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SPD zur Familie

Aus dem Programm „Regierungsprogramm 2026–2031: Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Hebammen und Geburtshilfe stärken

Die SPD will die Versorgung durch Hebammen verbessern und den von Hebammen geleiteten Kreißsaal im Bundesrecht verankern. Ziel ist, dass jede Frau während der Geburt von einer eigenen Hebamme betreut werden kann.

Die SPD will Hebammen stärken. Hebammen helfen Frauen bei der Geburt. Jede Frau soll bei der Geburt eine eigene Hebamme haben. Hebammen sollen genug Geld verdienen.

Im Bund setzt sich die SPD für eine ausreichende Bezahlung nach dem Hebammenhilfevertrag ein. Im Land plant sie ein Pilotprojekt für eine Amtshebamme nach Bremer Vorbild, um Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung und Personalgewinnung zu verbessern. Sie will prüfen, wie das Programm der Familien-Hebammen für Hebammen attraktiver wird. In Rostock sollen die beiden großen Kliniken in einem Eltern-Kind-Zentrum zusammenarbeiten. Kinderwunschbehandlungen sollen weiter gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„werden wir uns dafür einsetzen, dass der Hebammenkreißsaal als Versorgungsform bundesrechtlich verankert wird.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bessere Vergütung, ein öffentlich getragenes Pilotprojekt und eine Eins-zu-eins-Betreuung bauen öffentliche Gesundheitsleistungen aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Das Programm betont Selbstbestimmung bei Geburt und Familienplanung und will Kinderwunschbehandlungen weiter fördern.

Elterngeld im Bund deutlich anheben

Die SPD will sich im Bund für ein höheres Elterngeld einsetzen: 80 Prozent des früheren Einkommens und höchstens 3.200 Euro. Auch der Mindestsatz soll steigen, und die Beträge sollen jährlich an die Inflation angepasst werden.

Die SPD will mehr Elterngeld. Eltern sollen 80 Prozent von ihrem früheren Lohn bekommen. Der höchste Betrag soll 3.200 Euro sein. Das Elterngeld soll jedes Jahr mit den Preisen steigen. Darüber entscheidet der Bund.

Nach dem Programm wurden Mindest- und Höchstsatz seit der Einführung des Elterngeldes 2007 nicht angehoben; das soll sich ändern, um Familien mehr Planungssicherheit zu geben. Die Landesregierung soll bundespolitisch auf eine Ersatzrate von 80 Prozent und einen Höchstbetrag von 3.200 Euro hinwirken. Dazu kommt eine jährliche Anpassung an die Inflation. Die SPD versteht Familie als jeden Ort, an dem Menschen füreinander einstehen, und will Freiräume für die Sorge um Kinder und pflegebedürftige Angehörige.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„dass die Höhe des Elterngeldes auf 80 % des früheren Einkommens angehoben und der Maximalwert auf 3.200 Euro gebracht wird“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Der Höchstbetrag soll von heute 1.800 auf 3.200 Euro steigen, also um weit mehr als ein Viertel, was eine staatliche Leistung grundlegend ausweitet.

  • Gesellschafteher progressiv

    Das Programm betont vielfältige Familienmodelle und freie Lebensplanung, was eher zum progressiven Pol passt.

Kinderschutz und Hilfen für belastete Familien ausbauen

Die SPD will ein weiteres Childhood-Haus für Kinder mit Gewalterfahrung im Land schaffen und dafür Bundesgeld erreichen. Die Landesfachstelle KipsFam für Kinder aus psychisch oder suchtbelasteten Familien soll über 2027 hinaus finanziert werden.

Die SPD will Kinder besser schützen. Es soll ein zweites Childhood-Haus im Land geben. Dort bekommen Kinder Hilfe, die Gewalt erlebt haben. Auch Kinder mit kranken oder süchtigen Eltern sollen weiter Hilfe bekommen.

Das Childhood-Haus Schwerin ist eine fachübergreifende Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt haben. Die SPD will eine zweite Einrichtung dieser Art und eine Förderung durch den Bund. Die Finanzierung der Landesfachstelle KipsFam soll nach 2027 weiterlaufen. Im Bund will die SPD ein Gesamtkonzept von Ländern, Kommunen und Sozialversicherungsträgern für diese Kinder anstoßen. Die Vorgaben des Landes-Kinderschutzgesetzes, das Schutzkonzepte von Trägern verlangt, sollen stetig weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir setzen uns für die Bundesförderung von Childhood-Häusern und die Schaffung einer weiteren Einrichtung im Land ein.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentlich finanzierte Hilfsangebote für Kinder sollen ausgebaut und dauerhaft gesichert werden.

Jugendclubs und Treffpunkte sichern und neu schaffen

Die SPD sieht Orte für Jugendliche als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und will Jugendclubs, soziokulturelle Zentren und offene Treffpunkte stärken, besonders auf dem Land. Das 50-50-Taxi-Ticket für junge Menschen soll weiterlaufen.

Die SPD will mehr Treffpunkte für Jugendliche. Dazu gehören Jugend-Clubs und offene Räume. Das ist besonders auf dem Land wichtig. Junge Leute sollen nachts weiter zum halben Preis Taxi fahren können.

Zu den Treffpunkten zählt das Programm ausdrücklich auch queere und feministische Einrichtungen als Schutzräume. Beim 50-50-Taxi-Ticket zahlen 16- bis 25-Jährige über eine App die Hälfte der Fahrtkosten, den Rest trägt das Land; das Angebot soll bekannter werden. Gemeinsam mit den Trägern will die SPD prüfen, wie Jugendübernachtungsstätten und Schullandheime erhalten werden können. Die Zusammenarbeit mit Jugendverbänden und dem Landesjugendring bleibt bestehen. Angebote gegen Mobbing, Cybermobbing und Gewalt sowie für die psychische Gesundheit sollen weiter unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir setzen uns für die Stärkung und Neuschaffung von Jugendclubs, soziokulturellen Zentren und sogenannten „Dritten Orten“ ein“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Jugendtreffpunkte werden als öffentliche Aufgabe verstanden und sollen mit Landesmitteln gesichert und ausgebaut werden.

  • Gesellschafteher progressiv

    Queere und feministische Einrichtungen werden ausdrücklich in die Förderung einbezogen, was zum progressiven Pol passt.

Kita beitragsfrei halten

Die SPD will Krippe, Kindergarten und Hort einschließlich Ferienhort für Eltern kostenlos halten, auch unter Spardruck. Aus Sicht des Programms entlastet das Familien, erhöht die Chancengerechtigkeit und ermöglicht eine angemessene Bezahlung der Fachkräfte.

Eltern zahlen in Mecklenburg-Vorpommern nichts für die Kita. Die SPD will, dass das so bleibt. Das gilt für Krippe, Kindergarten und Hort. Die SPD sagt: Alle Kinder sollen gleiche Chancen haben.

Die Beitragsfreiheit soll trotz des Konsolidierungsdrucks bestehen bleiben; gespart werden soll an anderer Stelle. Den bundesweiten Anspruch auf Ganztagsbetreuung, der Kindern ein eigenes Recht auf einen Hortplatz gibt, will die SPD begleiten und auswerten. Hort und Schule sollen gleichberechtigt und am Kind ausgerichtet zusammenarbeiten. Land und Kommunen geben für die frühe Bildung und Betreuung über eine Milliarde Euro aus.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Auch zukünftig werden wir an der Kita-Beitragsfreiheit festhalten!“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die SPD verteidigt die bestehende kostenlose öffentliche Leistung ausdrücklich gegen Kürzungen unter Spardruck.

Kita-Qualität mit kleineren Gruppen verbessern

Die SPD will die Gruppen in Kitas weiter verkleinern und die Fachkräfte trotz sinkender Kinderzahlen im System halten. Förderbedarfe sollen früher erkannt und die sprachliche Bildung gestärkt werden.

Die SPD will kleinere Gruppen in den Kitas. Die Fachkräfte sollen bleiben, auch wenn es weniger Kinder gibt. Kinder sollen früher Hilfe bekommen, wenn sie Förderung brauchen. Kinder sollen besser sprechen lernen.

Für Krippe und Hort sind kleinere Gruppen ab 2027 vereinbart; weitere Verbesserungen für alle drei Kita-Bereiche sollen je nach Haushaltslage folgen. Grundlage sind die Ergebnisse des Forums „Gute Kita 2030“, die mit Kommunen, Trägern, Gewerkschaften und Eltern umgesetzt werden. Die „Bildungskonzeption 0-10“ wird überprüft, Sprach-Kitas sollen erhalten und ausgebaut werden, und es wird geprüft, wie die Vorschule grundlegende Fähigkeiten stärken kann. Das Fortbildungsinstitut Schabernack e.V. wird weiter finanziert, Kinder- und Familienzentren bleiben und können bei Bedarf wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Unser Ziel ist es, die hervorragenden Fachkräfte im System der Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen zu halten, und so bei zurückgehenden Kinderzahlen für eine Verbesserung der Qualität und der Förderung unserer Kinder zu sorgen.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kleinere Gruppen und das Halten des Personals bei sinkenden Kinderzahlen bauen eine öffentliche Leistung schrittweise aus.

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Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich