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BSW zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Sachsens Zukunft: friedlich, vernünftig, gerecht. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 50 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kulturraumgesetz umfassend reformieren

Das BSW will das sächsische Kulturraumgesetz grundlegend umbauen, um Theater, Orchester und weitere Kultureinrichtungen dauerhaft zu finanzieren. Die Partei warnt vor Insolvenzen, weil die Kulturräume die Finanzierung nicht mehr allein tragen könnten. Auch soziokulturelle Zentren sollen geschützt werden.

In Sachsen regelt das Kulturraum-Gesetz, wie Kultur bezahlt wird. Das BSW will dieses Gesetz stark verändern. Theater und Orchester sollen sicher Geld bekommen. Das gilt auch für Museen, Bibliotheken und Kultur-Zentren. Die Partei warnt: Sonst gehen Häuser pleite.

Die Finanzierung soll wirksam, nachhaltig und dynamisiert sein, also mit den Kosten mitwachsen. Für soziokulturelle Zentren soll das Gesetz stabilisierende Mechanismen enthalten; in den Kulturkonventen will das BSW auf ein Umdenken drängen. Für Museen, Galerien, Bibliotheken, Gedenkstätten und Kinos soll ein Konzept zur Bestandssicherung entstehen, das sie von Finanzlücken der Kulturräume unabhängig macht. Geplant ist ein Landesinstitut zur Erhaltung regional bedeutsamer Kunstformen und des sächsischen Kunsthandwerks. Kooperationen zwischen privaten und öffentlichen Partnern sollen ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Umfassende Reform des Kulturraumgesetzes, um Theater und Orchester, aber auch Museen, Bibliotheken und Soziokulturelle Zentren wirksam, nachhaltig und dynamisiert zu finanzieren und zu erhalten.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturfinanzierung soll gesichert und mit den Kosten wachsend ausgebaut werden, was mehr staatliche Ausgaben im bestehenden System bedeutet.

Freie Kulturszene stärken, Förderung ohne Bekenntnispflicht

Das BSW will freiberuflichen Künstlerinnen und Künstlern Einkommen ermöglichen, von denen sie leben können. Dazu sollen regelmäßige öffentliche Aufträge und einfache Förderprogramme dienen. Kulturförderung soll nicht an politische Bekenntnisse geknüpft sein.

Das BSW will freie Künstler besser unterstützen. Sie sollen von ihrer Arbeit leben können. Der Staat soll ihnen regelmäßig Aufträge geben. Förder-Geld soll einfach zu beantragen sein. Niemand soll für Förder-Geld eine politische Erklärung abgeben müssen.

Die Maßnahmen sollen auch angemessene Ansprüche auf Rente und Versorgung ermöglichen. Auf Rückforderungen von Corona-Hilfen soll verzichtet werden, wenn sie die Existenz bedrohen. Projektförderung durch Freistaat und Kommunen soll diskriminierungsfrei erfolgen. Eine Verpflichtung der Geförderten auf politische Bekenntnisse lehnt das Programm ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir setzen uns für existenzsichernde Einkommen, regelmäßige öffentliche Auftragsvergaben und gezielt ausgearbeitete bürokratiearme Förderinstrumente ein.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Aufträge und Förderung sollen die Einkommen freier Künstler sichern, was staatliche Unterstützung schrittweise ausweitet.

Kulturangebote für Kinder und Jugendliche ausbauen

Das BSW will Kindern und Jugendlichen früh Zugang zu allen Künsten verschaffen. Museen des Freistaats und der Kommunen sollen bis 18 Jahre keinen Eintritt kosten. Auf dem Land soll die Anreise zu Theater, Konzert und Museum bezahlt werden.

Das BSW will mehr Kultur für Kinder und Jugendliche. Der Eintritt ins Museum soll bis 18 Jahre frei sein. Kinder auf dem Land sollen die Fahrt zum Theater bezahlt bekommen. Auch die Fahrt zum Konzert und ins Museum. Theater und Museen sollen mit den Schulen zusammenarbeiten.

Theater, Orchester und Museen sollen so finanziert sein, dass sie mit sämtlichen Schulen ihres Einzugsgebiets in dauerhaftem Austausch stehen können. Pädagogische Angebote in Theater, Musik und Museum, landesweite Wettbewerbe, Workshops und Begegnungen mit Kunstschaffenden sollen ausgebaut werden. Die Übernahme der Transportkosten soll die Benachteiligung ländlicher Regionen beseitigen. Soziale Medien sollen gezielter genutzt werden, um Kinder, Jugendliche und Eltern für Kultur zu gewinnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Die Museen des Freistaats sollen bis zur Altersstufe 18 eintrittsfrei gestaltet werden.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Freier Museumseintritt und übernommene Fahrtkosten erweitern öffentlich finanzierte Leistungen für junge Menschen.

Rundfunkbeitrag nicht erhöhen, Berichterstattung prüfen

Das BSW lehnt eine Anhebung des Rundfunkbeitrags ab und will im Landtag eine Enquete-Kommission zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk einsetzen. Sie soll prüfen, ob die Sender objektiv und regierungsfern berichten. Das Programm verweist auf gesunkenes Vertrauen in diese Medien.

Das BSW will keinen höheren Rundfunk-Beitrag. Der Landtag soll eine Kommission einsetzen. Sie soll die Berichte der öffentlichen Sender prüfen. Das BSW findet: Die Sender berichten teils einseitig.

Die Enquete-Kommission soll Berichterstattung und Kommentare der in Sachsen tätigen öffentlich-rechtlichen Sender untersuchen. Außerdem soll sie Wege zeigen, wie politische Meinungsvielfalt, der Austausch zwischen Medienleuten und Publikum sowie Bürgermedien gestärkt werden können. Das Programm nennt den Vorwurf einseitiger Berichterstattung seit der Corona-Pandemie und zum Ukraine-Krieg. Laut Sachsen-Monitor vertrauten nur noch 51 Prozent der Sachsen den öffentlich-rechtlichen Medien.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Eine weitere Erhöhung der Rundfunkgebühren, wie sie die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) vorgeschlagen hat, lehnen wir entschieden ab.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kultur- und Bildungsautonomie für Sorben schaffen

Das BSW will dem sorbischen Volk weitgehende Selbstbestimmung in Kultur und Bildung geben. Begründet wird dies mit der Bedrohung der sorbischen Sprache und Kultur, die auch die UNESCO festgestellt habe.

Die Sorben sind eine Volks-Gruppe in Sachsen. Ihre Sprache ist bedroht. Das BSW will, dass die Sorben über Kultur und Bildung selbst bestimmen. Auch sorbische Vereine will das BSW unterstützen.

Das Programm nennt die Berücksichtigung sorbischer Interessen eine gelebte Tradition im Freistaat. Die Autonomie soll ein hohes Maß an Eigenverantwortung umfassen. Zudem unterstützt das BSW das ehrenamtliche Engagement in sorbischen Vereinen und Verbänden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„sprechen wir uns für eine von einem hohen Grad an Eigenverantwortlichkeit und Eigenbestimmung getragene Kultur- und Bildungsautonomie aus.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mehr Geld für Kultur auf dem Land

Das BSW will, dass hochwertige Kulturangebote auch außerhalb der Ballungszentren stattfinden. Die Kulturräume, Sachsens regionale Zweckverbände zur Kulturfinanzierung, sollen dafür zusätzliches Geld erhalten.

Auch auf dem Land soll es gute Kultur geben. Dort kommen weniger Besucher. Deshalb sollen die Kultur-Räume mehr Geld bekommen. Kultur-Räume sind Verbände, die in Sachsen Kultur bezahlen.

Nach dem Programm soll jeder Mensch unabhängig vom Wohnort soziale und kulturelle Angebote nutzen können. Die geringeren Besucherzahlen auf dem Land sollen die Kulturräume ausgleichen. Außerdem unterstützt das BSW Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025, die das industrielle und handwerkliche Erbe zeigen soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Den Kulturräumen sollen zur aktiven Stärkung des ländlichen Raumes zusätzliche Gelder zur Verfügung stehen.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturförderung für ländliche Regionen soll erhöht werden.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich