Wahlrecht für Ausländer ausweiten, Einbürgerung bewerben
Die Grünen wollen EU-Bürgerinnen und -Bürgern das Wahlrecht bei Landtagswahlen geben und lange hier lebenden Menschen aus Nicht-EU-Staaten das kommunale Wahlrecht. Zudem will die Partei aktiv für Einbürgerungen werben und öffentliche Stellen sprachlich zugänglicher machen.
Die Grünen wollen, dass mehr Menschen wählen dürfen. Menschen aus anderen EU-Ländern sollen den Landtag mitwählen. Menschen aus anderen Ländern sollen in ihrer Stadt wählen dürfen, wenn sie lange hier leben. Das Land soll für Einbürgerung werben. Ämter sollen mehr Sprachen und Leichte Sprache anbieten.
Das Programm will Hürden abbauen, die eine gleichberechtigte politische Beteiligung bisher verhindern. Die vom Bund geplanten Erleichterungen bei Einbürgerung und Mehrfachstaatsangehörigkeit sollen genutzt werden, um offensiv für Einbürgerungen zu werben. Mehrsprachigkeit, Leichte Sprache, Gebärdensprache und Blindenschrift sollen vor allem in öffentlichen Einrichtungen ausgebaut werden. Auch Menschen mit Behinderung sollen leichter Zugang zu politischen Prozessen bekommen. Das politische Ehrenamt soll unabhängig von Schulabschluss, Einkommen oder Lebenslage offenstehen.
Originalzitat anzeigen (Seite 88)
„Ausländer*innen aus Nicht-EU-Staaten, die seit langem in NRW ihren Lebensmittelpunkt haben, erhalten das kommunale Wahlrecht.“Einordnung
- Migrationdeutlich offen
Ein Wahlrecht für Nicht-EU-Ausländer auf kommunaler Ebene und für EU-Bürger bei Landtagswahlen gibt es bisher nicht; es würde die Rechte Zugewanderter grundlegend erweitern.