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BSW zum Verkehr

Aus dem Programm „Sachsen-Anhalt bleibt anders. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 90 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Verkehrsinfrastruktur in öffentliche Hand zurückführen und sanieren

Das BSW will zentrale Mobilitätsinfrastruktur wieder in öffentliches Eigentum bringen und lehnt eine weitere Aufspaltung der Bahn ab. Straßen und Schienen sollen schneller saniert, die A14 zügig fertiggestellt werden.

Wichtige Verkehrs-Wege sollen wieder dem Staat gehören. Die Bahn soll nicht weiter aufgeteilt werden. Straßen und Schienen sollen schneller repariert werden. Die Autobahn A14 soll bald fertig sein.

Das Programm führt Investitionsstau, schlechte Wartung, Personalabbau und sinkenden Service auf die Teilprivatisierung der Bahn seit 1994 zurück. Das BSW unterstützt einen vollständig finanzierten Bundesverkehrswegeplan samt A14 und zugehörigen Vorhaben. Bau und Sanierung sollen durch leistungsbezogene Vergabe, verbindliche Bauzeitenpläne und pünktliche Reparaturen schneller gehen. Der Schwerpunkt soll auf dem Erhalt des Bestands liegen. Mittelzentren sollen besser angebunden, Gewerbegebiete auf dem Land besser mit dem Nahverkehr erreichbar und Homeoffice gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Das BSW Sachsen-Anhalt lehnt weitere Zerschlagungen ab und setzt sich für eine Rückführung zentraler Mobilitätsinfrastruktur in die öffentliche Hand ein.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Rückführung von Verkehrsinfrastruktur in öffentliches Eigentum und die Absage an weitere Aufspaltungen stärken den Staat gegenüber dem Markt.

Verbrennerverbot ablehnen, Mobilität technologieoffen gestalten

Das BSW lehnt ein pauschales Verbot von Verbrennungsmotoren und eine aus seiner Sicht erzwungene Verkehrswende ab. Das Auto bleibe in vielen Regionen des Landes unverzichtbar; zugleich soll die Ladeinfrastruktur für Elektroautos ausgebaut werden.

Das BSW ist gegen ein Verbot von Benzin- und Diesel-Autos. Auf dem Land brauchen viele Menschen ein Auto. Es soll aber mehr Lade-Säulen für Elektro-Autos geben. Niemand soll zum Umstieg gezwungen werden.

Die Mobilitätspolitik soll sich nach Darstellung des Programms an den tatsächlichen Lebensverhältnissen ausrichten. Elektromobilität soll vor allem in Städten und dicht besiedelten Räumen eine Rolle spielen. Die Autoindustrie soll bei sparsameren Verbrennern, synthetischen Kraftstoffen und alternativen Antrieben unterstützt werden. Der CO₂-Ausstoß soll über die ganze Lebensdauer eines Fahrzeugs bewertet werden. Wo es realistisch ist, sollen Bus und Bahn als Alternativen attraktiver werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Die CO₂-Reduktion muss technologieoffen, realwirtschaftlich sinnvoll und über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge betrachtet werden. Ein pauschales Verbrennerverbot lehnen wir ab.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die Ablehnung eines Verbrennerverbots richtet sich gegen das beschlossene Ende neuer Verbrenner und gibt Alltagstauglichkeit und Industrie Vorrang vor Klimavorgaben.

Nahverkehr ausbauen, für Schüler und Azubis kostenlos

Das BSW will einen verlässlichen und bezahlbaren Nahverkehr mit einheitlichem Tarifsystem, auch auf dem Land. Schulkinder und Auszubildende sollen ganzjährig kostenlos fahren, das Deutschlandticket soll bleiben und auf Dauer billiger werden.

Bus und Bahn sollen zuverlässig und günstig sein. Schüler und Azubis sollen kostenlos fahren. Das Deutschland-Ticket soll bleiben und billiger werden. Menschen mit wenig Geld sollen ein günstiges Sozial-Ticket bekommen.

Grund-, Mittel- und Oberzentren sollen direkt verbunden werden, mit festen Takten, Expressbussen und Bahnlinien sowie einem gemeinsamen Ticket für Bahn, Bus und Rufbus. Tickets soll es digital und auf Papier geben. Bahnhöfe, Haltestellen und Fahrzeuge sollen nach und nach barrierefrei werden. Touristische Ziele sollen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Alltagstaugliche Radwege, Bike-and-Ride und Park-and-Ride sollen ausgebaut werden, wobei die Sanierung alter Verbindungsstraßen Vorrang vor neuer Versiegelung hat. Carsharing, Mitfahrmodelle und Bürgerbusse sollen besser mit Bus und Bahn verknüpft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Für Schulkinder und Auszubildende fordern wir einen kostenfreien Zugang zum Nahverkehr – unabhängig vom Wohnort und ohne bürokratische Hürden.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenlose Fahrten für Schüler und Azubis, Sozialtickets und ein billigeres Deutschlandticket weiten öffentliche Leistungen aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau von Bus, Bahn und Radverkehr soll laut Programm auch CO₂ vermeiden und fördert klimafreundliche Verkehrsmittel schrittweise.

Kostenfreien ÖPNV anstreben, Schulen auf dem Land erhalten

Das BSW strebt langfristig einen öffentlich organisierten Nahverkehr an, den alle kostenlos nutzen können. Angesichts des demografischen Wandels will die Partei außerdem kleine Grundschulen auf dem Land erhalten und Kitas besser ausstatten.

Das BSW will auf lange Sicht kostenlose Busse und Bahnen für alle. Der Nahverkehr soll in öffentlicher Hand sein. Kleine Grundschulen auf dem Land sollen bleiben. In Kitas soll es mehr Personal pro Kind geben.

Mobilität bezeichnet das Programm als Schlüssel zur Teilhabe. Die Beförderung von Schülern soll im ganzen Land gerecht geregelt werden. Statt Einrichtungen zu schließen, will das BSW bessere Betreuungsschlüssel in Kitas, den Fortbestand kleiner Grundschulstandorte und eine vorausschauende Planung der Schulentwicklung.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Perspektivisch setzen wir uns für einen starken, öffentlich organisierten ÖPNV ein, der langfristig allen Menschen kostenfrei zur Verfügung steht.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein für alle kostenloser, öffentlich organisierter Nahverkehr wäre eine neue öffentliche Leistung, die es heute nicht gibt.

Was sagen die anderen Parteien zum Verkehr?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich