Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Grüne zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV für die Landtagswahl 2026 (Klare Kante für Mensch und Natur in MV)“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 112 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fachkräfte durch Zuwanderung und Rückkehr gewinnen

Die Grünen wollen Welcome Center zu Anlaufstellen für eingewanderte Fachkräfte und Rückkehrende ausbauen und ausländische Abschlüsse schneller anerkennen. Geflüchtete sollen während einer Ausbildung einen sicheren Aufenthaltsstatus haben. Zudem sollen Schulen und Hochschulen enger mit Betrieben zusammenarbeiten.

In MV fehlen viele Fachkräfte. Die Grünen wollen Menschen aus dem Ausland und Rückkehrern besser helfen. Geflüchtete in einer Ausbildung sollen sicher bleiben dürfen. Schulen und Firmen sollen enger zusammenarbeiten.

Die Welcome Center sollen landesweit ein vergleichbar hohes Angebot bieten, und Nachqualifizierung soll unterstützt werden. Zusätzliche Sprach- und Integrationskurse des Landes sollen Lücken der Bundesförderung füllen. Verfahren zum Spurwechsel, also dem Wechsel vom Asylverfahren in einen Aufenthalt zur Ausbildung oder Arbeit, sollen rechtzeitig vor Ausbildungsbeginn beendet sein. Patenschaften von Schulen mit Betrieben sollen früh bei der Berufswahl helfen, und Hochschulen sowie Fachschulen sollen sich stärker mit regionalen Firmen vernetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen bei der Integration von Geflüchteten, insbesondere durch einen sicheren Aufenthaltsstatus während der Ausbildung.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Leichtere Fachkräfteeinwanderung, mehr Integrationskurse und ein gesicherter Aufenthalt für Geflüchtete in Ausbildung verschieben den Stand schrittweise in Richtung Offenheit.

Freiwilligendienste statt Pflichtdienst ausbauen

Die Grünen lehnen Pflichtdienste für junge Menschen ab und wollen stattdessen die Freiwilligendienste stärken. Es soll mehr Plätze und eine deutlich höhere Vergütung geben, damit ein solcher Dienst nicht vom Einkommen der Familie abhängt.

Die Grünen wollen keinen Pflicht-Dienst für junge Menschen. Sie wollen freiwillige Dienste stärken. Es soll mehr Plätze geben. Die Freiwilligen sollen deutlich mehr Geld bekommen.

Ausgebaut werden sollen die Plätze im Freiwilligen Sozialen Jahr, im Freiwilligen Ökologischen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst. Träger und Einsatzstellen sollen mehr Geld erhalten. Die Dienste sollen stärker als Zeit der Bildung und Orientierung anerkannt werden, und Schulen sowie Berufsschulen sollen mehr darüber informieren und beraten. Das Programm räumt ein, dass ein Teil der Forderungen den Bund betrifft.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Statt junge Menschen über Pflichtdienste in Systeme zu drängen, die häufig schon heute überlastet sind, wollen wir freiwilliges Engagement stärken und gute Bedingungen schaffen.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Plätze, höhere Vergütung und mehr Geld für Träger bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben innerhalb des bestehenden Systems.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Der Punkt verteidigt die heutige Freiwilligkeit ausdrücklich gegen die diskutierte Einführung eines Pflichtdienstes.

Wohnungslosigkeit mit Housing First bekämpfen

Die Grünen wollen Housing-First-Modelle im ganzen Land fördern. Wohnungslose Menschen sollen zuerst eine eigene Wohnung erhalten, weil stabile Wohnverhältnisse aus Sicht des Programms die Voraussetzung für Teilhabe, Gesundheit und Integration sind.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die Grünen wollen ihnen zuerst eine eigene Wohnung geben. Das nennt man Housing First. Danach lassen sich andere Probleme leichter lösen.

Housing First bedeutet, dass die eigene Wohnung am Anfang der Hilfe steht und nicht an Vorbedingungen geknüpft ist. Das Land soll solche Modelle landesweit fördern. Dauerhafter Wohnraum für wohnungslose Menschen soll gemeinsam mit Kommunen, Wohnungsunternehmen und sozialen Trägern bereitgestellt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„die landesweite Förderung von Housing-First-Modellen zur nachhaltigen Bekämpfung von Wohnungslosigkeit.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Wohnraum für Wohnungslose fördern und bereitstellen, was öffentliche Sozialleistungen ausbaut.

Armut mit Landesbericht strukturell bekämpfen

Die Grünen wollen Armut als strukturelles Problem angehen und nicht als persönliches Versagen behandeln. Grundlage soll ein regelmäßiger Bericht über Armut und Reichtum im Land sein, aus dem gezielte Maßnahmen folgen. Dazu kommen Nachbarschaftstreffs in jeder Kommune.

Die Grünen wollen Armut im Land bekämpfen. Ein Bericht soll regelmäßig zeigen, wo Armut und Reichtum sind. Daraus sollen passende Hilfen entstehen. Jeder Ort soll einen Nachbarschafts-Treff bekommen.

Aus den Daten des Berichts sollen regionale Maßnahmen für Mobilität, Wohnen, Bildung, Arbeit, Ernährung und Energie abgeleitet werden. Ein Kinder- und Jugendbericht soll Teil dieses Berichts werden. Das Programm kündigt leicht zugängliche Angebote für Bildung, Kultur und Sport in allen Regionen, bezahlbaren Wohnraum und mehr Beratung an. In jeder Kommune und jedem Stadtteil soll ein Treffpunkt für Veranstaltungen und gemeinsames Arbeiten entstehen. Wer jünger als 25 oder älter als 65 ist, soll dort keinen Eintritt zahlen; Vereine sollen die Räume für eine sehr geringe Gebühr nutzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Dafür braucht es zunächst einen regelmäßig evaluierten Landesarmuts- und Reichtumsbericht.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Armut soll durch staatliche Maßnahmen, mehr öffentliche Infrastruktur und neue Treffpunkte verringert werden, was die Rolle des Staates ausweitet.

Hürden beim Zugang zum Arbeitsmarkt abbauen

Die Grünen wollen, dass mehr Menschen Arbeit finden und dauerhaft behalten. Dazu planen sie ein Landesprogramm für Langzeiterwerbslose, frühe und verbindliche Sprachförderung sowie Programme für Qualifizierung und Wiedereinstieg. Der öffentliche Dienst soll auf Befristungen ohne Sachgrund verzichten.

Nicht alle Menschen haben gleiche Chancen auf Arbeit. Die Grünen wollen ein Programm für Menschen, die lange ohne Arbeit sind. Zugewanderte sollen früh Deutsch lernen können. Der Staat soll als Arbeitgeber Stellen nicht ohne Grund befristen.

Sprachförderung soll früh und verbindlich zugänglich sein, vor allem für Menschen mit Migrationsgeschichte, damit sie leichter in Gesellschaft und Beruf ankommen. Gezielte Programme sollen Einstieg, Qualifizierung, Wiedereinstieg und Quereinstieg für Menschen mit wie ohne Behinderung fördern. Die Grünen wollen sich dafür einsetzen, dass auch in Werkstätten für behinderte Menschen ein gesetzlicher Mindestlohn gilt, der vor Armut schützt, und dass die Bezahlung dort grundlegend reformiert wird. Als Risiken für Armut nennt das Programm unsichere Arbeitsplätze und einen großen Niedriglohnsektor.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„ein Landesarbeitsmarktprogramm zur Förderung von Langzeiterwerbslosen.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesprogramm für Erwerbslose, der Verzicht auf sachgrundlose Befristungen und ein Mindestlohn in Werkstätten stehen für mehr staatliche Förderung und Regulierung am Arbeitsmarkt.

  • Migrationeher offen

    Früher und verbindlicher Zugang zu Sprachförderung soll Zugewanderten die Integration in Gesellschaft und Arbeit erleichtern.

Inklusion mit Kompetenzzentrum und Behindertenbeauftragten stärken

Die Grünen wollen ein Landeskompetenzzentrum gründen, das einheitliche Standards für die Eingliederungshilfe schafft. Außerdem soll es eine Behindertenbeauftragte oder einen Behindertenbeauftragten für das Land geben, und Barrieren im Alltag sollen abgebaut werden.

Die Grünen wollen Menschen mit Behinderungen besser unterstützen. Ein neues Zentrum soll für gleiche Regeln bei der Hilfe im ganzen Land sorgen. Es soll eine Beauftragte oder einen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen geben. Ämter sollen Hilfen in Leichter Sprache anbieten.

Das geplante „Landeskompetenzzentrum Bedarfsermittlung“ soll einen Beirat erhalten und dafür sorgen, dass die Eingliederungshilfe der Kommunen überall nach gleichen Maßstäben arbeitet. Für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und des Landesgesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen soll eine eigene Beauftragtenstelle entstehen. Gemeinsam mit den Kommunen soll auf inklusive Städte hingearbeitet werden. Sitzungen des Landtags sollen in Gebärdensprache übersetzt werden, und für Behördengänge soll es Hilfen in Leichter Sprache geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Durch die Gründung eines „Landeskompetenzzentrums Bedarfsermittlung“ schaffen wir klare und einheitliche Standards für die Eingliederungshilfe“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Neue Stellen und Angebote für Barrierefreiheit bauen Teilhabe und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen schrittweise aus.

Was sagen die anderen Parteien zu Arbeit und Sozialem?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich