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SPD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Soziale Politik für Sachsen – Regierungsprogramm der SPD Sachsen 2024-2029“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sorbengesetz reformieren und sorbische Sprache fördern

Die Stiftung für das sorbische Volk will die SPD gemeinsam mit den Sorben reformieren, ebenso das Sorbengesetz. Dabei sollen deren Rechte auf Mitsprache und Selbstbestimmung in den Blick genommen werden. Sorbische Sprache, Geschichte und Kultur sollen gefördert werden, auch schon in Kitas.

Die Sorben sind eine Minderheit in Sachsen. Die SPD will das Gesetz für die Sorben erneuern. Die Sorben sollen dabei mitreden. Mehr Kinder sollen in der Kita Sorbisch lernen.

Das Programm bezeichnet das sorbische Volk als Teil der sächsischen Identität. Gefördert werden sollen das Erlernen der Sprache und Wissen über sorbische Geschichte und Kultur. Das Witaj-Konzept, bei dem Kinder in Kitas und Tagespflege ganz in die sorbische Sprache eintauchen, soll gestärkt werden; die SPD strebt mehr Witaj-Kitas und -Gruppen an. Der Sprachstand kleiner Kinder soll erhoben und das Konzept enger mit dem Schulmodell 2plus verbunden werden. Zudem will die Partei über weitere Wege der Sprachvermittlung in Kitas beraten.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Gemeinsam mit dem sorbischen Volk reformieren wir das Sorbengesetz und die Stiftung für das sorbische Volk, auch mit Blick auf Selbstbestimmungs- und Mitspracherechte.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die SPD will die Mitsprache- und Selbstbestimmungsrechte einer anerkannten Minderheit erweitern und deren Sprache stärker fördern, was die bestehende Minderheitenpolitik schrittweise ausbaut.

Faire Bezahlung und Planungssicherheit in der Kultur

Die SPD will in der Kulturförderung Honorarrichtlinien und Mindeststandards einführen, um die Arbeitsbedingungen von Kreativen und Solo-Selbstständigen zu verbessern. Das Kulturraumgesetz soll überarbeitet werden, damit Kulturförderung mehrjährig planbar wird.

Die SPD will faire Bezahlung in der Kultur. Dafür soll es Regeln für Honorare geben. Ein Honorar ist die Bezahlung für Selbstständige. Kultur-Einrichtungen sollen für mehrere Jahre planen können. Geld vom Land soll es nur bei Tarif-Lohn geben.

Tarifsteigerungen sollen in den Haushalten der Kultureinrichtungen und bei der Förderung der freien Kultur weiter berücksichtigt werden. Bei der Novelle des Kulturraumgesetzes soll die Anwendung von Tarifverträgen Bedingung für Fördergeld werden; die Förderung soll mehrjährig sein und regelmäßig angepasst werden. Ein Expertengremium oder eine Enquete-Kommission soll Leitlinien für eine landesweite Kulturentwicklungsplanung erarbeiten. Soziokulturelle Zentren sollen langfristig institutionell gefördert werden, die Förderung der Musikschulen soll eine dauerhafte Grundlage erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Faire Bezahlung wollen wir durch die Einführung von Honorarrichtlinien und Mindeststandards in der Kulturförderung absichern“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Fördergeld soll an Tarifverträge und Mindesthonorare gebunden werden, was die Regulierung von Arbeitsbedingungen ausweitet.

Gedenkstätten und Erinnerungskultur ausbauen

Die SPD will Sachsen zum Vorreiter bei der Bildungsarbeit in Gedenkstätten und mit Zeitzeugen machen. Die Förderung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten soll steigen.

Die SPD will die Erinnerung an die Geschichte stärken. Gedenk-Stätten sollen moderne Bildungs-Arbeit machen. Die Stiftung für Gedenk-Stätten soll mehr Geld bekommen. So bekommen Helfer mehr Unterstützung.

Die historisch-politische Bildung soll weiter verbessert werden. Mit der höheren Stiftungsförderung will die SPD die haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Gedenk- und Erinnerungslandschaft unterstützen. Daneben will das Programm die Provenienzforschung ausbauen, also die Erfassung und Rückgabe von Kulturgut, das unrechtmäßig in sächsischem Besitz ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir wollen Sachsen zum Vorreiter einer modernen Gedenkstätten- und Zeitzeugenpädagogik entwickeln und die historisch-politische Bildung weiter qualifizieren.“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Landesmedienanstalt reformieren, Medienvielfalt fördern

Die SPD will die sächsische Landesmedienanstalt grundlegend umbauen und der Medienversammlung mehr Gestaltungsrechte geben. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll weiterentwickelt werden, mit Schwerpunkt auf Information, Bildung und Kultur.

Die SPD will die Landes-Medien-Anstalt verändern. Das ist die Aufsicht für private Sender in Sachsen. Die Medien-Versammlung soll mehr mitentscheiden. Lokale Medien sollen weiter Geld bekommen. ARD und ZDF sollen vor allem informieren und bilden.

Die Medienversammlung, die nach dem Programm die gesellschaftliche Vielfalt abbildet, soll umfassendere Kompetenzen erhalten. Die Förderung regionaler Medienvielfalt, des Lokaljournalismus und des nichtkommerziellen lokalen Rundfunks über die Landesmedienanstalt wird fortgesetzt. Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk hält die SPD eine Bündelung von Kompetenzen für nötig. Sein Auftrag soll sich nicht an Quoten orientieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Wir wollen die Landesmedienanstalt grundlegend reformieren, damit die Gremien Verantwortung und Kontrolle gemeinsam wahrnehmen können.“
Seite 54 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Sorbische Sprache und Kultur erhalten

Die SPD will Sprache und Kultur der Sorben für kommende Generationen bewahren. Sorbischkenntnisse sollen bei geeigneten Auswahlverfahren als Pluspunkt zählen, und die Zweisprachigkeit soll sichtbarer werden.

Die Sorben sind eine Minderheit in Sachsen. Die SPD will ihre Sprache und Kultur schützen. Wer Sorbisch kann, soll bei manchen Auswahl-Verfahren einen Vorteil haben. Ortsschilder sollen zwei Sprachen zeigen. Auch Infos vom Staat soll es auf Sorbisch geben.

Der Maßnahmenplan für die sorbische Sprache wird fortgeschrieben. Sorbischkenntnisse sollen bei dafür geeigneten Verfahren positiv berücksichtigt werden. Die Präsenz der Sorben soll bei zweisprachigen Ortsschildern und bei öffentlichen Informationen deutlicher werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wir wollen die Beherrschung der sorbischen Sprache bei geeigneten Verfahren zu einem positiven Auswahlkriterium erheben und so die Zweisprachigkeit fördern.“
Seite 55 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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