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AfD zur Bildung

Aus dem Programm „Alles für Thüringen! Wahlprogramm der AfD Thüringen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1,1), aus 14 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 12 eher konservativ, 2 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Keine Sexualerziehung in Kindergarten und Grundschule

Die AfD will Sexualerziehung aus Kindergarten und Grundschule heraushalten und sieht sie in erster Linie als Aufgabe der Eltern. In der Kindergartenpädagogik lehnt sie Inhalte ab, die sie als Frühsexualisierung bezeichnet, etwa die Thematisierung queerer Lebensweisen.

Die AfD will keine Sexual-Erziehung im Kindergarten und in der Grundschule. Sie sagt: Das ist zuerst Aufgabe der Eltern. Im Kindergarten soll es um Spielen und Lernen gehen. Themen wie queere Lebensweisen lehnt die Partei dort ab.

Nach Ansicht der Partei muss Sexualerziehung zur körperlichen und seelischen Entwicklung des Kindes passen. Im Kindergarten lehnt sie drei Dinge ab: die ausführliche Darstellung sexueller Praktiken, das Hinterfragen des eigenen Geschlechts und das Werben für queere Lebensweisen. Krippen und Kindergärten sollen sich auf altersgerechtes Spielen und Lernen konzentrieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Sie sollte daher nicht im Kindergarten oder in der Grundschule erfolgen.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Sexualerziehung gehört heute zum Grundschulunterricht; sie dort zu streichen und queere Themen auszuschließen, nimmt bestehende Inhalte zurück.

Gegliedertes Schulsystem und anspruchsvolles Abitur sichern

Die AfD will ein gegliedertes, nach Begabungen unterschiedenes Schulsystem mit hohen Standards in allen Schulformen. Das Gymnasium soll wieder gezielt auf ein Studium vorbereiten, eine aus ihrer Sicht übertriebene Akademisierung lehnt sie ab.

Die AfD will verschiedene Schul-Arten für verschiedene Begabungen. In allen Schulen sollen die Anforderungen hoch sein. Das Gymnasium soll auf das Studium vorbereiten. Die AfD findet: Zu viele Schüler gehen aufs Gymnasium.

Zum gegliederten System gehört laut Programm eine Lehrerausbildung, die auf die jeweilige Schulart zugeschnitten ist. Das Abitur soll wieder verlässlich die Studierfähigkeit belegen, Haupt- und Realschulabschlüsse sollen für eine qualifizierte Lehre befähigen. Die AfD kritisiert, dass die Hälfte eines Jahrgangs das Gymnasium besuche, während Fachkräfte in Ausbildungsberufen fehlten. Zudem lehnt sie es ab, das Lernen zu Hause dauerhaft einzusetzen, um den Lehrermangel auszugleichen; Unterricht in der Schule sei nicht ersetzbar.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Die Thüringer AfD befürwortet daher ein nach individuellen Begabungen differenziertes Schulsystem.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD will das herkömmliche gegliederte Schulsystem stärken und den Zugang zum Gymnasium enger am Studium ausrichten, was eine bewahrende Bildungsvorstellung ausdrückt.

Regelschule stärken und Kopfnoten einführen

Die AfD will die Regelschule ins Zentrum des Thüringer Schulsystems rücken und dort mehr praktischen Unterricht und Berufsorientierung anbieten. An allen Schulen sollen Kopfnoten für Verhalten, Mitarbeit und Ordnung ab Klasse zwei gelten.

Die AfD will die Regelschule stärken. Dort soll es mehr praktischen Unterricht geben. Schüler sollen Praktika in Betrieben am Ort machen. Alle Schulen sollen Noten für Verhalten, Mitarbeit und Ordnung geben.

Der Unterricht an der Regelschule soll laut Programm weniger theorielastig werden; genannt werden Holz- und Metallbearbeitung, Elektrotechnik und Haushaltslehre. Praktika sollen vor allem in Betrieben der Region stattfinden. Ziel ist, den Bedarf an Fachkräften in Thüringen besser zu decken. Die Schule soll auch Tugenden wie Pünktlichkeit, Sorgfalt und Ordnungssinn vermitteln. Kopfnoten sollen dort bleiben, wo es sie gibt, und sonst landesweit zurückkehren.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Die Regelschule soll wieder das Herzstück unseres Bildungssystems werden“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Mit flächendeckenden Kopfnoten und der Betonung von Tugenden wie Pünktlichkeit und Ordnung will die AfD überlieferte Erziehungswerte in der Schule stärken.

Förderschulen erhalten, Inklusion begrenzen

Die AfD will das Netz der Förderschulen in ganz Thüringen erhalten und Eltern ein Recht geben, ihr Kind dort unterrichten zu lassen. Die Inklusion nach dem geltenden Schulgesetz hält sie für einen Irrweg und verlangt eine Inklusion mit Augenmaß.

Die AfD will die Förderschulen in Thüringen behalten. Eltern sollen das Recht haben, ihr Kind dorthin zu schicken. Die AfD findet: Das Schulgesetz drängt zu stark auf gemeinsamen Unterricht. Kinder mit Behinderung sollen gute Förderung bekommen.

Nach Auffassung der AfD geht die derzeitige Inklusion zulasten von Schülern, Lehrkräften und Eltern. Jedes Kind mit behinderungsbedingten Lernschwierigkeiten soll passend gefördert werden. Die Voraussetzungen dafür sieht das Programm an Förderschulen gegeben: medizinische Versorgung, technische Hilfen, speziell ausgebildete Lehrkräfte und Rückzugsräume. Die Schulen sollen nah am Wohnort erreichbar bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir setzen uns dafür ein, dass Förderschulen in ganz Thüringen erhalten bleiben und auf kurzen Wegen erreicht werden können.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD will die gemeinsame Beschulung nach dem geltenden Schulgesetz bremsen und das getrennte Förderschulsystem sichern, was dem Ausbau der Inklusion entgegensteht.

Berufsschulen erhalten, Meisterausbildung kostenfrei machen

Die AfD will das Berufsschulnetz vor allem auf dem Land erhalten und mehr junge Menschen für die duale Ausbildung gewinnen. Die höhere Berufsbildung für Meister, Techniker, Fach- und Betriebswirte soll kostenfrei werden.

Die AfD will die Berufsschulen behalten, besonders auf dem Land. Mehr junge Leute sollen eine Ausbildung machen. Die Ausbildung zum Meister oder Techniker soll nichts kosten. Wer das Geld bekommt, soll länger in Thüringen bleiben.

Das Programm führt an, die Ausdünnung des Berufsschulnetzes habe die Ausbildung wegen längerer Wege unattraktiver gemacht. Ein Maßnahmenkatalog soll mehr Jugendliche in die duale Ausbildung bringen. Handwerks- und Industriemeister sollen nach einem berufsbegleitenden Aufbaustudium auch Fachtheorie an Berufsschulen unterrichten dürfen. Die Kostenfreiheit betrifft Abschlüsse der Stufen 6 und 7 des Deutschen Qualifikationsrahmens und soll an einen längeren Verbleib im Land geknüpft sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir stellen uns dieser Entwicklung entgegen und wollen das bewährte Berufsschulnetz erhalten.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Hand soll Kosten der höheren Berufsbildung übernehmen, die heute zum Teil die Teilnehmenden tragen, und ein dichtes Schulnetz finanzieren.

Keine verpflichtenden Ganztagsschulen ausbauen

Die AfD lehnt den Ausbau gebundener, also verpflichtender Ganztagsschulen ab. Sie bevorzugt Halbtagsschulen mit freiwilliger Betreuung am Nachmittag, weil die Pflichtform aus ihrer Sicht zu stark in die Entscheidung der Eltern eingreift.

Die AfD will keine Pflicht zur Ganztags-Schule. Der Unterricht soll am Vormittag stattfinden. Am Nachmittag soll es freiwillige Betreuung geben. Die Eltern sollen selbst entscheiden.

Nach dem Programm bringt die Ganztagsschule mehr Betreuung, aber keinen zusätzlichen Unterricht. Die AfD befürchtet, dass Freizeit und Vereinsleben der Kinder darunter leiden. Sie spricht von einer Verschulung der Kindheit. Das offene Modell mit freiwilligem Nachmittagsangebot soll bestehen bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir befürworten das System der Halbtagsschulen mit freiwilliger Nachmittagsbetreuung“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD stellt sich gegen den Ausbau verpflichtender Ganztagsschulen und betont die Entscheidung der Eltern und die Betreuung außerhalb der Schule.

Kleine Schulen erhalten, freie Schulen auskömmlich finanzieren

Die AfD will Mindestschülerzahlen flexibel anwenden, damit kleine Schulen auf dem Land bestehen bleiben. Schulen in freier Trägerschaft sollen so finanziert werden, dass sie Lehrkräfte wie staatliche Schulen bezahlen können, ohne hohe Elternbeiträge zu verlangen.

Die AfD will kleine Schulen auf dem Land behalten. Kinder sollen nah am Wohnort zur Schule gehen. Freie Schulen sollen genug Geld vom Land bekommen. Auch Kinder aus armen Familien sollen freie Schulen besuchen können.

Die Vorgaben zur Mindestzahl an Schülern sollen so gehandhabt werden, dass Schulschließungen möglichst vermieden werden. Freie Schulen sieht das Programm als Gewinn für Qualität und Vielfalt der Bildung. Die AfD will ihnen eine gute Personalperspektive sichern. Gehälter an freien Schulen sollen das Niveau staatlicher Schulen erreichen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Die Regelung von Mindestschülerzahlen für Schulen muss flexibel gehandhabt werden, damit kleine Schulen möglichst erhalten bleiben“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr Geld für kleine Schulstandorte und für freie Schulen aufwenden, damit Elternbeiträge niedrig bleiben.

Politische Neutralität an Schulen durchsetzen

Die AfD verlangt, Verstöße von Schulpersonal gegen die politische Neutralität zu ahnden. Programme, die sie als politisch motiviert ansieht, sollen an Schulen nicht stattfinden, darunter der „Bildungsplan bis 18 Jahre“ und zugehörige Lehrerschulungen.

Die AfD sagt: Schule muss politisch neutral sein. Lehrer sollen keine Partei schlecht machen. Wer dagegen verstößt, soll Folgen spüren. Die AfD will auch keine politischen Programme an Schulen.

Das Programm beruft sich auf Grundgesetz, Landesverfassung, Schulgesetz und den Beutelsbacher Konsens, eine Leitlinie für politische Bildung. Danach seien umstrittene Themen auch im Unterricht als umstritten darzustellen. Unzulässig sind aus Sicht der AfD einseitige Einflussnahme, das Herabsetzen bestimmter Parteien und Meinungsdruck, der Auffassungen ausgrenzt. Den „Bildungsplan bis 18 Jahre“ und die damit verbundenen Fortbildungen für Lehrkräfte bezeichnet sie als ideologisch.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Verstöße des Schulpersonals gegen das Neutralitätsgebot sind zu ahnden.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD will bestehende pädagogische Programme wie den Bildungsplan bis 18 Jahre und zugehörige Lehrerschulungen aus den Schulen entfernen.

Gendersprache an Schulen verbieten

Die AfD will geschlechtergerechte Sprache an Thüringer Schulen untersagen. Sie begründet das damit, dass solche Texte oft grammatisch falsch seien und Schülern das Lernen erschwerten.

Die AfD will Gender-Sprache an Schulen verbieten. Gender-Sprache nennt Frauen und Männer mit besonderen Wortformen. Die AfD sagt: Solche Texte sind oft falsch. Sie machen das Lernen schwerer.

Das Programm stellt fest, dass an Schulen zunehmend Lehr- und Lernmaterial in gegenderter Sprache verwendet werde. Die AfD lehnt die Vorstellung ab, Geschlecht sei sozial konstruiert und frei wechselbar. Sie bezeichnet die Ausdrucksweise als gekünstelt. Das Verbot soll für die Thüringer Schulen gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir lehnen die Genderideologie ab und wollen den Gebrauch von Gendersprache an Thüringer Schulen untersagen.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Ein Verbot gegenderter Sprache an Schulen schränkt eine heute zulässige Praxis ein und richtet sich gegen ein Anliegen der Gleichstellungspolitik.

Islamunterricht ablehnen, Sexualkunde erst zur Pubertät

Die AfD lehnt Islamunterricht an Thüringer Schulen ab, solange Fragen der Abgrenzung zum politischen Islam offen sind. Sexualaufklärung soll nicht in Kindergarten oder Grundschule stattfinden, sondern erst in der Pubertät.

Die AfD will keinen Islam-Unterricht an Schulen in Thüringen. Sie sagt: Der politische Islam passt nicht zu einem weltlichen Staat. Sexualkunde soll es erst in der Pubertät geben. Im Kindergarten und in der Grundschule soll sie nicht stattfinden.

Nach Überzeugung der AfD verträgt sich der politische Islam nicht mit wesentlichen Regeln eines säkularen Verfassungsstaats. Erst wenn die Abgrenzung geklärt ist, käme ein solcher Unterricht aus ihrer Sicht in Frage. Bei der Sexualkunde verlangt das Programm, dass sie zur körperlichen und seelischen Entwicklung der Kinder passt. Frühere Aufklärung bezeichnet die AfD als Frühsexualisierung.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Solange die erforderlichen Abgrenzungsfragen nicht geklärt sind, lehnt die Thüringer AfD Islamunterricht an unseren Schulen ab.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD will Sexualaufklärung aus Kindergarten und Grundschule herausnehmen und Islamunterricht nicht zulassen, was überlieferte Wertvorstellungen in der Schule stärkt.

Sexualaufklärung nur durch Lehrer zulassen

Die AfD will, dass Sexualaufklärung an Schulen allein von Lehrkräften unterrichtet wird. Externe Anbieter und Projektformate sollen dafür nicht mehr zulässig sein. Die Schule soll dabei ein Konzept vertreten, das die Entscheidung für ein eigenes Kind als natürlich darstellt.

Die AfD will die Sexual-Aufklärung an Schulen ändern. Nur Lehrer sollen darüber unterrichten. Leute von außen sollen das nicht mehr tun. Die Schule soll zeigen: Ein eigenes Kind zu bekommen ist etwas Gutes.

Das Programm schließt Dritte sowie Projekte als Form der Sexualaufklärung aus. Zuständig sollen ausschließlich die Lehrkräfte der Schule sein. Inhaltlich verlangt die AfD ein von ihr als lebensbejahend bezeichnetes Konzept der Sexualpädagogik. Dieses soll vermitteln, dass ein eigenes Kind die Persönlichkeit bereichert und zu ihr gehört.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Die Sexualaufklärung in der Schule soll ausschließlich durch Lehrer erfolgen, sie darf nicht durch Dritte und innerhalb von „Projekten“ durchgeführt werden.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Externe Angebote zur Sexualaufklärung sollen entfallen und ein auf das eigene Kind ausgerichtetes Leitbild soll gelten, was den heutigen Stand in Richtung überlieferter Familienwerte verschiebt.

Noten ab Klasse zwei und Sitzenbleiben ermöglichen

Die AfD will Schulnoten ab der zweiten Klasse verbindlich machen und das Wiederholen in jeder Klassenstufe erlauben. Das Leistungsprinzip soll nach dem Programm in allen Stufen durchgängig gelten. Die Besondere Leistungsfeststellung in der zehnten Klasse der Gymnasien soll bleiben.

Die AfD will Noten ab der zweiten Klasse. Schüler sollen jede Klasse wiederholen können. Die Prüfung in Klasse 10 am Gymnasium soll bleiben. Die AfD sagt: Kinder brauchen eine klare Rückmeldung zu ihrer Leistung.

Noten geben Schülern aus Sicht des Programms eine vergleichbare Auskunft über ihr Können. Eine Klassenwiederholung soll in jeder Stufe möglich sein, was derzeit in Thüringen laut Programm nicht der Fall ist; die AfD sieht darin keine Stigmatisierung, sondern eine Chance für überforderte Schüler. Ein Nachteilsausgleich für Kinder mit Förderbedarf soll im Zeugnis stehen und die individuelle Förderung nicht ersetzen. Die Besondere Leistungsfeststellung (BLF) soll erhalten bleiben und als Realschulabschluss gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir wollen daher die Beibehaltung bzw. verbindliche Wiedereinführung des bewährten Benotungssystems ab der zweiten Klasse.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Verbindliche Noten ab Klasse zwei, Sitzenbleiben in jeder Stufe und ein Zeugnisvermerk beim Nachteilsausgleich führen zu herkömmlichen Formen der Leistungsbewertung zurück.

Lehrpläne auf Fachwissen und Schreibschrift ausrichten

Die AfD will die Lehrpläne überarbeiten und für jedes Fach feste inhaltliche Vorgaben einführen. In der Grundschule sollen Lesen, Schreiben und Rechnen im Mittelpunkt stehen, die Schreibschrift soll verbindlich gelehrt werden. Die Methode „Lesen durch Schreiben“ und digitale Geräte an Grundschulen lehnt sie ab.

Die AfD will neue Lehrpläne. Darin soll genau stehen, was Kinder in jedem Fach lernen. Grundschüler sollen die Schreibschrift lernen. Tablets und Computer soll es an Grundschulen nicht geben.

Das Programm kritisiert, dass der Unterricht seit der Umstellung auf Kompetenzorientierung in den 1990er-Jahren weniger auf Fachwissen ziele. Die Methode „Lesen durch Schreiben“ führt aus Sicht der AfD häufig zu dauerhaften Rechtschreibproblemen, vor allem bei leistungsschwachen oder Dialekt sprechenden Kindern; stattdessen befürwortet sie eine moderne Fibelmethode. Die Schreibschrift fördere Sorgfalt, Gedächtnis und sprachliche Kreativität. Ein früher Einsatz digitaler Endgeräte behindere das Erlernen der Handschrift, weshalb sie an Grundschulen nicht verwendet werden sollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„In allen Fächern sollen einheitliche und verbindliche inhaltliche Anforderungen festgelegt werden.“
Seite 39 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulgebäude sanieren und Schulessen-Standards festlegen

Die AfD will, dass das Land Kommunen und Schulträgern genug Mittel gibt, um Schulgebäude zu sanieren und die Ausstattung aktuell zu halten. Zudem sollen verbindliche Qualitätsstandards für das Mittagessen an Schulen entstehen.

Viele Schulen in Thüringen sind in schlechtem Zustand. Die AfD will, dass das Land den Gemeinden dafür mehr Geld gibt. Die Schulen sollen auch gut ausgestattet sein. Außerdem soll es feste Regeln für gesundes Schul-Essen geben.

Das Programm spricht von einem Sanierungsstau in Milliardenhöhe bei Gebäuden und Ausrüstung der Thüringer Schulen. Die Sanierung soll ohne großen bürokratischen Aufwand möglich sein. Für die Schulspeisung will die AfD Standards erarbeiten, die allen Schülern ein reichhaltiges und gesundes Mittagessen sichern. Das Essen soll saisonal und regional zubereitet sein, weil ausgewogene Ernährung nach dem Programm den Schulerfolg unterstützt.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Das Land muss die Kommunen und die Schulträger so ausstatten, dass diese die Schulgebäude unbürokratisch in einen angemessenen Zustand versetzen“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr öffentliche Mittel für Schulbauten und Ausstattung bereitstellen, was die staatlichen Investitionen schrittweise ausweitet.

Verpflichtende Vorschaltklassen für Deutschlernende einführen

Die AfD will Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse zunächst in Vorschaltklassen unterrichten. Erst nach einer verbindlichen Leistungsüberprüfung sollen sie in reguläre Klassen oder Berufsschulen wechseln. Der normale Unterricht sei nach dem Programm nicht der richtige Ort für den Spracherwerb.

Manche Kinder aus dem Ausland können noch kein Deutsch. Die AfD will sie zuerst in eigenen Klassen unterrichten. Dort lernen sie Deutsch. Danach gibt es eine Prüfung. Erst dann kommen sie in eine normale Klasse.

Die Vorschaltklassen sollen für ausländische Kinder ohne genügende Sprachkenntnisse verpflichtend sein. Der Übergang in eine Regelklasse oder Berufsschule hängt von einer verbindlichen Prüfung der Sprachfähigkeit ab. Außerdem soll beachtet werden, wie alt die Schüler in den jeweiligen Klassen an Grund- und Sekundarschulen sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Nur wer über die sprachliche Befähigung verfügt, soll in einer regulären Schulklasse oder in einer Berufsschule beschult werden.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Der Zugang zugewanderter Kinder zum Regelunterricht wird an eine Sprachprüfung und getrennte Vorschaltklassen geknüpft, was die Bedingungen der Integration verschärft.

Schneller gegen Gewalt an Schulen vorgehen

Die AfD will Schulbehörden und Lehrkräften Mittel an die Hand geben, um auf Gewalt und störendes Verhalten rasch reagieren zu können. Das Recht der Klasse auf ungestörten Unterricht soll dabei mehr zählen als der Schulbesuch eines Einzelnen.

Die AfD will schneller gegen Gewalt an Schulen handeln. Lehrer und Behörden sollen dafür einfache Mittel bekommen. Die Klasse soll in Ruhe lernen können. Das soll wichtiger sein als der Unterricht für einen einzelnen Störer.

Gemeint ist Gewalt und destruktives Verhalten gegenüber Schülern, Lehrern oder Sachen. Die Maßnahmen sollen ohne großen bürokratischen Aufwand und zügig anwendbar sein. Das Programm begründet dies damit, dass die Schule ein Ort des Lernens sei.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Der Anspruch einer Gruppe auf die Durchführung eines ungestörten Unterrichts muss grundsätzlich ein höheres Gewicht haben als die Beschulung eines einzelnen Schülers.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Schulen sollen leichter und schneller gegen einzelne Schüler durchgreifen können, was Ordnung stärker gewichtet als den Anspruch des Einzelnen.

Spezialgymnasien erhalten und Hochbegabte fördern

Die AfD will die Thüringer Spezialgymnasien für Sport, Sprachen und Musik erhalten und ausbauen. Alle entsprechend begabten Schüler sollen sie besuchen können. Zusätzlich soll jede Schule Angebote für Hochbegabte haben.

In Thüringen gibt es besondere Gymnasien für Sport, Sprachen und Musik. Die AfD will diese Schulen behalten und ausbauen. Begabte Schüler sollen dort lernen können. Auch an anderen Schulen soll es Hilfe für sehr begabte Kinder geben.

Genannt werden die Sportgymnasien in Oberhof, Erfurt und Jena, das Sprachengymnasium in Schnepfenthal und das Musikgymnasium in Weimar. Diese Schulen bieten aus Sicht des Programms sehr gute Bedingungen für besondere Begabungen. Individuelle Förderung für Hochbegabte soll darüber hinaus an allen Schulen möglich sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Die AfD bekennt sich zum Erhalt und zum weiteren angemessenen Ausbau der drei Thüringer Sportgymnasien in Oberhof, Erfurt und Jena“
Seite 41 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitale Medien und KI maßvoll einsetzen

Die AfD will digitale Medien im Unterricht mit Augenmaß nutzen und lehnt es ab, Lehrkräfte durch Technik zu ersetzen. Ein Verbot Künstlicher Intelligenz an Schulen hält sie für weltfremd. Stattdessen sollen Schüler und Lehrer einen kritischen Umgang damit lernen.

Die AfD will Computer im Unterricht nur mit Maß einsetzen. Lehrer sollen nicht durch Technik ersetzt werden. Programme wie ChatGPT will die AfD an Schulen nicht verbieten. Schüler sollen lernen, was diese Programme können und was nicht.

Schüler sollen lernen, sinnvoll mit modernen Medien umzugehen. Dazu gehört nach dem Programm Aufklärung über Risiken wie Suchtverhalten, Kurzsichtigkeit, Mangel an Bewegung oder Empathie sowie über Datenschutz und Datensicherheit. Bei Künstlicher Intelligenz geht die AfD davon aus, dass die Entwicklung nicht aufzuhalten ist und gute wie schlechte Folgen für die Schule hat. Schüler und Lehrer sollen sich mit Möglichkeiten und Grenzen dieser Programme auseinandersetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Alle Bestrebungen, den Unterricht im Ganzen zu digitalisieren und die Lehrkraft durch das Medium zu ersetzen, lehnen wir ab.“
Seite 41 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lehrer entlasten und Lehrermangel bekämpfen

Die AfD will den Bedarf an Lehrkräften und den Unterrichtsausfall offen erfassen und Lehrer von Bürokratie entlasten. Gegen den Lehrermangel sollen schnellere Bewerbungsverfahren, mehr Studienplätze, ein Stipendium und eine neue Pädagogische Hochschule helfen.

In Thüringen fehlen Lehrer. Die AfD will genau zählen, wie viele Lehrer fehlen. Helfer sollen den Lehrern Büro-Arbeit abnehmen. Es soll mehr Studien-Plätze für künftige Lehrer geben. Die AfD will auch eine neue Hochschule für Lehrer gründen.

In die Bedarfsrechnung sollen auch abgeordnete und langzeiterkrankte Lehrer einfließen; jede Form von nicht planmäßigem Unterricht soll getrennt erfasst und veröffentlicht werden. Schulverwaltungsassistenten sollen überall Routineaufgaben übernehmen. Das Programm fordert ein strafferes Bewerbungsverfahren, mehr Lehramtsstudienplätze, eine „Landeskinderquote“ und ein Stipendium für Studierende, die sich zu längerem Unterrichten an einer zugewiesenen Thüringer Schule verpflichten. Eine Pädagogische Hochschule soll Grund- und Regelschullehrer ausbilden und Seiteneinsteiger qualifizieren. Horterzieher sollen die Lehrbefähigung für bis zu zwei Grundschulfächer erwerben können, ausgenommen Deutsch und Mathematik.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Flächendeckend sollen Schulverwaltungsassistenten die Lehrer von bürokratischen Routineaufgaben entlasten.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliches Personal, ein Stipendium, mehr Studienplätze und eine neue Hochschule erweitern die öffentlichen Leistungen im Bildungsbereich schrittweise.

Identitätspolitik an Hochschulen die Unterstützung entziehen

Die AfD will die Thüringer Hochschulen stärken und dem, was sie linke Identitätspolitik nennt, die politische Unterstützung entziehen. Aus ihrer Sicht politisiert diese Strömung Forschung und Lehre und gefährdet die Wissenschaftsfreiheit.

Die AfD will die Hochschulen in Thüringen stärken. Sie sagt: Linke Gruppen machen an Hochschulen zu viel Politik. Das schade der Freiheit von Forschung und Lehre. Die AfD will diese Politik nicht mehr unterstützen.

Das Programm verweist auf die Bedeutung von Bildung und Wissenschaft für den wirtschaftlichen Wettbewerb eines rohstoffarmen Landes. Nach Darstellung der AfD greifen Aktivisten unter Berufung auf Diskriminierung und Ungleichheit Geschichte, Kultur und Traditionen der Gesellschaft an. Hochschulleitungen gäben diesem Druck nach, und die rot-rot-grüne Landesregierung habe sich diese Agenda zu eigen gemacht. Die AfD will dem entgegenwirken und beruft sich dabei auf die im Grundgesetz garantierte Freiheit von Forschung und Lehre.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Die AfD Thüringen will der linken Identitätspolitik den politischen Rückhalt entziehen und die grundgesetzlich garantierte Freiheit von Lehre und Forschung wieder durchsetzen.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die politische Unterstützung für Ansätze zu Gleichstellung und Antidiskriminierung an Hochschulen soll enden, was den heutigen Stand in Richtung Bewahrung überlieferter Kultur verschiebt.

Genderforschung an Hochschulen abschaffen

Die AfD will die Genderforschung an den Hochschulen in Thüringen abschaffen. Sie hält das Fach für ideologisch geprägt und spricht ihm den wissenschaftlichen Charakter ab.

Die AfD will keine Gender-Forschung an den Hochschulen in Thüringen. Gender-Forschung untersucht die Rollen der Geschlechter. Die AfD sagt: Das ist keine echte Wissenschaft. Deshalb soll das Fach wegfallen.

Das Programm sieht in der politischen Förderung bestimmter Fächer eine ideologische Absicht. Als Beispiel nennt es die Genderforschung. Die AfD bezeichnet sie als Pseudowissenschaft und verlangt, dass sie an den Thüringer Hochschulen nicht mehr betrieben wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Wir fordern die Abschaffung dieser Pseudowissenschaft an den Thüringer Hochschulen.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein bestehendes Forschungsfeld zu Geschlecht und Gleichstellung soll an den Hochschulen ganz wegfallen, was einer konservativen Position entspricht.

Pflichtmitgliedschaft in der Studierendenschaft abschaffen

Die AfD will, dass Studenten nicht mehr automatisch Mitglied der verfassten Studierendenschaft ihrer Hochschule sind. Aus ihrer Sicht nutzen deren Gremien ihre Stellung für einseitig linke Politik.

Heute sind alle Studenten Mitglied in der Studierendenschaft. Das ist die Vertretung der Studenten an der Hochschule. Die AfD will diese Pflicht abschaffen. Sie sagt: Die Vertretungen machen einseitig linke Politik.

Das Programm verweist darauf, dass Gremien wie der Studierendenrat meist nur von einem kleinen Teil der Studenten gewählt würden. Trotzdem bestimmten sie das politische Klima an den Hochschulen. Die AfD wirft ihnen vor, die Meinungsfreiheit zu untergraben, linke Veranstaltungen zu bezahlen und mit linksextremen Gruppen zusammenzuarbeiten. Deshalb soll die verpflichtende Mitgliedschaft entfallen.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Daher soll die Zwangsmitgliedschaft aller Studenten in diesen Organisationen abgeschafft werden.“
Seite 46 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulautonomie stärken, Diplom und Magister ermöglichen

Die AfD will den Hochschulen mehr Eigenständigkeit und eine ausreichende Grundfinanzierung geben. Die Akkreditierung von Studiengängen soll entfallen, und Hochschulen sollen wieder Diplom- und Magisterstudiengänge anbieten dürfen. Deutsch soll als Sprache der Lehre und Wissenschaft gefördert werden.

Die AfD will den Hochschulen mehr Freiheit und genug Geld geben. Die Hochschulen sollen wieder Diplom und Magister anbieten dürfen. Das sind ältere Abschlüsse. Studenten sollen ihren Abschluss selbst wählen. Deutsch soll an den Hochschulen wichtig bleiben.

Das Programm beruft sich auf das Bildungsideal Humboldts und will neben der Autonomie der Hochschulen auch die Eigenverantwortung der Studenten stärken. Grundfinanzierung und bedarfsabhängige Mittel sollen Planungssicherheit geben. Als bürokratische Last nennt die AfD das Akkreditierungsverfahren, das sie abschaffen will, und die Verwaltungsfolgen der modularisierten Bachelor- und Masterstudiengänge. Der durch die Bologna-Reformen ausgelösten Verschulung will sie entgegenwirken. Englisch wird als internationale Wissenschaftssprache anerkannt, soll Deutsch an Thüringer Hochschulen aber nicht verdrängen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Dementsprechend wollen wir es ermöglichen, dass die Hochschulen zu den bewährten Diplom- und Magisterstudiengängen zurückkehren können“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Rückkehr zu den früheren Abschlüssen und die Förderung des Deutschen als Wissenschaftssprache zielen auf die Bewahrung überlieferter Bildungstraditionen.

Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer einführen

Die AfD will von Studenten aus Staaten außerhalb der EU Studiengebühren verlangen. Sie begründet das mit hohen Abbrecherquoten und damit, dass viele nach dem Studium Thüringen verlassen. Die Einnahmen sollen Forschung und Lehre zugutekommen.

Studenten aus Ländern außerhalb der EU sollen für ihr Studium zahlen. Die AfD sagt: Viele von ihnen brechen das Studium ab. Viele gehen danach aus Thüringen weg. Das Geld sollen die Hochschulen bekommen.

Laut Programm kommen im Schnitt 35 Prozent der Studenten in Thüringen aus Nicht-EU-Staaten, in einzelnen Studiengängen bis zu 70 Prozent. Häufig gehe es um besonders teure Studiengänge. Die AfD erwartet von den Gebühren zusätzliche Einnahmen der Hochschulen in Millionenhöhe. Das Geld könne in bessere Forschung und Lehre fließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„halten wir es für angemessen, Nicht-EU-Ausländer durch die Einführung von Studiengebühren an den Kosten des Studiums zu beteiligen“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein bisher gebührenfreies öffentliches Angebot soll für eine Gruppe kostenpflichtig werden, was die Eigenbeteiligung stärkt.

  • Migrationeher restriktiv

    Für Studenten aus Nicht-EU-Staaten gelten künftig strengere finanzielle Bedingungen als heute.

Gesundheitsberufe schulgeldfrei halten

Die AfD will, dass die Ausbildung in nichtakademischen Gesundheitsberufen ohne Schulgeld bleibt. Zusätzlich sollen angehende Heilerziehungspfleger finanziell deutlich entlastet werden, um mehr Nachwuchs zu gewinnen.

Wer Alten-Pfleger oder Physio-Therapeut wird, zahlt in Thüringen kein Schulgeld mehr. Die AfD will, dass das so bleibt. Auch Auszubildende in der Heil-Erziehungs-Pflege sollen weniger zahlen. So sollen mehr junge Leute diese Berufe lernen.

Das Schulgeld für Berufe wie Altenpfleger, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden fiel 2022 weg, was die AfD wesentlich auf ihr eigenes Wirken zurückführt. Die Partei schließt aus, es wieder einzuführen. Sie begründet das mit dem Fachkräftemangel in Sozial- und Gesundheitsberufen. Heilerziehungspfleger in Ausbildung sollen ebenfalls spürbar weniger Kosten tragen.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Mit uns wird es keine Wiedereinführung eines solchen Schulgeldes geben.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt verteidigt die gebührenfreie Ausbildung und will weitere Auszubildende mit öffentlichen Mitteln entlasten.

Kulturelle und musische Bildung stärken

Die AfD will, dass Schulen die regionale Kultur und ihre Geschichte gründlich vermitteln. Öffentliche Musik- und Kunstschulen sollen ausreichend Geld erhalten. Musisch begabte Kinder sollen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft gefördert werden.

Kinder sollen in der Schule viel über die Kultur von Thüringen lernen. Musik-Schulen und Kunst-Schulen sollen genug Geld bekommen. Begabte Kinder sollen Hilfe bekommen. Das gilt auch für Kinder aus armen Familien.

Vor allem in Geschichte, Deutsch und den musisch-künstlerischen Fächern soll vermittelt werden, woher die Hochkultur stammt und wie sie sich entwickelt hat. Thüringens Traditionen sollen dabei in den deutschen und europäischen Rahmen gestellt werden. Für besonders begabte Kinder nennt das Programm Stipendien als ein mögliches Mittel. Die Partei verweist auf das Thüringer Musik- und Jugendkunstschulgesetz, das nach ihrer Darstellung auf ihren Druck hin beschlossen wurde und die Finanzierung dieser Schulen sichert.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„Daher verdienen öffentliche Musik- und (Jugend-) Kunstschulen eine auskömmliche Förderung.“
Seite 115 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ausreichende öffentliche Mittel für Musik- und Kunstschulen und Stipendien stehen für etwas mehr staatliche Leistungen.

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Unterricht soll stärker auf regionale Kultur und überlieferte Hochkultur ausgerichtet werden, was auf Bewahrung von Tradition zielt.

Tägliche Bewegungsstunde an Schulen einführen

Die AfD will Sport und Bewegung stärker im Alltag von Kindergärten und Schulen verankern und fordert eine tägliche Bewegungsstunde. Sie begründet das mit Bewegungsmangel bei Kindern, der sich durch die Corona-Maßnahmen verschärft habe, und will künftige Sportverbote ausschließen.

Viele Kinder bewegen sich zu wenig. Die AfD will jeden Tag eine Stunde Bewegung in der Schule. Auch Kindergärten sollen mehr Sport machen. Sport-Verbote wie in der Corona-Zeit soll es nie wieder geben.

Laut Programm reichen die Schulsportstunden meist kaum an die empfohlene Mindestmenge an körperlicher Aktivität heran. Kinder bräuchten viel Platz und Gelegenheiten für Bewegung, drinnen wie draußen. Die Corona-Einschränkungen hätten den Breitensport monatelang lahmgelegt und viele Vereinsaustritte verursacht. Die AfD will das sportliche Leben wieder beleben und jeden künftigen „Sport-Lockdown“ ausschließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 125)
„Die tägliche Bewegungsstunde in den Thüringer Schulen bleibt eine wichtige Forderung.“
Seite 125 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Der Ausschluss künftiger pandemiebedingter Sportverbote begrenzt staatliche Eingriffe in die Freizeitgestaltung der Bürger.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich