Arbeitszeit verkürzen und Rechte der Beschäftigten ausbauen
Die Linke will sechs Wochen Urlaub für alle Beschäftigten und auf lange Sicht die 35-Stunden-Woche ohne Lohneinbußen. Beschäftigte sollen ein Recht auf Vollzeit und auf Rückkehr aus der Teilzeit bekommen. Das Arbeitszeitgesetz und den Acht-Stunden-Tag will die Partei verteidigen.
Alle Beschäftigten sollen sechs Wochen Urlaub haben. Später soll die Arbeitswoche nur 35 Stunden haben. Der Lohn soll dabei gleich bleiben. Wer Teilzeit arbeitet, soll zurück in Vollzeit dürfen. Der Acht-Stunden-Tag soll bleiben.
Die kürzere Arbeitszeit soll im Dialog mit Unternehmen und Gewerkschaften erreicht werden. Das Tariftreuegesetz soll weiterentwickelt, Betriebs- und Personalräte sollen gestärkt und das Personalvertretungsgesetz überprüft werden. Die Arbeitsschutzbehörden sollen genug Personal erhalten. In landeseigenen Unternehmen sollen Leiharbeit und Befristungen ohne Sachgrund begrenzt werden. Im Homeoffice soll Überwachungssoftware verboten sein, und das Recht, nicht erreichbar zu sein, soll gestärkt werden. Beschäftigungsgesellschaften, Produktionsschulen und betriebliche Gesundheitsvorsorge sollen weiter gefördert werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Das Recht auf Vollzeit und ein Rückkehrrecht aus Teilzeit, sechs Wochen Urlaub für alle Beschäftigten, langfristig die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Staat
Sechs statt vier Wochen gesetzlicher Mindesturlaub und die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn würden das Arbeitsrecht zugunsten der Beschäftigten grundlegend ändern.