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SPD zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Regierungsprogramm 2026–2031: Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,9), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 7 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Günstige Energie und klimaneutrale Energiewirtschaft ausbauen

Die SPD will, dass im Land erzeugter Strom aus erneuerbaren Quellen vor allem den Menschen und Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern günstig zugutekommt. Zugleich soll die Energiewirtschaft wachsen, unter anderem durch eine lokale Wasserstoffwirtschaft.

In Mecklenburg-Vorpommern entsteht viel Strom aus Wind und Sonne. Die SPD will: Die Menschen im Land sollen diesen Strom billig bekommen. Auch die Firmen sollen davon etwas haben. Außerdem soll die Energie-Wirtschaft im Land weiter wachsen.

Das Programm nennt sichere und bezahlbare Energie als Mittel, um Bürgerinnen, Bürger und Wirtschaft zu entlasten. Die Energiewirtschaft soll um eine lokale Wasserstoffwirtschaft sowie um Ansiedlungen aus Elektrotechnik und IT ergänzt werden. Langfristig soll das Land nach der Vorstellung der SPD zu einem der wichtigsten Standorte klimaneutraler Energiewirtschaft im Ostseeraum werden, an dem sich auch Zulieferer niederlassen. Dafür sollen geeignete Standorte gezielt entwickelt, die Wertschöpfung vor Ort gestärkt und Industriearbeitsplätze gesichert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 3)
„Wir kämpfen dafür, dass die Erneuerbaren Energien, die hier im Land produziert werden, an die Abnehmerinnen und Abnehmer vor allem in MV preiswert weitergeben werden.“
Seite 3 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Erneuerbare Energien und Wasserstoff sollen weiter ausgebaut werden, mit dem Ziel einer klimaneutralen Energiewirtschaft; das verschiebt den Stand schrittweise Richtung Klimaschutz.

Erneuerbare ausbauen und Anwohner finanziell beteiligen

Die SPD will Wind-, Solar-, Bio- und Geothermieenergie weiter ausbauen und dabei auf klare Regeln setzen. Anwohner und Gemeinden in der Nähe von Windrädern und Solarparks sollen finanziell profitieren; diese Beteiligung soll über Energiegenossenschaften noch wachsen. Das Programm versteht Energiepolitik zugleich als Klimaschutz- und Industriepolitik.

Die SPD will mehr Strom aus Wind und Sonne. Auch Bio-Energie und Erd-Wärme sollen wachsen. Wer nah an Wind-Rädern oder Solar-Parks wohnt, soll Geld davon bekommen. Auch die Gemeinden sollen Geld bekommen. Wind-Räder müssen 1.000 Meter Abstand zu Orten haben.

Das Klimaverträglichkeitsgesetz des Landes soll den Rahmen für Klimaschutz und Planungssicherheit für die Energiewirtschaft bieten. Die SPD verweist auf gestraffte Genehmigungen für Windkraft und auf den landesweit einheitlichen Mindestabstand von 1.000 Metern zu Ortschaften. Nach dem erweiterten Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz ist die finanzielle Beteiligung im Umkreis von Windrädern und Solarparks Pflicht. Genossenschaften und andere Kooperationsformen sollen diese Teilhabe ausweiten. Für Privathaushalte nennt das Programm die Förderung von Balkon-Solaranlagen.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Durch Energiegenossenschaften und andere Kooperationsformen soll diese Beteiligung künftig noch weiter ausgebaut werden, damit Wertschöpfung und günstigere Energie stärker bei den Menschen und Kommunen vor Ort ankommen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Betreiber müssen Anwohner und Gemeinden an Erträgen beteiligen, und diese Teilhabe soll noch ausgeweitet werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau erneuerbarer Energien wird innerhalb der bestehenden Regeln samt Mindestabstand weiter vorangetrieben.

Strom, Wärme und Mobilität koppeln, Stadtwerke sichern

Die SPD will das Energiesystem flexibler machen und Strom, Wärme und Mobilität enger verbinden, um die Energiekosten zu begrenzen. Neben Strom sollen Biogas, Wasserstoff und Geothermie zum Energiemix gehören. Bei der kommunalen Wärmeplanung sollen die Stadtwerke die zentrale Rolle spielen und langfristig gesichert werden.

Strom, Wärme und Verkehr sollen besser zusammen-arbeiten. Das soll Energie günstiger machen. Auch Bio-Gas, Wasserstoff und Erd-Wärme sollen genutzt werden. Die Städte und Gemeinden planen ihre Wärme selbst. Die Stadt-Werke sollen dabei eine große Rolle haben.

Das landesweite Geothermie-Konzept soll als strategische Basis der Wärmeplanung dienen. Biogas soll für die kommunale Wärmeversorgung ausgebaut werden; im Bund will sich die SPD für einen leichteren Netzzugang der Anlagen einsetzen. Der Mix verschiedener erneuerbarer Quellen soll das Land auch bei der Wärme zum Vorreiter machen. Energiedörfer sollen für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und soziale Teilhabe gestärkt werden. Die kommunalen Stadtwerke, gerade auf dem Land, will die SPD dauerhaft erhalten und bei ihrer Neuaufstellung unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir wollen die Flexibilisierung des gesamten Energiesystems stärken, um Energiekosten weiter zu begrenzen, unter anderem durch eine bessere Sektorenkopplung.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kommunale Stadtwerke sollen als öffentliche Versorger dauerhaft gesichert und in der Wärmewende gestärkt werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Erneuerbare Quellen sollen stärker in der Wärmeversorgung genutzt werden, als schrittweiser Ausbau ohne neue Verbote.

Grüne Wasserstoffwirtschaft und Pipelines aufbauen

Die SPD will zusammen mit Bund und EU eine grüne Wasserstoffwirtschaft im Land aufbauen. Überschüssiger Wind- und Solarstrom soll in Wasserstoff umgewandelt werden und so Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Industrie schaffen. Dafür sollen Pipelines, Verteilnetze und Importmöglichkeiten über die Häfen entstehen.

Aus Wind-Strom und Sonnen-Strom kann man Wasserstoff machen. Wasserstoff ist ein Gas, das Energie speichert. Die SPD will damit neue Arbeitsplätze schaffen. Dafür sollen neue Leitungen gebaut werden. Auch über die Häfen soll Wasserstoff ins Land kommen.

Die geförderten IPCEI-Großprojekte mit einem Volumen von mehr als einer halben Milliarde Euro sollen in der nächsten Wahlperiode mit der Wirtschaft umgesetzt werden. Die Pipeline Rostock–Güstrow soll gebaut und danach über den Speicher Kraak bis Hamburg weitergeführt werden. Im Bund will die SPD auf den zweiten Ausbauschritt drängen, bei dem örtliche Verteilnetze entstehen. In den Häfen sollen die Voraussetzungen für vereinbarte Einfuhren aus Ländern wie Norwegen und Brasilien geschaffen werden. Beim Bund wirbt die SPD für weitere Abkommen, vor allem wenn Lieferungen über Häfen des Landes laufen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir werden außerdem den Ausbau der Wasserstoffpipeline von Rostock nach Güstrow konsequent und zielstrebig verfolgen“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der neue Wirtschaftszweig soll mit öffentlichen Fördermitteln und staatlich vorangetriebener Infrastruktur aufgebaut werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Aufbau von Erzeugung, Netzen und Import für grünen Wasserstoff treibt die Umstellung auf klimafreundliche Energieträger voran.

Netze und Energiespeicher schneller ausbauen

Die SPD erklärt die Versorgungssicherheit und Widerstandsfähigkeit der Energieinfrastruktur zur obersten Priorität. Sie will den Netzausbau vorantreiben und den Bau sowie die Genehmigung von Speichern beschleunigen. Bestehende Anlagen wie Flüssiggasterminals sollen in das Gesamtsystem eingebunden werden.

Die Versorgung mit Energie soll sicher sein. Dafür will die SPD mehr Strom-Leitungen bauen. Auch Speicher für Energie sollen schneller entstehen. Die Terminals für Flüssig-Gas sollen weiter Teil des Systems sein.

Das Programm begründet die Vorsorge mit den Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine seit 2022. Versorgungssicherheit bedeutet nach Sicht der SPD auch genügend Reserven und Speicher im Netz. Neben Batteriespeichern sind thermische und bio-chemische Speicher gemeint. Batteriespeicher sollen so entstehen, dass sie dem System und dem Netz dienen. Flüssiggasterminals sollen für die Zukunft aufgestellt und systemdienlich eingebettet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Deshalb müssen wir den Netzausbau weiter forcieren und wollen den Ausbau und die Genehmigung von Batteriespeichern und anderen Energiespeichern (z.B. thermisch oder bio-chemisch) beschleunigen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Netze und Speicher stützen die Energiewende, während zugleich Flüssiggasterminals als fossile Infrastruktur erhalten bleiben sollen.

Erneuerbare Energie für Industrie und Mobilität nutzen

Die SPD will den Ausbau erneuerbarer Energien fortsetzen und für Ansiedlungen von Unternehmen nutzen. Das Programm begründet das mit mehr Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und mit wirtschaftlichen Chancen für das Land.

Die SPD will mehr Strom aus Wind und Sonne. Firmen sollen diesen Strom direkt vom Erzeuger bekommen können. Es soll mehr Lade-Stationen für E-Autos geben. Das Land soll so unabhängiger von Öl und Gas werden.

Fördergeld aus dem Bund-Länder-Programm GRW soll künftig auch fließen, wenn bestehende Gewerbegebiete zu nachhaltigen Standorten umgebaut werden. Auf Bundesebene setzt sich die SPD für einfacheres Energy Sharing ein, also das gemeinschaftliche Nutzen selbst erzeugten Stroms. Direkte Leitungen zwischen Erzeugern und Betrieben sollen leichter möglich werden und Netzkosten senken. Zusammen mit der Wirtschaft will die Partei deutlich mehr öffentliche Ladepunkte schaffen. Rechenzentren sollen ihren Strom möglichst aus erneuerbaren Quellen im Land beziehen; die Nutzung ihrer Abwärme zum Heizen von Wohnvierteln wird geprüft.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Direktleitungen von erneuerbaren Energieerzeugern zu Unternehmen sollen erleichtert und wirtschaftlich vorteilhaft werden, um Netzkosten für Produzenten und Verbraucher zu reduzieren.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Fördermittel sollen zusätzlich für den Umbau von Gewerbegebieten eingesetzt werden, also mehr staatliche Investitionslenkung.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau erneuerbarer Energien, grüner Gewerbegebiete und der Ladeinfrastruktur soll fortgesetzt und gefördert werden, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

Strompreise niedrig halten, Strommarkt reformieren

Die SPD will die Regeln des Energiemarkts so ändern, dass Mecklenburg-Vorpommern gegenüber Nachbarregionen wettbewerbsfähig bleibt. Neue Umlagen, die den Strom für Haushalte teurer machen, lehnt sie ab.

Die SPD will, dass Strom bezahlbar bleibt. Sie will keine neuen Aufschläge auf den Strom-Preis. Die Regeln für den Strom-Markt sollen sich ändern. Strom aus dem Land soll auch im Land genutzt werden.

Gemeinsam mit weiteren Ländern im Norden und Osten will die SPD auf eine veränderte Marktregulierung hinwirken; als Vergleich nennt das Programm die dänischen Stromgebotszonen. Die einheitliche deutsche Gebotszone aufzuteilen, hält die Partei weiterhin für möglich. Im Bund will sie erreichen, dass Strom, der wegen überlasteter Netze nicht abtransportiert werden kann, vor Ort Haushalten und Betrieben zugutekommt. Das Programm verweist darauf, dass die Netzentgelte im Land bereits deutlich gesunken seien.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Eine zusätzliche Belastung der Bürgerinnen und Bürger mittels Umlagen auf den Strompreis lehnen wir ab.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet geringere Abgaben auf Strom mit einem stärkeren regulierenden Eingriff in den Energiemarkt.

Kommunen bei Wärmeplanung und Klimaanpassung unterstützen

Die SPD will die Kommunen bei Wärmeplanung, nachhaltigem Bauen und Sanieren sowie beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Geothermie soll leichter nutzbar werden, und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sollen dauerhaft gefördert werden.

Gemeinden haben viele Aufgaben bei Energie und Klima. Die SPD will ihnen dabei helfen. Zum Beispiel beim Planen der Wärme-Versorgung. Auch Erd-Wärme soll leichter nutzbar sein. Gemeinden sollen sich besser vor Extrem-Wetter schützen können.

Für die Geothermie nennt das Programm klare Informationen zu Standorten und eine sichere Rechtsgrundlage. Kommunale Energieinfrastruktur sieht die SPD als strategische Aufgabe, die Versorgungssicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung zusammenbringt. Klimaanpassung vor Ort umfasst laut Programm die Energieversorgung von Gebäuden ebenso wie regionale Konzepte zum Schutz vor extremem Wetter und soll langfristig unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir unterstützen sie bei Wärmeplanung, nachhaltigen Bau- und Sanierungsprojekten und beim Ausbau erneuerbarer Energien.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Wärmeplanung, erneuerbare Energien und Klimaanpassung sollen durch Unterstützung der Kommunen schrittweise vorangebracht werden, ohne neue Vorgaben.

Moore wiedervernässen und Landwirte dabei unterstützen

Die SPD will Moorschutz und Wiedervernässung fortsetzen, um Wasser in der Fläche zu halten, Böden zu erhalten und Treibhausgase zu senken. Landwirte sollen dabei gefördert werden und auf Moorflächen auch mit Photovoltaik Einkommen erzielen können.

Moore sollen wieder nass werden. Nasse Moore halten Wasser und schützen das Klima. Bauern bekommen dafür Hilfe vom Land. Sie sollen auf Mooren auch Strom aus Sonne erzeugen dürfen.

Nach Angaben des Programms hat das Land 161.000 Hektar Moore, von denen 35.500 Hektar wiedervernässt sind. Gefördert werden torferhaltende Wasserstände und der Anbau von Paludikulturen, also Pflanzen für nasse Moorböden. Die Technik zur Regulierung der Wasserstände soll vorhanden sein. Die SPD will die Moorprofessur in Greifswald unterstützen, das Fachkräfteprogramm für Moorspezialisten kofinanzieren und das Greifswalder Moorzentrum zu einem Exzellenzstandort für Forschung und Beratung ausbauen. Wasser- und Bodenverbände erhalten weiter Hilfe, auch bei Biberschäden.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Anhand dieser unterstützen wir Landwirte bei der Einstellung Torferhaltender Wasserstände weiterhin mit unseren Agrar-, Umwelt- und Klimamaßnahmen und beim Anbau von Paludikulturen für die stoffliche- und Energetische Verwertung.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Wiedervernässung von Mooren zur Senkung von Treibhausgasen soll mit Förderung fortgesetzt und ausgebaut werden, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

Was sagen die anderen Parteien zu Klima und Energie?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich