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SPD zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Regierungsprogramm 2026–2031: Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fachkräfte sichern, Ausbildung und Betriebsnachfolge fördern

Die SPD will die Fachkräftestrategie des Landes weiter umsetzen und junge Menschen, Familien und Fachkräfte an das Land binden. Dazu gehören Hilfen bei der Übergabe von Betrieben, eine gestärkte berufliche Ausbildung und mehr Kompetenz im Umgang mit Künstlicher Intelligenz.

Im Land fehlen Fachkräfte. Die SPD will mehr junge Menschen im Land halten. Sie will die Ausbildung stärken. Wer Meister werden will, bekommt weiter Geld. Betriebe sollen leichter eine Nachfolge finden.

Die Werbung des Landes um Fachkräfte soll gebündelt und mit der Wirtschaft abgestimmt werden. Für die Betriebsnachfolge sollen Beratung und Vermittlung erhalten bleiben; geprüft wird ein Programm, bei dem erfahrene Unternehmer ehrenamtlich Übernehmende begleiten. Ebenfalls geprüft wird ein freiwilliges Orientierungsjahr im Handwerk. Berufsschulen sollen von der Investitionsoffensive für Bildung profitieren, digitale Lernangebote und Teilqualifizierungen sollen hinzukommen. Die Fachkräftekonzepte sollen wegen der Künstlichen Intelligenz mit den Interessenvertretungen überarbeitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Daher wird die Unterstützung zur Meisterausbildung und vergleichbaren Abschlüssen auf hohem Niveau fortgeführt.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderung für Ausbildung, Meisterabschlüsse und Berufsschulen soll fortgeführt und ergänzt werden.

Langzeitarbeitslose und junge Menschen in Arbeit bringen

Die SPD will Qualifizierung und berufliche Neuorientierung stärken und Arbeitsagenturen sowie Jobcenter unterstützen. Für Langzeitarbeitslose fordert sie geförderte, sozialversicherungspflichtige Stellen, für unter 25-Jährige ein landesweites Programm nach Schweriner Vorbild.

Die SPD will mehr Menschen in Arbeit bringen. Wer lange arbeitslos ist, soll besondere Job-Angebote bekommen. Junge Menschen unter 25 Jahren sollen besondere Hilfe bekommen. Alle sollen einen Schul-Abschluss oder eine Ausbildung schaffen.

Die geförderten Stellen sollen als Übergang in reguläre Arbeit dienen und mit Qualifizierung verbunden sein. Die SPD erwartet solche Angebote von der Bundesagentur für Arbeit, umgesetzt gemeinsam mit Kommunen, Jobcentern und gemeinnützigen Trägern. Der in Schwerin getestete „Jobmotor“ soll auf das ganze Land übertragen werden. Arbeit versteht das Programm nicht nur als Einkommen, sondern auch als Teilhabe an der Gesellschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir werden uns dafür einsetzen, den in Schwerin erprobten Jobmotor für unter 25-Jährige im ganzen Land umzusetzen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentlich geförderte Beschäftigung und aktive Arbeitsmarktpolitik sollen ausgeweitet werden, also mehr staatliches Engagement.

Tarifbindung, Mitbestimmung und Arbeitsschutz stärken

Die SPD will mehr Tarifbindung erreichen, die Gründung von Betriebsräten besser schützen und die Mitbestimmung ausbauen. Öffentliche Aufträge sollen weiter an Tariftreue geknüpft sein, und den Achtstundentag will die Partei im Bund verteidigen.

Die SPD will gute Löhne und sichere Arbeit. Mehr Firmen sollen nach Tarif zahlen. Ein Tarif ist ein Vertrag über Löhne zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern. Betriebsräte sollen besser geschützt sein. Der Arbeitstag soll bei acht Stunden bleiben.

Prekäre Beschäftigung, Befristungen ohne Sachgrund und Lohndumping sollen weiter zurückgehen. Das Zukunftsbündnis aus Unternehmen, Gewerkschaften und Staat will die SPD fortsetzen und erweitern. Betriebliches Gesundheitsmanagement soll Krankenstände und Stress verringern. Der Arbeitsschutz bleibt im Sozialministerium eine Priorität; geprüft wird, wie die Aufsichtsbehörden gestärkt und zugleich bürokratische Hürden abgebaut werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir führen den sozialdemokratischen Kurs fort, öffentliche Aufträge an Tariftreue und faire Arbeitsbedingungen zu binden.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Tariftreue-Vorgaben, stärkere Mitbestimmung und das Festhalten am Achtstundentag bedeuten mehr Regulierung des Arbeitsmarkts zugunsten der Beschäftigten.

Alle in die Sozialversicherungen einbeziehen

Die SPD will im Bund erreichen, dass alle Bürgerinnen und Bürger in die Sozialversicherungen einzahlen. Jeder soll nach seiner Leistungsfähigkeit beitragen, ausdrücklich auch Abgeordnete von Bundestag und Landtagen.

Die SPD will: Alle Menschen zahlen in die Sozial-Versicherungen ein. Wer mehr hat, zahlt mehr. Das soll auch für Abgeordnete gelten. Abgeordnete sind gewählte Politiker im Parlament.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass eine solidarische Finanzierung nur gelinge, wenn sich alle beteiligen. Die Beiträge sollen sich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientieren. Ziel ist die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme. Umgesetzt werden müsste dies über Bundesrecht.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Wir setzen uns auf Bundesebene dafür ein, dass alle Bürgerinnen und Bürger gleichwertig in die Sozialversicherungen einzahlen.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Heute sind Gruppen wie Beamte, Abgeordnete und viele Selbstständige nicht pflichtversichert; ihre Einbeziehung wäre ein Systemumbau hin zu mehr Umverteilung.

Selbstbestimmtes Alter fördern, Einsamkeit bekämpfen

Die SPD will, dass ältere Menschen auch bei Pflegebedarf in der eigenen Wohnung leben und weiter Teil der Gesellschaft sein können. Zugleich will sie Einsamkeit in allen Altersgruppen mit Begegnungsorten und weiteren Maßnahmen entgegenwirken.

Ältere Menschen sollen zu Hause wohnen bleiben können. Sie sollen weiter am Leben teilnehmen. Auch Senioren mit wenig Geld sollen Hilfe und Pflege bekommen. Die SPD will außerdem etwas gegen Einsamkeit tun. Dafür gibt es Treffpunkte für alle.

Hilfe, Pflege und betreutes Wohnen sollen auch für Seniorinnen und Senioren mit geringem Einkommen erreichbar sein. Ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept soll den Gemeinden helfen, die Lage Älterer gezielt zu verbessern. Die SPD will prüfen, wie die Ziele des Pflegepakts dauerhaft finanziert und Kommunen bei Beratung, Vernetzung und pflegefreundlichen Quartieren unterstützt werden. Das Landesprogramm für Begegnungsorte, sogenannte Dritte Orte, soll weitergeführt werden. Im Bund setzt sich die SPD für Forschung zu Einsamkeit und einen offenen Umgang damit ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Unser Ziel ist es, dass ältere Menschen in ihrer häuslichen Umgebung bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, auch wenn sie hilfs- und pflegebedürftig werden.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Programme für Begegnungsorte und kommunale Pflegestrukturen sollen fortgeführt und möglichst dauerhaft finanziert werden.

Inklusion und Barrierefreiheit im Land ausbauen

Die SPD will Mecklenburg-Vorpommern in allen Lebensbereichen barrierefrei machen und den Maßnahmenplan zur UN-Behindertenrechtskonvention gemeinsam mit Betroffenen fortschreiben. Mehr Menschen mit Behinderungen sollen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten.

Die SPD will ein Land ohne Hindernisse für Menschen mit Behinderungen. Das gilt für Verkehr, Wohnen, Gesundheit und das Internet. Menschen mit Behinderungen sollen bei den Plänen mitreden. Mehr von ihnen sollen in normalen Betrieben arbeiten und lernen.

Die Landeskontaktstelle für Barrierefreiheit beim Bürgerbeauftragten soll begleitet und bei Bedarf ausgebaut werden. Der Maßnahmenplan zur UN-Behindertenrechtskonvention wird unter Beteiligung von Menschen mit Behinderungen und ihren Organisationen erweitert. Die SPD will prüfen, ob eine unabhängige Monitoringstelle regelmäßig öffentlich über den Stand der Umsetzung berichten kann. Möglichst viele junge Menschen mit Behinderung sollen eine duale Ausbildung im Betrieb machen. Geld aus der Ausgleichsabgabe soll stärker in Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt fließen, und das Budget für Arbeit soll bekannter werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Den Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention werden wir in einem Beteiligungsprozess fortschreiben und sukzessive erweitern.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Stellen und Fördermittel für Inklusion sollen ausgebaut werden, also mehr staatliche Leistungen innerhalb des bestehenden Systems.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen soll schrittweise ausgebaut werden, was zum progressiven Pol passt.

Housing First in der Wohnungslosenhilfe fördern

Die SPD will neue fachliche Ansätze in der Hilfe für obdach- und wohnungslose Menschen im Land fördern. Als Beispiel nennt sie Housing First, bei dem Betroffene zuerst eine eigene Wohnung erhalten.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die SPD will ihnen auf neue Art helfen. Ein Beispiel heißt Housing First. Dabei bekommen die Menschen zuerst eine Wohnung. Danach folgt weitere Hilfe.

Das Programm will aktuelle Entwicklungen in der Obdach- und Wohnungslosenhilfe aufnehmen. Gefördert werden sollen neue fachliche Konzepte im Land. Housing First wird ausdrücklich als ein solches Konzept genannt.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wir möchten die aktuelle Entwicklung der Obdach- und Wohnungslosenhilfe aufgreifen und neue fachliche Ansätze (z.B. Housing-First) in unserem Bundesland fördern.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Hilfsansätze für wohnungslose Menschen sollen öffentlich gefördert werden, was soziale Leistungen schrittweise ausweitet.

Arbeitsbedingungen an Hochschulen verbessern

Die SPD tritt für starke Tarifbindung an den Hochschulen ein und will einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte. Die Pflicht von Privatdozenten zu unbezahlter Lehre soll entfallen.

Die SPD will gute Arbeit an Hochschulen. Studenten mit Job an der Hochschule sollen einen Tarif-Vertrag bekommen. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeits-Bedingungen. Privat-Dozenten sollen nicht mehr ohne Bezahlung lehren müssen.

Die bundesgesetzliche Regelung zur Erfassung der Arbeitszeit soll für das Hochschulpersonal mit Ausnahme der Professorinnen und Professoren umgesetzt werden. Erste Vereinbarungen der Tarifpartner im öffentlichen Dienst zu studentischen Beschäftigten begrüßt die SPD. Die Pflicht zur unbezahlten Titellehre nach Paragraf 72 Absatz 2 des Landeshochschulgesetzes soll gestrichen und durch eine Lehr- und Prüfungsberechtigung ersetzt werden. Die Bezeichnung „Affiliate Professor“ soll dem Titel Privatdozent gleichstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Wir stehen weiterhin dafür, dass die Arbeitsverhältnisse von studentischen Beschäftigten an Hochschulen über einen Tarifvertrag (TVStud) verbessert werden.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Tarifbindung, ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte und das Ende unbezahlter Pflichtlehre stärken Arbeitnehmerrechte schrittweise.

Mindestlohn in der Landwirtschaft nicht aufweichen

Die SPD lehnt es ab, die Regeln zum Mindestlohn zu lockern. Sie will gute Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten in der Land- und Ernährungswirtschaft, gleich woher sie kommen.

Die SPD will den Mindest-Lohn nicht lockern. Der Mindest-Lohn ist der niedrigste Lohn, den ein Betrieb zahlen darf. Er soll auch auf dem Feld und in Lebensmittel-Firmen gelten. Das soll für alle Beschäftigten gelten, egal aus welchem Land sie kommen.

Das Programm bezieht die Aussage auf die Land- und Ernährungswirtschaft. Gute Arbeitsbedingungen sollen dort für alle Beschäftigten gelten. Die Herkunft der Beschäftigten soll dabei keine Rolle spielen.

Originalzitat anzeigen (Seite 88)
„Eine Aufweichung der Regeln zum Mindestlohn lehnen wir ab.“
Seite 88 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die SPD verteidigt die geltenden Mindestlohnregeln gegen diskutierte Ausnahmen und hält damit an staatlicher Lohnregulierung fest.

Was sagen die anderen Parteien zu Arbeit und Sozialem?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich