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SPD zum Verkehr

Aus dem Programm „Mit Herz, Haltung und Zuversicht. Für unsere Heimat Sachsen-Anhalt“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 61 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Deutschlandticket für alle Schüler einführen

Die SPD will, dass alle Schülerinnen und Schüler ein Deutschlandticket bekommen. Kinder und Jugendliche sollen sich vor allem auf dem Land selbstständig, sicher und bezahlbar bewegen können. Dazu sollen auch Ruf- und Nachtbusse sowie Radwege ausgebaut werden.

Alle Schülerinnen und Schüler sollen ein Deutschland-Ticket bekommen. Damit können sie Bus und Bahn nutzen. Es soll mehr Ruf-Busse und Nacht-Busse geben. Auch sichere Radwege sind der SPD wichtig.

Das Programm bezeichnet Mobilität als Voraussetzung für Teilhabe, besonders im ländlichen Raum. Neben dem Ticket für Schülerinnen und Schüler sollen Jugendliche an der Planung des Nahverkehrs beteiligt werden, damit Takte und Verbindungen zu ihrem Alltag passen. Moderne Ruf- und Nachtbussysteme sollen ergänzend ausgebaut werden. Gut ausgebaute Radwege nennt die SPD als unverzichtbar für junge Menschen ohne Führerschein.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Ein Deutschlandticket für alle Schülerinnen und Schüler verbessert die Mobilität im Alltag.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Ticket für alle Schülerinnen und Schüler und mehr Busangebote erweitern öffentliche Leistungen im Nahverkehr.

Mobilitätsgarantie und günstige Tickets schaffen

Die SPD will in allen Regionen ein verlässliches und bezahlbares Angebot im Nahverkehr und nennt als Ziel eine Mobilitätsgarantie. Das Deutschlandticket soll dauerhaft gesichert und für Seniorinnen und Senioren bezuschusst werden. Aufträge im Nahverkehr sollen an Tarifverträge gebunden sein.

Die SPD will gute Busse und Bahnen im ganzen Land. Jeder soll überall mobil sein können. Das Deutschland-Ticket soll bezahlbar bleiben. Ältere Menschen sollen einen Zuschuss dazu bekommen. Schüler und Auszubildende sollen später kostenlos fahren.

Vorgesehen sind der Erhalt der Straßenbahnnetze, Fördergeld für neue Straßenbahnen und Busse sowie Hilfe für Städte und Kreise beim barrierefreien Umbau von Haltestellen. Für Schüler, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende strebt die SPD perspektivisch kostenlose Fahrten an; deren Beförderung soll nicht aus Regionalisierungsmitteln bezahlt werden. Das Abo des Deutschlandtickets für Senioren soll nach dem Vorbild Mecklenburg-Vorpommerns mit rund 20 Euro im Monat gefördert werden. Verkehrsleistungen sollen nur an Anbieter gehen, die die einschlägigen Tarifverträge verbindlich anwenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Sachsen-Anhalt braucht ein leistungsfähiges, bezahlbares und verlässliches Angebot von Bus und Bahn in allen Regionen. Ziel ist eine Mobilitätsgarantie für alle Regionen.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Verkehrsleistungen, neue Ticketzuschüsse und eine Tarifbindung bei Vergaben erweitern die Rolle des Staates schrittweise.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau und die Verbilligung von Bus und Bahn fördern klimafreundlichere Mobilität, ohne neue Verbote einzuführen.

Bahnbetrieb in Landeshand und Schiene ausbauen

Die SPD will, dass das Land den Bahnverkehr über eine gemeinsame Gesellschaft mit der Deutschen Bahn selbst betreibt und Ausschreibungen entfallen. Das soll laut Programm Kosten sparen und den Beschäftigten Sicherheit geben. Zugleich soll der Schienenverkehr ausgebaut werden.

Das Land soll seine Züge selbst betreiben. Dafür soll es eine Firma zusammen mit der Deutschen Bahn gründen. Die SPD sagt: Das spart Geld und schützt Arbeitsplätze. Es soll mehr Züge und neue Haltepunkte geben. Keine Bahnstrecke soll geschlossen werden.

Bis die Gesellschaft steht, sollen Beschäftigte bei einem Betreiberwechsel zu gleichen Bedingungen übernommen werden. Geplant sind mehr Kapazität auf stark genutzten Regionalstrecken, der Erhalt von Verbindungen wie der RB 20, die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Strecken und zusätzliche Haltepunkte; Stilllegungen lehnt die SPD ab. Magdeburg soll einen leistungsfähigen ICE-Anschluss erhalten, das S-Bahn-Netz Mitteldeutschland und die Harzer Schmalspurbahn werden unterstützt. Bahnhöfe sollen barrierefreie Umsteigeknoten mit Echtzeitinformationen und Park-and-Ride werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Das Land gründet eine gemeinsame Verkehrsgesellschaft mit der Deutschen Bahn und verzichtet auf teure Ausschreibungen.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Der Wettbewerb um Bahnleistungen per Ausschreibung soll durch einen Betrieb in öffentlicher Hand ersetzt werden, was das heutige System umbaut.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Kapazität, reaktivierte Strecken und der Verzicht auf Stilllegungen stärken die Schiene als klimafreundlicheres Verkehrsmittel.

Fuß- und Radverkehr mit festem Budgetanteil ausbauen

Die SPD will dauerhaft mindestens ein Zehntel des Straßenbaugeldes des Landes für Fuß- und Radwege verwenden. Ein lückenloses landesweites Radnetz soll entstehen. Das Geld soll dorthin fließen, wo Wege unsicher sind oder fehlen.

Die SPD will mehr Geld für Fußwege und Radwege. Mindestens ein Zehntel vom Geld für Straßen soll dafür da sein. Im ganzen Land soll ein Netz aus Radwegen entstehen. Fahrräder dürfen weiter kostenlos im Regionalzug mitfahren.

Zum Radnetz gehören sichere Schulwege, Verbindungen zwischen Orten, Radanlagen an Bahnhöfen und Radschnellwege rund um die Oberzentren. Wo es möglich ist, sollen Fuß-, Rad- und Autoverkehr räumlich getrennt werden. Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen erhält mehr Förderung, Koordinierungsstellen werden eingerichtet oder weiterentwickelt. Abstellanlagen werden gefördert, Kommunen erhalten Hilfe gegen Fahrraddiebstahl an Umsteigepunkten. Der Radtourismus, etwa an Elbe und Saale, soll weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Mindestens zehn Prozent der Landesmittel für den Straßenbau werden dauerhaft für Fuß- und Radverkehr eingesetzt“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein fester Anteil der Straßenbaumittel für Fuß- und Radverkehr verschiebt Investitionen schrittweise zu emissionsarmer Mobilität.

Straßen und Brücken sanieren, Verkehrssicherheit erhöhen

Die SPD will den Investitionsstau bei Straßen und Brücken abbauen und dabei der Sanierung Vorrang geben. Bestimmte Neubauten sollen dennoch kommen. Außerdem soll das Ziel von null Verkehrstoten (Vision Zero) zügig verfolgt werden.

Die SPD will kaputte Straßen und Brücken reparieren. Reparieren ist wichtiger als neu bauen. Einige neue Brücken und Straßen sollen trotzdem kommen. Der Verkehr soll sicherer werden. Der Führerschein soll weniger kosten.

Als Neubauvorhaben nennt das Programm Elbbrücken bei Havelberg, Barby und Aken, mehrere Ortsumfahrungen, die Ostumfahrung von Magdeburg und drei Autobahnprojekte: die A 14, die A 143 und die A 38. Unfallschwerpunkte sollen beseitigt und Bundesmittel vollständig genutzt werden. Der Führerschein soll günstiger werden, Ladepunkte für Elektroautos sollen ausgebaut werden. Für mehr Sicherheit will die SPD Verkehrserziehung und Verkehrswachten stärken, den Schulwegerlass überarbeiten und den Verkehrssicherheitsbeirat weiterentwickeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Reparatur und Sanierung haben grundsätzlich Priorität, zugleich werden notwendige Neubauprojekte umgesetzt.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Abbau des Investitionsstaus bedeutet mehr öffentliche Investitionen in Infrastruktur als heute.

Logistik stärken und Güter auf die Schiene verlagern

Die SPD will den Logistikstandort stärken und dabei mehr Güter auf Schiene und Wasserstraße bringen. Der Flughafen Leipzig/Halle soll ohne dauerhafte Zuschüsse auskommen und weniger Lärm und CO2 verursachen. Vom Fluglärm besonders betroffene Orte sollen Geld aus einem Sonderfonds erhalten.

Die SPD will, dass mehr Waren mit dem Zug und dem Schiff fahren. Der Flughafen Leipzig/Halle soll kein dauerhaftes Geld vom Staat bekommen. Er soll leiser werden. Orte mit viel Fluglärm sollen Geld bekommen. Lkw-Fahrer sollen bessere Rastplätze haben.

Stillgelegte Gleisanschlüsse sollen wieder in Betrieb gehen, und Unternehmen erhalten Hilfe beim Umstieg auf die Bahn. Der Sonderfonds nach sächsischem Vorbild soll soziale Infrastruktur in den am stärksten lärmbelasteten Kommunen finanzieren. Häfen und Wasserstraßen von Landesbedeutung werden gefördert, das Gesamtkonzept Elbe wird fortgesetzt, eine Herabstufung der Saale lehnt die SPD ab. Für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer sind mehr Stellplätze, kostenlose Toiletten, Duschen, WLAN und Ladepunkte vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene wird gezielt gefördert.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Förderung von Schiene und Binnenschiff sowie Auflagen zu Lärm und CO2 am Flughafen stärken den Klimaschutz schrittweise.

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Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich