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SPD zur Bildung

Aus dem Programm „Regierungsprogramm 2026–2031: Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 14 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 12 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Über eine Milliarde in Schulen investieren

Die SPD will zusammen mit Bund und Kommunen mehr als eine Milliarde Euro in Schulen und Berufsschulen stecken. Außerdem soll der Unterricht im ganzen Land gesichert und die Belastung der Lehrkräfte verringert werden.

Die SPD will viel Geld für Schulen ausgeben. Es geht um mehr als eine Milliarde Euro. Auch Berufs-Schulen und ihre Internate bekommen Geld. Lehrerinnen und Lehrer sollen weniger Stunden unterrichten müssen.

Das Geld soll auch den Internaten der Berufsschulen zugutekommen. Mit den Schulträgern will die SPD beraten, wie das Modell des Schulcampus gleichwertige Bildung vor allem auf dem Land sichern kann; dort wären alle Schularten und Abschlüsse an einem Standort erreichbar. Ziel ist ein flächendeckender, hochwertiger Unterricht. Lehrkräfte sollen entlastet werden, unter anderem durch weniger Pflichtstunden. Dazu soll im Bildungspakt Gute Schule ein Zeit- und Stufenplan entstehen, der die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigt.

Originalzitat anzeigen (Seite 4)
„Gemeinsam mit Bund, Land und Kommunen investieren wir über eine Milliarde Euro in moderne Schulen und Berufsschulen inkl. ihrer Internate.“
Seite 4 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Investitionen in Schulgebäude und eine Entlastung der Lehrkräfte bauen staatliche Bildungsleistungen aus.

Schulsozialarbeit und Produktionsschulen weiter finanzieren

Die SPD will die Landesförderung für Jugend- und Schulsozialarbeit auf hohem Niveau fortführen und eine zentrale Koordinierungsstelle prüfen. Produktionsschulen sollen als Weg in Ausbildung und Beruf erhalten und ausreichend finanziert werden.

Die SPD will weiter Geld für Schul-Sozialarbeit geben. Sozialarbeiter helfen Kindern und Jugendlichen bei Problemen. Auch Produktions-Schulen sollen bleiben. Dort lernen junge Menschen praktisch für den Beruf.

Das Land unterstützt Kreise und kreisfreie Städte seit über 20 Jahren bei den Personalkosten, aus Landesgeld und dem Europäischen Sozialfonds. Eine mögliche Koordinierungsstelle für Schulsozialarbeit soll Fachberatung, Vernetzung, Qualitätssicherung und Weiterbildung übernehmen und Kontakte zum Bund halten. Produktionsschulen gelten im Programm als niedrigschwelliger Baustein zwischen Schule und Beruf. Sie sollen jungen Menschen berufliche und soziale Integration ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Die Förderung der Jugend- und Schulsozialarbeit wollen wir auch zukünftig fortsetzen und auf hohem Niveau sichern.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die bestehende öffentliche Förderung soll im heutigen Umfang fortgeführt werden, ohne den Stand in eine Richtung zu verschieben.

Juristische Ausbildung überprüfen und reformieren

Die SPD will die Ausbildung von Juristinnen und Juristen im Land, vor allem das Referendariat, attraktiver machen. So soll der landesweite Bedarf an juristischem Nachwuchs gedeckt werden.

Die SPD will die Ausbildung für Juristen im Land verbessern. Juristen sind zum Beispiel Richter und Anwälte. Die Regeln für die Prüfungen sollen überprüft werden. Die Ausbildung soll weniger unnötigen Druck machen.

Die Prüfungsverordnung für die Juristenausbildung soll vollständig ausgewertet und nach Bedarf geändert werden. Nach Auffassung des Programms verbessert künstlich erzeugter Druck die Ausbildung nicht. Geprüft werden unter anderem ein zeitlich aufteilbares Examen, ein flexibleres Referendariat und die Anrechnung von Vornoten auf die Examensnote.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Zu diesem Zweck werden wir die JAPO MV (Juristenausbildungsprüfungsverordnung) einer vollständigen Evaluation unterziehen und bedarfsgerecht reformieren.“
Seite 59 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulen mit Teams und Schulbau stärken

Die SPD will an Schulen Teams aus verschiedenen Berufen ausbauen und alle Abschlüsse wohnortnah erreichbar machen. Das Schulbauprogramm soll wachsen; 600 Millionen Euro aus dem MV-Plan sind für Schulen vorgesehen.

Die SPD will an Schulen mehr Fachleute aus verschiedenen Berufen. Sie sollen als Team arbeiten. Alle Schul-Abschlüsse soll man in der Nähe machen können. Für Schulen sind 600 Millionen Euro eingeplant.

Die Arbeitsbedingungen an Schulen sollen besser werden. Wohnortnahe Abschlüsse sollen vor allem über einen Bildungscampus gelingen, der bestehende Schulformen sowie öffentliche und freie Schulen stärker verbindet. Das Programm versteht Schulen als öffentliche Daseinsvorsorge. Das Schulbauprogramm über 400 Millionen Euro wird ausgebaut, und mit 600 Millionen der 1,92 Milliarden Euro Bundesmittel ist die Schule der größte Einzelposten.

Originalzitat anzeigen (Seite 65)
„Wir setzen dafür den begonnenen Ausbau multiprofessioneller Teams fort und verbessern weiter die Arbeitsbedingungen und die Attraktivität des Schulsystems.“
Seite 65 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal an Schulen und zusätzliche öffentliche Mittel für den Schulbau bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

Demokratiebildung an Schulen ausbauen

Die SPD will Demokratiebildung und Angebote zum Thema Extremismus stärker im Schulalltag verankern. Sie begründet das damit, dass extremistische Akteure Schulen zunehmend unter Druck setzen. Demokratiebildung soll in allen Fächern und in der Ausbildung des Personals vorkommen.

Die SPD will mehr Demokratie-Bildung an Schulen. Schüler sollen mehr über Extremismus lernen. Extremismus heißt: Menschen lehnen die Demokratie ab. Auch Lehrer sollen dazu mehr lernen.

Demokratiebildung soll als Querschnittsthema in allen Fächern unterrichtet werden und zur Qualifikation aller Fachkräfte an Schulen gehören. Sie soll fester Teil von Studium, Referendariat, Fortbildung und der Qualifizierung von Schulleitungen sein. Das Personal soll pädagogisch und rechtlich sicher handeln können, um antidemokratischem Verhalten vorzubeugen und darauf zu reagieren. Auch an beruflichen Schulen soll Demokratiebildung gestärkt werden, etwa mit Blick auf Arbeitnehmerrechte. Die SPD bezeichnet Demokratiebildung als Kernbestandteil einer wehrhaften Demokratie.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Bildungsangebote zum Thema Extremismus und Demokratiebildung müssen deshalb vermehrt Platz im Schulalltag finden, um junge Menschen zu stärken und gefährdete Kinder und Jugendliche aufzufangen.“
Seite 66 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gemeinsames Lernen und Schulqualität stärken

Die SPD will ein Schulsystem, in dem Kinder möglichst gemeinsam lernen und individuell gefördert werden, unabhängig von ihrer Herkunft. Stellen, die wegen sinkender Geburtenzahlen frei werden, sollen im Bildungssystem bleiben und die Qualität verbessern.

Die SPD will, dass Kinder möglichst zusammen lernen. Jedes Kind soll gute Förderung bekommen. Es werden weniger Kinder geboren. Das frei werdende Personal soll in den Schulen bleiben. So soll die Schule besser werden.

Alle Schülerinnen und Schüler sollen den höchstmöglichen Abschluss erreichen können, der ihrem Potenzial entspricht, auch leistungsstarke und hochbegabte. Als Grundlage nennt das Programm Durchlässigkeit und hohe Qualität des Bildungssystems. Frei werdendes Personal soll schrittweise für Qualitätsverbesserungen eingesetzt werden. Erzieherinnen und Erziehern sollen bei Bedarf Angebote gemacht werden, entlang des Bildungswegs von der Kita bis zur Berufsschule mitzuarbeiten. Außerdem sollen Grundkompetenzen in Deutsch und Mathematik sowie Alltagskompetenzen wie Finanzbildung und Konfliktlösung weiter gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Wir stehen für ein Schulsystem, in dem alle Kinder und Jugendlichen möglichst gemeinsam und demokratisch lernen und individuell bestmöglich gefördert werden“
Seite 66 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Frei werdende Stellen sollen nicht eingespart, sondern im öffentlichen Bildungssystem weiter eingesetzt werden, was öffentliche Leistungen ausbaut.

  • Gesellschafteher progressiv

    Das Ziel möglichst gemeinsamen Lernens aller Kinder unabhängig von der Herkunft verschiebt das Schulsystem schrittweise in Richtung Chancengleichheit.

Medienkompetenz und digitale Schule stärken

Die SPD will Medienkompetenz und den Umgang mit Künstlicher Intelligenz in allen Schularten altersgerecht fördern. Das Schulsystem soll insgesamt digital weiterentwickelt werden, auch mit Geld des Bundes.

Die SPD will, dass Schüler den Umgang mit Medien lernen. Dazu gehört auch Künstliche Intelligenz. Lehrer bekommen dafür Fortbildungen und Material. Die Schulen sollen digitaler werden.

Lehrkräfte sollen Fortbildungen und praxisnahe Materialien erhalten. Die digitale Weiterentwicklung der Schulen soll gemeinsam mit allen Beteiligten und mit finanzieller Hilfe des Bundes erfolgen. Ziel ist ein didaktisch sinnvoller und zugleich kritischer Umgang mit digitalen Angeboten. Dazu zählt das Programm auch das Bewerten von Informationen und einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Medienkompetenz und der verantwortungsvolle Umgang mit Künstlicher Intelligenz sollen altersgerecht in allen Schularten gestärkt werden.“
Seite 67 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Multiprofessionelle Teams an Kitas und Schulen einführen

Die SPD will Teams aus verschiedenen Fachberufen schrittweise zur Grundausstattung von Kitas und Schulen machen. Den Anfang sollen Einrichtungen mit besonderen Herausforderungen beim Lernen machen.

Die SPD will Teams aus verschiedenen Berufen an Kitas und Schulen. Dazu gehören zum Beispiel Sozialarbeiter und Psychologen. Zuerst bekommen Schulen mit vielen Problemen solche Teams. Später sollen alle sie haben.

Die Teams können aus Fachleuten für Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik, Schulpsychologie, Heilerziehungspflege und Integrationshilfe bestehen. Die Qualifikation von Integrationshilfen soll besser und einheitlich werden, ihr Einsatz neu geordnet. Angestrebt wird eine abgestimmte Unterstützung über den ganzen Schultag, die Doppelstrukturen vermeidet. Auch an Berufsschulen sollen mehr solcher Teams möglich werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Dazu wollen wir schrittweise multiprofessionelle Teams an Kitas, Grund- Regional-, Gesamt- und Berufsschulen als Grundausstattung einführen und ausbauen“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliches öffentlich finanziertes Fachpersonal als Grundausstattung baut öffentliche Leistungen schrittweise aus.

Bildungscampus und Modellschulen fördern

Die SPD will Standorte fördern, an denen mehrere Schularten und Einrichtungen zusammenarbeiten, um die Durchlässigkeit des Schulsystems zu stärken. Zwei Modellschulen sollen neue Bildungskonzepte erproben, und die Leistungsbewertung soll reformiert werden.

Die SPD will mehrere Schul-Arten an einem Ort verbinden. Das nennt man Bildungs-Campus. Kinder sollen so leichter die Schul-Art wechseln können. Zwei Schulen sollen neue Ideen ausprobieren. Auch Noten und Rückmeldungen sollen sich ändern.

Für Bildungscampus-Standorte, die alle Abschlüsse anbieten, sollen Infrastrukturmittel des Bundes genutzt werden; eingeplant werden sollen Räume für Differenzierung, Therapie, Schulpsychologie und Hort. In Mecklenburg und in Vorpommern soll je eine Modellschule mit besonderen rechtlichen, inhaltlichen und personellen Spielräumen ausgewählt und wissenschaftlich begleitet werden. Die Ausnahmeregel, die Orientierungsstufe an die Grundschule anzubinden, soll für Kommunen leichter nutzbar werden, wenn kein Campus möglich ist. Bei der Leistungsbewertung sollen Rückmeldungen im Mittelpunkt stehen, die das Lernen fördern. Schulen sollen selbstständiger werden, die Schulverwaltung soll sie unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Wir wollen die Verbindung verschiedener Schularten und Institutionen unter dem Dach eines Bildungscampus strukturell, finanziell und inhaltlich unterstützen“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Durchlässigkeit zwischen Schularten und eine weniger notenzentrierte Leistungsbewertung verändern die gewachsene Schulstruktur schrittweise.

Schulmittel nach Sozialindex verteilen

Die SPD will einen eigenen Sozialindex für das Land entwickeln. Personal und Geld sollen gezielt an die Schulen gehen, an denen viele Kinder mehr Unterstützung brauchen.

Die SPD will Geld für Schulen anders verteilen. Manche Schulen haben viele Kinder mit mehr Hilfe-Bedarf. Diese Schulen sollen mehr Geld und Personal bekommen. Dafür will die SPD Daten nutzen.

Die Verteilung soll auf Daten gestützt und am Bedarf ausgerichtet sein. Das Programm sieht Anknüpfungspunkte an das Startchancenprogramm, mit dem Bund und Länder Schulen in schwieriger Lage fördern. Die SPD will zudem Personal besonders für benachteiligte Schulen und den ländlichen Raum gewinnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Wir wollen datengestützt die Verteilung von Mitteln nach Bedarfen realisieren und dafür einen landeseigenen Sozialindex entwickeln“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Mittel sollen gezielt zugunsten benachteiligter Schulen umverteilt werden, was eine schrittweise Verschiebung hin zu mehr Ausgleich ist.

Arbeitszeit der Lehrkräfte erfassen und entlasten

Die SPD will die Arbeitszeit von Lehrkräften erfassen und ihre Aufgaben klar beschreiben, um sie vor Überlastung zu schützen. Schulleitungen und pädagogisches Personal sollen von Verwaltungsaufgaben entlastet werden.

Die SPD will die Arbeits-Zeit von Lehrern messen. So sollen Lehrer nicht zu viel arbeiten müssen. Zuerst gibt es dazu einen Versuch. Mehr Verwaltungs-Personal soll den Schulen helfen.

Ein neues System der Arbeitszeiterfassung soll in einem Modellversuch zusammen mit den Vertretungen von Lehrkräften und Schulleitungen entwickelt werden. Zusätzliches Verwaltungsfachpersonal soll Schulen unterstützen, damit die pädagogische Arbeit im Mittelpunkt steht. Gesundheitsvorsorge sowie Gewalt- und Extremismusprävention an Schulen sollen gestärkt werden. Die SPD bekennt sich außerdem zum Bildungspakt für „Gute Schule 2030“ zwischen Land und Gewerkschaften.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern soll zum Schutz vor Überlastung zeitlich erfasst und durch eine Tätigkeitsbeschreibung klar festgelegt werden.“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Arbeitszeiterfassung zum Schutz der Beschäftigten und zusätzliches Verwaltungspersonal stärken Arbeitnehmerschutz und öffentliche Ausstattung schrittweise.

Lehrkräfte gewinnen und besser ausbilden

Die SPD will den Mangel an Lehrkräften mit mehr qualifizierten Lehramtsstudierenden und Lehrkräften beheben, ergänzt durch einen hochwertigen Seiten- und Quereinstieg. Die Reform der Lehrerbildung soll mit einem angepassten Referendariat abgeschlossen werden.

Es fehlen Lehrer im Land. Die SPD will mehr Menschen für das Lehramt gewinnen. Auch Menschen aus anderen Berufen sollen Lehrer werden können. Die Ausbildung soll besser werden.

Fort- und Weiterbildung sowie Seiteneinstieg sollen gemeinsam mit den Hochschulen ausgebaut werden, mit Schwerpunkten auf Heterogenität, digitaler Bildung und individueller Förderung. Das Institut für Qualitätssicherung MV soll weiterentwickelt werden. Das Referendariat soll zum neuen Sekundarstufenlehramt passen und regelmäßig evaluiert werden; die Bereitschaftserklärung soll zurückkehren. Mentorinnen und Mentoren sollen mehr Anrechnungsstunden oder andere Entlastungen bekommen. Besonders für den ländlichen Raum und benachteiligte Schulen will die SPD Personal gewinnen und halten.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Für uns bleibt das Ziel, den Lehrkräftemangel durch einen Zuwachs an qualifizierten Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten und Lehrkräften zu bewältigen.“
Seite 68 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Europäische Schulpartnerschaften ausbauen

Die SPD will Schulen dabei unterstützen, Partnerschaften in ganz Europa zu pflegen. Dafür sollen Austauschprogramme und das Netzwerk der Europaschulen im Land gestärkt werden.

Die SPD will mehr Austausch mit Schulen in Europa. Schüler sollen andere Länder kennenlernen. Dafür gibt es Programme wie Erasmus+. Das Land soll Geld von der EU dafür besser nutzen.

Das Netzwerk der Europaschulen soll so wachsen, dass Schulen stärker voneinander lernen. Digitale Austauschprojekte sollen gefördert werden, zum Beispiel mit dänischen, polnischen und baltischen Schulen. Fördergeld der Europäischen Union soll besser ausgeschöpft werden. Außerdem sollen Klassen- und Studienfahrten für alle Klassen möglich und einfacher zu organisieren sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Programme wie Erasmus+, eTwinning oder das Modell der Botschafterschulen sind dafür unverzichtbare Werkzeuge, die wir stärken wollen.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Die stärkere Nutzung von EU-Programmen und europäischem Austausch an Schulen vertieft die europäische Zusammenarbeit schrittweise.

Gebundene Ganztagsschule zum Standard machen

Die SPD will Ganztagsschulen besser ausstatten und qualitativ weiterentwickeln. Langfristig soll die gebundene Ganztagsschule, bei der der Ganztag für alle verbindlich ist, im ganzen Land Standard werden.

Die SPD will bessere Ganztags-Schulen. Dort sind Kinder den ganzen Tag in der Schule. Später soll das an allen Schulen so sein. Alle Kinder sollen ein gesundes und günstiges Mittagessen bekommen.

Schulen in Gebieten mit besonderen Herausforderungen sollen zuerst die Möglichkeit bekommen, gebundene Ganztagsschule zu werden. Die SPD setzt sich weiter für ein gesundes, preiswertes Mittagessen für alle ein. Die Finanzierung soll Trägern aus Kultur, Sozialem und Sport dauerhafte, planbare Angebote ermöglichen. Auch in den Ferien soll es Angebote an den Schulen geben. Schulträger und Träger der Kinder- und Jugendhilfe sollen enger zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Unser Ziel ist langfristig, dass diese Schulform landesweiter Standard wird.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau ganztägiger öffentlicher Bildung und Betreuung erweitert staatliche Leistungen schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Verbindlicher Ganztag als Standard verlagert Bildung und Betreuung stärker von der Familie in die Schule.

In Berufsschulen und duale Ausbildung investieren

Die SPD will die duale Ausbildung stärken und dafür 250 Millionen Euro bis 2037 in Berufsschulen und Bildungszentren des Handwerks stecken. Das Netz der beruflichen Schulen soll im ganzen Land erhalten bleiben.

Die SPD will die Berufs-Ausbildung stärken. Das Land soll 250 Millionen Euro investieren. Das Geld geht an Berufs-Schulen und Bildungs-Zentren vom Handwerk. Die Berufs-Schulen im Land sollen bleiben.

Schülerinnen und Schüler sollen mehr Wahlmöglichkeiten bekommen, und die berufliche Bildung soll inklusiver werden, auch über Teilqualifizierungen. Ausbildungsgänge sollen unter anderem mit digitalen Mitteln ausgebaut werden. Der Zuschuss zu den Unterkunftskosten von Auszubildenden bleibt und kann bei steigenden Kosten angepasst werden. Mehr Beratung und Begleitung für Betriebe und Auszubildende soll die Zahl aufgelöster Ausbildungsverträge senken. Im Rahmen der bundesweiten Vorgaben soll es ein flexibleres Prüfungssystem mit mehreren Zeiträumen geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Für gute Rahmenbedingungen der dualen Ausbildung werden wir bis 2037 insgesamt 250 Mio. Euro in die Berufsschulen und in die handwerklichen Bildungszentren im Land investieren.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Investitionen von 250 Millionen Euro und fortgeführte Zuschüsse für Auszubildende bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

Übergang von Schule in Beruf begleiten

Die SPD will die Jugendberufsagenturen zur zentralen Anlaufstelle für junge Menschen machen, damit niemand beim Wechsel von der Schule in den Beruf verloren geht. Die Berufsorientierung an Schulen soll systematisch weiterentwickelt werden.

Nach der Schule beginnt für junge Menschen der Beruf. Das ist oft schwer. Die SPD will eine feste Stelle für Hilfe schaffen. Die Schulen sollen besser über Berufe informieren.

Die Jugendberufsagenturen sollen flächendeckend als Partner eingebunden werden und helfen, Strukturen und Angebote vor Ort zu verbessern. Vor allem benachteiligte junge Menschen sollen so den Weg ins Berufsleben finden. Die Berufsorientierung soll Schule, Lebenswelt und Beruf enger verknüpfen. Sie soll außerdem geschlechtstypischen Berufsbildern entgegenwirken.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„wollen dafür mit den bestehenden Jugendberufsagenturen eine zentrale Anlaufstelle für junge Menschen gestalten“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Berufsorientierung soll ausdrücklich geschlechtstypischen Berufsbildern entgegenwirken, was auf Gleichstellung zielt.

Erwachsenenbildung und Bildungsfreistellung ausweiten

Die SPD will Volkshochschulen und Abendgymnasien weiter unterstützen und die Erwachsenenbildung dauerhaft stärken. Das Bildungsfreistellungsgesetz soll künftig auch für Bundesangestellte gelten und Bildungsreisen ins Ausland ermöglichen.

Die SPD will Bildung für Erwachsene stärken. Volkshochschulen sollen in Stadt und Land bleiben. Beschäftigte können für Bildung frei bekommen. Das soll bald für mehr Menschen gelten. Auch Bildungs-Reisen ins Ausland sollen möglich sein.

Volkshochschulen und Abendgymnasien ermöglichen nach dem Programm das Nachholen aller Abschlüsse bis zum Abitur und bieten Kurse zur Alphabetisierung. Ihre Angebote sollen in Stadt und Land bestehen bleiben. Die Heimvolkshochschulen sollen erhalten werden. Die Ausweitung der Bildungsfreistellung soll aus Sicht der SPD auch die Weltoffenheit fördern. Die Angebote sollen leicht zugänglich bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Durch eine Erweiterung des Geltungsbereiches des Bildungsfreistellungsgesetzes auch für Angestellte des Bundes und der Ermöglichung von Bildungsreisen ins Ausland für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in MV soll auch die Stärkung der Weltoffenheit erreicht werden.“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein erweiterter Anspruch auf Bildungsfreistellung stärkt Arbeitnehmerrechte gegenüber Arbeitgebern schrittweise.

Hochschulstandorte erhalten und Wissenschaft stärken

Die SPD will alle Hochschulstandorte im Land erhalten und zusätzliche Investitionen gezielt in Hochschulen und Forschung lenken. Sie will die Wissenschaftsfreiheit schützen und Frauen in der Wissenschaft weiter fördern.

Die SPD will alle Hochschulen im Land behalten. Sie will mehr Geld für Forschung ausgeben. Forscher sollen frei und ohne Druck arbeiten können. Frauen sollen in der Wissenschaft mehr Chancen bekommen.

Die Hochschulen sollen sich in Forschung und Lehre eng abstimmen, ausgerichtet am Bedarf des Landes. Der Dialog über eine langfristige Wissenschafts- und Forschungsstrategie wird fortgesetzt. Gemeinsam mit den Hochschulen soll das Wissenschaftssystem widerstandsfähiger werden. Weil Frauen in höheren Karrierestufen unterrepräsentiert sind, soll das Kaskadenmodell weiter gelten, das Zielquoten an der Stufe darunter ausrichtet. Geprüft werden mehr Ausbildungskapazitäten für Juristinnen und Juristen sowie ein attraktiveres Studienangebot in der Informationstechnologie.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Wir werden die einzelnen Hochschulstandorte im Land erhalten und weiterentwickeln.“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Investitionen in Hochschulen und Forschung bauen staatliche Ausgaben schrittweise aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die fortgesetzte Frauenförderung mit dem Kaskadenmodell und das Bekenntnis zu Diversität zielen auf mehr Gleichstellung.

Gebührenfreies Erststudium und Studierendenwerke sichern

Die SPD will das erste Studium bis zum Master weiter ohne Gebühren lassen, weil Bildung aus ihrer Sicht nicht vom Einkommen der Eltern abhängen darf. Die Studierendenwerke sollen weiter Unterstützung für Verpflegung, Wohnraum und psychosoziale Betreuung erhalten.

Das erste Studium soll weiter nichts kosten. Das gilt bis zum Master-Abschluss. Die SPD will auch die Studierenden-Werke unterstützen. Diese sorgen für günstiges Essen und Wohnen.

Das Bundesprogramm „Junges Wohnen“ soll für die Sanierung und den Neubau von Wohnheimplätzen genutzt werden. Bei der Sanierung von Mensen sollen diese so umgebaut werden, dass sie in Krisen dem Bevölkerungsschutz dienen können. Digitale Lehre soll ausgebaut werden, vor allem im dualen Studium, in einem ausgewogenen Verhältnis zur Präsenz. Studieninhalte sollen flexibler werden, etwa durch mehr Wahlmodule, Praktika und duale Studiengänge.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Wir werden deshalb das Erststudium bis zur Erlangung des konsekutiven Masters bzw. eines vergleichbaren Abschlusses weiterhin für die Studierenden gebührenfrei stellen.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Das gebührenfreie Erststudium und die Förderung der Studierendenwerke bestehen bereits und sollen fortgeführt werden.

Hochschulen international und im Ostseeraum vernetzen

Die SPD will die Hochschulen bei ihrer Internationalisierung und beim Ausbau Europäischer Hochschulallianzen unterstützen. Ziel ist ein gemeinsamer Wissensraum rund um die Ostsee, der Talente im Land hält und neue anzieht.

Die SPD will Hochschulen mit anderen Ländern verbinden. Besonders wichtig sind Länder an der Ostsee. Es soll gemeinsame Forschung und Studien-Gänge geben. Mehr junge Menschen sollen im Ausland lernen.

Vorgesehen sind grenzüberschreitende Forschungsprojekte, etwa über Horizon Europe, und mehr gemeinsame Studiengänge. Die Hochschulen sollen ein ausgewogenes Maß an Studiengängen auf Englisch anbieten. Die SPD will für Erasmus+ werben, damit mehr Studierende, Auszubildende und Schüler Erfahrungen im Ausland sammeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Unser Ziel ist ein echter, gemeinsamer Wissensraum im Ostseeraum: durch grenzüberschreitende Forschungsprojekte z.B. im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe oder den Ausbau von gemeinsamen Studiengängen.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Vertiefte Europäische Hochschulallianzen und stärkere Nutzung von EU-Programmen bauen die europäische Zusammenarbeit schrittweise aus.

Forschung, KI und Wissenstransfer stärken

Die SPD will Forschungsergebnisse schneller in die Wirtschaft bringen und mehr Firmengründungen aus Hochschulen und Instituten erreichen. Künstliche Intelligenz soll in vielen Fächern stärker erforscht und eingesetzt werden. Spitzenforschung und wissenschaftlicher Nachwuchs sollen weiter gefördert werden.

Die SPD will die Forschung im Land stärken. Neue Ideen sollen schneller in Firmen ankommen. Aus Hochschulen sollen mehr neue Firmen entstehen. Auch Künstliche Intelligenz soll mehr erforscht werden.

Das KI-Zentrum an der Universität Rostock und andere digitale Forschungsinfrastrukturen sollen weiter Unterstützung erhalten, ebenso Prototypen und Pilotprojekte. Die Landesexzellenzinitiative wird fortgeführt, Forschungsstipendien und Graduiertenkollegs bleiben gefördert. Bei den nächsten Zielvereinbarungen mit den Hochschulen will die SPD prüfen, wie mehr unbefristete Stellen für Postdocs möglich werden. Für Forschende und Lehrende sollen Unterstützungsstrukturen entstehen oder verknüpft werden. Beim Bund und bei der EU will sich die SPD für eine Klärung der Umsatzbesteuerung in der Wissenschaft einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Wir setzen auf einen schnelleren Transfer von Innovationen in die wirtschaftliche Anwendung und wollen verstärkt Ausgründungen von Start Ups aus den Wissenschaftseinrichtungen erreichen.“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Forschung, Transfer und Ausgründungen weiter mit öffentlichen Mitteln fördern, was einen schrittweisen Ausbau staatlicher Förderung bedeutet.

Fusionsforschung im Land ausbauen

Die SPD will die Fusionsforschung in Mecklenburg-Vorpommern weiter verstärken. Das Programm verweist auf den Standort des Wendelstein 7-X und sieht das Land in diesem Feld weltweit vorn. Auch die Laserfusionsforschung soll wachsen.

Die SPD will mehr für die Fusions-Forschung tun. Bei der Kern-Fusion verschmelzen Atomkerne und setzen Energie frei. Im Land steht dafür eine große Forschungs-Anlage. Auch die Forschung an Fusion mit Lasern soll wachsen.

Das Land ist Teil der bundesweiten Fusionsallianz und will dort seine Anstrengungen erhöhen. Die SPD will sich außerdem für die Ausbildung in diesem Technologiefeld einsetzen. An der Universität Rostock soll gemeinsam mit Partnern in Sachsen ein neues Helmholtz-Institut für Hochenergiedichteforschung (HEDI) entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Als Teil der bundesweiten Fusionsallianz werden wir unsere Anstrengungen in diesem zukunftsweisenden Bereich der Energieforschung weiter verstärken“
Seite 74 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulbau und wissenschaftliche Infrastruktur finanzieren

Die SPD will den Hochschulbau auch nach 2030 ausreichend finanzieren und einen klimaneutralen Campus fördern. Wissenschaftliche Bibliotheken, Open Access und Rechenzentren sollen gestärkt werden. Zugleich soll die Hochschulverwaltung weniger Bürokratie haben.

Die SPD will weiter Geld für Gebäude der Hochschulen geben. Das soll auch nach 2030 gelten. Die Hochschulen sollen klimaneutral werden. Bibliotheken und Rechenzentren sollen Unterstützung bekommen. Es soll weniger Bürokratie geben.

Hochschulen sollen genügend Rechenzentrumskapazitäten bekommen. Für Hochschulbibliotheken soll ein digitales Pflichtexemplar eingeführt werden; Open Access und Open Science will die SPD voranbringen und die Landesstrategie zum Forschungsdatenmanagement umsetzen. Bei Bund und EU will sich die Partei für einfachere Förderverfahren, Anträge und Berichtspflichten einsetzen, vor allem bei Mitteln der EU und des Landes.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Den Hochschulbaukorridor werden wir auch nach 2030 auskömmlich ausstatten.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Finanzierung des Hochschulbaus soll über 2030 hinaus gesichert werden, was staatliche Investitionen fortschreibt.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der klimaneutrale Campus soll gefördert werden, was Klimaschutz im Hochschulbau schrittweise stärkt.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich