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SPD zur inneren Sicherheit

Aus dem Programm „Soziale Politik für Sachsen – Regierungsprogramm der SPD Sachsen 2024-2029“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Innere Sicherheit

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (+0,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 2 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 3 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Polizei modern ausstatten und Ausbildung verbessern

Die SPD will die sächsische Polizei modern und gut ausstatten und dabei vor allem Arbeits- und Ausbildungsbedingungen verbessern. Die erhöhte Zahl an Ausbildungsplätzen soll beibehalten werden.

Die SPD will die Polizei gut ausstatten. Die Ausbildung bei der Polizei soll moderner und besser werden. Es sollen weiter viele Menschen dort ausgebildet werden. Die Menschen sollen der Polizei vertrauen können.

Nach dem Programm brauchen die Menschen in Stadt und Land verlässliche Sicherheitsstrukturen und eine Polizei, der sie vertrauen können. Ausbildung und Studium bei der Polizei sollen modernisiert werden. Die SPD verweist darauf, dass seit ihrer Regierungsbeteiligung wieder mehr Polizistinnen und Polizisten ausgebildet werden, und will diesen Kurs fortsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir werden Ausbildung und Studium bei der Polizei modernisieren und die Qualität weiter steigern.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Bessere Ausstattung und anhaltend hohe Ausbildungszahlen stärken die Polizei schrittweise, ohne neue Befugnisse zu schaffen.

Verfassungsschutz modernisieren, Befugnisse nicht ausweiten

Die SPD will den sächsischen Verfassungsschutz weiter modernisieren, ihm aber keine zusätzlichen Befugnisse geben. Er soll enger mit Polizei und Waffenbehörden zusammenarbeiten und nach klaren rechtsstaatlichen Regeln handeln.

Der Verfassungsschutz ist ein Geheimdienst im Inland. Die SPD will ihn modernisieren. Er soll aber nicht mehr Rechte bekommen. Er soll besser mit Polizei und Waffen-Behörden zusammenarbeiten. Der Landtag soll ihn besser kontrollieren.

Das Programm begründet die Modernisierung damit, dass die Demokratie wehrhaft bleiben solle. Eine bessere Abstimmung mit Polizei- und Waffenbehörden soll das Vorgehen gegen Verfassungsfeinde wirksamer machen. Klare, rechtsstaatliche Regeln für die Arbeit des Amtes sollen Vertrauen schaffen. Eine Fachstelle für die Parlamentarische Kontrollkommission soll eingerichtet werden und den Landtag bei der Kontrolle unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Der sächsische Verfassungsschutz muss weiter modernisiert werden, damit unsere Demokratie wehrhaft bleibt. Eine Ausweitung seiner Befugnisse lehnen wir ab.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die SPD lehnt neue Befugnisse für den Verfassungsschutz ausdrücklich ab und will die parlamentarische Kontrolle stärken, was den Bürgerrechten Vorrang gibt.

Brand- und Katastrophenschutz sowie Rettungsdienst stärken

Die SPD will ein landesweites Konzept für den Katastrophenschutz und weitere Investitionen in den Brandschutz. Ehrenamtliche in allen Hilfsorganisationen sollen gleichgestellt werden. Feuerwehren und Rettungsdienste sollen vor Ort leistungsfähiger werden.

Sachsen soll einen Plan für Katastrophen bekommen. Das Land soll weiter Geld für Feuerwehren geben. Freiwillige Helfer sollen überall gleiche Rechte haben. Sie sollen bei Einsätzen ihren Lohn weiter bekommen. Auch der Rettungs-Dienst soll besser werden.

Das Katastrophenschutzkonzept soll auf einer Risiko- und Gefahrenanalyse beruhen und auch überörtliche Lagen unterhalb der Katastrophenschwelle erfassen; Kommunen sollen etwa Hitzeschutzkonzepte aufstellen. Die Gleichstellung der Helfer, bisher bei der Feuerwehr umgesetzt, soll für den gesamten Blaulichtbereich gelten, mit Lohnausgleich bei Einsätzen und Freistellung für Aus- und Weiterbildung. Die Investitionsförderung im Brandschutz und die Zusammenarbeit zwischen Kommunen will die SPD fortsetzen, Stützpunktfeuerwehren und regionale Bedarfspläne unterstützen. Kommunen sollen per Gesetz eine Pauschale für die Tageseinsatzbereitschaft zahlen dürfen. Die Regionalleitstellen sollen mehr medizinische Kompetenz erhalten, im Rettungsdienst sollen eine einfache Vergabe und Angebote wie der Telenotarzt kommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Sachsen braucht ein landesweites Katastrophenschutzkonzept, dem eine umfassende Risiko- und Gefahrenanalyse zugrunde liegt.“
Seite 66 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Resozialisierung im Justizvollzug stärken

Die SPD will im Strafvollzug mehr Gewicht auf die Wiedereingliederung legen und dafür mehr Fachpersonal einstellen. Wer eine Geldstrafe nicht zahlen kann, soll häufiger gemeinnützig arbeiten statt in Haft zu gehen. Das soll die Gefängnisse entlasten.

Gefangene sollen besser auf das Leben nach der Haft vorbereitet werden. Dafür soll es mehr Psychologen, Ärzte und Therapeuten geben. Manche Menschen können eine Geld-Strafe nicht zahlen. Sie sollen öfter gemeinnützig arbeiten statt ins Gefängnis zu gehen.

In den Anstalten sollen mehr Fachkräfte für Therapie, Medizin und Psychologie arbeiten. Ersatzfreiheitsstrafen, also Haft anstelle einer nicht bezahlten Geldstrafe, sollen verstärkt durch gemeinnützige Arbeit abgegolten werden. Besondere Programme für Familien- und Drogenhilfe im Vollzug will die SPD weiterführen und erweitern.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Ersatzfreiheitsstrafen sollen verstärkt mittels gemeinnütziger Arbeit vollstreckt werden, das entlastet die Haftanstalten.“
Seite 66 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Mehr gemeinnützige Arbeit statt Haft und mehr Therapiepersonal verschieben den Vollzug schrittweise zu milderen Sanktionen.

Polizei nach Aufgaben ausstatten und sichtbar machen

Die SPD will die Stellenzahl der Polizei fortlaufend an deren Aufgaben ausrichten und einen Personalabbau verhindern. Die Polizei soll sichtbar präsent sein, begleitet von Präventionsprogrammen. Bei Versammlungen sollen gewaltbereite Störer früh erkannt und gestellt werden.

Die Polizei soll genug Personal für ihre Aufgaben haben. Das soll regelmäßig geprüft werden. Die Polizei soll auf den Straßen gut sichtbar sein. Bei Demonstrationen soll sie gewaltbereite Störer früh erkennen. Friedliche Teilnehmer sollen ungestört bleiben.

Eine laufende Aufgabenanalyse soll den Personalbedarf der Landespolizei bestimmen. Ausbildung, Fortbildung und Studium sollen modernisiert und stärker wissenschaftlich fundiert werden, ebenso sollen die Polizeifachschulen und Verwaltungshochschulen besser ausgestattet werden. Dem Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung will die SPD mit Präsenz, Prävention von Land und Kommunen und aussagekräftigen Informationen begegnen; der Periodische Sicherheitsbericht wird fortgesetzt. Im Versammlungsrecht sollen gewaltbereite Personen früh identifiziert werden, damit die übrigen Teilnehmenden ohne polizeiliche Eingriffe demonstrieren können.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Künftig soll eine solche Aufgabenanalyse laufend erfolgen, damit sich ein Sicherheitsabbau, wie er vor zehn Jahren unter schwarz-gelber Regierung geschah, nicht wiederholt.“
Seite 66 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Gesicherte Personalstärke, mehr sichtbare Präsenz und frühes Einschreiten gegen Störer stärken die Sicherheitsbehörden schrittweise, verbunden mit dem Schutz friedlicher Versammlungen.

Hilfe für Opfer von Gewalttaten ausbauen

Die SPD will mehr Unterstützung für Menschen, die Gewalt erlebt haben, und für ihre Angehörigen. Nach sexualisierten Übergriffen sollen Betroffene im Krankenhaus Spuren sichern lassen können, auch ohne vorherige Anzeige.

Opfer von Gewalt sollen mehr Hilfe bekommen. Auch ihre Familien sollen Hilfe bekommen. Nach einem sexuellen Angriff kann das Krankenhaus Spuren sichern. Dafür muss man nicht vorher zur Polizei gehen.

Die Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige sollen wachsen, die rechtlichen Grundlagen werden dafür angepasst. Die Sächsische Opferbeauftragte bleibt Anlaufstelle für Opfer von Straftaten, vor allem bei schweren Gewalttaten. Die Spurensicherung in Kliniken soll während der medizinischen Versorgung möglich sein, ohne dass schon eine Strafanzeige vorliegt.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Wir bauen Unterstützungsangebote für betroffene Menschen und ihre Angehörigen aus und passen gesetzliche Grundlagen an.“
Seite 67 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Polizeipräsenz und Kriminalprävention vor Ort ausbauen

Die SPD will die Sicherheitskooperationen mit den Kommunen ausbauen und die kommunale Kriminalprävention weiterführen. Ältere Menschen sollen sich in ihrem Wohnumfeld sicher fühlen.

Ältere Menschen sollen sich zu Hause und im Ort sicher fühlen. Die SPD will, dass Land und Gemeinden bei der Sicherheit mehr zusammenarbeiten. Die Polizei soll an bestimmten Orten öfter zu sehen sein. Es soll mehr Bürger-Polizisten geben.

Polizei und kommunaler Vollzugsdienst sollen gezielt an Schwerpunktorten präsent sein. Das soll nach dem Programm auch der Furcht vor Kriminalität entgegenwirken. Die Programme zur kommunalen Kriminalprävention will die SPD fortsetzen. Außerdem soll es mehr Bürgerpolizistinnen und Bürgerpolizisten geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Wir wollen hierfür die Sicherheitskooperationen mit den sächsischen Kommunen ausbauen und die Programme für kommunale Kriminalprävention fortsetzen.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Polizeipräsenz an Schwerpunktorten und mehr Bürgerpolizisten bauen die Sicherheitskräfte schrittweise aus.

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Alle Programme in Sachsen im Vergleich