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SPD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Unser Land von morgen. Regierungsprogramm der SPD für Nordrhein-Westfalen zur Landtagswahl am 15. Mai 2022“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 104 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Migrationeher offen (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich offen, 3 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landesaufnahmeprogramm einrichten, zentrale Unterkünfte abschaffen

Die SPD will ein eigenes Aufnahmeprogramm des Landes für besonders schutzbedürftige Geflüchtete und Binnenvertriebene schaffen. Die zentralen Unterbringungseinrichtungen sollen wegfallen, stattdessen sollen Geflüchtete rasch dezentral untergebracht werden.

Die SPD will ein eigenes Aufnahme-Programm für NRW. Damit will das Land besonders schutzbedürftige Geflüchtete aufnehmen. Die großen zentralen Unterkünfte sollen wegfallen. Geflüchtete sollen schnell in kleineren Unterkünften an vielen Orten wohnen.

Das Programm beschreibt die Asyl- und Flüchtlingspolitik der SPD als humanitär und solidarisch. Die Aufnahme über das Landesprogramm soll aus humanitären Gründen erfolgen. Städte und Gemeinden, die sich zu sicheren Häfen erklärt haben, will die SPD unterstützen. Die Unterbringung im Land soll insgesamt neu geordnet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Die zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) werden wir abschaffen und durch ein Unterbringungskonzept ersetzen, das eine schnelle dezentrale Unterbringung der Hilfesuchenden sicherstellt.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich offen

    Ein neues Landesaufnahmeprogramm und die Abschaffung der zentralen Unterbringungseinrichtungen ändern die Aufnahme von Geflüchteten grundlegend in Richtung Öffnung.

Geflüchtete schneller in Arbeit und sicheren Aufenthalt bringen

Die SPD will Geflüchtete rasch in den Arbeitsmarkt bringen und Kinder zügig einschulen. Wer gut integriert ist und selbst für sich sorgt, soll schneller einen sicheren Aufenthaltsstatus bekommen; auch den erleichterten Familiennachzug unterstützt die Partei.

Geflüchtete sollen schnell Arbeit finden. Kinder sollen schnell in die Schule gehen. Wer gut integriert ist und selbst Geld verdient, soll schneller sicher bleiben dürfen. Familien sollen leichter nachkommen können. Sprach-Kurse sollen für alle Zugewanderten offen sein.

Vorgesehen sind eine zügige Anerkennung von Berufsabschlüssen, Nachqualifizierung, Weiterbildung und berufsbezogene Sprachförderung. Bessere Kinderbetreuung und eine gezielte Ansprache sollen mehr Frauen in Arbeit bringen. Die SPD begrüßt, dass der Bund den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten dem für anerkannte Flüchtlinge angleichen will, und unterstützt dies auch für Geschwister unbegleiteter Minderjähriger. Kettenduldungen sollen vermieden werden. Sprach-, Integrations- und Orientierungskurse will das Land für alle Zugewanderten öffnen und ausweiten, auch mit Blick auf die Einwanderung von Fachkräften.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Gut integrierte Geflüchtete, die ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten, sollen schneller einen rechtssicheren Aufenthaltsstatus erhalten.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Schnellerer sicherer Aufenthalt, erleichterter Familiennachzug und Kurse für alle Zugewanderten erweitern die Rechte von Zugewanderten schrittweise.

Integrationsräte als einziges Beteiligungsgremium stärken

Die SPD will in den Kommunen allein den Integrationsrat als Gremium für die politische Beteiligung von Menschen mit internationaler Familiengeschichte vorsehen. Seine Befugnisse, seine Ausstattung und die Entsendungsrechte sollen grundlegend reformiert werden.

In den Städten gibt es Integrations-Räte. Dort reden Menschen mit Einwanderungs-Geschichte bei der Politik mit. Die SPD will nur noch dieses Gremium dafür haben. Die Räte sollen mehr entscheiden dürfen und besser ausgestattet sein.

Das Programm nennt die Integrationsräte einen wichtigen Teil der kommunalen Beteiligungsstruktur. Die Festlegung soll gelten, solange Menschen aus Staaten außerhalb der EU bei Kommunalwahlen nicht wählen dürfen. Aus Sicht der SPD ist politische Teilhabe für diese Gruppe bis dahin nur über die Integrationsräte gesichert. Außerdem will die Partei Migrantenselbstorganisationen weiter unterstützen und stärker in die Integrationspolitik einbeziehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Daher werden wir ausschließlich den Integrationsrat als Beteiligungsgremium etablieren und dessen Entscheidungskompetenzen und Ausstattung sowie Entsendungsrechte grundlegend reformieren.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Mehr Befugnisse und bessere Ausstattung der Integrationsräte erweitern die politische Mitsprache von Zugewanderten innerhalb des bestehenden Systems.

Einbürgerungsoffensive starten, doppelte Staatsbürgerschaft unterstützen

Die SPD will eine Einbürgerungsoffensive im Land starten und die Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts unterstützen. Doppelte Staatsbürgerschaft und einfachere Voraussetzungen für die Einbürgerung sieht sie als zentrale Schritte zu gleichberechtigter Teilhabe.

Die SPD will, dass mehr Menschen den deutschen Pass bekommen. Dafür plant sie eine Einbürgerungs-Offensive. Menschen sollen zwei Pässe haben dürfen. Die Regeln für die Einbürgerung sollen einfacher werden.

Das Land soll alle eigenen Spielräume nutzen, um das Staatsangehörigkeitsrecht an die heutige Gesellschaft anzupassen. Für gut integrierte Geflüchtete will die SPD gemeinsam mit dem Bund die Einbürgerung erleichtern. Zuwanderung bezeichnet das Programm als Bereicherung und als notwendig für die Wirtschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Dafür werden wir eine Einbürgerungsoffensive starten und alle Möglichkeiten in Nordrhein-Westfalen ausschöpfen, um die Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts an die aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse anzupassen.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Eine Einbürgerungsoffensive und die Unterstützung für doppelte Staatsbürgerschaft erleichtern die Einbürgerung, soweit das Land dafür zuständig ist.

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Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich