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SPD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Regierungsprogramm 2026–2031: Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Medienkompetenz in allen Generationen fördern

Die SPD will Medienkompetenz landesweit und für alle Altersgruppen fördern. Sie soll aus Sicht des Programms so selbstverständlich werden wie Rechnen und Schreiben, auch wegen des zunehmenden Einsatzes von Künstlicher Intelligenz. Hinzu kommen Kampagnen gegen Falschinformationen.

Menschen sollen Nachrichten und Quellen gut prüfen können. Das nennt man Medien-Kompetenz. Die SPD will sie bei Jung und Alt fördern. Lehrer und Erzieher sollen dafür mehr Hilfe bekommen. Es soll Kampagnen gegen falsche Nachrichten geben.

Lehrkräfte, Erziehende und Bildungsstätten sollen gestärkt werden, damit Medienkompetenz früh in allen Bildungsangeboten vorkommt. Außerschulische Angebote sollen dies ergänzen und alle Altersgruppen erreichen. Die SPD will prüfen, wie Medienwerkstätten und Medienbildungsangebote im ganzen Land besser verfügbar werden. Das Programm begründet dies damit, dass demokratische Widerstandskraft vom Einordnen von Informationen und vom Erkennen von Manipulation abhängt.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Darum werden wir insbesondere die Lehrkräfte, Erziehenden und Bildungsstätten stärken, um Medienkompetenz von Beginn an in allen Bildungsangeboten zu implementieren und zu vermitteln.“
Seite 44 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten und effizienter machen

Die SPD bekennt sich zu einem starken, unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der aus ihrer Sicht für die Information der Bevölkerung unersetzlich ist. Zugleich sollen dessen Strukturen effizient sein, damit die solidarische Finanzierung akzeptiert bleibt.

Die SPD will ARD, ZDF und NDR als unabhängige Sender erhalten. Sie sollen gut informieren. Die Sender sollen aber sparsam arbeiten. So sollen die Menschen den Rundfunk-Beitrag weiter akzeptieren.

Nach dem Programm steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk für hohe Qualität, das Erklären demokratischer Entscheidungen und einen Bildungsauftrag. Die Berichterstattung soll parteipolitisch neutral sein und sich nicht an Klickzahlen ausrichten. Effiziente Strukturen sollen die Zustimmung zur gemeinsamen Finanzierung sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Die SPD Mecklenburg-Vorpommern bekennt sich zu einem starken und unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verteidigt die beitragsfinanzierte öffentliche Leistung und verlangt zugleich effizientere Strukturen.

Lokale Medien, Bürgermedien und Zeitungszustellung sichern

Die SPD will lokale und regionale Medien sowie Bürgermedien langfristig absichern, weil sie über das Geschehen vor Ort informieren. Für die Zustellung gedruckter Zeitungen auf dem Land soll es eine Förderung des Bundes geben. Die Medienanstalt des Landes soll beim Jugendschutz mehr Befugnisse erhalten.

Lokale Zeitungen und Sender berichten über den eigenen Ort. Die SPD will sie erhalten. Bürger-Medien bekommen weiter Geld. Der Bund soll helfen, damit Zeitungen auch auf dem Land ankommen.

Das Programm kündigt Rahmenbedingungen an, damit lokale und regionale Medien ihre Aufgabe dauerhaft erfüllen können. Bürgermedien sollen weiter verlässlich unterstützt werden, weil sie zu lokaler Öffentlichkeit, Teilhabe und Medienkompetenz beitragen. Auf Bundesebene setzt sich die SPD für eine Zustellförderung für gedruckte Zeitungen ein. Die Befugnisse der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern sollen gemeinsam mit den anderen Medienanstalten vor allem für einen wirksamen Jugendschutz wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Die Zustellung gedruckter Zeitungen auch im ländlichen soll erhalten werden, deshalb setzen wir uns auf Bundesebene für eine Zustellförderung ein.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue staatliche Förderung der Zeitungszustellung und die fortgesetzte Unterstützung von Bürgermedien bedeuten mehr öffentliche Mittel für den Mediensektor.

Kulturelle Teilhabe für alle ausbauen

Die SPD will Kulturangebote barrierefrei und inklusiv gestalten, unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft oder Behinderung. Auszubildende und Studierende sollen ermäßigten Eintritt in Einrichtungen des Landes erhalten. Kulturelle Bildung und ehrenamtliches Engagement sollen gefördert werden.

Die SPD will, dass alle Menschen Kultur erleben können. Angebote sollen ohne Hindernisse sein. Es soll Angebote in Leichter Sprache und Gebärden-Sprache geben. Azubis und Studierende sollen weniger Eintritt zahlen.

Menschen mit Behinderungen sollen als Publikum und als Kunstschaffende gewonnen werden. Kulturelle Bildung soll von der Kita bis zur Hochschule und an außerschulischen Lernorten gefördert werden, mit verlässlichen Förderstrukturen gemeinsam mit Kreisen und Gemeinden. Die SPD will mit Kommunen prüfen, wie bezahlbare Räume für Kunst erhalten bleiben, und wie die Musik- und Veranstaltungswirtschaft gestärkt werden kann. Auch die Digitalisierung des filmischen Erbes soll geprüft werden. Der Landeskulturpreis wird weiter vergeben.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Wir werden Angebote für kulturelle Teilhabe für Auszubildende und Studierende wie einen ermäßigten Eintritt für den Besuch von landeseigenen Einrichtungen einführen.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ermäßigte Eintritte und stabile Förderstrukturen bauen öffentlich finanzierte Kulturleistungen schrittweise aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Kulturangebote sollen inklusiver, barrierefreier und interkultureller werden, was Gleichstellung und Vielfalt schrittweise stärkt.

Kunstfreiheit verteidigen und Erinnerungskultur pflegen

Die SPD will die Freiheit der Kunst verteidigen und Kunstschaffende unterstützen, die sich mit gesellschaftlichen Fragen befassen. Projekte der politischen und interkulturellen Bildung sollen gefördert werden. Das Programm versteht Kultur als Mittel gegen Ausgrenzung, Hass und Extremismus.

Die SPD sagt: Kunst ist frei. Diese Freiheit will sie schützen. Sie will Projekte fördern, die Demokratie und Vielfalt stärken. Auch das Erinnern an die Geschichte soll lebendig bleiben.

Kulturelle Bildungsangebote sollen enger mit der Ganztagsschule verbunden und außerschulische Lernorte gestärkt werden. Die SPD setzt sich für eine Erinnerungskultur ein, die von der Arbeit der Gedenkstätten bis zu zeitgemäßen Formen reicht. Aus Sicht des Programms wird die freie Kultur derzeit von Gegnern von Demokratie und Vielfalt infrage gestellt.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Wir fördern Projekte der politischen, kulturellen und interkulturellen Bildung, die Demokratie und Vielfalt stärken.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Förderung interkultureller Bildung und von Projekten für Vielfalt soll fortgesetzt und ausgebaut werden, was zum progressiven Pol passt.

Niederdeutsch und Heimatpflege weiter fördern

Die SPD will die niederdeutsche Sprache, die Regionalgeschichte und das Kulturerbe des Landes weiter fördern. Haupt- und ehrenamtlich Tätige in der Heimatpflege sollen dabei Unterstützung bekommen.

Die SPD will die Sprache Niederdeutsch erhalten. Niederdeutsch heißt auch Plattdeutsch. Auch die Geschichte der Region soll erforscht werden. Menschen in der Heimat-Pflege sollen Hilfe bekommen.

Partner bleiben der Heimat- und Niederdeutschbeirat, der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern und regionale Initiativen. Grundlage der Arbeit ist das 2026 gemeinsam weiterentwickelte Heimatprogramm. Auch das immaterielle Kulturerbe soll gepflegt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Die Bewahrung und Pflege des Niederdeutschen, die Erforschung der Regionalgeschichte und die Erhaltung und Weiterentwicklung des materiellen und immateriellen Kulturerbes werden wir weiter fördern“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Die bestehende Förderung von Regionalsprache und Heimatpflege soll fortgeführt werden, ohne den heutigen Stand zu verschieben.

Theaterpakt fortführen und Kultureinrichtungen sichern

Die SPD will den Theaterpakt zwischen Land und Kommunen über 2028 hinaus fortsetzen und anpassen. Die Kulturförderung des Landes soll angesichts steigender Personal- und Sachkosten fortgeschrieben werden. Bibliotheken, Archive und Museen sollen gestärkt und digital besser zugänglich werden.

Die SPD will den Theater-Pakt nach 2028 weiterführen. Der Pakt sichert Geld für die großen Theater. Die Kultur-Förderung soll trotz höherer Kosten wirksam bleiben. Bibliotheken, Archive und Museen sollen mehr digitale Angebote bekommen.

Ziel ist es, Einschränkungen beim Programm, beim Publikum und bei der kulturellen Bildung zu vermeiden. Die SPD hält an den Plänen für ein Pommersches Landesarchiv in Vorpommern, zusammen mit der Universität Greifswald, und für ein Archäologisches Landesmuseum in Rostock fest. Kleinere kommunale Archive sollen nach einer Prüfung durch Beratung und Vernetzung besser unterstützt werden. Beim Bund will sich die Partei für Programme zur Digitalisierung im Kulturbereich einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Wir wollen an diesem bewährten Instrument der Zusammenarbeit zwischen Land und kommunalen Beteiligten festhalten und diesen auch nach 2028 weiterführen und bedarfsgerecht weiterentwickeln.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturförderung soll fortgeführt und an gestiegene Kosten angepasst werden, was staatliche Leistungen sichert und ausweitet.

Faire Bezahlung für Kulturschaffende sichern

Die SPD will sich für faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen in der Kultur einsetzen und verweist auf die bereits eingeführten Mindesthonorare. Sie will außerdem eine Debatte darüber anstoßen, Kunst und Kultur als Staatsziel der Bundesrepublik zu verankern.

Die SPD will, dass Künstler fair bezahlt werden. Es gibt schon Mindest-Honorare. Die SPD will auch eine Debatte anstoßen. Es geht darum, ob Kultur ein Staats-Ziel werden soll. Ein Staats-Ziel ist eine feste Aufgabe des Staates.

Die „Runden Tische Kultur“ sollen weitergeführt werden. Dort will die SPD mit Kommunen und Kulturszene weiter besprechen, was zur kulturellen Grundversorgung zählt und was die technologische Entwicklung für die Kultur bedeutet. Bibliotheken sowie Musik- und Jugendkunstschulen versteht das Programm als Bildungseinrichtungen mit kulturellem Auftrag, die dauerhaft Unterstützung erhalten sollen. Musik- und Jugendkunstschulen sollen weiter sowohl mit Festangestellten als auch mit Honorarkräften arbeiten können.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Wir setzen uns für faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende ein.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die SPD will Vergütungsstandards wie Mindesthonorare in der Kultur stützen und fortentwickeln, was zu mehr Regulierung zugunsten der Beschäftigten passt.

EU-Fördermittel stärker für Kultur nutzen

Die SPD will europäische Fonds gezielt für das kulturelle Erbe und für kleine Kulturinitiativen einsetzen. EU-Programme sollen stärker für Begegnungen über Grenzen hinweg genutzt werden. Das Programm versteht Kultur als Brücke zu den Nachbarn.

Die SPD will mehr Geld der EU für Kultur nutzen. Damit will sie das Kultur-Erbe erhalten. Auch kleine Kultur-Gruppen und Dorf-Häuser sollen Geld bekommen. Menschen aus Nachbar-Ländern sollen sich durch Kultur begegnen.

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sollen Investitionen in das kulturelle Erbe finanziert werden. Über den Landwirtschaftsfonds ELER und dessen LEADER-Programm sollen kleine Kulturinitiativen und Dorfgemeinschaftshäuser weiter gestärkt werden. INTERREG und Creative Europe sollen intensiver genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Wir werden Programme wie INTERREG (Europäische territoriale Zusammenarbeit) und Creative Europe (Kreatives Europa) noch stärker nutzen, um grenzüberschreitende Begegnungen zu fördern.“
Seite 79 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kultur im ländlichen Raum fördern

Die SPD will Kulturprojekte gezielt unterstützen, die Angebote in Dörfer und kleine Städte bringen. Der Bürgerfonds Kultur soll bleiben und einen regionalen Schwerpunkt erhalten. Ehrenamtliche Kulturarbeit soll weniger Bürokratie haben.

Die SPD will Kultur in Dörfern und kleinen Städten fördern. Der Bürger-Fonds Kultur soll bleiben und wachsen. Es soll Bücher-Busse, mobile Bühnen und Wander-Kinos geben. Ehrenamtliche sollen weniger Papierkram haben.

Soziokulturelle Zentren und andere sogenannte Dritte Orte werden weiter gefördert. Antragsverfahren sollen einfacher werden, und es soll Qualifizierungsprogramme für Ehrenamtliche in der Kultur geben. Kultur und Tourismus sollen enger zusammenarbeiten, auch um Innenstädte lebendiger zu machen, etwa durch Festivals, Kulturrouten oder Kunst an öffentlichen Orten. Ein Kulturatlas soll regelmäßig Angebote sichtbar machen und Lücken in der Versorgung zeigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Den Bürgerfonds Kultur wollen wir erhalten und mit einem regionalen Förderschwerpunkt unter dem Leitgedanken „Kultur vor Ort“ weiter ausbauen.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein bestehender öffentlicher Kulturfonds soll ausgebaut und Kultur in der Fläche gezielt gefördert werden, was öffentliche Leistungen schrittweise erweitert.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

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