule. Beide sollen genug Personal und Material bekommen.

Das Programm stellt das Kindeswohl und das Schulwahlrecht der Eltern an die erste Stelle. Sowohl Förderschulen als auch der gemeinsame Unterricht sollen das nötige Personal und die nötigen Sachmittel erhalten. Für Kinder mit besonderem sozial-emotionalem Förderbedarf sollen eigene Lerngruppen entwickelt werden. Die CDU beschreibt ihren Ansatz als Inklusion mit Augenmaß.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Unser Ziel ist es, die Förderschulen als professionellen Lernort flächendeckend zu erhalten“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das gesonderte Förderschulwesen soll gegen den Trend zur vollständigen Inklusion bewahrt werden, bei gleichzeitiger Ausstattung des gemeinsamen Unterrichts.

Hortgebühren abschaffen und Schulstart-Paket einführen

Die CDU will die Hortgebühren an Schulen abschaffen und jedem Schulanfänger 250 Euro für Schulsachen geben. Das soll Familien entlasten und Ganztagsangebote für alle Kinder zugänglich machen.

Der Hort an Schulen soll nichts mehr kosten. So können alle Kinder am Nachmittag betreut werden. Jedes Kind bekommt zum Schul-Anfang 250 Euro. Das Geld ist für Schul-Sachen. Die CDU will damit Familien entlasten.

Der Wegfall der Hortgebühren soll aus Sicht der CDU für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen und den Verwaltungsaufwand der Kommunen verringern. Das Schulstart-Paket von 250 Euro ist für alle Schulanfänger vorgesehen und dient dem Kauf von Schulmaterial. Beide Maßnahmen begründet das Programm mit der Entlastung von Familien.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Schulanfänger ein Schulstart-Paket in Höhe von 250 Euro zum Erwerb von Schulsachen zur Verfügung stellen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine Gebühr wird ganz abgeschafft und eine neue einkommensunabhängige Leistung für alle Schulanfänger eingeführt, beides aus öffentlichen Mitteln.

Sonderprogramm „Digitale Schule“ auflegen

Die CDU will mit einem Sonderförderprogramm in die digitale Ausstattung der Schulen investieren. Ab der fünften Klasse soll jeder Schüler ein digitales Gerät haben, entweder ein eigenes oder ein geliehenes.

Schulen sollen moderne Technik bekommen. Dafür plant die CDU ein eigenes Förder-Programm. Ab Klasse 5 soll jeder Schüler ein Gerät haben. Wer keins hat, bekommt ein Leih-Gerät. Der Unterricht in der Schule und die Handschrift bleiben wichtig.

Digitaler Unterricht soll den Präsenzunterricht und das Schreiben mit der Hand ergänzen, nicht ablösen. Für Wartung und Administration der Technik sollen „digitale Hausmeister“ die Schulen unterstützen. Zusammen mit dem Landesdatenschutzbeauftragten will die CDU praktikable Lösungen für digitale Anwendungen und Plattformen erarbeiten, damit der Datenschutz das Lernen aus ihrer Sicht nicht bremst.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Mit einem Sonderförderprogramm “Digitale Schule” wollen wir eine Investitions- und Digitalisierungsoffensive starten.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Förderprogramm und Leihgeräte bedeuten zusätzliche öffentliche Investitionen in die Schulen.

Verbindliche Sprachtests und Deutschförderklassen einführen

Die CDU will bei der Einschulung verpflichtende Sprachtests einführen und Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen zunächst in eigenen Förderklassen unterrichten. Gute Deutschkenntnisse gelten im Programm als Voraussetzung für Bildung und Integration.

Vor der Schule soll jedes Kind einen Sprach-Test machen. Der Test ist Pflicht. Wer zu wenig Deutsch kann, kommt zuerst in eine Deutsch-Förder-Klasse. Dort lernen die Kinder besser Deutsch. Die CDU sagt: Deutsch ist wichtig für Schule und Integration.

Jedes Kind soll unabhängig vom Alter ein Unterstützungsangebot erhalten, das zu seinem Sprachstand passt. Für Schüler mit Förderbedarf sind spezielle Deutschförderklassen vorgesehen. Die Sprachtests sollen den Sprachstand schon vor dem Schuleintritt verbindlich feststellen. Werden Mängel festgestellt, beginnt das Kind seine Schulzeit in der Förderklasse.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„werden wir im Rahmen der Einschulung verbindliche Sprachtests einführen. Bei festgestellten Defiziten kommen die Kinder zunächst in die Deutschförderklasse.“
Seite 25 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Noten, Kopfnoten und Versetzung ab Klasse 2

Die CDU will Schulnoten ab der zweiten Klasse, Kopfnoten für Verhalten und Arbeitshaltung sowie Versetzungsentscheidungen in jeder Klassenstufe wieder einführen. In der Grundschule sollen Lesen, Schreiben und Rechnen im Mittelpunkt stehen.

Kinder sollen ab Klasse 2 wieder Noten bekommen. Es soll auch Noten für Betragen und Fleiß geben. Am Ende jedes Schuljahres wird entschieden, ob ein Kind in die nächste Klasse kommt. Die Grundschule soll mehr Deutsch und Mathe unterrichten.

Kopfnoten für Betragen, Fleiß, Mitarbeit und Ordnung sollen wieder im Zeugnis stehen. Die Versetzungsentscheidung soll nach Darstellung der CDU motivieren, früh warnen und verhindern, dass Lernlücken über Jahre mitgeschleppt werden. In der Grundschule kommen je eine zusätzliche Stunde Mathematik und Deutsch sowie das Erlernen der Schreibschrift hinzu. Die Partei verspricht, dass jedes Kind am Ende der Grundschule richtig lesen, schreiben und rechnen kann, und will pädagogische Experimente beenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Deshalb werden wir die Versetzungsentscheidung ab dem Ende der 2. Klasse in jeder Klassenstufe einführen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Frühere Regeln zu Noten, Kopfnoten und Sitzenbleiben sollen zurückkehren, was eine Rückkehr zu überlieferten Leistungs- und Verhaltensmaßstäben in der Schule bedeutet.

Besondere Leistungsfeststellung beibehalten und überprüfen

Die CDU will die Besondere Leistungsfeststellung (BLF) in Klasse 10 des Gymnasiums erhalten. Zugleich soll geprüft werden, wie sie gestaltet ist und ob sie wirkt. Leitlinie ist, dass es keinen Abschluss ohne Prüfung geben soll.

Am Gymnasium gibt es in Klasse 10 eine Prüfung. Sie heißt Besondere Leistungs-Feststellung. Die CDU will diese Prüfung behalten. Sie will aber prüfen, ob die Prüfung gut gemacht ist.

Nach Darstellung des Programms gibt die BLF Schülern Sicherheit auf dem Weg zum Abitur und bereitet auf spätere Prüfungen vor. Die CDU will sie deshalb nicht abschaffen. Ihre Form und ihre Wirkung sollen aber untersucht und modernisiert werden. Als Grundsatz nennt das Programm: kein Abschluss ohne Prüfung.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Wir werden die Besondere Leistungsfeststellung beibehalten, ihre Ausgestaltung und Wirksamkeit aber auf den Prüfstand stellen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

MINT-Fächer und Praxis in Schulen stärken

Die CDU will das Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördern und in allen Schulformen mehr Praxisphasen ermöglichen. Ein landesweiter „Tag in der Praxis“ soll die Berufsorientierung verbessern. Auch Medien- und Digitalkompetenzen sollen stärker vermittelt werden.

Die CDU will Fächer wie Mathe, Informatik und Technik stärken. Schüler sollen mehr praktisch lernen. Es soll überall einen Tag in der Praxis geben. Dort lernen Schüler Berufe kennen. Schüler sollen auch den Umgang mit Medien lernen.

Das Programm begründet die MINT-Förderung mit der Digitalisierung und dem technischen Fortschritt. Daneben sollen Kommunikation, Teamarbeit, Kreativität und kritisches Denken gefördert werden. Der „Tag in der Praxis“ soll den Berufseinstieg erleichtern und Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften helfen. Medien- und Digitalkompetenzen will die CDU ausbauen, gegebenenfalls zusammen mit der Thüringer Landesmedienanstalt.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„wollen wir das Interesse junger Menschen an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördern.“
Seite 26 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Religionsunterricht garantieren und Wertevermittlung stärken

Die CDU will den konfessionellen Religionsunterricht als Wahlpflichtfach sichern. Außerdem soll die Schule Demokratie und Werte stärker vermitteln. Ein „Gesamtkonzept Erinnerungskultur“ soll die Beschäftigung mit der Geschichte fördern.

Die CDU will den Religions-Unterricht an Schulen behalten. Die Schule soll auch Werte und Demokratie vermitteln. Schüler sollen mehr über die Geschichte lernen. Dafür soll es einen Plan geben. Besuche an historischen Orten will die CDU fördern.

Nach dem Programm soll Schule mehr leisten als Wissen zu vermitteln, nämlich auch Orientierung und soziale Tugenden. Zur Wertevermittlung zählt die CDU die Ziele von Grundgesetz und Landesverfassung. Sie wendet sich gegen Rassismus und Antisemitismus. Fahrten zu historischen Lernorten sollen gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Wir bekennen uns zum konfessionellen Religionsunterricht als Wahlpflichtfach und wichtigen Teil unseres Schulsystems.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der bestehende konfessionelle Religionsunterricht wird ausdrücklich als fester Teil der Schule verteidigt, was überlieferte Werte bewahrt.

Unterrichtsausfall mit 105 Prozent Lehrerausstattung stoppen

Die CDU will den Unterrichtsausfall beenden und dafür jede Schule mit 105 Prozent des Lehrerbedarfs ausstatten. Lehrer sollen von Bürokratie entlastet werden. Zusätzliche Fachkräfte sollen in multiprofessionellen Teams an den Schulen mitarbeiten.

Die CDU will, dass kein Unterricht mehr ausfällt. Jede Schule soll etwas mehr Lehrer bekommen, als sie rechnerisch braucht. Lehrer sollen weniger Papier-Arbeit haben. Andere Fachleute sollen an den Schulen helfen.

Die Ausstattung von 105 Prozent soll für jede einzelne Schule gelten. Lehrer sollen sich auf Unterricht und Schüler konzentrieren können, weshalb die CDU bürokratische Aufgaben abbauen will. Zu den multiprofessionellen Teams gehören pädagogische Assistenten und Schulverwaltungsassistenten. Die Zusammenarbeit verschiedener Berufe soll Bildungsqualität und Betreuung verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Lehrkraft-Personalausstattung von 105 Prozent an jeder Schule. Außerdem wollen wir, dass sich Lehrer wieder auf den Unterricht und die Arbeit mit den Schülern konzentrieren können.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Lehrer und zusätzliches Personal an Schulen bedeuten einen Ausbau öffentlicher Leistungen.

Lehrer schneller einstellen und im Land halten

Die CDU will jede frei werdende Lehrerstelle neu besetzen und Einstellungen vereinfachen. Ein System aus Aufstieg, Zulagen und Beförderungen soll Leistung belohnen. Angehende Lehrer sollen früh eine Übernahmegarantie bekommen, Seiteneinsteiger besser vorbereitet werden.

Die CDU will alle freien Lehrer-Stellen neu besetzen. Schulen sollen Lehrer schneller einstellen können. Gute Arbeit soll sich für Lehrer lohnen. Junge Lehrer sollen früh eine feste Zusage bekommen. Menschen aus anderen Berufen sollen leichter Lehrer werden.

Schulen sollen drei Jahre im Voraus wissen, welche Stellen sie wieder besetzen dürfen, und Referendare direkt einstellen können. Die Zulagen für Mangelfächer und den ländlichen Raum will die CDU weiterentwickeln. Das Laufbahnrecht soll flexibler werden, damit Gymnasiallehrer an Regelschulen arbeiten können und umgekehrt. Fachpraxislehrer sollen angemessen bezahlt werden. Für Seiteneinsteiger sind ein einfacheres Bewerbungsverfahren und eine Vorbereitungsphase von wenigstens drei Monaten geplant.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Alle freiwerdenden Lehrerstellen werden wir wiederbesetzen und den Bedarf an steigende Schülerzahlen anpassen.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Wiederbesetzung aller Stellen sowie zusätzliche Zulagen erhöhen die öffentlichen Ausgaben für den Schuldienst.

Lehrerausbildung weiterentwickeln und öffnen

Die CDU will Zulassungsbeschränkungen im Lehramtsstudium abschaffen und die Zahl der Studienabbrüche senken. Fachhochschulen sollen künftig an der Lehrerausbildung mitwirken. Die Ausbildung soll weiter nach Schularten getrennt bleiben.

Die CDU will die Ausbildung von Lehrern verändern. Jeder soll ohne Zugangs-Grenze Lehramt studieren können. Weniger Studenten sollen das Studium abbrechen. Auch Fachhochschulen sollen Lehrer ausbilden. Lehrer sollen weiter für eine bestimmte Schulart lernen.

Für Lehramtsstudenten mit MINT-Fächern plant die CDU ein eigenes Angebot, dessen Fachinhalte auf sie zugeschnitten sind. An Fachhochschulen sollen Berufsschullehrer sowie Lehrer für handwerkliche Fächer an Regelschulen ausgebildet werden. Der Umgang mit digitalen Medien und Künstlicher Intelligenz soll fest zur Lehrerbildung gehören. Die Kapazitäten für entsprechende Fortbildungen will die CDU erhöhen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„schulartbezogenen Ausbildung der Lehrer werden wir festhalten, damit sie bestmöglich auf die Anforderungen in den jeweiligen Schularten vorbereitet sind.“
Seite 27 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulgesetz reformieren und Zivilklausel abschaffen

Die CDU will das Hochschulgesetz ändern, um Autonomie und Wissenschaftsfreiheit zu sichern. Die Zivilklausel, die Forschung auf zivile Zwecke festlegt, soll wieder entfallen. Regeln zur Mitbestimmung sollen sich allein an den Aufgaben der Universität und der Wissenschaftsfreiheit orientieren.

Die CDU will das Gesetz für Hochschulen ändern. Hochschulen sollen selbst entscheiden können. Die Zivil-Klausel soll wegfallen. Diese Regel sagt: Forschung soll nur zivilen Zwecken dienen. Forscher sollen frei und ohne Angst arbeiten können.

Nach dem Programm sollen Forscher und Studenten ihren Fragen nachgehen können, ohne moralische Abwertung, Ausgrenzung oder berufliche Nachteile befürchten zu müssen. Grenzen sollen nur Verfassung und Gesetze setzen. Die Mitbestimmung an den Hochschulen soll neu ausgerichtet werden. Die Zivilklausel will die CDU streichen.

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„Wir werden allen Versuchen entgegenwirken, die wissenschaftliche Arbeit von Hochschulangehörigen einzuschränken.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Mit dem Wegfall der Zivilklausel wäre an Thüringer Hochschulen auch Forschung für militärische Zwecke wieder möglich.

Hochschulfinanzierung langfristig sichern

Die CDU will das bisherige Finanzierungssystem der Hochschulen mit festem jährlichem Zuwachs und einem Strategie- und Innovationsbudget in der Rahmenvereinbarung VI fortführen. Größere Kostenänderungen sollen leichter berücksichtigt werden. Zugleich sollen Hochschulen weitere Einnahmequellen erschließen.

Die Hochschulen bekommen Geld vom Land. Das Geld steigt jedes Jahr um einen festen Anteil. Die CDU will das so lassen. Bei stark steigenden Kosten soll es leichter mehr Geld geben. Hochschulen sollen auch selbst mehr Geld einwerben.

Tarifabschlüsse oder stark steigende Energiekosten sollen auch während der Laufzeit der Vereinbarung in die Zuweisungen einfließen können. Anträge und Berichte zum Strategie- und Innovationsbudget sollen weniger bürokratisch werden. Die Kooperation zwischen Hochschulstandorten soll in der Vereinbarung besonders zählen. Als weitere Finanzquellen nennt das Programm Drittmittel, Weiterbildungsangebote und gemeinsam genutzte Dienste und Infrastruktur.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Unser Ziel ist es, die Verhandlungen zur Rahmenvereinbarung so abzuschließen, dass bereits deutlich vor Ende 2025 Klarheit besteht.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die verlässliche staatliche Finanzierung bleibt bestehen, zugleich sollen Hochschulen mehr eigene Mittel einwerben.

Mehr Dauerstellen und bessere Bedingungen für Professoren

Die CDU will, dass mindestens die Hälfte der Stellen im Mittelbau der Universitäten unbefristet ist. Für Professoren sollen Hürden bei Berufungen fallen und die Besoldung im Ländervergleich konkurrenzfähig werden.

Viele Mitarbeiter an Universitäten haben nur Verträge auf Zeit. Die CDU will das ändern. Mindestens die Hälfte soll feste Stellen haben. Professoren sollen besser bezahlt werden. Ihre Einstellung soll einfacher werden.

Mehr Dauerstellen soll es vor allem für Personal geben, das regelmäßig lehrt. Besondere Thüringer Regeln der W-Besoldung, etwa bei Leistungsbezügen und deren Anrechnung auf das Ruhegehalt, sieht das Programm als Standortnachteil und will sie streichen. Der Verwaltungsaufwand bei der W-Besoldung soll stark sinken. Außerdem will die CDU Arbeit und Familie an Hochschulen besser vereinbar machen, etwa durch Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten und Homeoffice.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Mittelbau wollen wir auf mindestens 50 Prozent erhöhen. Besonderes im Bereich des regulär in der Lehre eingesetzten Personals wollen wir mehr Dauerstellen ermöglichen.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr unbefristete Stellen und höhere Besoldung im öffentlichen Hochschuldienst stärken Beschäftigte und erhöhen öffentliche Ausgaben.

Studienstandort Thüringen attraktiver machen

Die CDU will mit einem „Campus Thüringen“, mehr Marketing und praxisnahen Studienformaten mehr Studenten gewinnen. Fachhochschulen sollen ein eigenes Promotionsrecht erhalten. BAföG-Anträge und der Studentenausweis Thoska sollen digital werden, der Austausch mit Europa soll wachsen.

Weniger Menschen studieren in Thüringen. Die CDU will das ändern. Die Hochschulen sollen enger zusammenarbeiten. Fachhochschulen sollen selbst Doktor-Titel vergeben dürfen. Anträge auf BAföG sollen komplett digital gehen. Mehr junge Leute sollen ins Ausland gehen können.

Im „Campus Thüringen“ sollen Hochschulen bei Studiengängen und Digitalem kooperieren und Lehrveranstaltungen gegenseitig anerkennen. Das Promotionsrecht für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften soll einen Nachteil gegenüber anderen Ländern beseitigen. Das Studium mit vertiefter Praxis soll verbreitet, der Transfer in die Wirtschaft durch Anreize für Forschende erleichtert werden. Stipendien sollen die Teilnahme am ERASMUS-Programm erhöhen, internationale Absolventen sollen durch Sprach- und Beratungsangebote im Land bleiben. Wissenschaftsnahe Institute will die CDU auch im ländlichen Raum ansiedeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Um den Hochschulstandort attraktiv zu halten, wollen wir das Marketing verstärken.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Mehr Teilnahme an ERASMUS und die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen vertiefen die Einbindung in den europäischen Hochschulraum.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich